{"id":3545,"date":"2024-01-13T07:00:00","date_gmt":"2024-01-13T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3545"},"modified":"2024-01-07T15:51:28","modified_gmt":"2024-01-07T14:51:28","slug":"dienstag-13-01-2004-rien-ne-va-plus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3545","title":{"rendered":"Dienstag, 13.01.2004 \u2013 Rien ne va plus?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr heute ist Regen gemeldet, mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 %. Stattdessen scheint am Morgen die Sonne. Wir gehen zum Unterricht. Aber der Gong verhallt scheinbar ungeh\u00f6rt. Au\u00dfer Melanie und mir befinden sich im Raum nur drei Chinesen, das sind der Programmierer und zwei der drei verwirrten Doktoren. Na gut, Chen, der dritte Doktor, ist weniger verwirrt. Aber abwesend. Das hei\u00dft, dass etwa zehn Leute fehlen. Zu allem \u00dcberfluss fehlt uns aber auch der Lehrer. Ich gehe ins Center und frage Kubota-sensei. Er sagt, er habe Yamazaki-sensei heute morgen schon beim Kopieren gesehen. Wir warten noch bis um 09:00, die Chinesen sind bereits vor zehn Minuten gegangen. Ich gehe noch einmal ins Center und frage, wo Yamazaki-sensei sein B\u00fcro habe. Der habe keines, hei\u00dft es. Au\u00dferdem sei heute Unterricht wie an Montagen angesetzt. Aha. Das h\u00e4tte er mir ruhig schon vor 15 Minuten sagen k\u00f6nnen&#8230; ist mir v\u00f6llig entfallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann habe ich also erst um 1240 Unterricht und noch Zeit f\u00fcr dies und das. Unter anderem kann ich meine Post vom letzten Wochenende bearbeiten. Meinen Plan, meine Fotos vom Dezember an Karl zu mailen, gebe ich mangels Motivation angesichts der Bilderzahl auf. Ich muss wegen der Begrenzung der Mailgr\u00f6\u00dfe jedes Bild einzeln verschicken, und das ist mir einfach zu zeitraubend. Ich werde mich in dieser Hinsicht einfach auf die CD verlassen, die ich selbst hier bereits gebrannt habe. Ich schreibe Karl eine entsprechende Nachricht und will erst wieder Bilder schicken, die im Januar gemacht wurden. Falls es davon \u00fcberhaupt welche geben wird \u2013 Ronald hat mir mein Kabel noch nicht geschickt. Die Plastiksch\u00fcssel, die ich ebenfalls habe liegen lassen, hat eh nur 100 Yen gekostet, die kann er ruhig behalten, aber ich brauche mein Kabel, sonst kann ich keine Fotos machen. Ich musste schon hinnehmen, dass ich keine Fotos von dem Neujahrsessen bei Familie Jin machen konnte&#8230; wer wei\u00df, was ich sonst noch verpasse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich gehe zum Unterricht. Und da sitzen Melanie, Sushanan, Yong, eine Koreanerin, deren Namen ich mir noch nicht gemerkt habe, und meine Wenigkeit. Da fehlen immer noch einige Leute. Und vor allem: Wo sind die Chinesen abgeblieben? Wir warten. Nicht auf die Chinesen, sondern auf den Lehrer. Der erscheint n\u00e4mlich ebenfalls nicht. Nach zehn Minuten gehe ich wieder einmal ins Center, um zu fragen, was denn heute hier eigentlich laufe. Sait\u00f4-san ist da. Ich versuche ihr klar zu machen, was ich will. Und ich bin noch nicht fertig mit meinem unstrukturierten Redefluss, als Yong mich von der T\u00fcr her ruft. Ist Yamazaki-sensei aufgetaucht? Ich lasse Sait\u00f4-san stehen, die mich jetzt wahrscheinlich f\u00fcr endg\u00fcltig bekloppt h\u00e4lt, bei dem seltsamen Zeug, das ich da von mir gegeben habe. Ich bedanke mich f\u00fcr ihre Zeit und gehe nach drau\u00dfen zu Yong. Sie zeigt mir einen Anschlag am Schwarzen Brett, <strong>in DIN A3 Format<\/strong>, auf dem <strong>gro\u00df<\/strong> zu lesen ist, dass der A3 Unterricht heute komplett ausfalle. Die Hauptinformation ist sogar mit einem Filzstift markiert worden. Peinlich, peinlich. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann habe ich ja heute richtig viel Zeit. Ich gehe in die Bibliothek, schreibe drei Berichte und starte meine beiden japanischen Mailadressen, \u201eotokorashii42317\u201c bei Yahoo und \u201ekurosamurai\u201c bei Hotmail. Letztere Adresse wurde mir freundlicherweise von Hiroyuki eingerichtet, der hier eine angenehme Eigeninitiative an den Tag legte, obwohl sie nicht notwendig gewesen w\u00e4re. Ich habe in einem meiner letzten Berichte erw\u00e4hnt, dass ich eine japanische Adresse brauchte und er hat auf diese Art und Weise reagiert. Leider ein paar Stunden zu sp\u00e4t, da ich bis dahin bereits die Yahoo Adresse gestartet hatte. Aber was soll\u2019s&#8230; dann hat er seine h\u00f6chstpers\u00f6nliche Kontaktadresse zu mir. Nebenbei schaffe ich es auch, alle Mails zu schreiben, in denen ich irgendwelche Fragen beantwortet haben wollte, die mir in den letzten Wochen so eingefallen sind. Bis jetzt musste ich das immer wieder verschieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um etwa 19:30 gehe ich nach Hause. Nieselregen. Und der geht nach 20 Minuten in Schnee \u00fcber. Immerhin war dann die Wettervorhersage nicht falsch \u2013 es hat bestimmt 30 Minuten lang geregnet heute, bevor es zu schneien begonnen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich wollte ich unseren Kerosinvorrat wieder auff\u00fcllen, aber es scheint, dass der Laden um 19:00 zu macht, also bin ich zu sp\u00e4t dran und muss es morgen wieder versuchen. Ich kaufe daher nur einen neuen Sack Reis und ansonsten Getr\u00e4nke und Nori im BenyMart. Ich will nicht viel essen heute Abend, also mache ich nur ein Go Reis f\u00fcr mich alleine, Melanie h\u00e4lt sich an die Instant Ramen. Um 22:00 beschlie\u00dfe ich, dass ich allm\u00e4hlich ins Bett gehen k\u00f6nnte, aber vorerst hindern mich daran das Geschirr und dieser Eintrag. Im Normalfall dauern diese T\u00e4tigkeiten am Ende des Tages etwa eine Stunde, aber ich will auch den Brief noch lesen, den meine Mutter mir geschrieben hat. Beantworten kann ich ihn ja sp\u00e4ter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr heute ist Regen gemeldet, mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 %. Stattdessen scheint am Morgen die Sonne. Wir gehen zum Unterricht. Aber der Gong verhallt scheinbar ungeh\u00f6rt. Au\u00dfer Melanie und mir befinden sich im Raum nur drei Chinesen, das sind der Programmierer und zwei der drei verwirrten Doktoren. 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