Code Alpha

Aus dem noch unerforschten Inneren meines Schädels

29. Mai 2007

Der Adler muss offenbar am Boden bleiben

Filed under: Arbeitswelt — 42317 @ 14:20

Auch meine vervollständigte Bewerbung bei der Lufthansa stieß auf Ablehnung – „mangelnde fachliche Qualifikation“, ohne weitere Angaben, um was es sich im Einzelnen handelt. Jetzt will ich erst einmal sehen, ob mir das so genannte Karriereportal vielleicht was anderes anbietet, irgendwann…

Das fliegende Auge II

Filed under: My Life — 42317 @ 14:18

Der Pressesprecher der Polizei teilte auf Anfrage das Folgende mit:

„(…) Es wird Sie sicherlich nicht überraschen, dass wir im Zusammenhang mit dem Einsatz des Polizeihubschraubers in der Nacht zum 25. Mai eine Reihe gleich lautender An- bzw. Nachfragen hatten. Anlass für diesen Einsatz war der Eingang eines Notrufes in unserer Führungs- und Lagezentrale, der umgehende Fahndungsmaßnahmen im Bereich Trier-Tarforst notwendig machte. Um diese Maßnahmen aus der Luft zu unterstützen, wurde der mit einer Wärmebildkamera und Suchscheinwerfer ausgestattete Hubschrauber in die Fahndung miteingebunden. (…)
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Reinhard Rothgerber“

26. Mai 2007

Zu Gast im EEG Labor

Filed under: My Life — 42317 @ 10:58

Ich nehme ja immer noch an lustigen Experimenten teil.
Zuletzt gab es dreißig Euro für ein Reaktionsspiel gegen einen zweiten Teilnehmer.

Es ging darum, auf ein Farbsignal hin so schnell wie möglich eine Taste zu drücken. War man schneller als der Gegner (in einem abgetrennten Raum), so konnte man auf zwei Skalen einstellen, wie laut und wie lange dieser ein „Motivationsgeräusch“ zu hören bekam.
Die Skalen liefen von „1“ bis „10“, wobei das auf der Zeitachse die Dauer des Geräuschs in Sekunden war. Das Geräusch klang wie aus einem no-budget Horrorfilm, so eine Art schriller Schrei, den man auch noch verzerrt hatte. Laut Information sollte gemessen werden, ob die Reaktionszeit des Teilnehmers, der häufiger „motiviert“ wurde, messbar ansteigen würde.
Ich habe ca. 50 % der Durchgänge gewonnen. Die Parameter von meinem Gegner stiegen dabei ständig und ich amüsierte mich königlich dabei.

Dass es Ziel der Sache war, zu sehen, ob ich auf die steigenden Zeit- und Intensitätswerte meines Gegenübers eingehen würde, war mir dabei sonnenklar, aber ich musste nicht den Saboteur spielen, um das zu lassen. Meine Eingaben blieben bei „3/2“. Mich reizen zu lassen entspräche nicht meiner Art.

Bei dem Experiment wurden nicht nur immer wieder Fragebögen nach dem augenblicklichen Befinden gereicht und Speichelproben verlangt, sondern auch die Hirnströme gemessen, und dazu wurden ein paar Drähte mittels einer Kappe und einem leitenden Gel an meiner Kopfhaut befestigt. Die Elektroden um meine Augen dienen der Feststellung von Lidschlag und Augenbewegung. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, davon ein Foto mitzunehmen:

EEG Experiment

Das Gesicht habe ich natürlich mit Absicht gemacht. Die Sache hat insgesamt wirklich Spaß gemacht, auch im Hinblick darauf, dass solche Experimente immer was anderes im Auge haben, als man vorher erzählt bekommt… aber ich mach das ja schon seit ein paar Jahren und war darauf gefasst. 🙂
Außerdem: 30 E in zwei Stunden finde ich sehr fair.

