{"id":3501,"date":"2023-12-31T15:04:10","date_gmt":"2023-12-31T14:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3501"},"modified":"2023-12-31T15:04:10","modified_gmt":"2023-12-31T14:04:10","slug":"samstag-27-12-2003-back-to-akihabara","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3501","title":{"rendered":"Samstag, 27.12.2003 \u2013 Back to Akihabara"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem gestern mein zweites Notizbuch voll geworden ist, fange ich heute morgen ein neues an. Und in Tokyo herrscht noch immer strahlender Sonnenschein, auch wenn der Wind hin und wieder etwas k\u00fchler ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem ich gestern bereits Hiroyuki in Akihabara getroffen habe, fahre ich heute gleich noch einmal hin, um Shizuka zu treffen; an der gleichen Stelle vor dem Bahnhof, \u201e<em>Ausgang Electric City<\/em>\u201c. Das hei\u00dft, ich habe ihr gesagt, dass wir uns am \u201e<em>Denkigai Deguchi<\/em>\u201c treffen sollten, aber es gab ein kleines Missverst\u00e4ndnis. Ich war vor ihr da und ging nach drau\u00dfen, damit sie mich sofort sehen w\u00fcrde, wenn sie den Bahnhof verlie\u00df. Sie kam ein paar Minuten sp\u00e4ter, blieb aber drinnen. Auf diese Art und Weise entstand leider eine Verz\u00f6gerung von 15 Minuten (bis 14:15) und es war gut, ein Telefon zu haben. Ich beschrieb meine Umgebung, inklusive des heute aufgefahrenen Blutspendebusses, bis sie mich dann von hinten ansprach. Sie sieht noch genauso aus wie vor zwei Jahren, allerdings m\u00f6chte ich behaupten, dass ihre Haare l\u00e4nger sind als zu der Zeit, als sie in Trier war. Und ihre Finger verbiegt sie immer noch auf abstrus-abenteuerliche Weise, als sei es die normalste Angelegenheit der Welt. Es schockt mich immer wieder. Ich gebe mich \u00fcbertrieben entsetzt. \u201e<em>Hidoi!<\/em>\u201c sagt sie und lacht. So bin ich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ich noch nichts im Bauch habe, gehen wir was essen. Und weil mir kein besserer Platz einf\u00e4llt, gehen wir in das chinesische Restaurant, wo ich bereits gestern Abend mit meinen vier Freunden gewesen bin. Ich esse eine Portion Ramen mit Krabben, und es ist gut, aber&#8230; ich m\u00f6chte an dieser Stelle einschieben, dass ich in Hirosaki bessere Ramen bekomme als zumindest in diesem Restaurant. Ich will ja nicht pauschal die Ramensuppe von ganz Tokyo den Ramen in Hirosaki unterordnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich folge Shizuka also in einen Laden mit dem Namen \u201e<em>Asobitcity<\/em>\u201c. Ein Haus voll mit Spielen und allem, was dazugeh\u00f6rt. Ich sehe es mir aber vorerst nicht genauer an. In diesem Kaufhaus befindet sich die von Stefan beschriebene Schie\u00dfbahn. Der Laden h\u00e4ngt voll mit Modellen aller g\u00e4ngigen Handfeuerwaffen. Revolver, halbautomatische Pistolen, vollautomatische Maschinenpistolen, Sturmgewehre&#8230; sehr sch\u00f6n anzusehen, aber fotografieren ist hier verboten. Ach, was soll\u2019s, ich habe ein \u201e<em>AirGun Magazin<\/em>\u201c, da sind genug Bilder drin.