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Aus dem noch unerforschten Inneren meines Schädels

7. Februar 2024

Samstag, 07.02.2004 – Ein Toast!

Filed under: Japan,My Life — 42317 @ 7:00

Ein Morgen mit Schnee und Sonne, aber vorerst ohne fließend Wasser – das kommt erst um 08:30 zurück.

SailorMoon“ bietet mir heute eine Episode, in der Minako vorführt, dass sie nicht nur die „ThreeLights“, sondern auch gleich Haruka und Michiru ersetzt: Die bösen Kreaturen zu verfolgen und zu vernichten, ist wichtiger als das Leben der Senshi. Minako legt leider die Abgehobenheit und die Zickigkeit der beiden Outer Senshi an den Tag. Sie ist damit deutlich unsympathischer als ihr Gegenstück in der Animeserie. Und sie hat die mieseste Choreografie von allen. Das will ihr natürlich nicht ihr in die Schuhe schieben, schließlich erhält sie ihre Anweisungen aus dem Drehbuch. Aber hin und wieder bewegt sie sich wie ein Roboter, da ist kein Fluss in den Bewegungen, und die Aktion sieht richtig tot aus.[1]
Über die Rahmenhandlung gibt es nur so viel zu sagen, dass mich die christliche Symbolik heute schier erschlägt. Und Mamoru hat nicht nur „eine Freundin“, mit der er ausgeht – sie ist seine Verlobte! Usagi ist davon wenig begeistert, aber sie strickt weiter an einem Schal für ihn und ist verständnisvoll genug, ihm alles Gute für seine Beziehung zu wünschen, in der bereits Heiratspläne erwähnt werden. Natürlich kommt Usagis Charakter auf diese Art und Weise arg überzeichnet daher.

Danach schreibe ich in meinem Tagebuch herum, und als ich damit fertig bin, ist es auch schon 09:30. Jetzt brauche ich mich auch nicht mehr hinlegen. Ich mache mich also fertig und gehe in die Bibliothek.
Neben der üblichen Post schreibe ich auch einen Bericht über den 01.01.2004, aber die Klausur am Montag hält mich heute ebenfalls auf Trab, weshalb ich mit dem Bericht bis um Fünf nicht ganz fertig werde. Die letzten paar Zeilen werde ich später schreiben müssen.

Im Übrigen entdecke ich, dass japanisches Toastbrot auch ganz hervorragend ohne Belag schmeckt[2], und man kann es bequem im Gehen essen[3]. Und die Bratkartoffeln kurz darauf verraten mir, dass ich sie in Zukunft lieber selber mache.


[1]   Wenn man Komatsu Ayakas Karriere in den darauffolgenden Jahren verfolgt hat, kann man aber eindeutig feststellen: Es liegt an ihr. Ein begabtes Fotomodell mit Gefühl für Pose und Gesichtsausdruck – aber sobald sie sich bewegen und einen Text aufsagen muss, zeigen sich ihre Grenzen.

[2]   Es ist ein weiches Weißbrot mit eindeutig süßer Note.

[3]   Gilt in Japan als Unsitte

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