{"id":4165,"date":"2024-08-26T07:00:00","date_gmt":"2024-08-26T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=4165"},"modified":"2024-08-25T17:09:23","modified_gmt":"2024-08-25T15:09:23","slug":"donnerstag-26-08-2004-das-letzte-yakiniku","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=4165","title":{"rendered":"Donnerstag, 26.08.2004 \u2013 Das letzte Yakiniku"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Yui hat mir die E-Mail-Adresse ihres Freundes Daniel gegeben, und Martin \u201eU\u201c war inzwischen so frei, mir das Lied <em>\u201eHelden der Zeit\u201c<\/em> von <em>\u201eRichthofen\u201c<\/em> per Mail zuzusenden. Da Daniel gesagt hatte, dass er die Musik von <em>\u201eRammstein\u201c<\/em> m\u00f6ge, habe ich mir gedacht, dass ihm <em>\u201eRichthofen\u201c<\/em> auch gefallen k\u00f6nnte. Daniels Besuch ist bereits eine Weile her&#8230; aber ich kann ihm die Datei ja ebenfalls per E-Mail schicken. Er hat bei Yahoo immerhin 25 MB freien Platz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich verlasse das Informatikgeb\u00e4ude um kurz nach F\u00fcnf. Wir haben ein Tabeh\u00f4dai f\u00fcr sechs Uhr abgemacht, also habe ich noch Zeit zum Totschlagen. Um 17:25 bin ich dann bei Izham. Er ist zum Zeittotschlagen wie geschaffen. Erstens redet er sowieso gern und zweitens bin ich gestern Abend gegangen, ohne einen neuen Termin f\u00fcr <em>\u201eCombat Mission\u201c<\/em> auszumachen. Am Samstag habe er keine Zeit, weil er an dem \u201eJamboree\u201c Ausflug zum Towada-See teilnehme. Also halten wir den Montagabend fest, da haben wir sogar \u201esturmfrei\u201c. Die genannte Andrea ist n\u00e4mlich nicht \u201enur\u201c eine junge Frau, die zuf\u00e4llig an der gleichen Uni studiert, wie Izham, die es zuf\u00e4llig zur gleichen Zeit nach Japan verschlagen hat \u2013 die beiden sind verheiratet. Andrea arbeitet also am Montag und wir w\u00fcrden niemanden st\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 18:03 stehe ich dann vor dem \u201eSunkus\u201c in Nishihiro, wo Wiirit, Ii und Nan bereits warten. Von den beiden Chinesinnen und Melanie fehlt allerdings noch jede Spur. Die kommen aber nur zwei Minuten sp\u00e4ter. Wie ich bereits vermutet hatte, ist FanFan, wiederholt entgegen meiner Einladung, nicht erschienen. Das Restaurant hei\u00dft <em>\u201eGoemon\u201c<\/em> und befindet sich genau vor dem hiesigen Bahnhof, gegen\u00fcber vom Skatt Land und dem Bent\u00f4-Laden, den ich vor einigen Tagen erw\u00e4hnt habe. Die Atmosph\u00e4re im Inneren ist gediegener als im MooMoo, die Preise sind es auch. Hier gibt es kein B\u00fcfett, an dem man sich nimmt, was man m\u00f6chte (es ist auch kein Platz daf\u00fcr), sondern man bestellt einen oder mehrere Teller mit Zeug und l\u00e4sst es sich bringen. Leider werden so automatisch auch Sachen bestellt, die nicht so toll sind und die ich auch nicht bestellt h\u00e4tte, wenn sie gut w\u00e4ren. So zum Beispiel ein Reisgericht mit einem gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftigen Geschmack, das ich so schnell nicht wieder essen m\u00f6chte. Ich komme nicht von alleine auf die Idee, mir beim Tabeh\u00f4dai was anderes als Fleisch zu bestellen, daf\u00fcr ist mir mein Geld zu schade. Ich schaufele den Reis schnell in mich hinein, damit er weg ist \u2013 Dinge, die \u00fcbrig bleiben, muss man n\u00e4mlich extra bezahlen, Ganz klar: Sonst k\u00f6nnte ja jemand massenweise Zeug bestellen, um nur mal zu probieren, aber der Rest muss dann weggeworfen werden.<br>Es gibt auch etwas, das eigentlich nur ich esse, n\u00e4mlich <em>\u201eHormon\u201c<\/em>. Das hat nichts mit Hormonen zu tun, sondern, wenn ich das richtig sehe, handelt es sich dabei um mundgerecht klein geschnittenen Darm, den man grillt und isst. Jetzt sage niemand <em>\u201eIgitt!