Code Alpha

Aus dem noch unerforschten Inneren meines Schädels

29. März 2007

Mir träumte…

Filed under: Japan,My Life — 42317 @ 13:20

… und ich frage mich erst mal „Soll ich das wirklich schreiben?“
Aber was soll’s… Spaß muss sein.

Mir träumte jedenfalls, ich hätte eine erotische Begegnung mit Kitagawa Keiko.
Wie komme ich bloß zu dieser Ehre? 🙂

Ein Bild von Keiko für die Uneingeweihten:

Keiko

Man soll sich auch nicht zuviel dabei denken, das war nämlich so:

Ich sitze an einem Tisch. Rechts von mir eine Japanerin namens Aiko, die neuerdings bei uns im Haus wohnt und mir gegenüber eben jene Keiko. Wir unterhalten uns, die beiden albern ein bisschen rum und Aiko berührt das Brustbein von Keiko mit ihrer flachen Hand und lacht. Sonst nichts, aber mir stand der Mund weit offen und ich fragte, ob ich das auch dürfe.
„Ja, klar,“ sagt sie, und ich berühre ihr Brustbein mit der flachen Hand.
Sonst nichts.
Aber sehr interssant fand ich’s dennoch. 🙂
War auch das erste Mal, dass sich einer meiner (seltenen) Träume in japanischer Sprache abgespielt hat.

Und es war deutlich besser, als das, was mir da vorgestern Nacht durch dne Kopf ging:
Ich auf Reisen mit Leuten, an die ich mich nicht erinnern kann.
Tage und Nächte unterwegs, ich hundemüde.
Am Ende finde ich eine gemütliche Ecke, und als ich gerade die Augen schließe, klingelt mein Wecker.
So frustriert bin ich noch nie aufgestanden. 🙂

Alte Bekannte in strengem Muster

Filed under: My Life — 42317 @ 12:22

Grad eben habe ich eine Immatrikulationsbescheinigung bei der Krankenkasse abgegeben und wen treffe ich im Übergang? „De Bohr“. Zwar fertig mit Studium – aber er hat sich für ein Zusatzzertifikat für Nordamerikastudien eingeschrieben, ein Jahr will er das machen. Um Kassenbeiträge niedrig zu halten und um Jobchancen zu erhöhen.
Und für wen jobbt der Mann zur Zeit?
Für Nintendo.
Allerdings nicht im Übersetzungsbereich (wie auch?), sondern im Marketing – Europapräsentation der der Nintendo „Wii“ Maschine. Vor der man sportliche Übungen abfahren kann oder soll, um Spiele zu steuern. Eine Kamera nimmt die Bewegungen des Spielers wahr und setzt sie auf den Bildschirm um. Und „de Bohr“ schmeißt Vorführungen in Elektronikfachmärkten, demnächst zum Beispiel im Media Markt Saarbrücken. Mit seinem jugendlichen Flair sollte er die Zielgruppe ansprechen können. 🙂
Der wird diesen Sommer auch schon 30.
Aber ich glaube, er sieht jünger aus als ich. Jünger als die sechs Wochen Altersunterschied, die wir haben, auf jeden Fall.
Ganz nebenbei wünscht er sich eine ordentlich gemixte CD mit Songs aus alten „Agony“ Tagen ebenso sehr wie ich… das nur am Rande. 🙂

Wie dem auch sei. In letzter Zeit streben offenbar mehrere Leute zu Nintendo.
Dave, den ich aus Japan kenne, ebenso wie mein armer Senpai Pierre, der vom Arbeitsmarkt und seinen Gepflogenheiten schwer hängen gelassen wird.
Aber irgendwas wird schon aus uns werden.

Ende des Insider Eintrags.

27. März 2007

Ein Quiz auf Military.com

Filed under: Militaria,Spiele — 42317 @ 11:32

„What historical military leader are you most like?“
spricht es da. Ganz klar, dass mein Blick auf dieser Zeile haften blieb:

Leader Quiz

„Wesley Clark“ kam für mich dabei raus. Offenbar wegen Schwerpunkt auf die so genannte Auftragstaktik und meiner diplomatischen Tendenzen.