Das fliegende Auge

Filed under: My Life — 42317 @ 10:40

Da klopfte etwas durch die Luft, des Nachts am 25. Mai 2007, und zwar um 00:35.
Das wird der Hubschrauber vom Rettungsdienst sein, dachte ich zuerst.
Aber das Klopfen zog nicht vorbei, sondern blieb. Um 00:45 standen wir dann mal auf, um aus dem Fenster zu sehen. Militär oder Polizei? Es dauerte eine Weile, aber nach einer Minute konnte ich die Positionslichter und die groben Umrisse des Helikopters entdecken, der vielleicht 100 Meter zehn Uhr vor meinem Fenster schwebte. Und da blieb er.
Nach weiteren fünf Minuten gab es dann ein bisschen Lightshow – der Helikopter schaltete einen Suchscheinwerfer ein und leuchtete das Gebiet um den Unisportplatz ab. Trotz der Entfernung hatte der Scheinwerfer dort eine wahrhaft erleuchtende Wirkung. Zwischendurch hielt auch ein Polizeiwagen unten an der Bushaltestelle. Aha.
Ich nahm mir meine Kamera, schaltete den Blitz ab und machte ein Foto in Richtung des Hubschraubers. Bei diesen Lichtverhältnissen beträgt die Belichtungszeit ca. fünf Sekunden, und da ich stehend ohne Stativ die Kamera nicht ruhig genug halten kann, kam dabei ein interessantes Bild raus:

Verwackelter Huschrauber bei Nacht

Rot und grün sind die Positionsleuchten und das Weiße ist der Scheinwerfer gewesen. Natürlich kann man den Hubschrauber nicht einmal erahnen, aber das Bild gefiel mir.

Bislang war aus den Nachrichten oder dem Internet noch nicht zu erfahren, was da gelaufen ist, dass man nicht nur einen, sondern zwei Hubschrauber einsetzen musste – ein weiterer kreiste in größerer Höhe.

Alles klar, Herr Kommissar

Filed under: My Life — 42317 @ 10:24

Mein Blog ist also wieder online nach den Wartungsarbeiten am Server, also mache ich mich mal daran, was über die Tage zu schreiben.
Am 19. Mai war ich beim Kameraden Ritter eingeladen, der seinen Geburtstag und sein Diplom gefeiert hat. Also nicht nur 34 Jahre alt, sondern auch noch Kommissar geworden.
Nebenbei möchte ich bemerken, dass sein Vater für einen ehemaligen und langjährigen Küchenbullen von der Bundeswehr gar nicht schlecht mit dem Kochlöffel umgehen kann. Allerdings hätte ich vielleicht nicht den Kochschinken vor dem Schweinebraten essen sollen, weil Kochschinken ja recht salzig ist, was den Schweinebraten ein bisschen fad hat erscheinen lassen.

Die illustre Gesellschaft – wenn ich das mal so nennen darf – zeigte mir, dass ich mich ebenfalls in einem fortschreitenden Alter befinde. So kommt es mir vor, als sei es noch gar nicht lange her, dass ich selbst zu den Kindern gehörte, die den eher langweiligen Feiern der Erwachsenen beiwohnten, weil man den Nachwuchs nicht zuhause lassen konnte.
Mit dabei auch ein deutsch-koreanisches Mädchen (sieben Jahre alt?), das munter, aber kontrolliert, auf deutsch und koreanisch drauflos plapperte, je nachdem, was ihr gerade angemessen erschien. Ich staune immer wieder über die Fähigkeiten des heranwachsenden Gehirns, was Erstspracherwerb betrifft.
Wie dem auch sei – nach der Kindheit kommt dann eine Zeit, wo man jahrelang gar keine Kinder auf den Parties sieht, die man besucht. Warum? Weil Jugendliche in der Regel keine Kinder haben und ihre Parties für Kinder auch völlig ungeeignet sind.
Und da saß ich auf einer ruhigen, gesitteten Feier eines guten Freundes, sah den Kindern beim Spielen zu und erlebte, wie um 22:30 schon nichts mehr los war, weil die meisten Paare wegen ihres minderjährigen Anhangs bereits nach Hause gegangen waren.
Da kommt man sich älter vor als gestern!