<br>Wir kaufen Munition und mieten 30 Minuten. Shizuka hat Stefans Pistolen mitgebracht, es handelt sich um eine Desert Eagle AE und eine Beretta. Glaube ich zumindest. Das letztere Modell habe ich mir nicht <strong>so<\/strong> genau gemerkt, da es die halbe Zeit nicht so wollte, wie ich, und ich daher lieber die Desert Eagle benutzt habe. Die Desert Eagle verf\u00fcgt \u00fcber einen eingebauten R\u00fccksto\u00dfverst\u00e4rker, und es ist schon irgendwo cool, das St\u00fcck zu benutzen. Shizuka hat au\u00dferdem eine eigene Spielwaffe mitgebracht. Sie hat eine eigene&#8230; ich finde das wirklich interessant, weil ich derartiges Spielzeug erfahrungsgem\u00e4\u00df nicht den Interessen von Frauen zuordne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bahn ist 20 Meter lang, eine eigentlich l\u00e4cherliche Entfernung, und die Zielscheiben werden mit einem elektrischen Seilzug auf die gew\u00fcnschte Entfernung gebracht. F\u00fcnf Meter, zehn Meter, 15 Meter, 20 Meter. Die Zielscheiben sind in einen Rahmen eingespannte Papierbl\u00e4tter mit verschiedenen Aufdrucken, sei es eine gro\u00dfe Zielscheibe, mehrere kleine oder aber das klassische Personenziel mit Zielscheibe in der Herzgegend.<br>Ich bin gleich ein zweites Mal \u00fcberrascht, als ich feststelle, dass Shizuka herzlich wenig Ahnung von dem Umgang mit den Airguns hat. Da sie eine eigene mitgebracht hat, ging ich eigentlich davon aus, dass sie das schon \u00f6fter gemacht hat. Umgekehrt war sie der Meinung, dass <strong>ich<\/strong> w\u00fcsste, wie das alles funktioniert. Ich habe so was allerdings noch nie in der Hand gehabt. Na gut, dann gehen eben ein paar Minuten daf\u00fcr drauf, herauszufinden, wie man das Gas nachf\u00fcllt, die Plastikb\u00e4lle schnellstm\u00f6glich in das Magazin presst usw. Ist ja nicht weiter schlimm. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Geschehen entwickelt sich wie folgt: Das Gas verbraucht sich <strong>sehr<\/strong> schnell, und nach drei verschossenen Magazinen muss ich das Gas nachf\u00fcllen. Vielleicht mache ich beim Nachf\u00fcllen etwas falsch, aber auf jeden Fall ist mir die Angelegenheit viel zu stressig. Des weiteren ist das Nachladen mit diesen winzigen K\u00fcgelchen viel zu fummelig. Und wenn schon, h\u00e4tte man die realistische Munitionsmenge f\u00fcr die entsprechenden Waffen einrichten sollen, also 15 f\u00fcr die Beretta und sieben f\u00fcr die Desert Eagle. Es passt zu viel rein, um realistisch zu sein, aber zu wenig, um so richtig auf Touren zu kommen&#8230; und da andauernd so viele B\u00e4llchen reinzustopfen&#8230; nein, nicht ich, Herr. Und zuletzt ist die Munition viel zu leicht. Auf 20 Meter kann man (bei Windstille im Laden) bereits um die Ecke schie\u00dfen. Die Munition fliegt nicht dorthin, wo ich sie haben will, die Abweichungen nach oben, unten, links und rechts sind viel zu extrem. Ich m\u00f6chte erwarten k\u00f6nnen, dass ich auf 25 Meter noch zielgenau schie\u00dfen kann, wenn ich auch eine ruhige Situation als Grundlage nehme. Hier ist es <strong>ruhig<\/strong> (abgesehen von unserem Nachbarn, der eine vollautomatische Airgun ausprobiert), aber die Abweichung ist einfach immens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich gebe definitiv meinen Plan auf, an einem Spiel in Japan aktiv teilzunehmen. Diese Airguns sind optisch ganz hervorragend realistisch gearbeitete Modelle, und sie machen sich in der Vitrine richtig gut, zum Ansehen und zum dran Herumspielen, wenn man mal wieder ein Rollenspiel in gem\u00fctlicher Runde im Keller laufen hat. Aber spielfeldtauglich nenne ich das nicht. Ergo: Ich bleibe beim Paintball. Mein Tank (12 Unzen Gas) reicht aus, um etwa 1000 Kugeln zu verschie\u00dfen, das