{"id":3566,"date":"2024-01-21T07:00:00","date_gmt":"2024-01-21T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3566"},"modified":"2024-01-13T15:06:43","modified_gmt":"2024-01-13T14:06:43","slug":"mittwoch-21-01-2004-buecher-vom-sponsor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3566","title":{"rendered":"Mittwoch, 21.01.2004 \u2013 B\u00fccher vom Sponsor"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute ist Mittwoch, da ist unser Literaturseminar bei Vesterhoven angesagt, aber ich habe <em>\u201eAghwee the Sky Monster\u201c<\/em> von \u00d4e Kenzabur\u00f4 noch nicht zu Ende gelesen. Ich hole die letzten drei Seiten am Morgen nach. Melanie geht bereits um 08:10 aus dem Haus, ich folge 15 Minuten sp\u00e4ter \u2013 wegen des Lesens. Aber das war zu knapp. In einer Viertelstunde zur Uni schaffe ich bei normalen Stra\u00dfenbedingungen, aber derzeit ist der B\u00fcrgersteig mit Schnee und Eis bedeckt, und ich komme zwei Minuten zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserem heutigen Japanischkurs unterhalten wir uns \u00fcber unsere Eindr\u00fccke von \u00c4rzten, Krankenh\u00e4usern und dem ganzen Drumherum. Chen, der am wenigsten verpeilte Doktor, meint, er sei nach seiner Ankunft in Japan ganz \u00fcberrascht davon gewesen, wie freundlich die japanischen \u00c4rzte mit ihren Patienten umgingen. In China sei das ganz anders und die \u00c4rzte und Krankenschwestern gingen mit den Patienten recht \u201estreng\u201c um. \u201e<em>Wie k\u00f6nnen Sie es wagen, krank zu werden und damit der volkseigenen Volkswirtschaft zu schaden!<\/em>\u201c war mein stiller Gedanke. Tei, der Programmierer, lacht laut und sagt \u201e<em>Chen muss es wissen \u2013 er ist selber ein chinesischer Arzt!<\/em>\u201c Chen wedelt darauf abwehrend mit den H\u00e4nden und meint \u201e<em>Nein, nein! Ich bin ein freundlicher Arzt!<\/em>\u201c<br>Es wurde herzlich gelacht an diesem Morgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Mail von Prof. Fuhrt macht mir in der Pause zwischen dem Sprachkurs und dem Literaturseminar kurz und b\u00fcndig klar, dass ich bis morgen Mittag 12 Uhr Zeit h\u00e4tte, meine Wunschliste an Material bei ihm abzugeben, die ich mir im Wert von knapp 5000 Yen zusammenstellen konnte. Nat\u00fcrlich habe ich die Ank\u00fcndigung bereits vor Wochen erhalten, aber ich habe zwischenzeitlich nicht mehr daran gedacht. Ich marschiere umgehend ins Daiei und finde schnell, was ich suche: Den SHARP PW 9100. Es handelt sich dabei um eines jener elektronischen Kanjilexika, von denen jeder, der Japanologie studiert, eines haben sollte. Es passt in jede Jackentasche und ist definitiv leichter als der Hadamitzky oder der Nelson, die doch ein paar Kilo auf die Wage bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem ich die Ank\u00fcndigung damals erhalten hatte, hatte ich auf der Homepage von SHARP nachgesehen, was diese Dinger eigentlich kosten und fand dort Preise von mehr als 40.000 Yen vor. Das liegt v\u00f6llig jenseits meiner \u201etaktischen\u201c M\u00f6glichkeiten und ist deutlich mehr, als die 15.000 bis 20.000 Yen, die mir Ricci in Aussicht gestellt hatte. Jetzt stehe ich im Daiei und finde wieder einmal best\u00e4tigt, dass einmal selbst sehen besser ist, als auf 100 Leute zu h\u00f6ren. Die Seite von SHARP ist l\u00e4ngst nicht mehr aktuell, und ich muss annehmen, dass die Werbeseiten f\u00fcr die einzelnen Ger\u00e4te kurz nach der Ver\u00f6ffentlichung bereits nicht mehr aktualisiert werden, so dass \u00fcberall nur der Preis steht, den das