Aber ich entdeckte auch was Interessantes bezüglich meiner Generation.
Meine Freundin sagt immer wieder gerne, dass alle meine Freunde Spinner seien, auf irgendeine Art und Weise. Dem stimme ich voll und ganz zu, denn ich bin selber einer. Deshalb habe ich mir auch nie viel dabei gedacht, dass ein bedeutender Teil meiner Freunde Rollenspieler sind, aber es lag jenseits meines Denkens, dass dieser Schlag Menschen sehr viel weiter verbreitet sein könnte als unter Studenten, weil die ja angeblich so viel Zeit haben.
Ja, könnte man meinen. Gut, der Tierarzt, den ich kennen lernen durfte, war ja auch mal Student, aber da saßen noch drei, vier weitere Rollenspieler, die nie Studenten gewesen sind und alle um die dreißig oder älter waren, ganz abgesehen von den Kindern, die sie hatten oder die zumindest aktuell im Kommen sind. So ist das halt.

Abgespielt hat sich das ales in Haßloch, dort, wo der Holidaypark zu finden ist. Vor 15 oder 20 Jahren hätte ich das für einen tollen Wohnort gehalten. Immerhin würde man die Fahrtkosten sparen. Aber ich musste ja hinfahren. Gut, es war umsonst und ich bin auch nicht selbsttätig gefahren. Allerdings bin ich um 06:30 aufgestanden, habe mich um viertel nach Acht in den Zug nach Wittlich gesetzt, von wo aus ich nicht mehr wie früher nach Morbach fahren kann, sondern nur noch nach Kues. Aber von Büchenbeuren aus, von wo aus ich abgeholt wurde, macht das von der Entfernung keinen so großen Unterschied, denke ich.

Warum der frühe Aufbruch? Nu ja, wir sind davon ausgegangen, dass wir in der Gaststätte, wo die Feier stattfinden sollte, noch dies und das umgeräumt werden müsse und wollten deshalb zwei Stunden früher da sein, als der offiziele Starttermin. Nach Ankunft wurde aber klar, dass bereits alles vorbereitet war. Ich hatte also zwei Stunden Zeit.
Der Spaziergang um den Sportplatz der lokalen Götter vom 1. FC Haßloch 08 dauerte nicht allzu lange und war auch nicht sonderlich beeindruckend. Immerhin handelt es sich um einen gut gepflegten Rasenplatz. Aber nebenan befand sich ein großer Supermarkt, also bin ich mal dorthin gegangen, um Zeit tot zu schlagen.