23. März 2007

Toilettenweisheiten

Filed under: Uni — 42317 @ 19:40

Überall hinterlassen Leute irgendwelche Sprüche an den Wänden der Toiletten, und da wir hier ja an der inoffiziellen „Karl-Marx-Universität“ sind, ist die Zahl politisch motivierter „Weisheiten“ nicht gering.

Da schreibt zum Beispiel einer: „Elite ist undemokratisch!“

Nun, seit wann ist die Natur demokratisch?
Zum einen gibt es Leute, die mit einer Art von Begabung geboren sind. Man sollte Begabungen fördern und sie zum Wohle der Gemeinschaft einsetzen, das sind soziale Anforderungen an die gegebene Situation, aber im Grunde handelt es sich um eine zufällige Zuweisung der Natur. Soll man solche Begabungen ignorieren, damit sich niemand zurückgestellt vorkommt?
Zum anderen gibt es Leute, die hart für ihren Erfolg arbeiten, und diesen Erfolg auch erleben, seien sie nun natürlich begabt oder nicht. Will man diesen Leuten ihre Mühen zum Weiterkommen verbieten, weil es dem demokratischen (?) Egalitätsgedanken widerspricht?
Ich fühle mich selbst nicht für irgendetwas Brauchbares begabt (und ehrgeizig bin ich auch nicht) – aber ich habe deswegen keine Komplexe und verstecke die nicht unter einem linken Pseudointellektualismus.

Die britische Angelegenheit

Filed under: Militaria,Spiele — 42317 @ 19:28

Ich habe nachgeholt, AXIS & ALLIES aus der Sicht der Briten zu spielen, und, hey, das ging flott! Eine Fabrik in Südafrika sorgte dafür, dass die Wehrmacht auf dem Schwarzen Kontinent nichts zu lachen bekam (außer einer geglückten, von der „Bismarck“ unterstützen Landung in Kenia/Rhodesien).
Im Anschluss mit den südafrikanischen Panzerdivisionen durch Syrien und Persien bis nach Ostchina geblitzt, während die Royal Air Force dafür sorgte, dass dem Deutschen Reich regelmäßig ein paar Produktionspunkte abhanden kamen.
Während die Trägerflotte Indonesien, Borneo und die Philippinen einnahm, befreiten die Amerikaner die Ukraine und die Sowjets paradierten durch Berlin. Und als die Alliierten gerade die Hand nach der Mandschurei ausstrecken wollten, war der Sieg auch schon erreicht. Deutschland besiegt und die Japaner auf den äußersten Fernen Osten der UdSSR zurückgedrängt, ließ wenig Zweifel am Kriegsausgang.

Zu ihren besten Zeiten landeten die Japaner allerdings auch mal in Alaska und auch in Westkanada, wurden aber von den USA immer wieder vertrieben (weil die aus Mangel an Transportern genug Truppen zuhause hatten).

Außerdem besteht die nicht geringe Möglichkeit, dass die Wehrmacht Südafrika einnimmt, bevor die dortige Fabrik zum Tragen kommt – dort steht nur eine Infanteriedivision. Persien wäre sicherer (weil die Deutschen aus irgendeinem Grund den Suezkanal nicht überqueren), aber ich weiß nicht, wie viele Produktionspunkte Persion bringt – in Fabriken, die außerhalb des Kernlands errichtet wurden, kann man nur so viele Einheiten pro Zug produzieren, wie die Kolonie Produktionspunkte bietet. Im Falle von Südafrika sind das zwei. Leider bietet mir das Spiel scheinbar keine Möglichkeit, den Ertrag der Länder einzusehen.

Stelle fest: Gegen die KI ist das Spiel zu einfach – abgesehen von dem Fall, dass man die UdSSR übernimmt. Dann, und nur in diesem Fall, muss man sich sein Vorgehen wirklich gründlich überlegen.

