{"id":3504,"date":"2023-12-31T15:25:05","date_gmt":"2023-12-31T14:25:05","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3504"},"modified":"2023-12-31T15:25:05","modified_gmt":"2023-12-31T14:25:05","slug":"sonntag-28-12-2003-der-letzte-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3504","title":{"rendered":"Sonntag, 28.12.2003 \u2013 Der letzte Tag"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute verbringen wir unseren letzten Tag in der japanischen Hauptstadt. Wir stehen um 11:00 auf und packen zuerst die Koffer. Wir wollen sie am Busbahnhof Hamamatsu-cho in ein Schlie\u00dffach sperren, um f\u00fcr den Tag \u201efreie Hand\u201c zu haben, im wahrsten Sinne des Wortes. Da ich die ganze Woche \u00fcber nicht dazu gekommen bin, will ich den strahlend sch\u00f6nen Mittag ausnutzen, um endlich das \u201e<em>Emily<\/em>\u201c Flugboot gegen\u00fcber vom Wohnheim aus naher Entfernung zu fotografieren. Ich gehe also zu dem Gel\u00e4nde hin\u00fcber. Aber heute steht da ein Wachmann, der mich abweist: \u201e<em>Heute ist Ruhetag.<\/em>\u201c Die Au\u00dfenanlagen seien doch frei zug\u00e4nglich, und ich wolle ja nur drei oder vier Bilder von dem Flugboot machen, nicht mehr. Nein, heute geht das nicht. Aber heute sei mein letzter Tag in Tokyo und ich wisse nicht, wann ich die n\u00e4chste Gelegenheit h\u00e4tte. Nein, da k\u00f6nne ja jeder kommen. <strong>Du &amp;$%*@?#&amp;#%$!<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.gotohell.com\/\">www.gotohell.com\/<\/a> und kauf dir ne M\u00fctze&#8230;<br>Bleibt also zu hoffen, dass ich im Sommer tats\u00e4chlich noch einmal herkommen kann. Obwohl ich nicht darauf wetten w\u00fcrde&#8230; ich will auch noch was anderes vom Land sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir fahren zum Bahnhof, um unsere Koffer abzustellen, und von dort aus nach Harajuku. Der \u201eSage\u201c nach ist Harajuku <strong>der<\/strong> Versammlungsort f\u00fcr Cosplayer schlechthin, und warum sollte ich nicht einen Blick darauf werfen, wenn ich schon hinfahre? \u201e<em>Cosplayer<\/em>\u201c sind Leute, die sich ein Kost\u00fcm selber basteln, das sie in einem Manga oder Anime gesehen haben. Und weil immer die Vielfalt der dargestellten Kost\u00fcme hervorgehoben worden war, hatte sich in meinem Kopf das Bild einer Stra\u00dfe von mindestens 200 Metern L\u00e4nge, wenn nicht mehr, geformt, in der diese meist jungen Leute sich aufhalten w\u00fcrden. Stattdessen pr\u00e4sentiert uns Ronald eine eher unscheinbare, steinerne Bogenbr\u00fccke von allerh\u00f6chstens 40 Metern L\u00e4nge, auf der ich knapp zehn junge Menschen beiderlei Geschlechts in Kost\u00fcmen sehe. <strong>Das<\/strong> da ist alles? Das ist, wovon alle reden? Diese kleine Br\u00fccke?? Und deswegen macht die halbe Welt der mir mehr oder minder pers\u00f6nlich bekannten Tokyobesucher so einen Aufriss?<br>Okay, halt, Einschr\u00e4nkung: Es ist immerhin Winter. Und da die Jungs und M\u00e4dchen keine Hirosaki-Winter gewohnt sind (Tokyo ist nicht mehr weit von der subtropischen Zone), muss ich annehmen, dass denen zu k\u00fchl ist, um sich in ein Kost\u00fcm zu werfen, das nicht darauf ausgelegt ist, wintertauglich zu sein. Aber dennoch finde ich es ein wenig l\u00e4cherlich daf\u00fcr, dass so viel Wind um diesen Ort gemacht wird. Auch in den westlichen Medien, in denen schon von einer \u201eMeile\u201c gesprochen worden ist, wo die Jugendlichen den angeblichen Alltagsuniformismus mal ausklammern k\u00f6nnten und w\u00fcrden. Vielleicht tun sie das ja, aber wenn da mehr als f\u00fcnfzig gleichzeitig auftauchen, wird\u2019s eng.