Code Alpha

Aus dem noch unerforschten Inneren meines Schädels

26. Januar 2008

Gudda Deitsch

Filed under: Spiele — 42317 @ 16:25

Für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie gut oder schlecht sie als Muttersprachler sind:

1. Das Rechtschreibquiz (aus der ZEIT)
Mit 31 von 50 Punkten habe ich damit gerade mal ein „befriedigendes“ Ergebnis.

2. Das Zwiebelquiz (aus dem Spiegel)
Da habe ich immerhin 48 von 60 Punkten gemacht… zur Ehrenrettung reicht das für einen „WordWarrior“ grade so.

18. Januar 2008

Meine Blogstatistik

Filed under: My Life — 42317 @ 20:45

Letztlich habe ich eher zufällig mal in den Verwaltungsbereich „Counterize II“ meines Blogs geschaut und darin die Statistik der bisherigen Nutzung gefunden. Und da stehen ein paar interessante, vielleicht auch unterhaltsame Details drin.

Insgesamt habe ich, bis zu diesem Zeitpunkt, 3125 Zugriffe seit November 2006, und 108 Zugriffe in den vergangenen sieben Tagen (das sind zufällig so viele, wie es Sünden nach der Lehre des Buddhismus gibt).

Unabhängig vom individuellen Monat erhalte ich die meisten Zugriffe vom 14. bis zum 16. (175, 157, bzw. 179 Zugriffe), gefolgt vom 11. (153), 21. (145) und 2. (145) eines Monats.
Wie das zu interpretieren ist, weiß ich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich meine Artikel zufällig immer um diese Zeit geschrieben haben soll, aber unmöglich ist es natürlich nicht.

Ganz unbeliebte Tage für einen Blick in meinen Blog sind der 18. und 19. (49, bzw.  43 Zugriffe), der 22. (53) und der 28. (66) Tag des Monats. Den 31. will ich nicht weiter beachten, da es den ja nur in sieben Monaten des Jahres gibt.

Die Wochentage sind recht gleichmäßig ausgelastet, aber montags kamen mit 506 Zugriffen bislang die meisten und donnerstags mit 351 die wenigsten Zugriffe. Der Samstag ist mit 378 auch relativ schwach.
Warum gerade Samstag? Da hat man doch eher mal Zeit? Andererseits könnte es auch sein, dass ich wegen meiner Jobtätigkeit am Wochenende eher keine Einträge mache und deshalb an Samstagen weniger Motivation für einen Besuch gegeben ist.

Die unbeliebtesten Uhrzeiten, auf meinen Blog zuzugreifen, sind natürlich in den Morgenstunden nach ein und vor sechs Uhr. Natürlich ist das deshalb, weil ich in deutscher Sprache schreibe, und Sprecher dieser Sprache sind weitgehend auf diese unsere Zeitzone mit ihren vorgegebenen Schlaf- und Wachzeiten beschränkt.

In der Zeit zwischen 0100 und 0200 sind immerhin noch 48 Hits verbucht worden. Dann schläft der Leser in niedrigen zweistelligen Zahlen bis um sechs, wo es dann 50 Zugriffe gab, in der Stunde danach immerhin schon achtzig, und nach acht liegt die Anzahl der Zugriffe schon über 100.

Beliebt sind Zeiten zwischen 11 und 13 Uhr (Mittagspause) und nach 17 Uhr (Feierabend und sofort was Neues lesen wollen).

Mein scheinbar beliebtester Artikel ist „Der Abschluss der Arbeitswoche“, auf den mit 85 etwa 4,7 % der Gesamtzugriffe entfallen. Das könnte aber auch an der Länge und der Häufigkeit meiner Kontrollblicke liegen. Es ist direkt ein Witz, dass meine „Vorschau“ gezählt wird, wenn der Artikel noch gar nicht auf der Seite veröffentlicht ist!