Nachladen ist einfacher, weil man die Munition einfach in den Loader sch\u00fctten kann, anstatt sie einzeln reinzupressen, und es passen 200 Kugeln in den Loader. In meinen zumindest. Ich kann beim Paintball auch noch bequem auf 50 Meter jemanden aufs Korn nehmen. Diese Entfernung ist zwar bereits als \u201eweit\u201c einzustufen, aber die Gefechtsentfernungen sind eh seltenst gr\u00f6\u00dfer. Auf 20 Meter habe ich auf jeden Fall und ohne Probleme nur eine minimale Abweichung. Au\u00dferdem sehe ich mehr Spielspa\u00df beim Paintball. Nicht zuletzt, weil bei Treffern die Farbe spritzt und man auch was von den Treffern sp\u00fcrt&#8230; und das Adrenalin spielt st\u00e4rker mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Ablauf der halben Stunde habe ich quasi allein gespielt, die Kosten aber fifty-fifty aufgeteilt. Nat\u00fcrlich ist das ungerecht, denn Shizuka hat die ganze Zeit nur nachgeladen und mir anderweitig geholfen. Also vereinbaren wir, dass wir eine weitere halbe Stunde mieten, wo Shizuka zum Zug kommen sollte und ich den Ladesch\u00fctzen spiele. Leider steht hinter uns bereits der n\u00e4chste Kunde, also m\u00fcssen wir eine Weile warten. In diesem Zeitraum gehen wir in die CD Abteilung. Es gibt ja immer noch etwas Musik, die ich gerne h\u00e4tte. Hier gibt es eine Option, die mir in Hirosaki <strong>sehr<\/strong> fehlt: Man kann an einem Computerterminal mit einem Touchscreen und mit Hilfe von Kopfh\u00f6rern Lieder von CDs abrufen, um zu entscheiden, ob man diese oder jene CD auch kaufen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich h\u00f6re in \u201e<em>Stop and Go<\/em>\u201c von Ogata Megumi rein, w\u00e4hrend Shizuka die Lage an der Schie\u00dfbahn \u00fcberpr\u00fcft, und beschlie\u00dfe umgehend, die CD zu kaufen. Megumis Gesangsleistung ist auf dieser Scheibe zwar ein wenig \u201etrashig\u201c, aber ich mag ihre Stimme. Und sie kann in der Tat singen, wenn sie will. Die CD besch\u00e4ftigt sich mit dem aktuellen Weltgeschehen, und ich m\u00f6chte annehmen, dass sie ihre Ablehnung der Umst\u00e4nde zum Ausdruck bringen will. Und wenn ich schon dabei bin, kaufe ich die \u201e<em>Love, Love, Manhattan<\/em>\u201c Single der Band <em>TOKIO<\/em>, weil Melanie so sehr an dem Lied h\u00e4ngt und ich es ebenfalls nicht schlecht finde. Shizuka kommt schlie\u00dflich zur\u00fcck und sagt, dass die Bahn jetzt frei sei. Also noch einmal 30 Minuten. Und ich stelle fest, dass sie dabei mehr Spa\u00df hat, als ich. Das sei ihr geg\u00f6nnt. Wegen der gemachten Erfahrungen geht ja auch alles flotter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuletzt machen wir einen Abstecher in die Buchabteilung. In der Ecke f\u00fcr \u201e<em>Sh\u00f4nen Ai<\/em>\u201c ist ein Buch nicht zu \u00fcbersehen: Von dem Umschlag springt mich ein Hakenkreuz an, diesmal ein \u201edeutsches\u201c, auf der entsprechenden rot-wei\u00dfen Flagge, davor sitzen zwei laszive junge M\u00e4nner in SS-Uniformen. Ich muss die Zusammenfassung auf dem Buchr\u00fccken nicht erst lesen, um zu wissen, um was es grob geht. \u201e<em>Shounen Ai<\/em>\u201c bedeutet, dass es sich um Geschichten mit homosexuellen Inhalten handelt, und in diesem Fall&#8230; vor einem offensichtlichen historischen Hintergrund. Nach meinem Empfinden handelt es sich bei \u201e<em>Sh\u00f4nen Ai<\/em>\u201c um einen Unterbegriff von \u201e<em>Yaoi<\/em>\u201c \u2013 aber ich kann mich irren, da ich in diesem Bereich aus verst\u00e4ndlichen Gr\u00fcnden ein Laie bin. Die aufgedruckte Zusammenfassung verr\u00e4t mir allerdings, dass der Protagonist \u201e<em>Rolf Schwarz<\/em>\u201c hei\u00dft. Ich f\u00fchle mich nicht sehr geehrt. Gleich doppelt angeschmiert. Dass der Held \u201e<em>Schwarz<\/em>\u201c hei\u00dft, ist ja noch tolerierbar, aber \u201e<em>Rolf<\/em>\u201c? ich w\u00fcrde nicht so hei\u00dfen wollen. Na denn prost.