{"id":3798,"date":"2024-04-24T07:00:00","date_gmt":"2024-04-24T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3798"},"modified":"2024-04-20T10:05:27","modified_gmt":"2024-04-20T08:05:27","slug":"samstag-24-04-2004-zielaufklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3798","title":{"rendered":"Samstag, 24.04.2004 \u2013 Zielaufkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bin ausnahmsweise wieder um 07:15 aufgestanden, um <em>\u201eSailorMoon\u201c<\/em> sehen zu k\u00f6nnen. Melanie wird durch mein Aufstehen offenbar nicht gest\u00f6rt, also lasse ich sie liegen, wo sie doch dauernd \u00fcber Schlaflosigkeit klagt. Au\u00dferdem wird die Sendung ja aufgezeichnet. Sie kann sie sich am Nachmittag ja ansehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem (\u201eNicht-mehr-ganz-so-Evil-\u201c) Merkur also SailorMoon niedergestreckt hat, geht sie in die Knie und bedauert ihr b\u00f6ses Tun. Soweit waren wir ja schon. Kunzyte teleportiert mit den beiden, aber Ami und Usagi landen in einer Art Wald an einem Wasserfall. In der N\u00e4he stehen zerbrochene Gipsstatuen herum (wie Marmor sehen die wirklich nicht aus). Sie werden von drei Y\u00f4ma angegriffen, k\u00f6nnen sich aber nicht verwandeln \u2013 also m\u00fcssen sie davonlaufen und auf bessere Zeiten hoffen. In diesem Miniuniversum l\u00e4uft man scheinbar st\u00e4ndig im Kreis, sie kommen immer wieder zu den Statuen zur\u00fcck. Scheint ein wenig an eine Episode der vierten Staffel der Animeserie angelehnt.<br>Makoto und Rei durchsuchen mittlerweile das Geb\u00e4ude, das sich im Vorfeld bereits als das Verbindungsglied zwischen Negaversum und Erde herausgestellt hat, und finden ein Portal in der Eingangshalle, wo sie auf magische Art und Weise zuletzt hingelangen \u2013 nachdem sie die Eingangst\u00fcr des Geb\u00e4udes durchschritten hatten, waren sie in der Tiefgarage gelandet, wie es scheint.<br>Ami und Usagi kommen also zur\u00fcck, Minako st\u00f6\u00dft dazu und sie k\u00e4mpfen auf die \u00fcbliche Art und Weise gegen Kunzyte und seinen Y\u00f4ma. Wohlgemerkt: Es ist nur einer, obwohl Kunzyte noch kurz vorher gleich drei auf den \u201eSpielplan\u201c gestellt hatte. Ich gelange immer mehr zu der \u00dcberzeugung, dass es nur einen Darsteller f\u00fcr die Y\u00f4ma gibt. Obwohl&#8230; recht nahe am Anfang der Geschichte auch mal drei (identische) gleichzeitig aufgetaucht waren.<br>Wie dem auch sei, der Y\u00f4ma wird durch die neue Sammelattacke (durch die bereits erw\u00e4hnten Power-Ups erm\u00f6glicht) gesprengt und Kunzyte zieht sich zur\u00fcck \u2013 um einen Augenblick sp\u00e4ter hinter Merkur aufzutauchen und sie mit einem Schwerthieb in zwei H\u00e4lften zu spalten!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber der Versuch misslingt! Nat\u00fcrlich&#8230; und ich habe die Vorzeichen richtig gedeutet: Nephlyte f\u00e4ngt den Schlag mit seiner eigenen Waffe ab und rettet Merkur. Nachdem Kunzyte verschwunden ist, bedenkt er sie mit einem sehns\u00fcchtig-traurigen Blick und teleportiert ebenfalls. <br>So l\u00e4uft das also&#8230; es k\u00f6nnte also passieren, dass die Senshi die Gener\u00e4le nach und nach, einen nach dem anderen, \u201eumdrehen\u201c. Zoisyte hat die Seiten ja bereits gewechselt; und er verkehrt trotzdem immer noch frisch-fromm-fr\u00f6hlich-frei