Die IP, die am weit häufigsten auf meine Seite zugreift, ist meine eigene, da ich, wie eben angedeutet, mittels einer Vorschauoption überprüfe, ob der Text so auch gut aussieht, und jede dieser Überprüfungen wird gezählt.

Interessant dabei ist, dass ich mit einem Klick sehen kann, wohin die IP zurückverfolgt wird. Die zweithäufigst vertretene IP zum Beispiel kommt von einem Host mit der Bezeichnung wwsx12.win-screen.uni-wuerzburg.de. Der Punkt auf der Landkarte, der mir als Ursprungsort angezeigt wird, befindet sich ein Stück nordöstlich von Marburg, in einem Wald zwischen zwei Dörfern namens „Herbelhausen“ und „Dodenhausen“, nördlich der L3296.
IP #3 befindet sich südwestlich von Idar-Oberstein unweit der B41, #4 wieder in Trier (ein Arcor Host, also vielleicht mein Webraumpfleger Thomas…), und #5 hat die gleichen Ursprungsdaten wie #3.

Die häufigsten Quellen eines Zugriffs sind eigentlich zu vernachlässigen, da Platz 1 „guglibot“ mit gerade mal 13 Zugriffen ist. Es ist aber auch interessant, zu sehen, dass ich bei „Syndicated Livejournal“ zu finden bin. Außerdem wird von „sandy-588“ und „eleanor marx“ zu mir verlinkt. Wobei letztere Seite gerade nicht zu erreichen ist.

Die Top 5 Browser sind übrigens
1. Mozilla Firefox (1600)
2. Internet Explorer (1150)
3. Mozilla (159)
4. Opera (127)
5. Safari (41)

Der Internet Explorer wird meist in seiner 7.0 Version (755 – 39,3 %)  verwendet, aber man findet 6.0 schon auf Platz zwei mit 380 Zugriffen (19,78 %).

91,16 % meiner Leser verwenden Windows XP als Betriebssystem, alles andere, wie Mac OS X,  Vista, 98 und Server 2003 haben marginale Zahlen.

Und das Irrste am Schluss: Die häufigsten Suchbegriffe, mit denen Leute auf meine Seite kamen…

Platz 5: „Bewerberhotline Lufthansa“ mit 3 Hits.
Darüber hatte ich ja ein paar Takte geschrieben, also verwundert mich das nicht so sehr.

Platz 4: „Oberchecker Eternia“ mit 4 Hits.
Das entstammt wohl einem Artikel zum Thema „Masters of the Universe auf Saarländisch“, an dessen genauen Titel ich mich nicht erinnern kann, aber es könnte sehr wohl auf den Suchbegriff hinauslaufen.

Platz 3: „CodeAlpha“ mit 4 Hits.
Eigentlich wundert mich dabei nur, dass es nur so wenige Hits mit diesem Begriff sind. Andererseits ist das auch kein Wort, nach dem man häufig sucht…

Platz 2: „Toilettenweisheiten“ mit 8 Hits.
Ich habe keine Ahnung, wie das zu Stande gekommen sein könnte. Habe ich den Begriff einmal verwendet? Ich kann mich nicht erinnern. Warum wird man also wie zu meiner Seite verlinkt, wenn man nach „Toilettenweisheiten“ sucht??? Schreibe ich denn Dinge, die als solche zu bezeichnen sind?

Platz 1: „Frequenzmodulator“ mit 19 Hits!
Ein komplettes Rätsel. Was kann ich da bloss geschrieben haben?

So viel zur aktuellen Statistik. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Odysseus ist heimgekehrt

Filed under: Manga/Anime,My Life — 42317 @ 19:37

Will sagen: Die „Spiral“ DVD-Box, die ich vor zwei Monaten gewonnen habe, ist angekommen.

