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Aus dem noch unerforschten Inneren meines Schädels

19. August 2012

Gaytal Kamikaze (Teil 12)

Filed under: Arbeitswelt — 42317 @ 21:45

Ich wollte ja noch über die Kosten reden, im Sinne von Kosten, die der Fahrer so zu tragen hat, wie es scheint.
Lack- und Karosserieschäden trägt grundsätzlich der Fahrer, wenn er sie verursacht hat. Ob das „grob fahrlässig“ geschieht, oder ob er sich beim vorsichtigen Manövrieren um eine enge Kurve lediglich um zwei entscheidende Zentimeter verschätzt hat, interessiert niemanden. Wie es scheint, weigert sich die Versicherung des Unternehmens hartnäckig, überhaupt irgendwas zu zahlen. Zumindest bekommen wir an der Basis das erzählt.

Konkret: Zuerst hatte schließlich auch ich den gelben Pfosten bei der Ausfahrt aus dem Depot gestreift. Das Blech unter dem Scheinwerfer war verbogen und der Lack abgeschabt, das Plastikteil unterhalb der Schnauze des Sprinters brach und es bildete sich ein Riss von 20 cm. Kostenpunkt: Schätzungsweise 400 Euro.

Beim Wenden in einer Straße berührte ich mit dem Trittbrett das Zauntor eines Kunden, mit der Folge, dass der Haltepflock des Tors in der Mitte abgewinkelt wurde, soll heißen: Er kam nicht mehr in seine Einfahrt, bzw. nicht mehr heraus. Und ich dachte noch: Was kann so ein Stück Metall schon kosten? Ha! Da kam ein Handwerker, um den alten Stab abzusägen, besorgte dann einen neuen Stab und kam erneut, um diesen einzusetzen. Rundstahl, 40 cm lang, 20 mm Durchmesser, mit angeschweißten Griff zur leichteren Handhabung: 150 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Dabei kann ich mich noch glücklich schätzen, dass der betroffene Kunde zu einer vernünftigen Sorte Mensch gehört. Man hört von anderen Leuten, die sich bei solcher Gelegenheit das ganze Tor neu machen lassen.

An einer anderen Stelle, während der Fahrt, war ich auf der Suche nach einer Hausnummer und fuhr langsam eine Straße runter. Ein hinter mir aufschließendes Fahrzeug überholte mich daher – just in dem Moment, als ich den Blinker setzte und in die Toreinfahrt links einfahren wollte. Das gab eine Schramme, bei dem anderen mehr als bei mir. Nach meinem ersten Eindruck war der andere Schuld, aber meine Gewohnheit, selbstkritisch zu sein, lässt mein Gewissen nicht ruhen: Habe ich vielleicht zu kurzfristig geblinkt? Habe ich in die Spiegel geschaut? Ich kann mich nicht erinnern. Diese Maßnahmen laufen so nebenläufig ab, dass ich nicht mehr bewusst darauf achte. Ich würde mich wundern, wenn ich nicht geschaut hätte, aber ich weiß es eben nicht mehr. Es ist nicht auszuschließen, dass beim Blick in Innen- und Außenspiegel das überholende Fahrzeug im jeweils entscheidenden Moment nicht mehr im Sichtbereich war, und Kopf drehen bringt im Sprinter ja nichts. Peter meinte jedenfalls, dass dies ein Fall von beidseitiger Schuld sein dürfte – was heißt, dass jeder auf seinen eigenen Kosten sitzen bleibt.

Der Schaden „verschwand“ bald danach: Rudi streifte beim Rausfahren meinen Wagen an genau der Stelle. Ich weiß nicht, was daraus geworden ist, mich haben noch keine Ersatzforderungen erreicht.

