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Aus dem noch unerforschten Inneren meines Schädels

30. November 2009

Der Ketchup bleibt!

Filed under: Zeitgeschehen — 42317 @ 21:59

Frau Sommer, Senior Manager Customer Service von McDonald’s Deutschland hat mir heute morgen eine Antwortmail geschrieben. Ich hatte gefragt, ob es möglich wäre, den Text der Presseerklärung zu lesen, aus der dieses Gerücht mit der Umstellung auf das Gelb-auf-Grün-Logo entstanden war, und die Antwort liest sich wie folgt:

„hierzu gab es eigentlich keine Pressemitteilun unsererseits.

Ein Journalist hat eine Ansprache unseres Vorstands falsch interpretiert.
Es ging um die Eröffnung unseres neuen Restaurants am Münchner Flughafen.
Hierbei dann eben um unser neues Außendesign, dass in Natur- und Grüntönen erscheint.

Unser Logo selbst wird sich natürlich nicht ändern.“

Was ein Journalist doch alles bewirken kann… wenn einer vom anderen abschreibt, ohne mal sicherheitshalber nachzufragen.

27. November 2009

Wir wollen mal die Pommes beim Ketchup lassen

Filed under: Zeitgeschehen — 42317 @ 21:47

In den GMX Wirtschaftsneuigkeiten war vor einigen Tagen, am 23.11.2009, zu lesen, dass McDonalds sein Logo ändern wolle – „Das Firmenlogo, das gelbe M, werde künftig vor grünem Hintergrund leuchten, kündigte der stellvertretende Deutschlandchef der Fastfood-Kette, Holger Beeck, in der Financial Times Deutschland an“, heißt es da.
Zumindest in der Onlineausgabe der FTD kann ich keinen Hinweis darauf finden, möglicherweise handelt es sich um einen Artikel, der nur in der Printausgabe erschienen ist, und deren Archiv kann ich über das Internet als Nichtzahler nicht einsehen.

Etwas einschränkender war ein Bericht zum gleichen Thema in der Huffington Post aus Washington, in dem nur die Rede von den europäischen McDonalds Imbissbuden war (ich weigere mich, von „Restaurants“ zu sprechen).

Am Tag darauf war die Meldung international, sah sich aber auf den Wortlaut „in Deutschland“ beschränkt, in den Hindustan Times, im Independant Online, bei FOX 12 Idaho (wo sogar behauptet wird, dass einige Läden in Großbritannien und Frankreich dem neuen Trend bereits gefolgt seien), in den Straits Times, in Japan Today, und so weiter, und so fort… und natürlich auch bei bild.de.

Aber diese Berichte sind falsch und ich fänd’s jetzt klasse, wenn ich derjenige wäre, der das exklusiv oder als erster bringt – denn von Neugier getrieben, habe ich keine drei Klicks gescheut und eine Anfrage an den „Senior Manager Customer Service“ der Kette in Deutschland, Frau Judith Sommer, gesendet, und ihre Antwort liest sich wie folgt:

„Sehr geehrter Herr Schwarz,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 25.11.2009.
Im Rahmen der Pressemitteilungen hat es eventuell einige Missverständnisse gegeben.

Mit großem Aufwand haben McDonald’s Deutschland und seine Franchise-Nehmer bisher die Innendesigns der Restaurants modernisiert – bis Ende des Jahres wird dieser Prozess weitestgehend abgeschlossen sein. Das neue Design fügt sich harmonisch in ein modernes Städtebild und ist zugleich sehr hochwertig und aufmerksamkeitsstark. Edle Holztöne, Naturstein und gedecktes Grün: So präsentieren sich die McDonald’s Restaurants der nächsten Generation von Außen.

Während Dunkelgrün die Außendarstellung von McDonald’s schrittweise immer stärker bestimmen wird, bleibt unser weltbekanntes Logo, die so genannten „Golden Arches“, unverändert.

Haben Sie dazu noch weitere Fragen? Dann schreiben Sie einfach eine E-Mail an info@mcdonalds.de: Wir sind gerne für Sie da.

Beste Grüße aus München

Judith Sommer
Senior Manager Customer Service“

(Hervorhebung von mir.)

Das heißt, ein Scherz war es nicht, dass das goldene M ab demnächst vor grünem Hintergrund leuchten würde, aber ich würde gern die Pressemitteilung lesen, auf der das Missverständnis beruht. Vielleicht schickt Frau Sommer mir die auch noch. Ich würde mich jedenfalls freuen. Und natürlich konnte ich es nicht lassen, den Briten eine Anfrage zu schicken, ob da tatsächlich bereits irgendwo grün-gelbe Schilder rumstehen… mal sehen, was kommt.

In Island jedenfalls macht McDonalds angeblich dicht – weil alle Rohstoffe importiert werden müssen und die isländische Krone wegen der Wirtschaftskrise und dem dortigen Bankenzusammenbruch mittlerweile kaum noch was wert ist.

16. November 2009

Das Omen?

Filed under: Japan,Militaria,Uni — 42317 @ 18:18

Ich habe die offizielle Bestätigung des Themas meiner Magisterarbeit am Freitag, dem 13. November erhalten!?