21. März 2007

Ein etwas anderer Zweiter Weltkrieg

Filed under: Militaria,Spiele — 42317 @ 14:49

Ich will nicht über das „Wenn“ eines bestimmten Ereignisses sprechen, das den Lauf des Krieges beeinflusst haben könnte – von denen es ja eigentlich Hunderte gibt. Die Wörtchen „wenn“, „könnte“ und „hätte“ sollte man ja aus der ernsthaften Geschichtsschreibung entfernen, wie Wolf Heckmann sagt. Ich will hier nur ganz profan was über ein Computerspiel aussagen, das mein Kamerad Ritter mir letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt hat:

AXIS & ALLIES

Vorne angefangen, handelt es sich dabei um ein Brettspiel, auf einem großen Brett, mit kleinen Figuren zur Darstellung der Truppen, mit denen man vereinfachte Weltregionen unter seine Kontrolle bringen muss, um den Krieg für die Alliierten (Amerikaner , Briten, Sowjets) oder eben die Achse (Deutsche, Japaner) auf die eine oder andere Art zu gewinnen. Die PC-Version mag sich vom Brettspiel unterscheiden, ich kann es nicht sagen, da ich das Brettspiel bislang nur von außen gesehen habe.

An Truppen hat man aufzubieten Infanterie und Panzer zu Lande, Jäger und Bomber in der Luft, Schlachtschiffe, U-Boote, Flugzeugträger und Transporter zu Wasser. Spezielle Landeinheiten sind Produktionsanlagen und Luftabwehrbatterien.
Jedes Stück Land, das man kontrolliert, wirft Produktionspunkte ab, die man für den Bau der eben genannten Einheiten aufwenden kann. Wenn man meint, genug davon zu haben, kann man auch solche Punkte in die Forschung stecken, um die Produktion zu effektivieren, Raketen, Jets, Langsteckenflugzeuge, schwere Bomber und bessere U-Boote zu entwickeln.

Man kann den Schwierigkeitsgrad (offiziell) dadurch einstellen, dass man den computergesteuerten Nationen verschieden gut bewertete Generäle zuschiebt. Bei der Auswahl dieser Befehlshaber sind die Macher der Computerversion recht willkürlich und von Mythen geleitet vorgegangen.

Als der beste japanische Kommandeur wird Yamamoto angegeben. Eine interessante Wahl, bedenkt man, dass er erst die Landung auf Hawaii unterlassen und dann die Schlacht bei Midway durch sein sowohl taktisches als auch strategisches Aufteilen der Flotte völlig in den Sand gesetzt hat – Flottengeschwader um einzelne Trägerschiffe (wohl nach Moltkes Idee „getrennt marschieren, gemeinsam schlagen“) waren ein gefundenes Fressen für die Amerikaner, und zur selben Zeit zwei Träger für den (gescheiterten) Angriff auf Port Moresby abzuzweigen (ein aus eifersüchtigem Prestigedenken geborener, fataler Pyrrhus-Sieg des japanischen Heeres über die eigene Marine), spricht nicht für den Mann, den manche als Genius bezeichnen.

Ebenso interessant ist die Wahl des besten deutschen Kommandeurs – Rommel. Von dem tollen Rommel bleibt bei nüchterner Betrachtung nicht viel übrig. Ein sehr guter Divisionskommandeur, aber mehr nicht. Für ein Korps oder gar einen noch größeren Verband mangels strategischer Fähigkeiten völlig ungeeignet, lebt sein Mythos von seiner Motivationsfähigkeit und den Lobeshymnen seiner britischen Gegner, die ja nicht auf die Idee gekommen wären, zuzugeben, dass die desaströse erste Hälfte der Gefechte in Afrika auf eigenes Unvermögen zurückzuführen waren.
Dass Manstein an zweiter Stelle folgt, ist für diesen (posthum) eine bittere Pille, für ihn, der sowohl den Sichelschnitt an der Westfront 1941, als auch den so genannten Gegenschlag am Don von 1943 erdacht hat – beides strategische Manöver, vor denen Rommels waghalsiges, logistisch irrsinniges, und rein taktisches Vorpreschen bis nach El Alamein ziemlich verblasst.

