{"id":3626,"date":"2024-02-14T07:00:00","date_gmt":"2024-02-14T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3626"},"modified":"2024-02-11T17:52:33","modified_gmt":"2024-02-11T16:52:33","slug":"samstag-14-02-2004-kultour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3626","title":{"rendered":"Samstag, 14.02.2004 \u2013 Kultour"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neuer Tag, neues Gl\u00fcck. F\u00fcr heute ist ein Besuch des hiesigen Tempels und der historischen H\u00e4user hinter dem Rathaus angesetzt. Wir fahren mit dem Bus in Richtung Stadtmitte und steigen an der kleinen Gefl\u00fcgelbraterei aus. Wir biegen dann links in die Nebenstra\u00dfe ein, gehen an dem \u00fcberdachten Trinkwasserbrunnen vorbei, \u00fcber die Br\u00fccke mit ihrem roten Gel\u00e4nder und erreichen wenige Minuten darauf das verschneite Tempelgel\u00e4nde. Wir gehen auch noch die paar Schritte bis zum Schrein, vor dem ein mehr als ein Meter hoher Schneewall liegt, den wir erst \u00fcbersteigen m\u00fcssen, um das Gel\u00e4nde auf der anderen Seite wieder verlassen zu k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Ricci verliert in dem relativ weichen Haufen ihren Schuh, den sie, mit eiskalter F\u00fcllung, aus der wei\u00dfen Masse erst wieder herausfischen muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann gehen wir in Richtung Rathaus, unterbrochen von einem Zwischenstopp in einem Konbini. Auf dieser kurzen Strecke \u00e4u\u00dfert Melanie zweimal den Verdacht, dass wir bestimmt einen Umweg gegangen seien, aber ich wei\u00df genau, wo wir sind und dass es der richtige Weg zu unserem Ziel ist. Unser erstes Ziel ist die alte Bibliothek, die ich bereits vor einigen Wochen beschrieben habe, ebenso wie das Lehrerhaus, wo wir die Geschichtsb\u00fccher von 1870 und <em>\u201eMeyers Konversationslexikon\u201c<\/em> bewundern, bevor wir in das Kulturzentrum nebenan gehen, da unsere Eintrittskarte f\u00fcr 320 Yen alle diese Attraktionen abdeckt. W\u00e4hrend dieser Tour beschlie\u00dfen Melanie und Ronald, heute Abend saarl\u00e4ndische Mehlkl\u00f6\u00dfe zu machen \u2013 \u201eGeheirate\u201c \u2013, mit Kartoffeln und Speckrahmso\u00dfe.<br>Die beiden gehen also im Anschluss also in den <em>\u201eUniverse\u201c<\/em> Supermarkt, aber weder mir noch Ricci ist danach, sie dorthin zu begleiten. Ich kann Einkaufstouren nicht ausstehen und Ricci ist heute schon genug gelaufen. Wir gehen also nach Nakano zur\u00fcck. Auch Ricci geht langsam. Aber erstens ist ihr Fitness-Zustand bedenklicher als der von Melanie, zweitens tr\u00e4gt sie (wie bereits erw\u00e4hnt) Turnschuhe, die sofort durchn\u00e4ssen, sobald sie sich dem Schnee auch nur auf einen Meter n\u00e4hern, drittens ist sie die Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse nicht unbedingt gewohnt (auf glattem Schnee zu gehen ist doppelt anstrengend) und viertens habe ich es ja selbst nicht eilig, da es nichts zu verpassen gibt. Der Weg vom Rathaus nach Hause d\u00fcrfte so etwa eine Stunde gedauert haben, und weil die anderen beiden auf dem R\u00fcckweg wohl einen Bus genommen haben, kommen sie nur f\u00fcnf Minuten nach uns an.<br>Wir essen auch bald und ich bin sehr froh, mehr als erwartet, noch einmal die Gelegenheit erhalten zu haben, dieses heimatliche Gericht zu essen. Trotz kleinerer, aber unbedeutender M\u00e4ngel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem wir am Morgen das Making Of von <em>\u201eSailorMoon\u201c<\/em> (2003) gesehen haben, ist heute der Rest der <em>\u201eFumoffu!\u201c<\/em> Serie dran, zuz\u00fcglich der beiden Episoden, die nie im Fernsehen ausgestrahlt worden sind. Ich bin sehr begeistert von dieser Serie. Muss ich haben. Da das Center w\u00e4hrend der Winterferien ge\u00f6ffnet hat, kann ich die CDs ja dort brennen, um Riccis Computer nicht zu sehr zu belasten. Ja, das hei\u00dft, das ist zwar in diesem Moment mein Plan, aber was mir noch nicht aufgefallen ist: Davon hat sie keine CDs, die ich mitnehmen k\u00f6nnte. Die Episoden befinden sich noch auf ihrer Festplatte. Dann muss es halt so gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Abend geht Melanie noch in den HotSpar, um etwas zu kaufen. Aber nach 45 Minuten ist sie noch nicht wieder zur\u00fcck. Der kleine Laden liegt aber nicht einmal 200 m weit weg. Mir wird schlecht. Ich ziehe mich an und gehe sie suchen. Der Angestellte sagt, sie sei da gewesen \u2013 aber vor mehr als zwanzig Minuten, mindestens. Ich klappere die anderen Konbini in der Gegend und den BenyMart auch noch ab, aber auch da ist sie nicht. Mein Abendessen l\u00e4uft im Magen Amok und mir springt eine Zeile in den Sinn, die mir jemand mal geschrieben hat:<br><em>\u201eIch finde Dich auch am Nordpol!\u201c<\/em><br>Im Falle des Falles \u2013 was sollte ich ihr wohl sagen? Aber ich finde meine Sorge unbegr\u00fcndet. Melanie ist wieder da. Sie ist nach Nishihiro gegangen, weil sie das, was sie suchte, im HotSpar nicht gefunden hatte. Mein Magen entspannt sich merklich. Ich f\u00fchle mich geradezu erschlagen vor Erleichterung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a>&nbsp;&nbsp; Tempel und Schrein sind hier Nachbarn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuer Tag, neues Gl\u00fcck. F\u00fcr heute ist ein Besuch des hiesigen Tempels und der historischen H\u00e4user hinter dem Rathaus angesetzt. Wir fahren mit dem Bus in Richtung Stadtmitte und steigen an der kleinen Gefl\u00fcgelbraterei aus. 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