Ich bin nicht abergläubisch, aber so ein bisschen ungläubig die Stirn runzeln musste ich in dem Fall schon. Das Abgabedatum ist der 14. Mai 2010 – aber bis dahin bin ich längst drüber. Die ganze Sache muss am 20. April 2010 vorbei sein, Arbeit abgegeben und das letzte Wort der mündlichen Prüfungen gesagt, denn an jenem Tag endet die Toleranzfrist innerhalb des nächsten Sommersemesters, bis zu der ich noch keinen weiteren Studienbeitrag in Höhe von etwa 830 E zahlen muss, den ich mir nicht leisten kann.
Am 20. April (auch so’n ganz tolles Datum) endet mein Studium. Egal wie.

Ich schreibe also über „Das Internationale Militärtribunal für den Fernen Osten und seine Darstellung auf der Bühne durch Kinoshita Junji“. Und das ist von mir so formuliert, weil ich verstanden haben möchte, dass mein Schwerpunkt auf der Darstellung eines historischen Vorgangs liegt, und dass ich das Theaterstück „nur“ als künstlerische Interpretation desselben mitbehandle. Die Quellenlage zum Theaterstück („Shinpan“, dt. „Das Urteil“, aus dem Doppelwerk „Kami to Hito to no aida“, dt. „Zwischen Göttern und Menschen“) ist nicht schlecht, aber sie ist mir nicht gut genug, als dass ich mein Hauptaugenmerk darauf legen wollte und sicher sein könnte, auch was gutes zu Stande zu bringen. Denn leider sind die Theaterzeitschriften, die uns zur Verfügung stehen, in diesem besonderen Falle wenig aussagekräftig. Das Stück ist von 1970, wenn ich mich jetzt nicht irre, und das ist über zehn Jahre vor den Jahrgängen, die wir haben. Auch Internetrecherche ergab keine weiteren Ergebnisse. Wir haben umfangreiche Schriften eines Theaterfachmanns namens Ozasa, aber der beschäftigt sich mit Kinoshita nur allgemein und hat einen Schreibstil so frisch wie die stinkende Makrele auf dem Kopfsteinpflaster nach dem Fischmarkt. Ich durfte die Arbeit an den Büchern einstellen, nachdem mir mehrfach der Kopf auf die Tischplatte gefallen war.

Eine Zusammenfassung des Tribunals und des Theaterstücks, sowie die Biographie des Autors und eine Interpretation ist bereits fertig, und als nächstes verfasse ich die Herleitung des Tribunals: Eine Kurzfassung der japanischen Geschichte seit der Meijizeit mit Schwerpunkt auf den Expansionismus, und eine etwas detailliertere Kurzfassung des Pazifischen Kriegs ab Beginn des Konflikts mit China 1931 bis zur Kapitulation 1945. Ich hoffe, das alles auf 10 Seiten unterbringen zu können.

6. November 2009

Tote Hose an der Dose

Filed under: My Life — 42317 @ 23:17

Am 05. November trat mein neuer DSL Vertrag in Kraft. Allerdings ohne, dass ich davon genug gemerkt hätte.

Am späten Vormittag kam ein recht sympathischer Mitarbeiter der Telekom vorbei und prüfte die Leitungen im Haus.
Die funktionieren, sagte er.
Das Modem zeigte jedoch auch am späten Nachmittag noch keine Reaktion.
Anruf bei Alice DSL/Hansenet, Kundendienst: „Wir müssen davon ausgehen, dass es sich um einen Firmwarefehler handelt. Wenn das Gerät aktiviert wird, macht es eine Art Selbsttest, und ich gehe davon aus, dass dieser Test irgendwo steckenbleibt. Das Ergebnis ist dann, dass die eigentliche Verbindung ins Internet nie versucht wird, weil die Betriebsbereitschaft nie festgestellt wird.“
Das würde zu meinem Installationsversuch der Software passen, bei dem sich das Gerät nicht einmal selbst erkennt.
Mit dem neuen Modem könne ich dann am Montag rechnen.

Eigentlich könnte ich eine Münze werfen, um zu raten, ob das Gerät funktioniert, denn von den vier Modems, die ich von Alice bislang im Haus hatte, war die Hälfte bereits funktionsunfähig, als ich sie aus der Verpackung nahm. Was sagt der Kindendienst dazu?
„Sie müssen verstehen, dass Alice, als eine Gesellschaft, die keine Mindestvertragszeit verlangt, sich nicht die besten Modems leisten kann. Wenn ein Kunde nach drei Monaten aus irgendeinem Grund wieder kündigt, haben wir auch bei monatlichen Gebühren von 30 Euro die Kosten, die durch Anschaffung, Lagerung, Personal, und Versand an dem betroffenen Modem entstanden sind, noch nicht wieder drin. Natürlich bietet die so genannte Fritzbox bessere Qualität, aber gehen Sie mal in einen Elektrofachmarkt und schauen Sie, was so ein Ding kostet. Das Sphairon Turbolink IAD, das wir verwenden, hat gegenüber der Fritzbox nur den einen Vorteil, dass es auch bei stärkerer Dämpfung noch eine gewisse Leistung zeigt.“

Na denn, dann warte ich mal auf Montag und was die Münze mir sagt.