{"id":452,"date":"2009-03-01T17:42:58","date_gmt":"2009-03-01T16:42:58","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=452"},"modified":"2009-09-24T18:56:58","modified_gmt":"2009-09-24T16:56:58","slug":"blitzkrieg-in-fernost-teil-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=452","title":{"rendered":"Blitzkrieg in Fernost (Teil 5)"},"content":{"rendered":"<p><strong>2.3. Potentielle Verluste<\/strong><br \/>\nAuf dem neu zu errichtenden St\u00fctzpunkt m\u00fcssen zuerst Krankenh\u00e4user und gen\u00fcgend Unterk\u00fcnfte f\u00fcr 27000 Mann gebaut werden. Das dauert ein paar Tage, in denen die Transporter weiter bei den Tr\u00e4gern bleiben m\u00fcssen, die in Abwesenheit einer Garnison Tokio verteidigen m\u00fcssen, denn es ist damit zu rechnen, dass das Imperium zur\u00fcckschlagen wird. Mitte Januar melden mir Sp\u00e4hflugzeuge aus Borneo, dass die Flotte, die Vietnam eingenommen hat, nach Norden unterwegs ist.<\/p>\n<p>Ich entscheide mich f\u00fcr einen Pr\u00e4ventivschlag gegen die neue japanische Prim\u00e4rbasis in Osaka. Nachdem der Nachschub an Waffen, Munition und Ger\u00e4t von Midway nach Tokio verlegt wurde, fahren die drei Flotten Ende Januar nach Osaka.<br \/>\nDiesmal verliere ich neben drei Kreuzern und drei Dutzend Flugzeugen auch einen Tr\u00e4ger und zwei Schlachtschiffe. Der Verlust des Tr\u00e4gers interessiert mich nicht weiter, in San Diego liegen noch zehn St\u00fcck in Reserve, aber ich habe nur noch ein Reserveschlachtschiff, das ich in Friedenszeiten nachgebaut habe. Ich stelle also eine Flotte zusammen, in der von allem was drin ist, um in Tokio ein Ersatzlager zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Aber auch in Osaka l\u00e4sst sich der Erfolg sehen. Da steht nichts mehr, kein Stein mehr auf dem anderen, f\u00fcr die Japaner sind vier Flugzeugtr\u00e4ger und sechs Schlachtschiffe verloren gegangen, zuz\u00fcglich einer Anzahl kleinerer Marineeinheiten und 200 Flugzeuge (die japanischen Tr\u00e4ger k\u00f6nnen weniger Maschinen tragen als ihre Gegner). Noch sind allerdings 39000 Mann Personal auf dem St\u00fctzpunkt (vielleicht sollte ich eher sagen: auf dem Kraterfeld?), darunter 23000 Soldaten. Bis die ausgehungert und ausreichend von Krankheiten heimgesucht sind, dass ich sie mit einer Transportflotte (in die 28000 Marines passen) klein bekomme, d\u00fcrfte noch Zeit vergehen, also greife ich noch mehrfach mit den Fliegergruppen an \u2013 mit magerem Ergebnis: Pro Kampftag gehen den Japanern durch meine Einwirkung bis zu 150 Mann verloren. Nicht gerade viel bei einem Aufgebot von zwei verst\u00e4rkten Divisionen. Ich fasse also Fl\u00e4chenbombardierungen ins Auge.<\/p>\n<p>In Tokio wurde vor kurzem ein Korps schwerer Bomber angelandet, also 64 Bomber vom Typ B-17 und B-24, begleitet von 64 P-38 J\u00e4gern, mit funkelnagelneuen 1700 PS Motoren. Der Verband wird also gebildet, aufgetankt und mit Munition versorgt, und fliegt los. Die Verluste beim Feind sind nicht berauschend, aber immerhin bei einem deutlich geringeren Materialaufwand genauso hoch, etwa 150 Mann w\u00e4hrend des Angriffs. Und letztendlich handelt es sich nur um 64 Bomber. H\u00e4lt man sich die historischen Angriffe vor Augen, erkennt man, dass das nicht viele sind.