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein paar Meter weiter steht ein Regal mit eingeschwei\u00dften Fotoalben von \u201e<em>Idols<\/em>\u201c. Ein englischer Begriff, unter dem man in Japan h\u00fcbsche junge Damen (und wohl auch Herren) versteht, die im Showbusiness t\u00e4tig sind, meist S\u00e4ngerinnen.<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Diese Fotoalben sind im extremsten Fall \u201eerotisch\u201c zu nennen, aber weniger als einen Badeanzug haben die Damen f\u00fcr gew\u00f6hnlich nicht an. Hier geht es in erster Linie um \u00c4sthetik, in zweiter Linie um Frischfleisch. Zumindest offiziell. Und weil ich heute Mittag auf dem Weg in das Restaurant wegen einer Werbung eine entsprechende Bemerkung gemacht habe, zeigt Shizuka sofort auf einen bestimmten Band: \u201e<em>Nakama Yukie<\/em>\u201c. Aaaaah&#8230; die h\u00fcbscheste Frau Japans (nach meiner bescheidenen Meinung), Jahrgang 1979. Kostenpunkt: 2500 Yen. Ich habe Interesse. Aber das Cover zeigt sie in einem Badeanzug. Das \u00e4ndert meine Meinung. W\u00e4re ich \u201e<em>normal<\/em>\u201c, h\u00e4tte ich breit gegrinst und das Buch gekauft. Aber ich bin \u201e<em>seltsam<\/em>\u201c und lasse es. Man mag meine Beweggr\u00fcnde, den Kauf zu unterlassen, naiv finden, und ich habe auch gar nichts dagegen, weil sie vermutlich naiv <strong>sind<\/strong>, aber ich habe von Nakama Yukie ein bestimmtes Image im Hinterkopf, und ich bef\u00fcrchte, dass der Inhalt mein Bild von ihr zerst\u00f6ren k\u00f6nnte, wenn ich das Buch ansehe. Nakama Yukie scheint mir eine sehr lebendige und selbstbewusste Person zu sein, und ich lege keinen Wert darauf, Bilder von ihr zu sehen, auf denen sie lasziv oder gar&#8230; (ja, <strong>wie<\/strong> eigentlich?) abgebildet ist Die englischen Begriffe \u201e<em>docile<\/em>\u201c und \u201e<em>submissive<\/em>\u201c gehen mir als Beschreibung der Darstellungsweise durch den Kopf. Vielleicht werde ich die Entscheidung irgendwann einmal bereuen, aber so ist das Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 17:30 verabschiedet sich Shizuka pl\u00f6tzlich. Sie muss wegen einem Konzert um 18:30 in Shinjuku sein. Also sagen wir uns \u201e<em>Mata ne<\/em>\u201c, und in der Eile vergesse ich v\u00f6llig, ein Bild von Ihr zu machen. Sie wird mir eines per Mail schicken m\u00fcssen. Da ich jetzt auf mich allein gestellt bin und noch keinen Treffpunkt mit den anderen drei ausgemacht habe, beschlie\u00dfe ich, in Akihabara noch ein bisschen spazieren zu gehen. Vielleicht findet sich ja doch noch etwas, das mich interessiert, oder etwas, was sich verkaufen l\u00e4sst (und gleichzeitig nicht wegen expliziten Inhalts gesperrt werden kann). Aber es findet sich nichts. Stattdessen laufe ich, und das ist kein Witz, <strong>zuf\u00e4llig<\/strong> Ronald, Ricci und Melanie \u00fcber den Weg, die gerade aus Shibuya zur\u00fcckgekommen sind und sich ebenfalls