Bei nächster Gelegenheit fuhr ich zur Apotheke in Irrel und fand „meinen“ Parkplatz vor dem Torbogen zum Hintereingang von einem Handwerker besetzt. Auf dem Kundenparkplatz standen zwei Wagen, ein kleiner PKW und eine Art Geländewagen, dahinter war noch ein Platz frei, und da fuhr ich hin. Ich hörte ein Geräusch, als sei ein großer Blumentopf aus Ton umgefallen und dachte mir in der Sekunde noch nichts dabei – bis ein Kunde aus der Apotheke kam und beim Anblick meines Fahrzeugs das Gesicht verzog. Ich setzte also wieder ein kleines Stück zurück und sah nach, was los war: Hinter dem Geländewagen versteckten sich zwei Metallpfosten, die verhindern sollten, dass der Eingang zugeparkt wurde. Die beiden waren für mich völlig unsichtbar gewesen.
Ich informierte Peter, dann den Apotheker. Der schockte mich gleich, als er erwähnte, die beiden Pfosten seien eine Spezialanfertigung (in Leuchtturmform) von einer heute nicht mehr existenten Schlosserei gewesen, das klang gleich mal wieder nach dreistellig. Aber er beruhigte mich: So wie er das sehe, sei nur die Bodenplatte etwas verzogen und die rot-weiße Lackierung sei eh bereits nicht mehr im besten Zustand. Er wolle mit einem Fachmann reden und mich dann anrufen.
Der Anruf kam am folgenden Mittag und er sagte, der Betrag sei nur geringfügig; er werde das übernehmen, ich könne ja mal etwas Schokolade für die Damen in der Apotheke mitbringen. Ich ging in einen Supermarkt, kaufte zehn Tafeln verschiedener Sorten Milkaschokolade, ließ sie hübsch verpacken und überbrachte sie bei nächster Gelegenheit.

Das bedeutet, ich war das Problem der geschädigten Partei los, aber die Delle in der Karosserie war ja noch da. Big M polierte den roten Lack des Pfostens aus der Tür, damit dies weniger auffällig war, aber wie viel ich davon noch zu tragen habe, ist bislang unklar. Big M machte mir Hoffnungen, er könne mir die Karosserie richten und die angekratzten Stellen neu lackieren lassen, ohne, dass ich mehr als einen Fünfziger dafür würde zahlen müssen. Noch ist nichts geschehen, und das hängt zum Teil mit Peters Zögerlichkeit zusammen. Big M versuchte ihm klar zu machen, dass er das könne, aber Peter beantwortet solche Anliegen meist mit einer Verschiebung auf später. Wenn ich also will, dass da was geschieht, muss ich selbst dranbleiben.

Und als ob das nicht genug wäre: Bei der Abfahrt von einem Kunden auf dem Dach des HELA Baumarktes nahm ich die Kurve der Rampe zu eng und machte einen weiteren Kratzer in die hintere rechte Hälfte des Fahrzeugs. Auch hier sind die Kosten noch nicht abzusehen. Vielleicht kriege ich Big M dazu, sich darum zu kümmern, wenn ich Urlaub habe.

Jedenfalls kam es in jener Zeit zu einer Häufung von Fahrzeugschäden. Unser Subsubunternehmen kam binnen eines Monats auf etwa 4000 Euro, niemand kann sagen, woran das lag. Peter, nicht angetan, hielt eine dem entsprechend emotionale Rede dazu. Konrad war davon so beeindruckt, dass er just an dem Tag beim Rausfahren noch einmal den gelben Stahlträger streifte, wodurch die rückwärtige Abdeckung seines rechten Frontscheinwerfers herausgedrückt wurde. Ich selbst war an diesem Tag sehr nervös und geriet in eine oder zwei kritische Situationen, die glücklicherweise ohne Folgen blieben.

In Folge dessen blieb die an sich kritische Situation leider statisch: Im Monat zuvor hatte es geheißen, wir sollten bis zu sieben „neue“ Autos bekommen (wobei die Definition von „neu“ ja dehnbar ist). Das Ende vom Lied war, dass EIN neues Auto kam (und das war RICHTIG neu mit nur ein paar Tausend Kilometern auf dem Tacho) und wir ansonsten auf den schrottigen und mit Minimalaufwand gewarteteten Kisten sitzen blieben.