Interessanterweise wurde ich auch schon bald angesprochen. Da war ein Werbestand von Natreen und eine Frau Mitte Dreißig bot mir ein Marmeladebrötchen an. Wenn’s denn umsonst ist… Erdbeermarmelade.
„Ist nicht schlecht… ich find’s gut, dass es nicht so süß ist. Aber Natreen ist mir zu teuer. Außerdem esse ich nicht viel Marmelade. Hm… Natreen hat auch ein seltsames Image… ich glaube, nur Du Darfst kommt mir schlimmer vor… so aufgezwungen gesund und hip… nee…“
Das schrieb sie gleich mal auf.
„Sin Sie der Hausdetektiv?“ fragte sie mich dann.
Ich komme immer ins Grübeln, wenn ich seltsame Sachen gefragt werde.
„Nein, ich bin zum dritten Mal im Leben in Haßloch und zum ersten Mal hier im Haus.“
„Ach, ich dacht, ich hätt Sie scho mal vorbeigehe sehn…“
„Unmöglich.“ Ich war amüsiert.
Kurze Pause.
„Sin Sie dann vielleicht der Kontrolleur?“
„Der was?“
„Na ja, die schicke doch immer ein, der kontrolliert, ob ma alles richtig macht.“
„Was – ich!?“ Ich musste mir Mühe geben, nicht laut zu lachen, aber mein Gesicht sieht entsprechend aus. Sie schaute mich entgeistert an.
„Ja, sin Sie der Kontrolleur?“
„Nein, bestimmt nicht. Ich besuche einen Freund und hab noch zwei Stunden Zeit.“
„Ah so… weischt, manchma erkennt ma die ganz schnell, aber manchma bin ich mir net sicher.“
Ich schien mit diesem Ort zu Zeit totschlagen eine gute Wahl getroffen zu haben.
Und dann redeten wir ein bisschen, sie dabei ganz viel. Sie hat sich nach dem Personalabbau bei Smart in Böblingen als Promoterin selbständig gemacht. Aha, da bin ich auf dem Weg von Weil der Stadt nach Stuttgart durchgekommen, weil ich ja in Calw bei der Armee gewesen bin.
„Ach,“ sagte sie, „interessant, ich komm nämlich eigentlich aus Calw.“
Der Dialekt kam mir auch so unpfälzisch vor.
„Kennscht das Manhattan?“
„Öh, ja… da sind die Typen hingegangen, die unbedingt ne Frau für die Nacht brauchten…“
„Was, echt? Wie ich da g’wese bin, war das a seriöser Lade wo immer was los war.“
„In zehn Jahren kann sich viel ändern, und mittlerweile sind ja wieder zehn Jahre vorbei.“
Dann erzählte ich auf Anfrage ein bisschen was über Japan und sie was über ihren Urlaub in Kenia, zwischendurch machte ich hin und wieder Platz für Kunden, die die Marmelade probieren mochten, und schließlich erfuhr ich, dass die Feuerlöschanlage im Lager heute morgen eine Fehlfunktion gehabt und der Markt knöcheltief unter Wasser gestanden habe.

Und dann waren die zwei Stunden eigentlich auch schon vorbei und ich konnte mich dem Nahrungsangebot der Feier zuwenden. Ich verabschiedete mich also.
Der Kamerad Ritter backt übrigens einen guten Käsekuchen. Mehr als eine Probierportion konnte ich allerdings nicht davon essen, weil noch tausend andere Sachen da waren, und als ich am Ende des Tages alles nur probiert hatte, inklusive des Speiseeises mit Kokosraspeln, da war ich so vollgefressen, dass ich um einen Kräuterschnaps bitten musste.
Ich muss allerdings auch bemerken, dass ich nicht mehr so viel fressen kann wie vor zehn Jahren. Das mag am fortschreitenden Alter liegen, aber wohl hoffentlich auch daran, dass ich meinen Magen seit ein paar Jahren an kleinere Portionen gewöhnt habe. Ich denke, dass hat seine Dehnbarkeit etwas eingeschränkt.

Und dann fuhren wir mitten in der Nacht wieder nach Büchenbeuren zurück, was eine Stunde dauerte. Einschlafen war dann so um 02:20. Und aufstehen um 08:00, weil mein Gastgeber ja auch gerade seinen Umzug zu vollziehen hatte. Wir hievten also seinen Fernseher, quasi den großen Bruder des meinen, in sein Auto und fuhren ihn nach Rheinböllen. Von dort aus fuhr er dann weiter nach Köln, um eine Einbauküche abzuholen, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich wurde auf dem Weg dann in Koblenz am Bahnhof abgesetzt.

Leider gerade zehn Minuten zu spät, weswegen ich im sonntäglichen Koblenz fünfzig Minuten spazieren gehen durfte. Aber das Wetter war toll, und so lange habe ich noch nie gebraucht, um einmal um einen Block zu gehen. Hoffentlich dauert es noch ein paar Jahrzehnte, bis ich ohne Absicht so lange brauche.
Immerhin entdeckte ich dabei, dass die Band TANKARD immer noch Konzerte gibt, laut Plakat im September in Koblenz, und außerdem entdeckte ich den „Zweckverband Entsorgungsbetrieb Eiterköpfe“. Kann das wirklich ein Name sein???
Die kleine Tour innerhalb der großen war also nicht hoffnungslos langweilig, aber ich war ganz froh, als ich dann zuhause ausschlafen konnte…

16. Mai 2007

Bauliche Maßnahmen?