Der Absender hatte ursprünglich eine falsche Postleitzahl angegeben, und irgendeine wohlmeinende Person hat sie korrigiert – zum Falschen. Stattdessen wurde die PLZ der Universität angegeben, gegenüber derer ich wohne. Der Wohltäter dachte wohl, dass Weidengraben und Uni dieselbe Zahl hätten, aber das ist ja nicht so. Das wiederum führte dazu, dass die Zollbenachrichtigung, in der man mich aufforderte, mein Paket abzuholen, ins Leere geschickt wurde – ich erfuhr nichts davon, die 20 Tage gesetzlicher Aufbewahrungsfrist verstrichen und das Paket ging wieder an den Absender nach Florida zurück.

Ich habe das Paket nur oberflächlich begutachtet. Es ist unbeschädigt, neuwertig und alle DVDs, die drin sein sollten, sind auch drin. Ich müsste halt mal nachsehen, ob sie auch laufen, aber das hat an sich Zeit.

15. Januar 2008

Verhinderter Pixelkrieg

Filed under: My Life,Spiele — 42317 @ 17:21

Meine Combat Mission Anthology Box wurde heute nachmittag geliefert und wie ich mir dachte, ist der Rechner nicht im Stande, die 3D Grafik auch des dritten Spiels, Afrika Korps, darzustellen.

Dann werden die Teile zwei und drei wohl auch weiterhin eingemottet, bis ich irgendwann an einen neuen Rechner oder an eine bessere Grafikkarte gelange. Man kann halt nicht alles haben.

14. Januar 2008

Der große Preis(unterschied)

Filed under: Militaria,Spiele — 42317 @ 15:29

Ein Freund aus den USA fragte mich letztlich nach „Combat Mission“, einer Spielserie, die sich ursprünglich mit dem Zweiten Weltkrieg befasste, sei es mit der Westfront 1944/45, der Ostfront 1941/45 oder mit der Afrika- und Italienfront ab 1941, bzw. 1943.

Ohne auf die Spiele selbst jetzt genauer einzugehen… genannter Freund hatte jedenfalls Interesse und fragte mich, was es mit dem Spiel auf sich habe, und ich beantwortete diese Frage. Das erste Spiel war wohl 2001 erschienen, von daher ist es in Softwarebegriffen „uralt“ und kann eigentlich nicht mehr viel kosten, dachte ich zumindest.
Ich sah mich auf verschiedenen deutschen Seiten um und fand, wie erwartet, echte Schnäppchenpreise – wie zum Beispiel die „Anthology Box“, neu vom Händler, nicht gebraucht, mit den ersten drei Spielen „Beyond Overlord“, „From Barbarossa to Berlin“ und „Afrika Korps“ für den lächerlichen Preis von 5 EURO plus 3 EURO Versand. Der Verkaufspreis war um 10 EURO gesenkt, aber auch bei einem Preis von insgesamt 18 EURO kann man bei einem Inhalt von drei vollständigen und selbständigen Spielen nicht meckern.

Mit ähnlichen Erwartungen sah ich mich dann auf US amerikanischen Seiten um.
Und wurde geschockt.
Da zahlt man für das älteste Spiel der Serie allein noch um die 20 Dollar (obwohl ich ein einzelnes, gebrauchtes, Exemplar für 3 Dollar gesehen habe), die Nachfolgespiele (allein) noch um die 30 Dollar, und die Box wird mit 45 Dollar gehandelt.

Wie kann das sein? Ist die Nachfrage in den USA so groß, dass man den Preis so hoch halten kann?

Wie dem auch sei… angesichts des phänomenalen Preises konnte ich mich nicht zurückhalten, die deutsche Box zu kaufen. Dass „Barbarossa“ auf meinem aktuellen Rechner nicht läuft (mangels Kapazität der Grafikkarte nehme ich an), und dass ich für „Afrika Korps“ das gleiche befürchte, soll mich nicht schocken. Irgendwann kommt ein neuer Rechner ins Haus, der das Spiel zum Laufen bringt…

Die Stixi-Achse

Filed under: Bücher,Japan,Militaria — 42317 @ 15:13

„Deutschland und Japan im Zweiten Weltkrieg“ lautet der Titel eines Buches, das man mir zu Weihnachten geschenkt hat, und angesichts der Vertiefung meines Kenntnisstandes zum Thema „Dreierpakt“, bzw. „Achse Berlin-Rom-Tokio“, fühle ich mich extrem dankbar dafür.