im Negaversum, obwohl ich eigentlich annehmen m\u00fcsste, dass man gerade in solchen Organisationen nicht zimperlich mit Verr\u00e4tern umgeht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der kommenden Episode taucht eine Rivalin f\u00fcr Minako auf \u2013 zumindest was Volleyball und Fans angeht. Und die sieht noch verstrahlter aus als Minako selbst! Ich h\u00e4tte nicht gedacht, dass das m\u00f6glich ist, aber die junge Dame hier kommt mir vor, als h\u00e4tte sie gerade eine Wurmkur hinter sich. Der Name der Darstellerin ist Arisa, und Informationen aus dem Internet zu folgen, ist sie eine halbe Amerikanerin. Meine G\u00fcte\u2026 ihre Visage ist f\u00fcr die Rolle der b\u00f6sen Hexe wie geschaffen\u2026 <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ah ja: Habe ich das Wetter bereits erw\u00e4hnt? Gestern Abend hat es noch einmal geschneit. Heute Morgen liegt immer noch eine d\u00fcnne Schneedecke auf den D\u00e4chern. Der Winter ist nicht sehr hart, aber er h\u00e4lt sich z\u00e4h. Um 08:15 kommt die Sonne erstmals durch die Wolken und sofort beginnt die gro\u00dfe Schmelze. Aber ich mache mir keine gro\u00dfen Hoffnungen auf einen sonnigen Tag, daf\u00fcr ist mir der Himmel zu verhangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich gehe in die Bibliothek, aus allgemein bekannten Gr\u00fcnden. Ich spiele auch wieder zwei Stunden <em>Combat Mission<\/em>. Ich verlasse die Bibliothek um 16:20 und fahre nach S\u00fcden, um die hiesige Kaserne ausfindig zu machen. Da soll ein \u201eTag der Offenen T\u00fcr\u201c stattfinden \u2013 Dr. Jin hat mir eine Landkarte geschickt, allerdings ohne Angabe eines Ma\u00dfstabs. Er meinte dazu, der St\u00fctzpunkt sei \u201eein bisschen weit\u201c, was nach meiner Erfahrung mit Japanern lediglich aussagt, dass der Zielort mehr als zwei Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt ist.<br>Und das ist auch der Fall. Nach 15 Minuten \u00e4u\u00dferst gem\u00fctlichen Fahrens (gemessen ab meiner Haust\u00fcr) stehe ich vor der Kaserne, vor der bereits ein Hinweisschild angebracht ist, das auf die morgige Veranstaltung hinweist. Ich habe das Gel\u00e4nde auch bei meiner letzten Tour bereits bemerkt, aber den Wachposten am Eingang \u00fcbersehen, weshalb ich dachte, das Gel\u00e4nde sei eine (etwas heruntergekommene) Schule.<br>Ich folge der Stra\u00dfe weiter und halte die Augen nach dem <em>\u201eTausend Jahre Park\u201c<\/em> offen, der mir letztes Mal entgangen ist. Nach einem weiteren Kilometer finde ich das Geb\u00e4ude. Es macht auf den ersten Blick auf mich den Eindruck eines Seniorenheims, und die Entzifferung des Torschildes sagt mir, dass es sich um ein Heim f\u00fcr k\u00f6rperlich behinderte Menschen handelt.<br>Ich fahre weiter in Richtung Stadt zur\u00fcck, biege aber eine Stra\u00dfe fr\u00fcher ab und lande so direkt vor meiner Haust\u00fcr. Aber erst muss ich noch was zu trinken kaufen, wenn ich nicht auf den Wasserhahn umsteigen will, was mir sogar hier auf dem Land nicht sonderlich zusagt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 18:00 fahre ich mit Melanie zum Park und ich ziehe vorsorglich meine Winterjacke an, weil es nach Anbruch der Dunkelheit ziemlich kalt zu werden verspricht. Wir wollen von dem Bl\u00fctenfest noch mehr sehen, au\u00dferdem soll es musikalische