Filed under: My Life — 42317 @ 9:33

Wenn Thomas schon mockiert, dass ich kein Wort über die baulichen Maßnahmen vor meinem Fenster verliere, hole ich das natürlich gerne nach. Der Grund, warum ich das unterlassen habe, ist darin begründet, dass es mir nicht sonderlich auffällt…

Im April erwähnte der Hausmeister, dass die Isolierung der Außenwand des Gebäudes erneuert werde und Ende April rückte auch ein Kommando an, das ein Gerüst hochzog. Gleichzeitig wies die Hausverwaltung die betroffenen Mieter an, bei Abwesenheit die Fenster geschlossen zu halten, weil die Wohnungen über das Gerüst erreichbar sind.

Die erste Woche nach dem Gerüstbau passierte erst einmal nichts. Erst, als das schöne Wetter sich verabschiedete und einem verspäteten April Platz machte, begannen die Arbeiten am Ende der ersten Maiwoche. Teilweise bei wirklich böigem Sturmwetter. Aber das einzige Mal, dass ich von dem Tun bislang betroffen war, bestand darin, dass morgens um 0815 die Verkleidung an meinem Fenster entfernt wurde. An sich kein Grund, extra eine Erwähnung zu machen.

Ich habe allerdings die stille Hoffnung, dass man nicht einfach nur die Isolierung verbessert, sondern vielleicht auch die Außenverkleidung als Ganzes. Man kann nicht behaupten, dass die Farbe von dem Haus sehr ansprechend wäre. Eine freundlichere Farbe als dreckig-braun würde uns allen sicherlich gut bekommen.

15. Mai 2007

Noch einer

Filed under: Manga/Anime — 42317 @ 17:47

Das hab ich ja fast vergessen:
„Mein“ altes Forum, Animetric, ist wieder online, und zu meiner großen Freude haben sich auch einige Leute von damals wieder eingefunden.
Die Hauptseite existierte weiter, aber das Forum war vor etwa zwei Jahren eines Tages verschwunden. Die Administratorin sagte, es hätte irgendwelche Missverständnisse mit dem Betreiber gegeben, aber sie hatte vorher bereits durchblicken lassen, dass sie wegen einer Verschiebung ihrer Interessen (zweifache Mutter!) keine Motivation mehr verspüre, weiterzumachen.
Irgendwann stand die Originalseite zum Verkauf, die ich mir natürlich nicht hätte leisten können. Vor einem halben Jahr kaufte ein Student aus Florida die Seite und eröffnete im März das Forum auf’s Neue.
Ich war im Frühjahr 2004 auf das Forum gestoßen und habe mich dort immer recht wohl gefühlt – anders als auf deutschen Seiten, in deutschen Foren, wo man es scheinbar als Hauptzweck eines Message Boards betrachtet, sich miteinander zu streiten.

Wird so der Sommer?

Filed under: My Life — 42317 @ 16:31

Nein, ich rede nicht vom Wetter. Zumindest nicht vorrangig.
Hier das letzte vom Neuesten.

Für die Idee unseres Geburtstages in Trier, in die sich Melanie scheint’s gewissermaßen verliebt hat, haben wir eine Spende von 100 E in Aussicht gestellt bekommen. Dafür müsse ich die Spenderin auch einladen, sagte Melanie in einem Ton, als ob ich damit ein Problem haben könnte – dabei ist gegen die Anwesenheit meiner potentiellen Schwiegermutter von meiner Seite aus weder aus objektiven noch aus subjektiven Gründen rein gar nichts nichts einzuwenden.
Ich weiß jetzt zwar nicht, ob ihr die ganzen komischen Leute liegen, die da kommen könnten, aber darüber mache ich mir keine Sorgen. Ich mag meine komischen Freunde nämlich und traue ihnen auch Manieren zu.

