{"id":3586,"date":"2024-01-29T07:00:00","date_gmt":"2024-01-29T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3586"},"modified":"2024-01-24T10:24:35","modified_gmt":"2024-01-24T09:24:35","slug":"donnerstag-29-01-2004-musik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3586","title":{"rendered":"Donnerstag, 29.01.2004 \u2013 Musik"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> <p class=\"MsoNormal\">Das bedeutendste Element des Tages ist der Unterricht zur Kultur von Tsugaru. Aber der Inhalt ist heute eher gesamt-japanisch. Kitahara-sensei \u00fcberrascht uns au\u00dferdem mit ihren F\u00e4higkeiten am Klavier. Sie spielt seit ihrem vierten Lebensjahr und ist studierte Musiklehrerin. Sie erl\u00e4utert, dass die gesamte moderne japanische Musik nur auf dem Kulturimport seit der Mitte des 19. Jh. beruhe. Die einzigen ur-japanischen, also <b style=\"mso-bidi-font-weight:normal\">wirklich<\/b> traditionellen Kl\u00e4nge, die man heute noch zu h\u00f6ren bekommt, sind die Neujahrseinspielungen im Kaufhaus (die sich wegen der um zwei T\u00f6ne k\u00fcrzeren, klassischen japanischen Tonleiter f\u00fcr mich eher nach einer Beerdigung anh\u00f6ren als nach Neujahr), und vielleicht noch Sondervorf\u00fchrungen von Koto-Musik. Das meiste von dem, was selbst Japaner f\u00fcr Tradition halten, wurde erst in den vergangenen 150 Jahren eingef\u00fchrt. Was damit zusammenh\u00e4ngen mag, dass Japaner ein reichlich kurzes historisches Bewusstsein haben. Was vor drei\u00dfig Jahren geschehen ist, ist schon lange her, hat sich quasi bereits vor Urzeiten abgespielt. Interessiert keinen mehr. Kitahara-sensei erkl\u00e4rt des Weiteren die japanische Musikp\u00e4dagogik und die Schwierigkeiten, die Japaner hatten, die unbekannten T\u00f6ne des Westens zu intonieren, da das traditionelle japanische Notensystem nur f\u00fcnf Kl\u00e4nge kennt. Sie erw\u00e4hnt, dass sie eine gro\u00dfe Sammlung von Nationalhymnen zuhause habe, und das interessiert mich nat\u00fcrlich sehr. Aber die Angelegenheit hat Zeit und es sollte kein Problem sein, die Dame zu kontaktieren. <\/p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><p class=\"MsoNormal\">Im Anschluss will ich im Center einige Daten brennen, aber ich muss feststellen, dass nur die XP-Rechner auch Brenner-Hardware eingebaut haben. Also m\u00fcssen die Daten verschoben werden. Misi bietet mir an, seinen Memorystick zu verwenden, aber ausgerechnet auf dem einzigen Rechner, der frei ist, sind die Treiber seines Speichers nicht installiert und die CD hat er nat\u00fcrlich nicht da. Ich muss also noch warten. <\/p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><p class=\"MsoNormal\">Am Abend begl\u00fcckt uns SangSu mit der H\u00e4lfte des \u00d6ls, das Angela hinterlassen hat. Er hat auch gerade Besuch von einem Freund aus Korea, der, wie\u2019s der Zufall will, deutsche P\u00e4dagogik studiert. Zumindest hat er damit angefangen. Nach einem Jahr Deutschunterricht beherrscht er grundlegende S\u00e4tze, aber ich bohre auch nicht weiter nach. SangSu pumpt derweil das \u00d6l ein wenig zu enthusiastisch und unser Tank l\u00e4uft \u00fcber. Jetzt macht der Untersatz, den Melanie gekauft hat, zwar Sinn, aber vielleicht h\u00e4tte man das \u00d6l besser mit einer Zeitung oder den Papiert\u00fcchern in der K\u00fcche aufsaugen sollen, anstatt mit einem unserer Geschirrt\u00fccher&#8230;<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das bedeutendste Element des Tages ist der Unterricht zur Kultur von Tsugaru. Aber der Inhalt ist heute eher gesamt-japanisch. 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