Seit Weihnachten habe ich das Buch stückweise während meiner Zug- und Busfahrten gelesen und verwunderliche Dinge entdeckt.

Dass die Achsenmächte keine gemeinsame Kriegsführung hatten, wie das bei den Alliierten der Fall war, war mir ja bekannt, dass die militarische Zusammenarbeit minimal war, wusste ich ebenfalls, oder ich glaubte es zu wissen, denn dass eine militärische Zusammenarbeit überhaupt nicht gegeben war, das wusste ich nicht.

Die politischen Ziele Deutschlands und Japans waren von vorneherein viel zu verschieden, als dass ein Vertrag wie der so genannte „Dreimächtepakt“ das Papier wert gewesen wäre, auf dem er gedruckt war. Die Deutschen wollten Lebensraum im Osten, das heißt Kolonialisierung durch Vernichtung der slawischen Bevölkerung, während die Japaner, brutal wie sie dabei waren, ihre „Großoastasiatische Wohlstandssphäre“ errichten wollten. Ein kaum weniger rassistisches Konzept, mit dem man Asien von den Weißen befreien wollte. Die betroffenen Völker würden dann zwar asiatische statt europäische Herren haben, aber immerhin war keine ethnische Gruppe per se zur Vernichtung vorgesehen.

In Deutschland regierte Hitler alleine und für den war von Anfang an klar, dass der Hauptfeind die Sowjetunion war. In Japan herrschte eine autoritäre Oligarchie, das heißt, es waren mehrere Meinungen zur Diskussion vertreten, wenn man diese auch auf die Rivalität von Heer und Marine polarisieren kann. Das Kaiserreich war wohl der Antikomintern beigetreten, aber nach zwei relativ kleinen Gefechten mit der Roten Armee, bei denen das japanische Heer etwa eine Division einbüßte, setzte sich die Marine mit ihrem Plan von der Südexpansion durch, obwohl im Fernen Osten anno 1941 ein Truppenverhältnis gegeben war, das es den Japanern erlaubt hätte, die Sowjets einfach von der Landkarte zu fegen.

Das japanische Heer war bis 1943 immer noch daran interessiert, den sowjetischen Fernen Osten anzugreifen, aber nicht nur die eigene Marine verhinderte solche Pläne, sondern auch der alleinige Entscheidungsträger strategischer Fragen bei den Deutschen: Hitler war ausgesprochen gegen ein japanisches Eingreifen gegen die UdSSR. Die Wehrmacht werde das alleine schaffen, davon war nicht nur Hitler, sondern auch der Wehrmachtsführungsstab überzeugt.

Die deutsche Seekriegsleitung auf der anderen Seite befürwortete ein gemeinsam koordiniertes Vorgehen auf den Weltmeeren, aber da hatten die japanischen Admirale was dagegen. Die Kombinierte Flotte würde das alleine schaffen. Sie wurden erst nach der Midway-Schlacht vom Juni 1942 und dem Totalverlust von vier Flugzeugträgern kleinlauter – aber nicht kooperationsbereiter. Entgegen dem Anliegen der deutschen Marine zeigte man in Tokio kein Interesse an einem Tonnagekrieg, sondern zog es weiter vor, U-Boote ausschließlich gegen Kampfschiffe einzusetzen, anstatt gegen Versorgungs- und Transportschiffe. Dass die stärkste Trägerflotte machtlos ist, wenn man ihre Tankschiffe versenkt, ist der Admiralität offenbar nie in den Sinn gekommen.
Warum? Auch diese Frage bleibt bislang unbeantwortet. Ich persönlich glaube nicht, dass es mit dem Bushidô, der Kriegerehre, zusammenhing, dafür habe ich Japaner als zu pragmatisch kennen gelernt.