Kommen wir zu etwas Unterhaltsamerem.
Felix wurde zum Depotchef zitiert, weil er Abholware nicht mitgenommen hatte. Es handelte sich, zugegeben, um ein sperriges Paket, das man ihm ziemlich zu Beginn seiner Tagestour geben wollte. Ohne sich mit Peter oder Mike abzusprechen, vertröstete er den Kunden, die Ware sei ihm zu groß, da er den ganzen Tag drumherum würde arbeiten müssen, und es werde vielleicht noch ein LKW kommen, um es abzuholen. Natürlich waren die LKW-Touren für den Tag bereits verplant, Elmo und Puck hatten an dem Tag nichts in der Gegend zu tun und folglich holte auch niemand das Paket ab. Warum er das Paket nicht am Ende des Tages noch geholt hat, versteht vermutlich nur er selbst, aber für Felix ist jegliche Arbeit nur ein notwendiges Übel, dass man so schnell wie möglich hinter sich bringt. Ich habe seine Arbeitsweise zu einem früheren Zeitpunkt bereits beschrieben.
Er bekam also eine Rüge, und wer den Schaden hat, braucht für den Spott ja nicht zu sorgen. Er musste sich so einige Witze darüber gefallen lassen, was ihm zu groß oder zu schwer sei, ganz zu schweigen von sexuellen Anspielungen über seinen Umgang mit Damen aus den Altersheimen, die er beliefert und wo er auch öfters zu Mittag isst.

Aber auch ein Großkunde in Longuich beschwerte sich über ihn, weswegen er noch einmal zum Chef zitiert wurde. Laut Kunde war Felix unhöflich gewesen, ich nehme also an, dass ihm in seiner selbstgemachten Hektik eine unvorsichtige Bemerkung rausgerutscht ist, oder der Kunde hatte eine Dienstleistung eingefordert, die er zu leisten nicht willens war, zum Beispiel Aufstapeln von Paketen an einer bestimmten Stelle und nicht einfach nur hinter dem Lieferwagen – ich weiß es nicht und es mangelt mir auch an Neugier, solche Fälle genau zu hinterfragen, wenn der Betroffene nicht selbst damit rausrückt. Jedenfalls erzählt man sich, dass Felix jenen Kunden seitdem mit einer ausgesuchten Höflichkeit bedenkt – allerdings auf eine Art und Weise, die durchblicken lässt, dass er es gezwungenermaßen tut. Puck, der ja Paletten zum gleichen Kunden bringt, erzählte mir jedenfalls, dass man dort dazu übergegangen sei, Felix mit einem gewissen Humor zu betrachten, vor allem, wenn er sowas sagt wie: „… und einen schönen Tag für Sie!!“ oder „Ich habe heute keinen guten Tag…“. Solche Darlegungen sind natürlich ohne die ihm eigene Intonation nur halb so lustig, aber Eingeweihte amüsieren sich darüber.

Eine Weile häuften sich derlei Beschwerden, er bekam jeweils was auf den Deckel und irgendwann legte sich diese Phase auch wieder. Aber seine Eigenarten behält er. So war er eine Woche krank gemeldet und ich schickte ihm eine SMS mit dem Inhalt „Gute Besserung, Du alter Simulant! :-)“, inklusive des Smileys, der jedem Halbdebilden klarmachen sollte, dass es sich um eine humoristische Äußerung handelte. Er stattdessen schickte nicht nur mir eine Mitteilung zurück („Dass meinst Du jetzt nicht ernst, oder???“), sondern beschwerte sich auch noch bei Big M („Ich verstehe da absolut keinen Spaß!“), der herzhaft darüber lachte, so wie es von mir beabsichtigt war.