Der Negativpunkt bei der Sache bleibt die Wetterabhängigkeit. Im Falle des Falles müssten wir spontan den überdachten Treff belegen, bevor uns was besseres einfällt, was den Anwohnern bestimmt nicht so schmeckt… aber gut. Ich würde auch den Wegfall des für gewöhnlich zweimal im Jahr stattfindenden mitternächtlichen Besuchs des Gersheimer Spielplatzes bedauern, der ja bereits zu Silvester ausgefallen ist…

Gleichsam finanziell motiviert und unter, äh, sanften moralischen Druck gesetzt, werde ich also zu gegebener Zeit meine Idee in Planungen kanalisieren. Es bleibt nur abzuwarten, was mein heimatlicher Freundeskreis zu der Ortsverlegung sagt. Ich habe nichts davon, wenn die Leute zwar zusagen, aber keine Böcke haben, nach Trier zu kommen…

Auf Durchzug geschaltet

Filed under: My Life — 42317 @ 16:20

Um den Reigen der Neuigkeiten fast voll zu machen:
Letztlich hat ein Windstoß die Zwischentür meines Apartments zugeweht und dabei die Glasscheibe zerstört. Die Splitter waren allesamt recht groß und ließen sich problemlos entfernen, und nach zweimaligem Reinigen mit dem Staubsauger war auch alle Gefahr gebannt.
Wenn man den Teppich genau untersucht, findet man hier und da zwar ein Glitzern zwischen den Fasern, aber ich bin die Strecke mehrfach barfuß abgegangen und habe keine gefährlichen Rückstände dabei entdecken können.
Als nächstes bleibt abzuwarten, wie sehr wir dafür zur Kasse gebeten werden, denn aus paradoxerweise finanziellen Gründen haben wir keine Haftpflichtversicherung. Ich habe erst im vergangenen Herbst nach einer solchen Versicherung gesucht, aber davon wieder abgelassen, weil die Aufträge vom Klavierbauer ja nachließen…

Damals schrieb die Stiftung Warentest, dass die Gothaer Versicherungen den besten Service böten. Ich sollte die Otte-Brenner-Straße ausfindig machen…

Alte Nachbarn

Filed under: My Life — 42317 @ 16:12

Es war ein Glücksgriff. Und er wäre ohne Internet nicht möglich gewesen.

Anno 1989 war ein amerikanisches Paar mit drei Kindern (der älteste Sohn der Familie ist in meinem Alter) in unsere Nachbarschaft gezogen und hatte mehr als ein Jahr dort verbracht, bis der Dienst den Vater in die USA zurückbeorderte.
Nach einigen Briefen war dann Schluss, weil ich arg schreibfaul war. Zu meiner Entlastung sei allerdings hinzugefügt, dass das wohl auch für meinen Gegenüber galt. Meine Adresse war ja all die Jahre gleich geblieben – aber Amerikaner ziehen halt viel in der Gegend rum, und auch eine mündliche Anfrage bei meiner Nachbarin in Gersheim, die den Kontakt besser gepflegt hatte, blieb unbeantwortet. Sie hatte die Adresse nicht im Kopf und die Sache geriet wieder für Jahre in Vergessenheit.

In den vergangenen Jahren habe ich den Abbruch dieser Beziehung immer wieder bedauert und habe dann und wann den Versuch unternommen, über das Internet etwas zu erfahren, aber unter seinem Namen war nichts zu machen. Vor einigen Tagen dann fiel mir, ich habe keine Ahnung, durch was ausgelöst, der Name der Mutter wieder ein und ich suchte nach ihrem Namen. Ich fand per AllTheWeb einen Eintrag einer Gruppe, die „Volkssporting“ betrieb. Das schien zu passen, denn die Familie hatte deutsche Wurzeln und immer eine Affinität für deutsche Kultur gehabt.
Nein, ich will mich jetzt nicht auf die deutsche Kulturdiskussion einlassen. Deutsche Kultur äußerte sich nach meiner Erinnerung in der Familie am ehesten durch Kuckucksuhren und Bratwurst.

