{"id":3754,"date":"2024-04-07T07:00:00","date_gmt":"2024-04-07T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3754"},"modified":"2024-03-27T10:46:22","modified_gmt":"2024-03-27T09:46:22","slug":"mittwoch-07-04-2004-koerperliche-ertuechtigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3754","title":{"rendered":"Mittwoch, 07.04.2004 \u2013 K\u00f6rperliche Ert\u00fcchtigung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Morgen trage ich mich im Center in die entsprechende Liste ein, um mich f\u00fcr den Placement Text anzumelden. Ich m\u00fcsste das eigentlich nicht tun, aber ich bin neugierig, obwohl ich nicht damit rechne, eine Stufe zu steigen \u2013 ich habe die Ferien \u00fcber mit Hochdruck an meinem Newsletter gearbeitet und die Freiheit genossen, mal wieder Romane zu lesen, die absolut nichts mit meinem Studium zu tun haben. Und ich habe das <strong>sehr<\/strong> genossen!<br>Als n\u00e4chstes sehe ich auf einem der Rechner ein aufgeklebtes Hinweisschild, dass der Computer am 09. April gel\u00f6scht und neu installiert werde. Das ist doch was. Oh, aber es ist der Rechner, auf dem sich meine Fotos befinden, und der Neunte ist bereits \u00fcbermorgen. Ich schreibe Misi sofort eine kurze Mail, in der ich ihn bitte, mir zur Rettung meiner Fotos seinen Memorystick zu leihen, und das so schnell wie \u00fcberhaupt m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Frank ist noch immer keine Post da, also gehe ich in den Computerraum und schreibe zwei Berichte, bis ich eine Antwort von Misi erhalte. Ich k\u00f6nne ihn den ganzen Tag \u00fcber in der Bibliothek oder im Center antreffen. Ich schreibe den zweiten Bericht also fertig und mache mich auf den Weg ins Center, aber ich treffe ihn bereits an der T\u00fcr, und Melanie gleich dazu, die zuf\u00e4llig zur gleichen Zeit eingetroffen ist. Ich bekomme den Memorystick und verlege ins Center. Misi geht mit und erz\u00e4hlt mir auf dem Weg, dass es an der Universit\u00e4t hier einen kostenlos nutzbaren Fitnessraum gebe. Er wolle sich am Abend dort mit Irena und Alex treffen, der wieder aus Rum\u00e4nien zur\u00fcckgekehrt sei. Alex war es auch, der ihn auf die M\u00f6glichkeit hingewiesen hat. Ich bin interessiert. Dann solle ich ihn um 18:00 vor der Mensa treffen \u2013 aus der gegebenen Beschreibung kann ich die richtige Turnhalle n\u00e4mlich nicht erkennen, weil die Turnhallen alle gleich aussehen. Anstatt mir das Geb\u00e4ude zu beschreiben, h\u00e4tte er vielleicht den Weg dorthin in seine Erl\u00e4uterungen mit einbeziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber erst muss ich meine Daten von diesem ewig langsamen Rechner retten. Das \u00dcbertragen von Misis Daten auf den Computer dauert etwa sieben Minuten, das L\u00f6schen des Speichers nimmt etwa zwei Minuten in Anspruch, und dann sind f\u00fcr die \u00dcbertragung meiner Fotos auf den Speicher noch einmal sieben Minuten f\u00e4llig. Es dauert&#8230; meine Daten m\u00fcssen ja noch auf den anderen Rechner, der Speicher muss wieder gel\u00f6scht werden, um Platz f\u00fcr Misis tempor\u00e4r ausgelagerte Dateien zu machen, die ebenfalls wieder rauf m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bemerke eine Menge neuer Gesichter im Center, und die meisten davon sind asiatisch. Der Sprache nach zu urteilen, habe ich sieben oder acht neue Chinesen und vielleicht eine Koreanerin vor der Nase sitzen. Es sind auch zwei \u201ewestliche\u201c Menschen dabei \u2013 m\u00e4nnlich und weiblich. Er sitzt an einem der Rechner und will eines der Chatprogramme zum Laufen kriegen, aber er hat ein Problem. Also kommt er damit zu mir, weil ich der einzige bin, der ihm nicht das Gef\u00fchl gibt, Japanisch sprechen zu m\u00fcssen. Er fragt mich, ob ich des Englischen m\u00e4chtig sei, und er spricht mit einem auff\u00e4lligen amerikanischen Akzent. Er ist einen Kopf kleiner als ich&#8230; eher noch kleiner. Er will wissen, wie man die Tastatureingabe der Computer von Japanisch auf Englisch umschaltet, und ich zeige es ihm. Ich verzichte darauf, weitere Fragen zu stellen. Erstens will er ja chatten und zweitens bin ich selbst besch\u00e4ftigt. Ich \u00fcbertrage meine Bilder auf einen der Windows 98 Rechner. Das bedeutet, ich kann meine Bilder wirklich nur zwischenlagern, bis ich die Gelegenheit erhalte, sie auf einen XP-Rechner zu \u00fcbertragen, weil die Windows 98 Rechner den n\u00f6tigen Treiber f\u00fcr meine Kamera nicht haben und auch nicht akzeptieren. Also