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber: Was soll\u2019s? Die Cosplayer zu sehen war ja nur als Nebenattraktion geplant. Denn hinter der besagten Br\u00fccke befindet sich gleich der Eingang zum Meiji-Schrein. Einer der bedeutendsten Kultursch\u00e4tze Japans. Hinter dem Tor muss man erst einmal einer Stra\u00dfe folgen, und man hat den Eindruck, man geht durch einen Wald. Ein gr\u00fcner Fleck im Asphaltdschungel. Die Stadt ist v\u00f6llig ausgeschaltet. Sieht man von einigen Stellen ab, wo man ein Hochhaus durch das Blattwerk ersp\u00e4hen kann oder von sporadischen Lautsprecherdurchsagen, die aus den B\u00e4umen herausschallen. Ich sch\u00e4tze, dass die Stra\u00dfe etwas mehr als einen Kilometer lang ist, bis man an den Schrein gelangt, und ich muss sagen: Die h\u00f6lzerne Tempelanlage ist recht beeindruckend. Tore und G\u00e4nge und H\u00f6fe. Und nat\u00fcrlich Verkaufsst\u00e4nde, wo man Talismane kaufen kann. Vor dem Heiligtum die obligatorischen Holzkisten, in die man Spendengelder werfen soll. Ich habe noch nie im Leben eine so gro\u00dfe Sammlung von 1 Yen und 5 Yen M\u00fcnzen gesehen. Ich erinnere daran, dass 1 Yen etwa 0,75 europ\u00e4ische Cent sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Verkauf von Gl\u00fccksbringern wird wahrscheinlich mehr Geld gemacht, und die haben auff\u00e4llige Preise \u2013 aber immerhin handelt es sich hier um <strong>den<\/strong> Meiji-Schrein. Fast so gut wie Ise. Der Schrein von Ise ist, nach meinem aktuellen Verst\u00e4ndnis, das \u00c4quivalent zum Petersdom in Rom, was seine Bedeutung f\u00fcr die japanische Shinto-Religion betrifft. Und es gibt hier Gl\u00fccksbringer f\u00fcr alles notwendige, also f\u00fcr Gesundheit, f\u00fcr Reisen&#8230; und f\u00fcr Schulpr\u00fcfungen??? Ja, ich habe davon geh\u00f6rt, aber so richtig glauben kann ich das erst jetzt. Haben denn christliche Sch\u00fcler einen besonderen Schutzpatron, der sie durch Pr\u00fcfungen bringen soll? Melanie kauft einige Exemplare als Geschenke f\u00fcr Freunde und Familienmitglieder, und auch etwas f\u00fcr den \u201eEigengebrauch\u201c. Da ich an solche Dinge nicht glaube, habe ich auch meine Bedenken, wenn es darum geht, so was zu verschenken. F\u00fcr mich ist es nur ein h\u00fcbsches St\u00fcck Stoff, in das ein Schriftzug eingearbeitet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir verlassen den Schrein wieder. Und begeben uns in eine vollgestopfte Ladenstra\u00dfe. Positiv ausgedr\u00fcckt: Eine belebte Ladenstra\u00dfe. Und ihr Angebot richtet sich in erster Linie an junge Leute. Na ja, dies ist schlie\u00dflich Harajuku. Oha, da: Ein 100 Yen Laden. W\u00e4hrend die anderen drei ein Gesch\u00e4ft umkrempeln, in dem man Fotos von irgendwelchen Stars kaufen kann (darunter auch \u201e<em>Oli<\/em><strong><em>b<\/em><\/strong><em>er Kahn<\/em>\u201c, weil den Japanern die Unterscheidung von stimmhaftem \u201ev\u201c und \u201eb\u201c schwerf\u00e4llt), gehe ich mir zwei T\u00fcten Krabbenchips besorgen, weil ich noch nichts gegessen habe. Der Fotoladen langweilt mich zu Tode. Die ganze Stra\u00dfe ist voll von Krempel, eher weniger als mehr n\u00f6tig, und bietet haupts\u00e4chlich \u201ehippe\u201c Kleidung. Ah ja, hip: Ein punkiges Outfit mit \u201e<em>No Future<\/em>\u201c Krawatte und Hakenkreuzbinde. Schick&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Zeit sp\u00e4ter landen wir im \u201e<em>Book Off<\/em>\u201c von Harajuku. In Hirosaki gibt es ebenfalls eine Filiale der \u201e<em>Book Off<\/em>\u201c Kette, aber ich bin noch nie dort gewesen. Wie der Name vermuten l\u00e4sst, kann man dort gebrauchte B\u00fccher kaufen. Aber nicht nur das; es gibt auch CDs mit Musik, DVDs und Videokassetten mit Filmen und Serien, und Spiele f\u00fcr jede denkbare Konsole. Nur PC (oder auch MAC) Spiele fallen mir keine auf. Und \u201egebraucht\u201c bedeutet, dass sich das Material in einem einwandfreien Zustand befindet. Die Preise sind angenehm. Eine normale CD kostet beispielsweise 950 Yen, also etwa 7 Euro. Man sollte halt nicht damit rechnen, toppaktuelle Titel zu finden. Aber fragen kann man auf jeden Fall&#8230; manchmal hat man Gl\u00fcck. DVDs kosten hier zwar weniger als im Neuwarenhandel, aber die Preise sind immer noch recht gesalzen und h\u00f6her als deutsche Neupreise. Und&#8230; nat\u00fcrlich gibt es auch eine Ecke mit erotischem Material. Ich m\u00f6chte nur insoweit auf diese eingehen, als mir das folgende \u201ePh\u00e4nomen\u201c (zum wiederholten Male) deutlich aufgefallen ist:<br>Auf dem Cover der DVD (oder der Videokassette) befindet sich ein M\u00e4dchen (was auch sonst), im Alter von vielleicht 12 Jahren. Ja, wirklich. Die dargestellte Person ist tats\u00e4chlich ein Kind und kein Schaf im Lammfell. Die Darstellung weckt bedenkliche Assoziationen, obwohl das Cover, objektiv und ohne irgendwelches Hintergrundwissen betrachtet, v\u00f6llig harmlos aussieht. <strong>Mit<\/strong> Hintergrundwissen wirkt die Darstellung bedenklich. Aber auch auf der R\u00fcckseite ist ebenfalls nichts&#8230; Explizites zu sehen. Was bitte ist das? Ich habe bereits von solchen Videos geh\u00f6rt&#8230; bei dieser Art von Filmen, die ganz eindeutig f\u00fcr P\u00e4dophile gemacht sind (was ja eigentlich nur aussagt, dass der Betreffende Kinder mag, Konnotation hin oder her), werden die Kinder nicht angefasst. Und sie ziehen auch nichts aus. Au\u00dfer vielleicht Jacken und Schuhe, falls sie ein entsprechendes Geb\u00e4ude betreten. Hier wird in der Tat <strong>\u00fcberhaupt nichts<\/strong> gemacht, au\u00dfer die M\u00e4dchen bei ihrem t\u00e4glichen Leben zu zeigen. Und bevor es wegen dieser Aussage Kritik hagelt und man mir Verharmlosung vorwirft: Ich bin mir sehr wohl dessen bewusst, dass es eine Menge Material gibt, das hart an der Grenze und auch jenseits davon liegt. Ich war in Akihabara. Aber bei dem, was ich hier in der Hand halte, handelt es sich meines Erachtens um nichts wirklich Verwerfliches. Der Verkauf von Kunstd\u00fcnger, Zucker und Metallrohren ist ja auch nicht fragw\u00fcrdig, nur weil man Bomben daraus basteln kann. Der K\u00e4ufer macht aus einem Produkt eben das, was ihm am besten gef\u00e4llt. Aber