Während die Kommandeure der Briten und Amerikaner ganz realistisch erscheinen, mit Eisenhower und Montgomery an der Spitze, musste bei der sowjetischen Auswahl jemand weiter als notwendig zurücktreten: Konjew. Schukow steht natürlich an der Spitze der Hierarchie, aber warum Konjew am Ende stehen muss, wird mir nicht klar. Konjew war zusammen mit Schukow in Berlin, und der einzige Grund, warum Schukow – und nicht Konjew – den Reichstag rot beflaggen lassen konnte, war ein Befehl Stalins, der Konjews Einheiten aus dem entsprechenden Kampfabschnitt abdrehen ließ.

Details, Details… aber das ist mein Blog und ich sage, was ich sagen will. 🙂

Ich habe keine Ahnung, warum diese Hierarchie in diesem Spiel überhaupt existiert. Eine Änderung der Vorgehensweise kann ich jedenfalls nicht beobachten, egal, wie gut oder wie schlecht ich den Gegner einstelle, es bleibt im Prinzip alles beim Alten. Nur Yamamoto macht etwas anders, und etwas Wichtiges dazu: Er baut eine Produktionsanlage in Südostasien.

Der Ausgangszeitpunkt des Spiels ist 1942, der Krieg steht auf der Kippe.
Die Japaner stehen in Asien und bedrängen das Britische Commenwealth, ebenso befindet sich die japanische Flotte im Marsch auf Midway. Die Sowjets sind eingequetscht zwischen dem ausgreifenden Japan (der Nichtangriffspakt von 1941 existiert hier nicht) und den Deutschen, die in Sichtweite von Leningrad und Moskau aufmarschieren.
Die Briten müssen ihre weit verstreuten Kolonien schützen und gleichzeitig das deutsche Kernland durch Bombardierung schwächen, während die Amerikaner zwar mit viel wirtschaftlicher Macht aufwarten, aber doch etwas weitab vom Schuss sitzen.
Noch habe ich nicht für jede Macht einmal gespiel – die Briten fehlen mir noch.

Die Sowjets
Da die computergesteuerten Alliierten ein unkoordinierter Haufen sind, stellt die UdSSR sowas wie eine gigantische Sechste Armee dar: Sie bindet Kräfte. Wirtschaftlich schwer angeschlagen kann der Sowjetspieler seine Niederlage nur hinauszögern (oder verhindern), indem er ausschließlich Infanterie baut und sich eingräbt, bis sich die Waagschale in die andere Richtung zu neigen beginnt – was möglicherweise nie passiert, und dann kann man am Nordrand des Baltikums plötzlich Wehrmachtssoldaten mit offenen Mündern sehen, wenn eines Tages die Japaner in Leningrad einmarschieren.
Die UdSSR ist massiv davon abhängig, dass die Briten die Ostsee von deutschen Truppentransportern freihalten und Afrika von dem nach ihm benannten Korps befreien, und dass die Amerikaner japanische Kräfte in den Pazifik zwingen, oder am besten: In Japan festhalten.
Als ich da zu Gange war, sind die Briten in Ägypten geschlagen worden, was dem Dritten Reich die Rohstoffe Afrikas auftat, und die Amerikaner konnten mit ihren Truppen nichts Rechtes anfangen, weil es ihnen an Transportraum fehlte und die Japaner jeden Flottenbau gleich in den Meeresgrund bohrten. Ergebnis: Japaner auf der Linie Leningrad-Suez. Die Briten hatten zwar das Deutsche Reich erobert, die Deutschen somit ausgeschaltet, dabei aber soviel Blutzoll gezahlt, dass gegen die Japaner nichts mehr auszurichten war.