Lexikon bei seiner Erstver\u00f6ffentlichung gekostet hat. Hier im Kaufhaus finde ich Preise bis 20.000 Yen. Und das ist bereits das Nachfolgemodell PW 9800. Da stecken mehr W\u00f6rterb\u00fccher drin als in dem \u00e4lteren Modell. Es handelt sich allerdings um einen Angebotspreis. Ich beschlie\u00dfe, lieber noch einmal R\u00fccksprache zu halten, weil 20.000 Yen ja die maximale F\u00f6rderung von 5000 Yen \u00fcberschreiten und wie das zu handhaben sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prof. Fuhrt erkl\u00e4rt mir daraufhin, wie die Sache in der Praxis l\u00e4uft: Man schreibt nicht etwa eine Liste, erh\u00e4lt Geld, kauft die Artikel auf der Wunschliste und legt dann die Quittungen vor. Nein, nein, man schreibt seine Wunschliste, reicht sie ein und das <em>\u201eSeikyo\u201c<\/em> (das ist der in die Uni integrierte Laden f\u00fcr Studentenbedarf neben der Mensa) besorgt dann das Material zu dem g\u00fcnstigsten Preis, f\u00fcr den die Vertragspartner dieses Gesch\u00e4ftes es anbieten, wenn \u00fcberhaupt. Zuz\u00fcglich der Gewinnspanne, die f\u00fcr das Unternehmen abfallen sollte. Den Angebotspreis kann ich also vergessen. Der PW 9100 kostet im Angebot derzeit 15.000 Yen, nach Ablauf der Angebotsfrist wieder 22.000. Das hei\u00dft, der Zuschuss von 5000 Yen w\u00fcrde nicht einmal den Mehrpreis ausgleichen. Prof. Fuhrt empfiehlt mir, dann lieber bei dem Angebot im Daiei zuzugreifen (und den Kanjitank ganz aus eigener Tasche zu zahlen) und f\u00fcr die 5000 Yen lieber ein paar B\u00fccher besorgen zu lassen, die ich vielleicht schon eine Zeit lang im Auge habe. Ich denke auch dar\u00fcber nach, einen Memorystick, den es im <em>Seikyo<\/em> zu kaufen gibt, auf die Liste zu schreiben, aber das Ding hat bei einem Preis von 4500 Yen nur eine Kapazit\u00e4t von 64 MB, und das ist mir zu wenig. Ich m\u00f6chte schon 256 MB haben, aber die kosten in diesem Laden auch so um die 9000 Yen und mehr. Dann also B\u00fccher. Ich habe eine laaaange Liste von B\u00fcchern, die mich interessieren, aber die meisten haben nichts mit meinem Studium zu tun. Ich gehe die Liste durch und entscheide mich f\u00fcr zwei B\u00fccher. Zum einen <em>\u201eKrieg dem Terror \u2013 Krieg dem Islam?\u201c<\/em> von Peter Scholl-Latour, ein dickes Buch mit Hardcover, das mir bisher ein wenig zu teuer war, und, um meinem Studienfach gerecht zu werden, eine Art Biografie (?) mit dem Titel \u201e<em>Herrscher im Reich der Aufgehenden Sonne<\/em>\u201c von P. &amp; S. Seagrave. Damit \u00fcberschreite ich die 5000 Yen zwar ein wenig, aber das sollte verkraftbar sein. Ich bin auch gespannt, wie gut das laufen wird, wenn die Typen vom <em>Seikyo<\/em> mir diese B\u00fccher in deutscher Sprache besorgen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statt in die Bibliothek gehe ich dann ins Center, und wie es der Zufall will, sitzt Misi gerade am richtigen Rechner. Ich zeige ihm das Demo von \u201e<em>Combat Mission Afrika Korps<\/em>\u201c und es gef\u00e4llt ihm. Ich komme deshalb auf die Idee, mir von Karl eine Kopie des Spiels schicken zu lassen, um die \u201eGemeinde\u201c zu vergr\u00f6\u00dfern. Ich w\u00fcrde damit die CM Gemeinde nach Ungarn ausweiten, nachdem bisher nur Karl, Mihel und meine Wenigkeit zu den mehr oder minder aktiven Spielern geh\u00f6ren. Andreas will ich mal ausklammern. J<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 14:20 wollte ich eigentlich Yui treffen, wegen meiner Bankgesch\u00e4fte. Aber sie hat es offenbar vergessen. Und das wird auf theatralische Art und Weise deutlich. Um 14:18 stehe ich am Fenster zum Hauptplatz und sehe Yui mit (Kobayashi) Mio aus der Mensa kommen. Aha, dann wird sie ja gleich antanzen. Ja, von wegen, die beiden biegen vor der T\u00fcr nach links ab und verlassen die B\u00fchne ruhigen Schrittes, ohne das Geb\u00e4ude, in dem ich mich befinde, zu betreten. \u201eTheatralisch\u201c ist das deshalb, weil ich mir vorkomme wie in einer Slapstick-Kom\u00f6die.