Gleichzeitig versuchten die Japaner immer wieder, im Krieg zwischen dem Dritten Reich und der Sowjetunion zu vermitteln, was der Deutsche natürlich aus ideologischen Gründen ablehnte. Erst, als der Hammer längst gefallen war, 1944, ging man ernsthafter an ein gemeinsames Wirken heran. Aber zu diesem Zeitpunkt allerdings waren die bislang strittigen Punkte zwischen Stalin, Roosevelt und Churchill beigelegt, und Stalin hatte sich nicht nur der Forderung nach bedingungsloser Kapitulation angeschlossen, sondern sich auch bereit erklärt, drei Monate nach Ende der Kampfhandlungen in Europa gegen Japan in der Mandschurei loszuschlagen. Dabei gibt es Anzeichen, dass bei entsprechendem deutschen Willen noch 1943 ein Sonderfrieden mit den Sowjets realisierbar gewesen wäre.

Alle beteiligten Seiten sahen im Dreimächtepakt nur ein propagandistisches Mittel. Vielleicht haben sich die Italiener mehr davon erhofft, aber deren politischer Einfluss war zusammen mit ihrem militärischen in Afrika dahingeschmolzen. Die Hauptverbündeten, will man sie überhaupt so nennen, hatten jedoch viel zu verschiedene Ziele vor Augen, als dass eine Zusammenarbeit fruchtbar hätte sein können. Im Extremfall, wenn die politischen Manöver der Deutschen einerseits und der Japaner andererseits aufgegangen wären, hätte sich eine Konstellation gebildet, in der Deutschland zusammen mit Briten und Amerikanern gegen Sowjets und Japaner gekämpft hätten.

Dieses interessante Szenario hat sogar einen realen Aufhänger. Und dieser Aufhänger ist das, was ich in dem Buch vermisse. Denn wie kann man die Entwicklungen der Beziehungen Japans und Deutschlands im Zweiten Weltkrieg aufzeigen, ohne im Einleitungskapitel darauf hinzuweisen, dass es eine offizielle Militärmission des Dritten Reiches gab, die sich zur Beratung und Ausbildung der Truppen Chiang Kai-sheks in China aufhielt? Dazu noch zeitweise unter Führung des ehemaligen Chefs der Heeresleitung Hans von Seeckt, also niemand unwichtigem eigentlich. Erst 1938 wurde das Unternehmen eingestellt. Man wandte sich den Japanern zu, ließ die Chinesen fallen und schnitt sich damit von einer bedeutenden Rohstoffquelle ab.
Irgendwo wird in einem Nebensatz erwähnt, dass der deutsche Generalstab traditionell gute Beziehungen nach China gehabt habe, aber das war’s dann auch. Dieses Thema wird generell unter den Teppich gekehrt oder ignoriert, es gibt nur wenige Publikationen dazu.

Der Artikel bei Feldgrau stützt sich auf ein halbes Dutzend, von daher stammt mein Wissenstand, nachdem ich in den TIME LIFE Videos „Das Jahrhundert der Kriege“ ganz baff Chinesen unter dem Kommando Chiang Kai-sheks in Wehrmachtsgrau sehen konnte, ohne dass der Kommentator darauf irgendwie einging. Und dann dauerte es bis Winter 2003, bis ich zufällig über die oben genannte Webseite „Feldgrau“ stolperte, denn trotz meiner mehr oder minder regelmäßigen Begutachtung entsprechender Literatur in den Auslagen von Buchläden habe ich nie etwas darüber in gedruckter Form gesehen.

Ein interessantes Szenario für Alternativhistoriker?

Japan mit der UdSSR gegen die USA und Großbritannien.
Die USA in Asien mit Deutschland gegen Japan.
Deutschland hält Westeuropa gegen die Briten und bindet die Sowjets auf der Linie Murmansk-Sewastopol.