In diesem Zusammenhang ist ein Ereignis bemerkenswert, das ich scheinbar noch nicht erwähnt habe. Puck war den ersten Monat da, da hatte Felix mit Peter ausgemacht, wegen eines Familientreffens früher Schluss machen zu können. Peter rief daher Puck an, der wegen einer Palettenlieferung in der Nähe war, damit dieser Pakete aus Felix‘ Wagen mitnehmen und ausliefern könne. Felix hatte zu diesem Zweck wohl den Schlüssel zum Lieferwagen in einem Schuppen seines Hauses hinterlegt und Peter dies auch mitgeteilt, aber Peter hatte gleichzeitig nicht durchblicken lassen, dass jemand etwas holen kommen würde. Felix wiederum hatte scheinbar Peter einen früheren Reisezeitpunkt als den tatsächlichen mitgeteilt, und ich nehme schlicht an, dass er dies tat, um irgendwelchen Eventualitäten vorzubeugen, damit er seinen Zug nicht verpasste. Keine große Sache, oder?

Felix ist aber leicht paranoid, gerade in dieser schwierigen Zeit, wo er sich andauernd wegen diverser Fehlverhalten hatte rechtfertigen müssen. Puck kam also an entsprechender Stelle an und fand Felix noch vor. Ich muss schon mutmaßen, dass Felix in dem Moment den Verdacht hegte, Peter habe jemanden geschickt, um zu überprüfen, ob die Geschichte mit der Familienreise auch stimme. Und da Felix in solchen Sachen ja absolut keinen Spaß versteht, nicht wahr, kam ihm Pucks ganz normaler Humor auch reichlich quer. Puck hatte nicht damit gerechnet, Felix noch anzutreffen und überlegte einen kurzen Moment, was er lockeres sagen könne. Felix jedenfalls sagte später zu mir, Puck habe den Eindruck von jemandem gemacht, der bei einer Heimlichtuerei erwischt worden sei, er habe „rumgedruckst“.
Was hat er gesagt?
„Hallo! Peter schickt mich, um Dir ein paar Pakete zu klauen.“ *grins*
Niemand – außer Felix – könnte sowas ernst nehmen. Er wies also den Weg zum Wagen und machte sich davon. Unterwegs telefonierte er mit dem fröhlichen Winzer und teilte diesem die „beunruhigenden“ Neuigkeiten mit. Der Winzer rief daraufhin mich an, da ich Puck ja schon seit Jahren kenne, ob ich der Meinung sei, Puck habe sich von Peter vielleicht irgendwie dazu bringen lassen, Felix wegen der vielen Kundenbeschwerden durch eine solche Aktion sozusagen abschussreif zu machen. Das ist natürlich purer Unsinn, da Puck einer der ethisch festesten Personen ist, die ich kenne. Er hat andere Fehler, aber bei sowas würde er nicht mitmachen.
Ich übte mich also in mediatorischer Kommunikation und die Sache ging vorbei, ohne dass Beziehungsschäden entstanden.

Zum Abschluss: Ich war überrascht, als sich irgendwann eine scherzhafte Bemerkung von mir in die Tat umsetzte und ich im Dezember 2011 tatsächlich der Fahrzeugreinlichkeitsinspektor wurde. Ich sollte also jeden Montag prüfen, ob die Leute ihre Autos gereinigt hatten, und Peter legte mir gleich ans Herz, nicht zu streng zu sein. Inwiefern konnte ich streng sein? Ich lege ja nur Notizen vor, in denen Fahrzeugkennzeichen Fahrern zugeordnet und mit einem Vermerk versehen werden, ob der jeweilige Fahrer seinen Führerschein noch hat und ob er sein Fahrzeug gereinigt hat. Was für einen Handlungsbedarf er als Chef aus diesen Notizen interpretiert, ist allein seine Sache.
Ich sehe das Auto außen an: Liegt grober Straßenschmutz vor, ist das Auto „außen ungereinigt“, gleiches gilt, wenn der grobe Schmutz mit einem Hochdruckstrahler zwar weggespült wurde – aber diese Geräte richten gegen den feinen, festgebackenen Staub rein garnichts aus. Ich erwarte keine Politur, aber einen Schwamm oder eine Bürste könnten die Leute schon benutzen. Sieht natürlich nicht jeder ein.
Ich sehe das Auto innen an: Das schnelle Mittagessen hinterlässt Brotkrümel und andere Reste, zum Beispiel Flaschen, Getränkedosen, Servietten oder Verpackungen. Die haben im Auto ebenso wenig verloren wie Straßendreck, der mit den Schuhen reingetragen wird, oder die dreckig-gelb-braune Schmierschicht, die nach dem Tabakrauchen an der Innenseite der Windschutzscheibe anhaftet. Darüber hinaus scheint es, als ob manche Leute ihre Limonadenflaschen zwischen den einzelnen Trinkakten nicht verschließen, dann finden sich an den Türen oft klebrige Spritzreste. Im schlimmsten Fall finde ich Kaffeereste in der Ablage vor dem Fahrer, wo sich ein Becherhalter befindet. Ich erwarte auch hier keine Grundreinigung, aber wenigstens den Staub runterfegen könnte man doch!? Weniger Strenge macht sich bei mir dadurch bemerkbar, dass ich innen wirkklich nur nach groben Verschmutzungen suche – ungefegt, Restmüll oder Getränkespritzer? „Innen ungereinigt“.