\u201c<\/em> (obwohl die rohe Masse aussieht wie schon einmal gegessen). Darm hat schon jeder gegessen, der mal Wurst gegessen hat. Die Darmst\u00fccke schmecken gar nicht schlecht. Was aber viele abschreckt, ist wohl der Umstand, dass sie, auch gegrillt, eine schwabbelig-z\u00e4he Konsistenz haben, die nicht jedermanns Ding ist. Mir macht das nicht aus, ich kaue eine Weile darauf herum und schlucke es dann am St\u00fcck. Die St\u00fccke sind nicht sonderlich gro\u00df und man kann sie eh nicht ganz zerkauen.<br>An \u201eFleischso\u00dfen\u201c gibt es hier auch nur dieses Sojaso\u00dfen-Pr\u00e4parat. Ich h\u00e4tte mir, auch wenn es unversch\u00e4mt klingt, schon etwas Ketchup gew\u00fcnscht. Zum Grillfleisch ist das wohl nicht verkehrt. Die Sojaso\u00dfe ist gut, das will ich nicht bestreiten, aber auf Dauer ist sie etwas eint\u00f6nig.<br>Der Grill selbst ist deutlich besser als im MooMoo. Im Goemon gibt es n\u00e4mlich einen Grillrost aus d\u00fcnnen Metallst\u00e4ben, w\u00e4hrend der Grill im MooMoo mehr aus Metallfl\u00e4che als aus Leerraum zu bestehen scheint, weswegen dort viel schneller was anbrennt. Die Zeit ist hier im Goemon daf\u00fcr wiederum begrenzt \u2013 man hat 90 Minuten Zeit f\u00fcr Bestellungen \u2013 aber die Zeit reicht v\u00f6llig aus, um hautsatt zu werden. Auch das Fleisch ist auf jeden Fall besser als im MooMoo, und das macht den etwas h\u00f6heren Preis (1640 Yen) wieder deutlich wett. An uns Europ\u00e4ern verdient kein Tabeh\u00f4dai Laden was, und Nan muss ich in dieser Hinsicht ja zur <em>\u201eEurop\u00e4erin h.c.\u201c<\/em>, \u201eehrenhalber\u201c, ernennen \u2013 die stopft Mengen von Zeug in sich hinein, das passt ja auf keine Kuhhaut.<br>Zum Schluss machen wir Fotos. Mei und BiRei werde ich morgen noch einmal sehen, aber das wird dann das (vorerst) letzte Mal sein. Sie nehmen, wie Izham, am \u201eJamboree\u201c teil und werden im Anschluss zum Sightseeing nach Hokkaid\u00f4 fahren. Sie kommen erst am 02.09. zur\u00fcck, und da bin ich bereits unterwegs in die Heimat. Ich bitte sie, auch FanFan mitzubringen. Dann trennen wir uns und fahren nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist ja immer noch genug Zeit bis Mitternacht&#8230; ich gehe also in die Videothek und leihe <em>\u201eDie R\u00fcckkehr der Jedi-Ritter\u201c<\/em> aus. Und <strong>der<\/strong> Spruch des Films lautet hier:<br><em>\u201eObiwan ni yoku kitaerareta you da!\u201c<\/em><br><em>\u201e(Mir scheint) Obiwan hat Dich viel gelehrt.\u201c<\/em> <br>Aha. Dabei hat der gute Obiwan doch kaum was gemacht, au\u00dfer Luke den Einstieg in die Anwendung der Macht zu erm\u00f6glichen, was wohl ein paar Tage Training w\u00e4hrend des Hyperraumflugs im \u201eFalken\u201c von Han Solo gewesen sein d\u00fcrften. Ich glaube, das Yoda ihm viel mehr beigebracht haben d\u00fcrfte. Ob sich die \u00dcbersetzer bei der Verwendung der Form \u201eyou da\u201c (zum Ausdruck des Anscheins) am Ende des Satzes eine Art schwach versteckten \u201eYoda-Scherz\u201c erlaubt haben, kann ich nat\u00fcrlich nicht mit Bestimmtheit sagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Yui hat mir die E-Mail-Adresse ihres Freundes Daniel gegeben, und Martin \u201eU\u201c war inzwischen so frei, mir das Lied \u201eHelden der Zeit\u201c von \u201eRichthofen\u201c per Mail zuzusenden. Da Daniel gesagt hatte, dass er die Musik von \u201eRammstein\u201c m\u00f6ge, habe ich mir gedacht, dass ihm \u201eRichthofen\u201c auch gefallen k\u00f6nnte. 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