Hm… „Axis & Allies“ braucht ganz dringend einen flexiblen Editor für geostrategische Szenarien. 🙂

Drei Mädels aus Okinawa

Filed under: Japan,Musik — 42317 @ 14:50

Man stelle sich vor, John McClane wäre in seinem ersten Abenteuer nicht an Weihnachten nach Los Angeles, sondern im Sommer nach Okinawa gefahren. Er steigt dort am Flughafen in die bereitgestellte Limousine und hört absonderliche Musik aus dem Radio.

„Sag mal, sollte hier nicht eher Okinawa Musik laufen?“

„Hey Mann, das IST Okinawa Musik…“

Bleach„Odoru Kubi“

6. Januar 2008

Odyssee auf dem Postweg

Filed under: Filme,Manga/Anime,My Life — 42317 @ 16:39

Vor einiger Zeit hatte ich eine DVD-Box gewonnen – siehe Wettbewerb auf Animetric. Der Administrator schrieb mir einige Tage später, dass er das Paket versendet habe und ich antwortete, dass ich mich melden würde, sobald ich das Paket empfangen hätte. Die Wochen vergingen und nichts geschah.

Dieser Tage nun meldete er sich wieder bei mir und teilte mir mit, dass die Sendung wieder zurück gekommen sei. Abgesehen davon, dass er statt der richtigen PLZ „55296“ draufgeschrieben hat (was die Post hier dazu veranlasste, die Angabe in „54292“ zu ändern, d.h. Universität), fand er einige neue Aufkleber auf dem Paket vor, die er mich zu übersetzen bat:

1. Waren, die die Voraussetzungen der Artikel 9 und 10 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft nicht erfüllen.“
Ich habe keine Ahnung, was da drin steht, und die Verträge diesen Namens, die ich im Netz finden kann, sind offenbar älterer Fassung oder anderweitig zusammenhanglos.
2. Nicht Zulässig – Non Admis“
Warum auch immer.
Seit wann ist es denn unzulässig, DVDs aus den USA zu importieren?

3. Rechnung (zweifach; allgemein verständliche Warenbezeichnung in deutscher Sprache)“

4. Nachweis über den gezahlten Kaufpreis (z.B. Paypal-Beleg, Kontoauszug, Kreditkartenabrechnung o.ä.)“
Ich hab das Ding aber gewonnen, d.h. es sollte unter „Geschenk“ laufen…

Der Absender hat mir versichert, dass er sowohl einen Bescheid des US-Zolls, sowie eine Wertinformation als auch Inhaltsangabe auf das Paket geklebt hat. Vielleicht war die Angabe nicht detailliert genug? Weiß der Geier. Ich habe ihn gebeten, vorerst zu warten, bis ich das Problem am Montag mit dem Zoll besprochen habe.

3. Januar 2008

Edutainment Videoblog

Filed under: Filme,My Life — 42317 @ 22:50

Ich bin vor einiger Zeit auf den Videoblog „Ummah Films“ gestoßen und habe mir in den vergangenen Monaten alle Videos bis zum heutigen Tag angesehen. Es handelt sich um einen islamischen Blog in englischer Sprache, in dem es um Eigenheiten des islamischen Glaubens und Kulturkreises geht, und ich finde diese gar nicht schlecht in Szene gesetzt.

Deswegen muss man auch nicht fürchten, gleich zum Moslem zu mutieren (falls das ein Umstand sein sollte, den man fürchten muss, was ich nicht glaube), aber es ist eine schöne Darstellung von dem, was man heutzutage „gemäßigten Islam“ nennt, auch, wenn viele dabei an die mit den USA verbündeten arabischen Staaten denken, die so gemäßigt eigentlich gar nicht sind.

Wie dem auch sei, ich stelle fest, dass ich in letzter Zeit mehrere islamische Blogs konsumiere, darunter englische Übersetzungen des Blogs von Mohammad Ali Abtahi , ehemaliger Stellvertreter des ehemaligen (und neuerdings wieder Möchtegern-) Präsidenten des Iran, Khatami, und auch die (ebenfalls ins Englische übersetzte) Website von Mahmoud Ahmadinejad, der gerade in dieser Zeit keiner Vorstellung bedarf.