auch im Falle dieser \u201eharmlosen\u201c Videos stellt sich die Frage, ob solche Aufnahmen ein wie auch immer geartetes Verlangen anstauen, oder ob sie eine Ventilfunktion haben. Auch \u00fcber Hentai-Anime wurde schon (im Westen, Quelle unbekannt) die Vermutung angestellt, dass Frauen in Japan auch nach Anbruch der Dunkelheit auf der Stra\u00dfe relativ sicher seien, <strong>weil<\/strong> es Anime gibt, in denen den weiblichen Charakteren&#8230; \u00e4h&#8230; allerlei&#8230; \u201eUnbill\u201c widerf\u00e4hrt&#8230; und nicht, <strong>obwohl<\/strong> es \u00e4u\u00dferst abartige Filme gibt.<a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber genug davon. Ich wende mich den Musik CDs zu. Ich nehme einen Schemel, der den Angestellten eigentlich beim Einr\u00e4umen in die oberen Regale dienlich ist, setze mich darauf und forste das gesamte Regal mit Anime-Musik durch, und noch das eine oder andere mehr. Ich gehe schlie\u00dflich nach Hause mit den \u201e<em>Animetal Marathon<\/em>\u201c CDs #1 und #4, dem \u201e<em>Hamtar\u00f4<\/em>\u201c Soundtrack (ja, so einer bin ich), zwei CDs von \u201e<em>Fushigi no Umi no Nadia<\/em>\u201c (was bei uns als \u201e<em>Die Macht des Zaubersteins<\/em>\u201c = \u201e<em>Secret of Blue Water<\/em>\u201c lief) und den OST von \u201e<em>Blues Brothers 2000<\/em>\u201c. Und weil ich schon immer ein solches Spiel haben wollte, kaufe ich f\u00fcr 350 Yen \u201e<em>Tokimeki Memorial Private Collection<\/em>\u201c von 1996 f\u00fcr die Playstation (und hoffe, dass es sich um ein Dating Game handelt und nicht um einen sinnlosen Ableger der \u201e<em>Tokimeki<\/em>\u201c Serie, wo man Kreuzwortr\u00e4tsel oder Geschicklichkeitsspielchen mit den Charakteren im Hintergrund bew\u00e4ltigen muss). Die Anleitung, die ich sp\u00e4ter erst in Augenschein nehmen kann, verhei\u00dft jedoch nichts Gutes<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a>, aber vielleicht kann man es ja wieder verkaufen. Mehr als 3 E werden bei E-Bay wohl drin sein. Um festzustellen, was ich denn nun eigentlich gekauft habe, muss ich in Hirosaki jemanden finden, der mir seine Playstation mal f\u00fcr einen Tag ausleiht. Leider kenne ich noch nicht einmal jemanden, der ein solches Ding besitzt. Melanie kauft eine T\u00fcte voll mit Manga von CLAMP.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir gehen noch was essen, in einem recht g\u00fcnstigen Lokal mit dem Namen \u201e<em>Jonathan<\/em>\u201c, wenn ich mich recht erinnere. Teurer als \u201e<em>Saizeriya<\/em>\u201c, aber akzeptabel, und das Essen ist nicht schlecht. Nur von den W\u00fcrstchen rate ich ab, die sind nicht berauschend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was mir an dieser Stelle viel mehr auff\u00e4llt, sind die beiden Menschen am Tisch gegen\u00fcber. Und ich meine jetzt nicht die zwei M\u00e4dchen eine Ecke weiter, \u00fcber die sich Ronald so ereifert, weil sie sich seiner Meinung nach v\u00f6llig daneben benehmen. Ja, sie h\u00e4ngen in den St\u00fchlen, anstatt darauf zu sitzen und sie bewerfen sich mit Papierk\u00fcgelchen. Mindestens einmal. Aber sie scheinen die \u00fcbrigen G\u00e4ste wirklich nicht zu st\u00f6ren. Ich pers\u00f6nlich finde sie weder herausragend laut, noch trifft mich irgendein Geschoss