Ich durchforstete die Seite nach Mitgliedsnamen und fand den Namen des Paars. Ich hatte seinen Vornamen nicht mehr im Kopf, aber irgendwo tief drinnen bimmelte ein Glöckchen.
Ich schrieb jedenfalls der Vorsitzenden des Vereins eine Mail, gab ihr die notwendigen Informationen und bat darum, herauszufinden, ob es sich um die gesuchten Personen handelte.

Die kommenden Tage passierte nichts, aber heute erreichte mich eine Mail von dem alten Freund – der grob geschätzte Zielpunkt erwies sich als Treffer. Wir hatten seit 17 Jahren keine Kommunikation mehr. Ich hoffe, diesmal den Kontakt halten zu können. Mails sind auch billiger als Briefe. 🙂

Der Kellner kann vielleicht doch noch fliegen

Filed under: Arbeitswelt — 42317 @ 15:54

Nach Rückfragen beim „Bewerberhelpdesk“ der Lufthansa konnte geklärt werden, dass ich keine Erfahrung in einer Festanstellung brauche, um „Berufserfahrung“ angeben zu können, und meine Chefin im Teppichladen sagte, sie werde mir gerne ein Arbeitszeugnis ausstellen – ungewöhnlich für einen Nebenjob.
Meine Möglichkeit, mich wiederholt zu bewerben, wurde freigeschaltet und ich konnte noch ein paar ergänzende Angaben machen. Ich sollte meine Zeugnisse und ein Bewerbungsfoto einscannen… Anhänge können als PDF hochgeladen werden.

11. Mai 2007

Der Fliegende Kellner

Filed under: Arbeitswelt — 42317 @ 16:42

Ich habe dieser Tage meine Onlinebewerbung bei der Lufthansa abgegeben, um mich um eine ausgeschriebene Stelle als Flugbegleiter zu bewerben. Prompt wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht die technischen Voraussetzungen erfülle.
Eine genauere Betrachtung des Jobprofils erklärte mir den Einwand: Die einzige Voraussetzung, die ich nicht erfülle, ist die mindestens einjährige Berufserfahrung in einem Serviceberuf. Meine per Mail gestellte Frage, ob dabei nur Festanstellungen gewertet werden, wurde mir noch nicht beantwortet.
Vielleicht ist die Absenderadresse auch nicht zur bilateralen Kommunikation gedacht. Es gibt da nämlich eine Bewerberhotline – für 99 Cent pro Minute. Irgendjemand muss da ein Rad ab haben – oder die Einrichtung ist so genial, dass sie durch die Preiskategorie weniger motivierte Bewerber sofort abschreckt. Da könnte durchaus ein Plan dahinterstecken. Und bevor ich da anrufe, Plan oder nicht, sollte ich mir selbst einen Plan davon machen, was ich sagen oder fragen will – denn ganz eindeutig ist in diesem Fall Zeit = Geld.

Die nötige praktische Erfahrung werde ich wohl auch noch organisieren können. Denn wenn ich irgendwann selbst auf den Trichter komme, ich sei zu alt, um was Neues anzufangen, dann bin ich bereit für den Kompost.

Dabei ist die Lufthansa bei ihren Voraussetzungen noch ganz human.
Ich habe mit einem mir bekannten Piloten (per Mail) über die Angelegenheit gesprochen, und er sagte, ich könne es ja auch mal bei LTU versuchen, da die ebenfalls Flugbegleiter für den Interkontinentalverkehr suchten. Ein Blick auf die entsprechende Seite der Fluggesellschaft offenbarte mir allerdings, dass dort nicht einfach nur ein Jahr Berufserfahrung obligatorisch ist, sondern gleich eine komplette, abgeschlossene Ausbildung in einem so genannten Serviceberuf, soll heißen: drei Jahre mit Diplom.