mehr oder weniger planlos einfach mal hier umsehen wollten. Na, dann muss ich mir ja keine Gedanken machen, wie ich gegebenenfalls zu einem wie auch immer gearteten Treffpunkt komme. Wir sehen uns gemeinsam noch ein wenig um, ohne etwas Bedeutendes zu kaufen oder zu sehen, abgesehen von den zwei Millionen Leuten, die einem auf der Stra\u00dfe Werbegeschenke in die Hand dr\u00fccken, meist Taschent\u00fccher oder auch kleine Handt\u00fccher (weil japanische Toiletten in der Regel keine Handt\u00fccher bereitstellen). Einzig erw\u00e4hnenswert ist mein Besuch bei einem der \u201e<em>au<\/em>\u201c Werbest\u00e4nde. \u201e<em>au<\/em>\u201c ist eine japanische Telekommunikationsfirma, man kann da also Vertr\u00e4ge f\u00fcr Handys abschlie\u00dfen. Das interessiert mich nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt nicht \u2013 mich interessiert dieses gro\u00dfe Stoffposter von etwa 1,50 m H\u00f6he und 50 cm Breite, das die Person zeigt, die momentan der Werbetr\u00e4ger von \u201e<em>au<\/em>\u201c ist: Nakama Yukie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leider kann das Poster weder verschenkt werden noch \u201eauf seltsame Art und Weise verschwinden\u201c. Die Mitarbeiter hier sind unbestechlich. Man teilt mir mit, dass ich warten m\u00fcsse, bis die Werbekampagne ausgelaufen sei. Dann w\u00fcrden die Poster und all das irgendwie entsorgt und man k\u00f6nne ein solches Plakat bekommen. Hm&#8230; es gibt \u201e<em>au<\/em>\u201c Gesch\u00e4fte in Hirosaki&#8230;<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurze Zeit sp\u00e4ter fahren wir nach Odaiba zur\u00fcck. Im \u201e<em>Daily Yamazaki<\/em>\u201c, das ist, wie ich schon angedeutet habe, einer der 24 Stunden am Tag ge\u00f6ffneten \u201e<em>Konbini<\/em>\u201c L\u00e4den (wie auch \u201e<em>Circle K<\/em>\u201c, \u201e<em>Hotspar<\/em>\u201c oder \u201e<em>Mini Stop<\/em>\u201c und wie sie alle hei\u00dfen), kaufe ich spontan eine Pappschachtel mit der Aufschrift \u201e<em>World Panzer Museum<\/em>\u201c, f\u00fcr 300 Yen. Der Aufdruck auf der R\u00fcckseite scheint auszusagen, dass es sich bei dem Inhalt um ein Panzermodell aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, aber es ist dem Zufall \u00fcberlassen, was f\u00fcr ein Typ enthalten ist. Kauft man mehrere, besteht also die Chance, dass man das selbe Modell erh\u00e4lt. Zu meiner gro\u00dfen Freude befindet sich in meiner Schachtel ein \u201e<em>Tiger<\/em>\u201c. Sieht ganz gut aus. Vielleicht werde ich irgendwann noch mehr von diesen Schachteln kaufen. Interessierte Freunde habe ich ja (bestimmt).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Das trifft es aber nicht. Die japanische Industrie will ihre Idols multimedial \u00fcber alle Sparten hinweg vermarkten, also kann man dieser Personengruppe nicht pauschal einen \u201eHauptberuf\u201c zuordnen. Die einen machen vielleicht mehr dies, die anderen mehr das, je nach Meinung der Marketingabteilung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0Nach meinem Besuch der Filiale in Hirosaki einige Tage sp\u00e4ter musste ich allerdings erfahren, dass das Poster Teil einer Werbekampagne war, die sich auf den Raum Tokyo beschr\u00e4nkte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem gestern mein zweites Notizbuch voll geworden ist, fange ich heute morgen ein neues an. 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