<\/p>\n<p>Der Angriff endet \u2013 aber die Maschinen kehren nicht nach Tokio zur\u00fcck. Sie verbleiben bei Osaka, kreisen dort offenbar. Und verschwinden dann pl\u00f6tzlich von der Landkarte.<br \/>\nWas ist passiert?<br \/>\nSie sind alle abgest\u00fcrzt.<br \/>\nWarum?<br \/>\nWeil Tokio nicht mehr und noch nicht wieder \u00fcber einen Flughafen verf\u00fcgt. F\u00fcr schwere Bomber ben\u00f6tigt man einen voll ausgebauten Flughafen, was kurzerhand 36 Millionen Dollar kostet (9 Millionen f\u00fcr den Bau und 9 weitere f\u00fcr jede Ausbaustufe), zuz\u00fcglich einer Arbeitszeit von einigen Wochen.<\/p>\n<p>Na super. Wer hat sich das ausgedacht!? Nat\u00fcrlich war es fahrl\u00e4ssig von mir, das Korps aufzustellen, bevor der Flughafen steht, aber w\u00e4re es nicht realistischer, dass die Besatzungen dann Notlandungen auf der Wiese versuchen? Nat\u00fcrlich w\u00fcrde dann die eine oder andere Maschine zerst\u00f6rt, und die meisten, wenn nicht alle, w\u00fcrden besch\u00e4digt \u2013 aber ein Totalverlust w\u00e4re es nicht. Maschinen kann man nachbauen, aber die erfahrenen Piloten sind weg, verloren f\u00fcr immer.<\/p>\n<p>Leider passiert mir dasselbe mit dem n\u00e4chsten angelieferten Korps erneut.<br \/>\nWarum denn nun schon wieder?<br \/>\nIch habe wieder ein Bomberkorps aufgestellt, bevor der Flughafen fertig war. Er hat zum fraglichen Zeitpunkt zwei Ausbaustufen, die dritte ist zur H\u00e4lfte fertig, aber ich bin schlau genug, sie nicht auf Mission zu schicken.<br \/>\n\u2026 stattdessen starten sie von alleine, bombardieren Osaka, kreisen, bis ihnen der Sprit ausgeht, und st\u00fcrzen dann in den Tod.<\/p>\n<p>Ein Blick ins Optionsmen\u00fc von Tokio sagt mir, dass man bei der Einnahme eines St\u00fctzpunkts die Auswahl des Vorbesitzers \u00fcbernimmt, und der hatte entschieden, dass gegen erkannten Feind automatisch alle 24 Stunden ein Luftangriff erfolgen sollte. Die Bomber starteten also ironischerweise auf einen japanischen Befehl hin zu ihrem ersten und letzten Flug. Man muss also dringend daran denken, diese Optionen anzupassen, wenn man einen St\u00fctzpunkt einnimmt.<\/p>\n<p>Bis zur Ankunft der n\u00e4chsten Bomber w\u00fcrde etwas Zeit vergehen. Ich k\u00f6nnte einen anderen St\u00fctzpunkt in der Gegend angreifen, wo es H\u00e4user und Material zum Zerst\u00f6ren g\u00e4be. Da bieten sich Iwojima, Nagasaki, und Okinawa an. Ich entscheide mich spontan f\u00fcr Iwojima und speichere das Spiel. Drei Tr\u00e4gerflotten laufen aus und entdecken den Feind auf der ungastlichen Vulkaninsel. 116 japanische Schiffe liegen in Iwojima vor Anker, darunter eine Handvoll Schlachtschiffe und sechs schwere Kreuzer, \u00fcber 100 landgest\u00fctzte J\u00e4ger, ein paar K\u00fcstenbatterien. Der Rest der Marineeinheiten besteht aus knapp f\u00fcnfzig Transportschiffen und noch einmal so vielen U-Booten. Das sieht sehr schaffbar aus.<\/p>\n<p>Ist es aber nicht. Einige Minuten nach Schlachtbeginn sehe ich wieder Namen von neuerdings toten Offizieren \u00fcber die Statusanzeige rutschen, nur sind es diesmal meine. Der Gegner hat mit seinem Aufgebot meine komplette Flotte versenkt \u2013 also derzeit 24 Flugzeugtr\u00e4ger und 11 Schlachtschiffe plus Begleitung, und verliert selbst nur etwa die H\u00e4lfte der eigenen Schiffe.