Die Deutschen
Da läuft die Sache sehr interessant zum Teil. Da gibt es drei Schritte, die mir wichtig erschienen:
1. Die Sowjets in Schach halten, indem man die Infanteriedivisionen im Osten aufstockt. Dann bibbern die nämlich um Leningrad und Moskau, rüsten dort ebenfalls auf, aber dann haben sie weniger für den eigenen Osten. Um Eventualitäten an der Ostfront vorzubeugen, sollte man sich aus der Ukraine nach Osteuropa zurückziehen (weil: weniger Angriffsfläche – „Frontverkürzung“) und eine Handvoll Panzerdivisionen als Reichsreserve behalten. Panzer sind in der Abwehr nur genauso stark wie Infanterie, ihr Vorteil liegt in der Offensive (weil: höherer Punktewert und doppelte Reichweite). Und vom Reich aus kann man, wenn die Sache gut steht, sofort die Ukraine angreifen, um dort Truppenansammlungen zu zerschlagen.
2. Adolf Gallands Jagdreserve ist von strategischer Bedeutung. Starke Jagdverbände in Mitteleuropa halten nämlich Nord- und Ostsee sauber. Und wenn es keinen Transportraum in der Nordsee gibt, dann gibt es auch keine Landung in der Normandie (oder in Ostfriesland). Eine Aufstockung auf Bomber säubert auch den Atlantik von amerikanischen Konvois voller bewaffneter Leute, die unbedingt die Originalschauplätze von „Casablanca“ besichtigen wollen.
3. Wer Afrika beherrscht, gewinnt den Krieg. Ägypten muss also als erstes in deutsche Hand fallen und die Briten dann ganz aus Afrika verschwinden – das gibt entscheidende Produktionspunkte mehr. Und weil sich dank der Bomber in England kein Transporter lange im Mittelmeer hält, muss in Ägypten eine Fabrik gebaut werden. So kann sich die deutsche Südostfront selbst versorgen, und wenn Suez mal gesichert ist, dann ist der Weg nach Indien so gut wie frei. Aber auch hier gilt, dass in Ägypten eine Panzerreserve stehen muss, weil eben hin und wieder amerikanische Touristen in Algerien landen – aber nie mehr als zwei Divisionen, was den Aktionen den Charakter von Nadelstichen gibt.

Die Japaner
Wie Yamamoto es schon vormacht: Die Japaner brauchen eine Fabrik auf dem Festland. Das ist billiger, als die Trägerflotte im Japanischen Meer aufzurüsten, denn die ist, inklusive der Luftverbände, dazu notwendig, die Transporte von den japanischen Hauptinseln nach Asien zu gewährleisten.
Die Japaner müssen dazu nur die Amerikaner im Pazifik in Schach und auf Armlänge entfernt halten. Wenn keine amerikanischen Bomber die Transporter zum Festland versenken können, ist die UdSSR geliefert (weil die Landverbände der USA und der Briten in Asien quantitativ keine Gefahr darstellen und schnell überrannt werden können). Durch den Schild der Trägerschiffe sollte es auch problemlos möglich sein, in Australien zu landen. Die Schwächung der sowjetischen und britischen Wirtschaftkraft kommt dabei den Deutschen natürlich zu Gute – aber man sollte von der KI nie zu viel erwarten.