abwarten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach gehe ich nach langer Zeit wieder in die Bibliothek. Die St\u00fchle im Physikgeb\u00e4ude sind mir zu unbequem, und da Frank noch nicht geantwortet hat, besteht auch kein Anlass, einen \u201ediskreten\u201c Computer zu verwenden. Ich schreibe zwei weitere Berichte und ein paar Eintr\u00e4ge ins Forum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 17:50 gehe ich zur Mensa. Ich will nicht mit n\u00fcchternem Magen Sport treiben und kaufe mir ein Reisb\u00e4llchen. Und es wird das letzte sein, das ich hier kaufe. Die Dinger br\u00f6seln mir immer auseinander, sobald ich hineinbei\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Misi trifft um kurz nach Sechs ein, Irena zwei Minuten sp\u00e4ter. Wir gehen zu der fraglichen Sporthalle und treffen Alex. Da man im Inneren nur Turnschuhe tragen darf und ich keine besitze, leihe ich mir welche aus den Schuhf\u00e4chern am Eingang. <br>Der Fitnessraum an sich sieht eigentlich sch\u00e4big aus. Die Ger\u00e4te sind alt und zum Teil kaputt oder unbenutzbar. Eines kann ich hinbiegen, indem ich das Zugseil aus seiner Verklemmung befreie und wieder \u00fcber die Laufrolle lege. Ich probiere alles mal aus und drehe dann eine Runde durch den Raum und dann noch eine, und dann ist es auch schon sieben Uhr. Irena hat sich um 18:30 bereits verabschiedet, der Raum ist ihr wohl zu m\u00e4nnlich, und ich gebe ihr vollkommen Recht. Da ich allerdings selbst m\u00e4nnlich bin, macht mir das weniger aus. Und wieder einmal erhalte ich die Gelegenheit, mit einem Japaner zu reden. Es handelt sich um einen der Fu\u00dfballspieler, die gerade Training haben, in der Halle nebenan. Im Gro\u00dfen und Ganzen beantworte ich seine Fragen, ohne wirklich viel zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um kurz nach Sieben verlasse ich den Raum mit Misi und Alex, aber wir biegen in die Sporthalle ab, weil wir im Vorbeigehen ein Volleyball-Team ersp\u00e4hen \u2013 ein weibliches nat\u00fcrlich. Wir steigen also zur Empore der Halle hoch, wo gew\u00f6hnlich die TaeKwonDo Clubs trainieren und auch ein paar Tischtennisplatten herumstehen. Wir bearbeiten erst den Sandsack ein bisschen und leihen uns dann von den anwesenden, aber reichlich inaktiven Spielern zwei Schl\u00e4ger, um etwas Ping Pong zu spielen. Nat\u00fcrlich bin ich schlecht wie eh und je&#8230; ich w\u00fcrde lieber mal wieder Badminton spielen. Zwischendurch sehen wir den Volleyballerinnen beim Training zu. Einen Trainer gibt es nicht, man arbeitet nach dem Seniorit\u00e4tsprinzip \u2013 erfahrene Spielerinnen leiten die neuen an. Auff\u00e4llig ist ebenfalls, dass jungen Damen alle ausnahmslos gro\u00df sind. Im Schnitt etwa 170 cm w\u00fcrde ich sch\u00e4tzen, plus\/minus zehn Zentimeter, und das liegt deutlich \u00fcber der von mir t\u00e4glich beobachteten Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><br>Um 20:15 gehen wir dann endg\u00fcltig. Misi und Alex wollen sich eine der Unterhaltungs-Sport-Sendungen ansehen, aber ich will nach Hause. Ich bin hungrig und das nicht zu knapp.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sehe mir mit Melanie dann <em>\u201eZat\u00f4ichi\u201c<\/em> an, mit Kitano \u201eBeat\u201c Takeshi in der Hauptrolle. Er spielt einen anscheinend blinden Schwertk\u00e4mpfer gegen Ende der Edo-Zeit (ein Revolver wird gezeigt, daher die Sch\u00e4tzung), der unter einem Yakuza-Clan aufr\u00e4umt. Sehr blutig. Leider sind alle Bluteffekte am Computer gebastelt worden \u2013 und das w\u00fcrde noch nicht einmal auffallen, wenn die Schwertklingen in den durchbohrten Leibern der Gegner nicht eine solche Bewegungsfreiheit h\u00e4tten. Hin und wieder gibt es auch Musikeinlagen, die \u00fcberhaupt nicht in das Setting passen wollen \u2013 wie zum Beispiel die Stepptanznummer am Schluss, die den Charakter eines Musicals aufweist. F\u00fcr sich allein ist das jedoch eine sehr interessante Nummer. Insgesamt handelt es sich um einen ansprechenden Film, der nicht nur Takeshi Fans gefallen d\u00fcrfte. Wie es scheint, handelt es sich dabei um das Remake eines Schwarzwei\u00dffilms.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Eine der Spielerinnen war eine Handbreit gr\u00f6\u00dfer als ich. Leider gibt es kein Foto.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Morgen trage ich mich im Center in die entsprechende Liste ein, um mich f\u00fcr den Placement Text anzumelden. 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