<br \/>\nMir scheint, der Zufallsfaktor hat sich hier ganz extrem ausgewirkt.<\/p>\n<p>Neustart beim letzten Speicherstand.<br \/>\nVielleicht sollte ich erst Aufkl\u00e4rungsfl\u00fcge machen, um mir ein Bild von der Feindst\u00e4rke zu verschaffen. Die Frage ist: Wie macht man das? Die Befehlsauswahl f\u00fcr Flugzeuge, auch Sp\u00e4hflugzeuge, enth\u00e4lt, wie f\u00fcr alle anderen Einheiten auch, bei der Auswahl eines feindlichen St\u00fctzpunkts nur den Befehl \u201eAngriff\u201c, ikonisch dargestellt durch ein Fadenkreuz als Cursor. Wenn man also ein kleines Regiment von Flugbooten zu einem gegnerischen St\u00fctzpunkt schickt, dann wird dieses dort in einen Kampf verwickelt und von der \u00dcbermacht vernichtet, zumindest wenn man \u201eAutomatischer Kampf\u201c w\u00e4hlt. Vielleicht kann ich meine Flugzeuge durch Zeitaufwand retten, indem ich die \u201eSchlacht\u201c selbst leite, also nach der Erkennung der feindlichen Einheiten im Kampfmen\u00fc auf der Taktikebene sofort den Befehl zum R\u00fcckzug gebe?<\/p>\n<p>Nein, das geht nicht. Ein R\u00fcckzugsbefehl steht f\u00fcr Flugzeuge nur zur Verf\u00fcgung, wenn sie am eigenen St\u00fctzpunkt k\u00e4mpfen oder ein Tr\u00e4gerschiff f\u00fcr sie zur Verf\u00fcgung steht.<br \/>\nDann vielleicht einfach aus der begrenzten Karte herausfliegen? Nein, man erh\u00e4lt die Meldung: \u201eSie k\u00f6nnen die Schlachtkarte nicht verlassen\u201c. Das Regiment geht also verloren, ohne dass man etwas dagegen tun k\u00f6nnte. Tolle Wurst. Immerhin haben sie unter Verlust von acht Maschinen herausgefunden, dass in Nagasaki noch ein Tr\u00e4geraufgebot steht, w\u00e4hrend Okinawa relativ schwach verteidigt ist.<\/p>\n<p>Da muss ich mich fragen: Wie hat es die KI geschafft, bei ihrem ersten Angriff auf Rabaul, der von Bougainville aus geflogen wurde und dessen Verteidigung ich der Neugier halber selbst geflogen bin, den letzten Bomber entkommen zu lassen? Wie es scheint, kann sich der computergesteuerte Gegner sehr wohl von feindlichem Gebiet zur\u00fcckziehen, und zwar ohne Flugzeugtr\u00e4ger.<\/p>\n<p>Nach meiner bisherigen Erfahrung ist der zweitgr\u00f6\u00dfte Feind des Piloten weder die feindliche Marine mit ihren Flakschiffen, noch die ihn umschwirrenden Flugzeuge \u2013 es ist die Landebahn. Bei jeder zweiten Landung werden Flugzeuge am Boden zerschellen. Man mag interpretieren, dass dies an Gefechtssch\u00e4den liegen k\u00f6nnte, aber warum st\u00fcrzen dann auf dem Nachhauseweg keine Flugzeuge ab? Es kommt immer erst auf der Landebahn zu Verlusten.<\/p>\n<p>Und gemeldet werden diese Verluste interessanterweise nur dann, wenn es sich um Kampfeinheiten handelt. Man wird im Laufe des Spiels eine sich vermehrende Anzahl von roten Smileys auf der Landkarte sehen. Diese bezeichnen Einheiten mit besonders niedriger Moral, und das kommt daher: Sp\u00e4hflugzeuge werden in der Regel automatisch auf Erkundungsflug geschickt, um feindliche Truppenbewegungen im Umkreis einiger Hundert Kilometer festzustellen. Auch diese Einheiten haben beim Landen regelm\u00e4\u00dfig Verluste \u2013 aber man erf\u00e4hrt nichts davon, bis man die roten Gesichter zu deuten versteht. Die Einheiten existieren auf dem Papier zwar noch, haben aber im Laufe der Monate alle Flugzeuge und Piloten verloren, ihre statistischen Werte sind also auf Null gesunken, und dazu geh\u00f6rt auch ihre Moral. Irrerweise kann man eine Einheit, die nur noch auf dem Papier existiert, nicht aufl\u00f6sen, sie werden also weiterhin den moralischen Schnitt der Basis dr\u00fccken, bis neue Flugzeuge geliefert sind, mit denen man die leere Einheit wieder auf Vollst\u00e4rke bringt.