Sonntag, 25.01.2004 – Der Hausrat wächst
Wir stehen ganz bequem erst um zwölf Uhr auf. Ich spüre keinerlei Nachwirkungen vom gestrigen Abend, und das spricht für die Qualität des japanischen Sake, der da serviert wurde. Gut, ich will nicht sagen, dass ich von allen möglichen Nachwirkungen verschont geblieben bin – ich habe nämlich einen ungeheuren Durst, also das, was man bei mir zuhause im Bliesgau „Nachbrand“ nennt. Aber dieses Problem löst man ja recht einfach, indem man sich einen Liter Boco oder Aquarius in den Hals schüttet, ein Frühstück zu sich nimmt und gegen den seltsamen Geschmack im Hals die Zahnbürste ins Feld führt.
Im Anschluss an derlei Notwendigkeiten muss die Bude auf Vordermann gebracht werden, und bis ich mit allem fertig bin, ist es bereits 13:40. Ich überlege, zu so „später Stunde“ erst gar nicht mehr in die Bibliothek zu gehen, weil ich heute eh nichts Ganzes mehr auf die Reihe kriegen werde, in der kurzen Zeit, in der der Zugang zu dem Rechnern noch offen ist. Ich gehe dann aber doch.
Die Zeit ist knapp, ich schreibe nur einen Bericht, den vom 30. Dezember, aber mit dem werde ich immerhin ganz fertig. An Silvester war ja doch einiges los, der Bericht vom 31. Dezember wird also lang, und 50 Minuten, bevor die Bibliothek hier zu macht, will ich auch nicht mehr damit anfangen. Es wird wahrscheinlich ohnehin zeitlich notwendig sein, den Bericht in zwei Teile zu trennen.
Um fünf gehe ich dann Einkaufen und anschließend nach Hause. Aha, Angela hat uns in der Zwischenzeit ihren halben Hausrat hinterlassen, darunter zwei Regale und einen Wäscheständer, außerdem einen Sessel, den ich aus dem Erdgeschoss nach oben trage, und zuletzt noch eine Menge von kleinerem Kram, den ich in seiner Gesamtheit gar nicht komplett erfassen möchte. Die Wohnung füllt sich… meiner Meinung nach etwas zu sehr, aber man gewöhnt sich ja an vieles, und vielleicht ist der Krempel ja auch irgendwann von Nutzen.