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um unser Brat\u00f6l zu entsorgen, besorge ich alte Zeitungen aus einem Altpapierstapel. Sie sollen das \u00d6l aufsaugen und anschlie\u00dfend im Brennbaren M\u00fcll landen. Ich nehme also einen Stapel Zeitungen mit \u2013 und vergesse ihn im Center, als ich um 17:30 in die Bibliothek wechsele. Ich versp\u00fcre wenig Motivation, jetzt noch mit einem Bericht anzufangen, also \u00fcberpr\u00fcfe ich nur noch mein Konto bei E-Bay, um zu sehen, was meine Verk\u00e4ufe so machen, dann mein Bankkonto, um zu sehen, ob inzwischen noch mal jemand seine Ware bezahlt hat und letztendlich auch die beiden Foren, in denen ich neuerdings Mitglied bin: <em>Animetric <\/em>und <em>Battlefront.com<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich merke allerdings, dass ich zu dem <em>Combat Mission<\/em> Forum auf Battlefront.com nicht viel beisteuern werde. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Gespr\u00e4che dort interessiert mich nicht genug, um auch was dazu beitragen zu wollen. Au\u00dferdem suche ich in erster Linie Leute, die gute After Action Reports schreiben, und ganz besonders lieb w\u00e4re es mir, wenn ich jemanden finden k\u00f6nnte, der einen Bericht \u00fcber meine Karte \u201e<em>Gersheim<\/em>\u201c schreiben k\u00f6nnte. Ich stelle eine entsprechende Anfrage ins das Forum und warte ab, was daraus wird.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><br><em>Animetric<\/em> dagegen bietet mir als allgemeines Anime Forum mehr Interessenfelder und ich glaube, dass ich dort Stammgast bleiben werde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir st\u00fcrzt hier gerade zum ersten Mal ein \u201eWindows 2000\u201c Rechner ab. Ich wundere mich. Das habe ich noch nicht erlebt. Ich wechsele vorsichtshalber den Rechner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Weg nach Hause \u201eerg\u00f6tze\u201c ich mich am Wetter. Es taut nicht einfach nur \u2013 nein, es regnet. Nicht stark, aber sp\u00fcrbar. Ganz toll ist das.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a>&nbsp;&nbsp; Rien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist Mittwoch, da ist unser Literaturseminar bei Vesterhoven angesagt, aber ich habe \u201eAghwee the Sky Monster\u201c von \u00d4e Kenzabur\u00f4 noch nicht zu Ende gelesen. Ich hole die letzten drei Seiten am Morgen nach. Melanie geht bereits um 08:10 aus dem Haus, ich folge 15 Minuten sp\u00e4ter \u2013 wegen des Lesens. Aber das war zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_s2mail":"yes","footnotes":""},"categories":[8,7,444],"tags":[2169,2163,2152,2164,138],"class_list":["post-3566","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-japan","category-mylife","category-uni-mylife","tag-auslandsaufenthalt","tag-auslandsstudium","tag-japan","tag-tagebuch","tag-universitaet"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3566"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3568,"href":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3566\/revisions\/3568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}