Die Vereinigten Staatsamerikaner
Ihr Wirtschaftssektor ist kaum angreifbar – die USA, die Karibik und Brasilien liegen außerhalb jeder feindlichen Bomberreichweite. Nur die Gebiete in Westchina, die man den USA aus Gründen des Spielgleichgewichts gegeben hat, sind gefährdet. Diese Gebiete zu halten, wäre natürlich ein Dorn in Japans Fleisch und könnte interessant werden. Dazu muss man in China eine Fabrik bauen, aber das habe ich noch nicht ausprobiert.
Als erstes greifen die Japaner Midway an und gewinnen mit höchster Wahrscheinlichkeit dort, wonach den Amerikanern noch ein Träger und ein Schlachtschiff bleiben, die sich im Schirm der kalifornischen Luftwaffe aufhalten, und die Japaner sind natürlich nicht willens, dieses Risiko einzugehen. Gleichzeitig unterlassen sie es auch, Midway einzunehmen, das sich in Bomberreichweite zum bereits genannten, wichtigen Japanischen Meer befindet. Noch bevor die Amerikaner ihre Flotte wieder aufrüsten, werden Bomber auf Midway stationiert. Die fegen die japanischen Truppentransporter von der Meeresoberfläche, und wenn keine da sind, können sie Rüstungsanlagen in Japan bombardieren. Der japanische Nachschub nach Asien kommt damit fast zum Erliegen (sofern die Japaner nicht eine Fabrik dort bauen). Die japanische Offensive trägt unter günstigen Bedingen dann bis an die Tore Moskaus und Jerusalems, aber dann bricht das System wie ein Kartenhaus zusammen.
Auf der anderen Seite der Welt müssen die USA nicht viel tun – da reichen ein paar Transporter mit Infanterie und Panzern, die dafür sorgen, dass die Deutschen aus Afrika verschwinden. Ohne Afrika ist Deutschland verloren, und das vor allem, wenn die Sowjets den Rücken frei haben.
Verlockend ist auch die Option, die Iberische Halbinsel zu besetzen und von dort aus Frankreich zu bedrohen. Ein neutrales Land zu besetzen, kostet ja nur wenige Industriepunkte.

Im Übrigen offenbart das Spiel eine Idiotie, die Briten und Amerikanern den garantierten Sieg über Japan gibt – Yamamotos Fabrik in Südostasien ist Segen und Fluch für Japan in einem. Der Grund ist, dass die KI zu dämlich ist, die Fabrik auch mit FlaK-Batterien zu schützen. Das bedeutet, dass amerikanische Marines so bald als möglich auf Sumatra landen, denen bald darauf die Air Force mit einer Reihe Bombergeschwader folgt. Von Sumatra aus kann man dann in aller Ruhe, ohne Verluste befürchten zu müssen, die strategische Bombardierung japanischer Produktionsanlagen vornehmen (die Briten können selbiges von Indien aus tun). Die japanische Kriegsproduktion kommt so über kurz oder lang völlig zum Erliegen und MacArthur kann ohne Rücksicht auf Verluste in China landen – „Wir haben Reserven, die nicht…“

Ich spiele das wirklich gerne… wenn auch nicht gerade für die Sowjets, die eine echte Herausforderung darstellen, angesichts des Mangels an „I“ in dem Kürzel „KI“.
Interessant an diesem Spiel ist auch, dass man beim gemeinsamen Spiel mit einem oder mehreren Freunden nicht unbedingt gegeneinander spielen muss. So manchem liegt das ja nicht. Interessant wäre auch eine deutsch-britische Einigung über Einflussphären in Afrika und ein Waffenstillstand in Europa. Die Deutschen könnten sich die Sowjets vornehmen (abgesehen von amerikanischen Luftangriffen von England aus und Materiallieferungen an die UdSSR, gegen die der britische Spieler ja nichts unternehmen kann), und die Briten können sich auf Japan konzentrieren.
Wahrscheinlich würden die Briten dadurch bevorteilt, weil sie sich Rohstoffe in Asien beschaffen können, während die Deutschen sich auf ein paar afrikanische Staaten beschränken müssten (abgesehen davon, dass sie wegen des britischen Stillhaltens gute Chancen haben, in Brasilien und vielleicht auch in Mexiko landen zu können).

Ein technischer Nachteil verbleibt dem Spiel, und ich glaube, der entsteht durch ein besonderes Feature des Spiels: Die Zeitmaschine. Diese Option erlaubt es, alle Spielzüge noch einmal anzusehen, zur Analyse und um an beliebiger Stelle einzusteigen und der Geschichte vielleicht eine andere Wendung zu geben.
Durch die Speicherung all dieser Züge, denke ich, wird der Speicher des Computers belastet, denn anders kann ich mir nicht erklären, dass mir das System irgendwann meldet, dass der virtuelle Speicher ausgelastet sei, und einmal ist mir das Spiel auch abgestürzt. Einige Dutzend Divisionen und eine gigantische Trägerflotte mit entsprechend doppelt so vielen Jagdgeschwadern allein meinerseits war offenbar zu viel des Guten.