Vorf\u00fchrungen auf einer kleinen B\u00fchne geben. Nat\u00fcrlich gibt es wieder viele, viele feierliche Fressst\u00e4nde, die alle \u00e4u\u00dferst unfeierliche Preise haben. Da dr\u00fcben sehe ich z.B. \u201eIkayaki\u201c, gebratenen Tintenfisch, f\u00fcr 500 unversch\u00e4mte Yen pro Portion. Melanie kauft sich ein weiteres <em>\u201eOne Piece\u201c<\/em> Poster, w\u00e4hrend wir die St\u00e4nde abwandern. Da steht ein \u201eMotorradzirkus\u201c, in dem man sich offenbar Kunstst\u00fccke ansehen kann, und in dessen N\u00e4he gibt es sogar eine Art Geisterbahn, die man zu Fu\u00df durchquert. Ich erinnere mich noch \u00e4u\u00dferst lebhaft an das alles andere als spannende Konstrukt, das ich damals in Trier gesehen habe, als wir mit Melanies Onkel und dessen Kumpan das Volksfest besucht haben und verzichte auf ein weiteres Erlebnis dieser Art. Ansonsten gibt es hier Donuts mit Kaffee, Fahrgelegenheiten f\u00fcr Kinder, Goldfisch-Sch\u00f6pfen, kleine Schildkr\u00f6ten, Anime Merchandising jeder Art, Wahrsagerinnen, lokale Kulturprodukte, Kristallgestein, und schlie\u00dflich auch besagte B\u00fchne, auf der eine Laientruppe (ebenso lebhaft wie liebevoll) \u201etraditionelle\u201c T\u00e4nze und Ges\u00e4nge zum Besten gibt, die h\u00f6chstens 400 Jahre alt sind. Keiner der Zuschauer ist j\u00fcnger als 40 Jahre, bis sich schlie\u00dflich zwei Leute dazugesellen, die ich aufgrund ihres westlichen Aussehens und ihrer markanten Frisur \u00fcber dem athletisch anmutenden K\u00f6rperbau f\u00fcr US-Soldaten halten muss. Es sind heute \u00fcberhaupt sehr viele von der Sorte anwesend. Sonst sieht man kaum welche in Hirosaki, abgesehen von Studenten. Aber der Gro\u00dfteil der hier vertretenen Ausl\u00e4nder ist definitiv vom Milit\u00e4r. Wir stehen etwa eine Stunde vor der B\u00fchne herum und mir schleicht die K\u00e4lte in die Glieder. Ich ziehe es vor, wieder nach Hause zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein St\u00fcck neben der B\u00fchne wird \u2013 ich glaube es kaum \u2013 D\u00f6ner Kebab verkauft. Man hat mir schon einiges \u00fcber die indischen Einfl\u00fcsse erz\u00e4hlt, unter denen Kebab in Japan leiden soll, also sehe ich mir den Stand an, vor dem die Leute Schlange stehen. F\u00fcr was also genau? Dem Geruch nach zu urteilen, wird hier tats\u00e4chlich Lammfleisch verwendet. Das ist schon mal nicht schlecht. Ich sehe den beiden Jungs kurz zu und es haut mich doch glatt aus den Stiefeln: F\u00fcr 500 Yen (knapp 4 E) bekommt man hier ein <strong>halbes (!)<\/strong> Fladenbrot, in das gerade so viel Fleisch gelegt wird, dass man es f\u00fcr einen besseren Brotbelag halten m\u00f6chte \u2013 und das ist alles. Kein Kraut, kein Salat, kein Schafsk\u00e4se, keine Peperoni, keine So\u00dfe. Nur eine Alibiportion Fleisch. Mehmet erbarme Dich unser! Da warte ich lieber, bis ich wieder in der Heimat bin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin ausnahmsweise wieder um 07:15 aufgestanden, um \u201eSailorMoon\u201c sehen zu k\u00f6nnen. Melanie wird durch mein Aufstehen offenbar nicht gest\u00f6rt, also lasse ich sie liegen, wo sie doch dauernd \u00fcber Schlaflosigkeit klagt. Au\u00dferdem wird die Sendung ja aufgezeichnet. Sie kann sie sich am Nachmittag ja ansehen. 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