<\/p>\n<p>Wer ist nun der gr\u00f6\u00dfte Feind? Nein, es sind nicht die J\u00e4ger, nicht die Flak, und auch nicht die Zerst\u00f6rer und Kreuzer \u2013 es sind die U-Boote, so bekloppt das auch klingt. Wenn eine Division U-Boote (das sind acht, bzw. sechs) einen St\u00fctzpunkt angreift, der nur von Flugzeugen verteidigt wird, ist damit zu rechnen, dass jedes U-Boot mindestens ein, eher aber zwei Flugzeuge abschie\u00dft \u2013 die Bewaffnung eines japanischen Boots ist mit einer 40 mm und zwei 25 mm Gesch\u00fctzen angegeben, und das hei\u00dft, man hat gute Chancen, dass acht U-Boote ein ganzes Jagdregiment zur Bedeutungslosigkeit reduzieren k\u00f6nnen. Vermutlich braucht es eine entsprechende Anzahl von Sp\u00e4hflugzeugen (die tragen Wasserbomben) oder Sturzbombern, um U-Booten effektiv zu begegnen. Ha, wer kommt auch auf die Idee, mit leicht bewaffneten J\u00e4gern auf U-Boote loszugehen?<\/p>\n<p>Geistige Notiz: Greift der Gegner in einer wie der beschriebenen Situation an, sollte man das Gefecht selbst spielen, die J\u00e4ger in die Hangars beordern, und den feindlichen Matrosen zuwinken, wenn sie den Hafen durchs Periskop betrachten und feststellen, dass sie mangels angreifbaren Schiffsraums rein gar keinen Schaden anrichten k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>2.4. Der Endsieg<\/strong><br \/>\nMeine aufger\u00fcsteten Flotten dampfen also nach Okinawa. Der St\u00fctzpunkt ist nicht besonders gro\u00df, von daher gelingt es im ersten Anlauf, ihn einzunehmen, und das unter Verlusten von drei Flugzeugen, w\u00e4hrend der Gegner wertvollen Schiffsraum einb\u00fc\u00dft. Nicht so viel, wie es in Nagasaki m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, aber mit steigender Siegesgewissheit sinkt die Bereitschaft, Verluste in Kauf zu nehmen, zumal es vom Spiel klar vorgegeben ist, dass der Feind kapituliert, wenn man zwei seiner drei Heimatbasen vier Monate lang besetzt h\u00e4lt. Es erinnert ein bisschen an \u201eKing of the Hill\u201c. Das hei\u00dft, der \u201eFinal Countdown\u201c beginnt f\u00fcr das japanische Kaiserreich am 28. Februar 1942.<\/p>\n<p>Wie auch schon Tokio, wird Okinawa in Windeseile ausgebaut. Zwei Flotten verbleiben bei Okinawa, eine l\u00e4uft nach Osaka, um dort den Wiederaufbau zu verhindern. Der Aufbau Okinawas l\u00e4uft g\u00fcnstiger als in Tokio: Die verteidigende Garnison war so schnell zerschlagen, dass die Bomber gar keine Zeit hatten, alles umzupfl\u00fcgen: Vier Industriegeb\u00e4ude fallen mir in die H\u00e4nde, aber das sch\u00f6nste: Ein voll ausgebauter Flughafen! Aus Manila und Hong Kong werden die Bomberkorps abgezogen, deren Aufgabe bislang die Kontrolle des S\u00fcdchinesischen Meers war. Die zwei Flugzeuge, die beim Landeanflug kaputt gehen, k\u00f6nnen mit Hilfe des wachsenden Lagers in Tokio schnell ersetzt werden, und Osaka wird von nun an von knapp 200 Bombern ins Visier genommen. Da keine Verteidigungsanlagen existieren, k\u00f6nnen