Learning to fly

Filed under: Uni — 42317 @ 12:16

Die Frau Dr. Gerbig ignoriert entweder meine Anfrage, ihr Postfach, oder ihre Seminarvorbereitung unterhalb der technischen Ebene. Ihr StudIP-Eintrag sagt aus, dass sie in der Anglistik der Uni Trier zu finden sei, aber auf deren Homepage wird sie nicht unter den Dozenten aufgelistet, dem entsprechend hat sie keine Angaben zu Büro oder Sprechzeiten. Also: Anfrage vor Ort.
„Ach,“ sagt die Frau Daewel, „die Frau Gerbig war eine Weile nicht da. Sie kommt zum Sommersemester wieder. Ich habe ihr auch im Februar eine private Mail geschrieben, aber scheinbar ist die Adresse veraltet.“
Ist ja ne tolle Wurst. Wenn die erst auftaucht, wenn das Semester beginnt… pfff, ich hab sowas von verloren! Das bedeutet, dass meine kommunikativen Bemühungen um Aufnahme in den Kurs (in dem ich mittlerweile auf Platz 15 der Warteliste vorgerückt bin!) bis zur letzten Stunde der Wahrheit warten müssen.

Und weil das Leben weiter geht, fasse ich eine Bewerbung bei der Lufthansa ins Auge… und bei Japan Air Lines am besten gleich dazu.

12. März 2007

Mobile Student (Azugundam Daiô)

Filed under: Japan,Manga/Anime,Militaria — 42317 @ 12:06

Ich habe da einen witzigen Link… allerdings sollte man dafür mindestens die ersten beiden von drei Voraussetzungen erfüllen:

1. (obligatorisch) Azumanga Daiô kennen
2. (obligatorisch) Gundam Mobile Suits kennen
3. (optional) des Japanischen mächtig sein.

Mobile Student Site

Ein paar Originale zum Vergleich:

MS-07B

MS-07B

MS-15

MS-15


RX-77

RX-77


RX-75

RX-75


DOPP

DOPP


MIDEA

MIDEA


MAX-03

MAX-03


MA-05

MA-05


RB-79

RB-79


MA-04X

MA-04X


MUSAI

MUSAI


SCV-70

SCV-70


MAN-02

MAN-02


RX-78 GP03P

RX-78 etc

2. März 2007

Nimm das!

Filed under: Uni — 42317 @ 16:42

Und am besten gleich zwei!

Die Bürokratie beutelt mich mal wieder und schubst mich an den Rand des Abgrunds. Frisch-fromm-fröhlich-frei setze ich mich letztlich am Morgen an den Rechner, um mich in ein benötigtes Seminar der Anglistik einzutragen, und ZACK! Ohrfeige!
„Das Seminar ist bereits voll. Sie befinden sich auf Warteplatz 16. Sie werden im Falle eines frei werdenden Platzes benachrichtigt“, bekomme ich da zu lesen. Nett… vor allem im Hinblick darauf, dass mein Studium finanziell nicht zu schaffen ist, wenn nicht an sofort alles nahezu perfekt läuft – und das fängt beim Ergattern eines freien Platzes in Seminaren an.
Die Damen und Herren mit DSL zuhause schmeißen sich vor der Nachtruhe um 00:01 mal noch schnell ans StudIP, um sich einzuschreiben. Meine bittere Wahrheit ist bislang: Ich kann mir einen Anschluss gar nicht leisten. Und deswegen bin ich neun Stunden zu spät dran. Also ist der Kurs bereits voll. Und der alternative ebenfalls. Geld haben hat Vorteile. Leider bin ich in eine Arbeiterfamilie hineingeboren.
Mehr als der Dozentin zu schreiben und um eine Extrawurst zu bitten, kann ich jetzt nicht machen.

