{"id":3582,"date":"2024-01-27T07:00:00","date_gmt":"2024-01-27T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3582"},"modified":"2024-01-21T18:38:48","modified_gmt":"2024-01-21T17:38:48","slug":"dienstag-27-01-2004-arbeitsentlastung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3582","title":{"rendered":"Dienstag, 27.01.2004 \u2013 Arbeitsentlastung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wegen der Schneemassen, die heute Morgen vom Himmel fallen, wird der Gang zur Uni wieder zur Rutschpartie, aber im Gegensatz zu Melanie schaffe ich es, ohne Bodenkontakt anzukommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Unterricht l\u00e4uft wie immer vor sich hin und in unserem Buddhismus-Seminar erfahren wir, dass es eine Abschlussklausur <strong>und<\/strong> eine Hausarbeit geben wird. Aber Prof. Philips sagt, dass ihm zwei bis drei gr\u00fcndlich durchdachte Seiten v\u00f6llig gen\u00fcgen w\u00fcrden. Das ist doch was&#8230; denn wenn ich meine Kommentare zusammenfasse, die ich in den letzten Wochen \u00fcber das Thema niedergeschrieben habe, kann ich damit schon ein kleines Buch f\u00fcllen, und den Rest kann ich dann noch mit der Beschreibung der grundlegenden Begriffe auff\u00fcllen. Ich glaube, ich lasse die Lebensdaten von Siddharta Gautama und meine Kommentare zu seinem Leben einfach weg, dann passt das schon. Meine einzige Sorge ist wieder der Schluss der Arbeit. Ich muss ja zu einer Art Schlussfolgerung kommen, oder \u00fcberhaupt eine Art Schlusskommentar verfassen. Aber da f\u00e4llt mir wohl schon noch was ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wegen technischer Grundsatzfragen besuche ich Philips nach dem Unterricht in seinem B\u00fcro und schaffe es tats\u00e4chlich, zwei Stunden zu bleiben. Allerdings muss ich zugeben, dass ich das \u201eBetriebsverh\u00e4ltnis\u201c etwas ge\u00f6lt habe. Philips redet gerne \u00fcber Afrika, er kommt eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter auf dieses Thema und ich muss nur eine oder zwei Fragen stellen, um Geschichten aus Nigeria zu h\u00f6ren und seine Homepage vorgef\u00fchrt zu bekommen, auf der man unter anderem eine Bildergalerie vorfindet. Auf diesen Bildern sieht man einen wesentlich j\u00fcngeren Prof. Philips, mit Farbe im Haar und ohne B\u00fcrobauch, auf seiner Expedition in Westafrika. Ich muss allerdings kein Interesse an der Geschichte und den Kulturen Afrikas heucheln, falls das jemand meint. Ich interessiere mich tats\u00e4chlich, wenn auch relativ oberfl\u00e4chlich, f\u00fcr diese Dinge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem war er in der Lage, mir ein afrikanisches Restaurant zu empfehlen, f\u00fcr das ich noch nicht einmal nach Tokyo fahren muss. Das Restaurant befindet sich in Akita, und man serviert dort \u2013 ich h\u00f6re die Witze bis nach Japan \u2013 \u00e4thiopische K\u00fcche. Jetzt kann ich \u00e4thiopische K\u00fcche nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt nicht von nigerianischer unterscheiden (von der ich nur wei\u00df, dass sie sehr fleischhaltig sein soll, wie mein nigerianischer Bekannter Bede sagt), aber ich m\u00f6chte es mir nicht entgehen lassen, afrikanisch zu essen. Mal sehen, wann ich nach Akita komme.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach gehe ich in die Bibliothek, sehe nach meiner Post und schreibe an meiner Hausarbeit. Das Animetric Forum versorge ich mit einer Sammlung von japanischen Z\u00e4hleinheitsbegriffen, und bei E-Bay werden zwei weitere Artikel eingestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich komme relativ sp\u00e4t nach Hause und nat\u00fcrlich habe ich beim Einkaufen wieder die Mandarinen vergessen. Trotz des daher \u201eakuten Vitaminmangels\u201c genie\u00dfe ich das Essen, das Melanie gekocht hat. Fleischr\u00f6llchen mit&#8230; F\u00fcllung. Fast eine Art Roulade. Leider erweisen sich die Pilze in der F\u00fcllung als ein wenig z\u00e4h&#8230; man kann sie nat\u00fcrlich essen, allerdings ich glaube nicht, dass es geplant ist, dass man die Dinger beim ersten Bissen komplett mit rauszieht. Aber der Gesamtgeschmack ist sehr gut. Das m\u00f6chte ich noch einmal essen. Ich habe allerdings keine Ahnung, was man mit diesen Pilzen machen muss, damit man sie auf Anhieb abbei\u00dfen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir k\u00f6nnen uns endlich&#8230; nein: <strong>Ich<\/strong> kann mir endlich die <em>B\u00f4bobo<\/em> Episode von der letzten Woche ansehen (Melanie bekommt davon eher innere Blutungen), und die Serie erweist sich weiterhin als unterhaltsamer Nonsens \u2013 schon beinahe Nihilismus. In der Serie wird dauernd gek\u00e4mpft (nach einem Muster, wie man es in <em>DragonBall<\/em> schon gesehen haben mag: der Held zieht von einem Gegner zum n\u00e4chsten), aber die Figuren machen so viel Unsinn nebenher, dass \u00fcberhaupt keine Spannung dar\u00fcber aufkommt, wie denn der Kampf ausgehen k\u00f6nnte. Man vergisst ihn beinahe vollkommen. Aber <em>B\u00f4bobo<\/em> hat f\u00fcr mich andere Qualit\u00e4ten, es ist gerade das Chaos in der Handlung (Handlung?), das den Reiz f\u00fcr mich ausmacht.<br>Hey, und morgen erscheint der offizielle Soundtrack! Das hei\u00dft, das Titel- und das Endlied, nat\u00fcrlich auf getrennten Singles f\u00fcr jeweils 1000 Yen. Dann muss ich ja bei n\u00e4chster Gelegenheit gleich mal einkaufen gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wegen der Schneemassen, die heute Morgen vom Himmel fallen, wird der Gang zur Uni wieder zur Rutschpartie, aber im Gegensatz zu Melanie schaffe ich es, ohne Bodenkontakt anzukommen. 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