von dort. Die beiden sitzen auch links hinter mir, also betreffen sie mich wirklich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein, ich meine die beiden gegen\u00fcber links <strong>vor<\/strong> mir. Es handelt sich m\u00f6glicherweise um Mutter und Tochter; letztere ist wohl 12 bis 14 Jahre alt und sieht meiner Meinung nach nur entfernt japanisch aus (abgesehen von der schwarzen Haarfarbe), aber der Punkt dabei ist, dass ich mir absolut sicher bin, die beiden in einer bestimmten Fernsehshow schon mal als G\u00e4ste gesehen zu haben, wo sie als \u201eMutter-Tochter\u201c Gespann aufgetreten sind. Hintergrund dieser Show ist der folgende: Mitarbeiter des Senders oder auch bekannte Showstars gehen mit einem Kamerateam auf die Stra\u00dfe und suchen nach M\u00fcttern mit T\u00f6chtern, wobei die Mutter \u00fcberraschend jung aussehen sollte, die sie dann fragen, ob sie auftreten m\u00f6chten und wie alt sie sind. Im Idealfall sollte die Mutter 20 Jahre j\u00fcnger aussehen, als sie tats\u00e4chlich ist. Um die Spannung zu erh\u00f6hen, wird das Gesicht der Person im Clip der Vorschau elektronisch unkenntlich gemacht und wird erst in der Fernsehsendung selbst preisgegeben.<br>Und ich bin mir eben sicher, dass die beiden da in einer solchen Show angetreten sind und getanzt haben. Das Gesicht der Mutter sehe ich zwar nicht richtig, weil sie halb mit dem R\u00fccken und halb mit ihrer linken Seite zu mir sitzt, aber das Gesicht der Tochter fand ich beim Ansehen der Show sehr markant. Ich bin mir absolut sicher, es schon einmal gesehen zu haben. So frech, einfach mal zu fragen, will ich dann aber doch nicht sein. Sogar ich habe Grenzen. Auch wenn das so mancher nicht glauben mag. Stattdessen am\u00fcsiere ich mich dar\u00fcber, dass die beiden von dem bisschen, was sie bestellen, nur die H\u00e4lfte essen und den Rest offenbar dem M\u00fclleimer \u00fcberlassen. Warum geht Ihr essen, wenn Ihr keinen Hunger habt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir m\u00fcssen letztendlich zum Bus. Wir verabschieden uns und fahren um 22:20 los \u2013 <strong>mit<\/strong> SangSu, der sein Reiseziel offenbar gefunden hat. Aber warum er hier einsteigt, anstatt dort, wo er urspr\u00fcnglich h\u00e4tte aussteigen sollen&#8230; ah ja, die Reise hat hier ihren Startpunkt. Also drei Endpunkte in Tokyo, aber nur einen Startpunkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den Bus und die Reise gehe ich morgen ein.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a>&nbsp;&nbsp; Wie ich bereits fr\u00fcher angedeutet habe, wird die Bedeutung von Anime in Japan von westlichen Medien ma\u00dflos \u00fcbertrieben, und zum Thema Sicherheit der japanischen Stra\u00dfen m\u00f6chte ich hinzuf\u00fcgen, dass die Dunkelziffer wegen des gesteigerten japanischen Schamgef\u00fchls als hoch einzusch\u00e4tzen ist: Misshandelte Frauen haben einen gesteigerten Hang dazu, die Tat zu verschweigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0Es handelte sich in der Tat um ein Quizspiel mit Thema \u201eTokimeki\u201c, und niemand wollte es kaufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute verbringen wir unseren letzten Tag in der japanischen Hauptstadt. 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