Man kann bei ihm Feedback hinterlassen, und ich habe nicht den Eindruck, dass es handverlesen ist, da auch negative Kommentare („die slow“ – mieses Englisch…) und solcher Unsinn wie „You are a nigger“ da zu finden ist. Ja, es könnte fingiert sein, aber es sieht auf den ersten Blick zumindest nicht nach gefilterter Propaganda aus.

Über den Horizont soll man hinausschauen. Ich erwarte nicht, in den Blogs iranischer Politiker die unumstößliche Wahrheit zu finden – Politiker sind Politiker, egal ob in der Achse des Bösen oder der Allianz der Willigen – aber ich finde es nicht unwichtig, auch die andere Seite zu hören, ohne dass sie durch die westlichen Medien gefiltert wurden.

Er ist nicht der einzige Staatsrepräsentant, der die nationalistische Werbetrommel rührt, dennoch steht Ahmadinejad quasi unter Generalverdacht und trägt auch sein Übriges dazu bei, im Westen nicht sonderlich viel Sympathie zu ernten, wenn auch wohl eher weniger beabsichtigt, dennoch kann ich nicht zu der Meinung gelangen, es handele sich um „den irren Diktator von Tehran“. Wenn es im Iran eine Art Diktator gibt, dann ist das möglicherweise Sayyid Ali Khamenei, der Ayatollah, der vom so genannten Expertenrat zum „Supreme Leader of the Islamic Republic of Iran“ gewählt wurde. Dabei mutmaßte der „Economist“ vor einiger Zeit, Khamenei habe liberalere Ansichten als Präsident Ahmadinejad.

Wie dem auch sei. Bei Herrn Abtahi (der Sommer 2007 auf dem Evangelischen Kirchentag gesprochen hat) handelt es sich in Relation zum derzeitigen iranischen Präsidenten um einen Oppositionspolitiker (ein Begriff, dessen Bedeutung die saudi-arabischen Verbündeten der USA überhaupt nicht kennen), der die gefährliche außenpolitische Linie Ahmadinejads gewissermaßen zwischen den Zeilen kritisiert und revidiert sehen möchte. Er drückt sich aber auch sehr gewählt aus, vermeidet in der Regel direkte Kritik, und man erkennt anhand der Satzstrukturen, die scheinbar ziemlich direkt aus dem Persischen übersetzt wurden, dass er gerne in Schachtelsätzen spricht.

Ich habe bislang nur einen direkt kritischen Artkel gelesen, in dem er Ahmadinejads diplomatisches Ungeschick bemängelt, den Persischen Golf vor einer Versammlung arabischer Staatsmänner eben als denselben zu bezeichnen – Araber nennen den „Persischen Golf“ nämlich den „Arabischen Golf“, und das impliziert strittige Grenzfragen um ein paar kahle felsige Inseln im Golf, die der Iran besetzt hält.

Leider scheint die Feedbackoption im „Webnevesht“ Abtahis nicht zu funktionieren, ich erhalte immer eine Fehlermeldung. Vielleicht ist das System doch nicht für westliche Schrifttypen geeignet.

Belustigt war ich aber wegen Abtahis Kommentar anlässlich der gescheiterten Verfassungsänderung Venezuelas, die der dortige Präsident gerne realisiert gesehen hätte:

„Ich habe irgendwo gelesen, dass Herr Chavez, der neue Freund der iranischen Regierung, seinen Landsleuten wöchentlich im Schnitt 40 Stunden lang Vorträge hält. Ich glaube, wenn er weniger reden würde, wäre die Situation in seinem Land nicht so schlecht, dass er solch eine negative Antwort seines Volkes auf sein Vorhaben, die Verfassung zu ändern, bekommen hätte. Der Plan sah vor, sich unbegrenzt oft erneut zum Präsidenten wählen lassen zu können.“
(aus mangelhaftem Englisch interpretiert)