Bei Japan Airlines und All Nippon Airways habe ich noch nicht explizit nachgesehen. Diese Unternehmen haben zwar Büroadressen in Deutschland, aber die westlichen Internetseiten geben keinerlei Informationen zum Thema Stellenangebote preis.

Kleine Brötchen backen

Filed under: My Life — 42317 @ 16:15

Es war ein impulsiver Gedanke in meinem Kopf.
Da ich in einigen Wochen 30 Jahre alt werde, hatte ich mir, angeregt durch die nebenläufige Bemerkung eines guten Freundes, dass wir ja nicht unbedingt in Gersheim feiern müssten, gedacht, es könne wegen des runden Jubiläums durchaus reizvoll sein, in Trier zu feiern, mit allen verfügbaren Freunden und Bekannten. Es schien auch deshalb positiv, weil meine Freundin nur eine Woche nach mir Geburtstag hat, da hätte man zusammen feiern können.

Diese Idee – ich will es nicht einen „Plan“ nennen – wurde durch einen eher ungewöhnlichen Akt wieder verworfen. Der „ungewöhnliche Akt“ bestand aus einem geäußerten Gedankengang meiner genannten Freundin, die mir die finanzielle Tragweite einer solchen Feier vor Augen hielt – dabei ist kühles Vorausplanen eigentlich mein Ding. Wie dem auch sei, auch bei geteilten Kosten ist die Belastung einer Feierlichkeit für ca. 30 Leute einfach zu hoch. Ich will mich nicht darauf verlassen, dass wie üblich nur die Hälfte der Eingeladenen erscheint (wenn überhaupt). Mein Geldbeutel macht das nicht mit.

Der Kreis wird also klein bleiben, und das ist der „alte“ Kreis des ehemaligen Zentrums „Bliesgau“.
Ich bedauere diese Entscheidung nicht. Warum sollte ich? Ich sehe keinen Grund, angesichts meiner angespannten Situation Trübsal zu blasen oder das Schicksal ob seiner Härte zu verfluchen. Denn wenn ich in Trier tatsächlich feiere, dann geht es um so viele Leute, dass wir draußen feiern müssen – und wenn’s regnet, haben wir ein Problem. Alle in unser Apartment quetschen läuft nicht so. In Gersheim habe ich ein Dach über’m Kopf mit Grilloption im Garten und kann auf die wohlwollende Unterstützung meiner Großeltern zählen – die sich ohnehin jedes Mal darüber freuen, wenn ich mich sehen lasse.

Der Ehre wegen werde ich meiner Spielgruppe in Trier was spendieren, wenn Volker den Grill stellt sogar was Warmes. Aber damit muss ich es bewenden lassen.

Ich muss noch über einen Zeitpunkt nachdenken.
Man hat bereits an mich herangetragen, dass der Geburtstag selbst wegen des nahenden Semesterendes und der damit verbundenen Klausuren eher ungünstig sei; und in der Woche danach hat ja eben meine Freundin Geburtstag – ich kann sie ja schlecht genau dann stehen lassen, mit der Begründung, dass ich halt zu jenem Zeitpunkt meinen feiern wolle, 120 km weit weg.
Es wird dann wohl auf Ende Juli hinauslaufen. Aber – wie ich sagte – ich muss mir noch detailliertere Gedanken machen.

7. Mai 2007

Command & Conquer oder was!?

Filed under: Militaria — 42317 @ 14:35

Hier ein aktuelles Produkt aus dem Hause Rheinmetall:

Rheinmetall Flak

Es handelt sich um eine Flugabwehrkanone, und nicht um ein fixes Feldgeschütz, aber das Design erinnert doch sehr an die Kanone der C&C Noddies.