Ich habe Verständnis dafür, dass herbstliches Wetter die Motivation zur Reinigung nicht fördert. Bei Regen stelle ich mich nicht auf den Parkplatz, um den Matsch runterzuwischen. Dabei stehe ich als Kontrolleur unter einem besonderen Druck: Mein Auto MUSS das sauberste sein, und wenn es nicht das sauberste ist, muss es doch zumindest beanstandungslos sein. Wenn es wirklich hässlich aussieht, fahre ich zur Waschanlage bei der Firma Hess. Aber das kostet drei Euro, die mir niemand ersetzt.

Ich traf dort einen der Luxemburger Fahrer, der mir nicht nur erzählte, dass sie alle solchen Kosten ersetzt bekämen, sondern auch in der Regel nicht für Fahrzeugschäden haften müssten und darüber hinaus auch noch 300 Euro mehr im Monat hätten – bei durchschnittlich halber Arbeitsbelastung, in Paketzahlen ausgedrückt. Die sind um Zwei zuhause, mal abgesehen vom Weihnachtsgeschäft vielleicht, und ihre VIER LKWs fahren auch nur eine Tour am Tag, was Elmo und Puck bestenfalls im ruhigen Sommer erleben; die fahren in der Regel zweimal, und wenn sie Pech haben, müssen sie sogar drei Touren fahren.

Im vergangenen Februar wurde aber auch die Waschanlage ausgeschaltet: Bei Minus 20 Grad froren die Anlagen ein, an ein Reinigen der Fahrzeuge war nicht zu denken.
Als die Kälte zuschlug, hatten wir morgens im Lager Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Allein die Büros der Ablaufkontrolle waren geheizt. Irgendwann spürte ich meine Fingerspitzen und mein Gesicht nicht mehr. Im Büro fragte ich den Chef daher (wörtlich), ab welcher Temperatur die Statuten der Distributionsgruppe denn die Inbetriebnahme der vorhandenen Heizung erlaubten?
„Hm,“ sagte er, „das muss ich mir noch überlegen.“
Er überlegte schnell. Ab dem folgenden Tag wurde die Halle auf ca. 15° C geheizt. Das war angenehm. Aber man musste mit den Rolltoren aufpassen.
Die Tore hinten, wo die LKWs be- und entladen werden, sind immer auf, solange ein LKW da steht. Zwischen LKW und Mauer bleibt jedoch immer ein Spalt frei, der sich bemerkbar macht, sobald das große Rolltor an der Vorderseite des Gebäudes geöffnet wird, weil zum Beispiel der Belgienkurier hinein-, bzw. die Luxemburger herausfahren möchten. Das Luftvolumen des gesamten Lagers kühlt innerhalb von weniger als einer Minute völlig aus.
Das Management beklagt sich natürlich über die Heizkosten, und das sind die Leute, die in beheizten Büros arbeiten. Wir Fußsoldaten sagen: Solche Kosten berechnet man in die Jahresgewinnerwartung gefälligst von vornherein mit ein!