Eines muss ich dabei gleich klarstellen: Ich könnte mir auf privater Basis genug Geld leihen, um ein Semester in die Gebühren hinein zu studieren. Aber ich werde es nicht tun. Nein, das hat nichts mit Stolz zu tun.
Vielleicht kann sich ja jemand eine Vorstellung davon machen, was für eine seelische und psychische Belastung es für mich bedeutet, mit geliehenem Geld zu verlängern, um dann möglicherweise an einer der drei mündlichen Prüfungen zu scheitern?
Nicht nur, dass ich klar feststellbar unter Prüfungsangst leide und sich alles, was ich mir an Wissen aneigne, sich in der Stunde der Wahrheit in einem Haufen zusammenhangsloser Informationsschnipsel verwandelt… der Druck, der dadurch entsteht, dass mir die Leihgabe eine zusätzliche seelische Bürde auflädt (ich würde meine Sponsoren schließlich nicht enttäuschen wollen), würde meine psychische und auch meine körperliche Gesundheit sehr in Mitleidenschaft ziehen.

Ich stelle fest, dass mich meine Anglistik Zwischenprüfung schwer beeinflusst hat. Beim ersten Versuch bin ich glatt durchgefallen. Klarer Blackout. Aber: Ich habe einige Fehlerquellen bei der Vorbereitung aufspüren und eliminieren können.

In den zweiten Versuch bin ich mit weit besseren Gefühlen gegangen. Ergebnis: „4-„.
Geschafft mit der Gnade der Prüfer, die mein „sehr gutes Englisch“ als Begründung dafür anführten, mir keine glatte „5“ gegeben zu haben.

Ich kann mich strukturiert vorbereiten und mir alles anlesen, was ich an Stoff brauche, aber wie ich den eiskalten Schweiß, das Zittern der Hände und die Hyperventilation mit dem einhergehenden luftigen Gefühl im Kopf und den brodelnden Magen weg bekomme, hat mir noch niemand klar machen können.

Im Nachhinein kommt mir auch meine wenige Tage danach stattfindende Phonetikprüfung wie ein eher unverdientes Gnadengeschenk vor: Statt der im Nebenfach üblichen 15 Minuten wurde ich 35 Minuten lang geprüft – ofenbar hatte ich erst dann genug Aussagen gemacht, die meine Endnote von „2“ rechtfertigten.
Ich sollte mich aber auch nicht schlecht reden… jener Professor hält die Prüfungen in der Art eines lockeren Gesprächs, das kostet Zeit, und ich kann mich auch nur an eine Stelle erinnern, wo ich mich in der Klemme fühlte.

Abschlussprüfungen sind von Natur aus doppelt so lang. Allein der Gedanke daran verursacht ein Gefühl der ausweglosen Beklemmung. Hätte ich mich auf mein Abitur vorbereitet, wie ich das hier mit großen Prüfungen mache (drei Monate lang jeden Tag fünf bis acht Stunden), hätte ich einen Prüfungsschnitt von besser als „2“ rausholen können, ohne einen Tag im Unterricht gewesen zu sein. 🙂
Vielleicht auch nicht… aber mein Abitur kommt mir als Prüfung heutzutage so richtig lächerlich vor. Abgesehen von der mündlichen Prüfung in Biologie, wo ich für den vielen Unsinn, den ich – statt eines strukturierten Vortrags – geredet habe, ja auch nur eine „4“ bekommen habe.

Das Problem scheint das Gleiche geblieben zu sein. Die gewünschte Hauptinformation fällt mir ein, aber ich kann sie nicht erläutern, weil mir das „Drumrum“ nicht in einer Form einfällt, die ich auch verbalisieren kann. Ich scheitere an der Realisation von „explizitem Wissen“. Ich war schon immer ein impliziter Typ.