die B-17 und B-24 ungest\u00f6rt operieren \u2013 die einzigen Verluste entstehen durch missgl\u00fcckte Landungen. Ich lasse die drei Korps also gleich in Tokio, wo Ausf\u00e4lle sofort ersetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Am 20. M\u00e4rz 1942 ist von den verteidigenden Soldaten Osakas keiner mehr \u00fcbrig. Ich kann mit unerfahrenen Truppen ungehindert landen. Wieder \u00fcbernimmt die Flotte den Schutz des Standorts, ich habe keine Pioniere zur Verf\u00fcgung, um irgendwas aufzubauen, und es ist auch nicht n\u00f6tig. Immerhin kommen jetzt hin und wieder Flottenaufgebote vorbei, scheinbar mit der Absicht, Osaka zu befreien, aber es handelt sich um kleine, verkleckerte Auftritte, die verlustlos von meiner Seite aus dem Pazifik gefegt werden.<\/p>\n<p>Es sei angemerkt, dass es nicht m\u00f6glich ist, benachbarte Landgebiete allein mit Infanterie einzunehmen. Man k\u00f6nnte, realistisch betrachtet, auch ohne Schiffe zum Beispiel von Tokio nach Osaka marschieren, oder von Miri nach Banjarmasin, oder von Hollandio nach Port Moresby, aber das Spiel ist nicht realistisch. Alle Truppenbewegungen erfordern ein Flottenaufgebot. Man muss die Marines in die Transporter laden, an der K\u00fcste entlang fahren, und die K\u00fcstenverteidigung wegbomben, anstatt sie von der Landseite her aufzurollen, auf der es zumindest keine K\u00fcstenartillerie g\u00e4be, bevor man dann endlich wieder an Land gehen kann.<\/p>\n<p>Und dann vergehen die Tage, auf h\u00f6chster Spielgeschwindigkeit. Der Form halber lasse ich vier gro\u00dfe (200.000 t) Flotten mit Nachschub, Erz, und \u00d6l nach Tokio fahren und verliere in all dieser Zeit kein einziges Schiff auf hoher See \u2013 obwohl der Gegner ja, wie ich gesehen habe, noch mindestens 50 U-Boote besitzt, mit denen er die Nachschubrouten unterbrechen k\u00f6nnte, die ihm klar sein m\u00fcssten, w\u00fcrde er logisch denken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kann er aber nicht, und dann d\u00e4mmert der Morgen des 28. Juni 1942. In Realit\u00e4t ist die Schlacht bei Midway gerade drei Wochen vorbei, eben jene Tr\u00e4gerschlacht, die die Wende im Pazifik brachte und nach der die Vereinigten Staaten eine dreij\u00e4hrige Gegenoffensive begannen. In diesem Spiel dagegen wird mir an jenem Tag gemeldet, dass der Feind kapituliert habe. Der farblose Abspann l\u00e4uft. Es gibt nicht einmal eine Endsequenz, keine Auflistung zum Vergleich der Verluste. Die wichtigsten Daten w\u00e4ren auch nett als Gimmick gewesen. Denn immerhin war dieser Krieg innerhalb von drei Monaten und einer Woche gewonnen. Die vier Monate nach der Einnahme von Okinawa waren ja nur defensives Abwarten und ein v\u00f6llig ungef\u00e4hrdeter und risikoloser Angriff aus lauter Langeweile.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2.3. Potentielle Verluste Auf dem neu zu errichtenden St\u00fctzpunkt m\u00fcssen zuerst Krankenh\u00e4user und gen\u00fcgend Unterk\u00fcnfte f\u00fcr 27000 Mann gebaut werden. Das dauert ein paar Tage, in denen die Transporter weiter bei den Tr\u00e4gern bleiben m\u00fcssen, die in Abwesenheit einer Garnison Tokio verteidigen m\u00fcssen, denn es ist damit zu rechnen, dass das Imperium zur\u00fcckschlagen wird. 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