{"id":3349,"date":"2023-11-15T07:00:00","date_gmt":"2023-11-15T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3349"},"modified":"2023-11-14T09:39:41","modified_gmt":"2023-11-14T08:39:41","slug":"samstag-15-11-2003-the-ultimate-challenge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3349","title":{"rendered":"Samstag, 15.11.2003 \u2013 The ultimate Challenge"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">07:30 am Samstag, das hei\u00dft: SailorMoon Fan vor der Mattscheibe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuerst beobachtet Usagi Motoki, wie der die Jacke des Fracks von Tuxedo Kamen in die T\u00fcte einer Schneiderei stopft. Ihre Schlussfolgerung: Motoki ist Tuxedo Kamen! Der Fan vor der Mattscheibe wei\u00df nat\u00fcrlich, dass Motoki nicht Tuxedo Kamen ist, in den sich Usagi\/SailorMoon unsterblich und \u00fcber jede Wiedergeburt hinaus verliebt hat. Aber dem Fan ist nicht klar, wie viel Motoki dar\u00fcber wei\u00df, dass sein Freund Mamoru Tuxedo Kamen ist \u2013 und Mamoru ist der Kerl, den Usagi momentan so richtig gar nicht leiden mag. Au\u00dfer der Jacke hat Motoki noch Freikarten f\u00fcr einen Freizeitpark \u2013 und er schenkt Usagi drei davon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Usagi nimmt Rei und Makoto mit, Ami hat keine Zeit oder keine Gelegenheit. Motoki im Gegenzug bringt Mamoru und einem Kerl namens Takai (der einen \u00e4u\u00dferst unm\u00e4nnlichen Rucksack in Form einer Stoffschildkr\u00f6te auf dem R\u00fccken tr\u00e4gt) mit zum Park. Drei Jungs und drei M\u00e4dchen losen daraufhin aus, wer mit wem \u201ezusammenkommt\u201c, da die Attraktionen ja oft genug Zweisitzer sind. Man braucht nicht viel Vorstellungskraft, um darauf zu kommen, dass Usagi nat\u00fcrlich mit dem (derzeit) ungeliebten Mamoru in einem Team landet. Aber sie tauscht mit Makoto, die Motoki bekommen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lustig ist die Szene, wo Usagi mit Motoki im Boot sitzt und ihm lauter Anspielungen auf \u201eTuxedo\u201c und \u201eKamen\u201c (= \u201eMaske\u201c) an den Kopf wirft (z.B. <em>\u201e<\/em><em>Tuxedo&#8230; Kame?<\/em><em>\u201c<\/em>, wobei \u201eKame\u201c = \u201eSchildkr\u00f6te\u201c), womit er nat\u00fcrlich gar nichts anfangen kann. Und dann kommt Makoto, mit Mamoru im Boot, vorbeigerudert (Bugwelle!!!).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Takai bekommt heftigen Schluckauf (offenbar macht ihn das Zusammensein mit jungen Frauen zu nerv\u00f6s), was Rei von allen Aktivit\u00e4ten ausschlie\u00dft. Er sitzt so in der Gegend rum und ein Y\u00f4ma f\u00e4hrt in ihn. Daraufhin zapft Takai allen m\u00f6glichen Leuten Energie ab (auch Rei muss dran glauben) und speichert diese in seinem tollen Rucksack. Usagi ist w\u00e4hrenddessen mit Motoki im Spiegelhaus. Nat\u00fcrlich ein verwirrendes Labyrinth. Sie wollen sich nicht verlieren, und damit er nicht ihre Hand anfassen muss (er will ihr ja nicht zu nahe treten), nimmt er ein Taschentuch und jeder der beiden fasst ein Ende an, so f\u00fchren sie sich gegenseitig. Aber sie werden dennoch getrennt, und Motoki wird in dem Spiegelkabinett schlecht, er geht nach drau\u00dfen. Mamoru geht daraufhin in das Spiegelhaus, weil Usagi ja auch nicht alleine bleiben soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mamoru findet Usagi und will sie auch rausf\u00fchren; und nat\u00fcrlich verwendet er kein Taschentuch, um sie zu f\u00fchren, sondern er nimmt K\u00f6rperkontakt mit ihr auf, indem er ihre Hand nimmt \u2013 zum Dahinschmelzen, nicht wahr? Das ist der Zeitpunkt, wo Rei anruft und sagt, dass es Arbeit gibt. Usagi l\u00f6st sich also wieder von Mamoru und geht ein paar Ecken weiter. Als sie sich dann verwandelt, kann Mamoru sie \u00fcber die Spiegel beobachten und wei\u00df so schlie\u00dflich von ihrem Geheimnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Y\u00f4ma wird besiegt (unglaublich, aber wahr). Lustig auch hier die Nahkampfszene \u2013 die M\u00e4dchen erweisen sich als ziemlich beweglich und turnerisch begabt. Und viel Bein zeigen sie dabei auch noch. Jedyte schaltet sich pers\u00f6nlich ein und verletzt Tuxedo Kamen (= der verwandelte Mamoru) an der Hand. Mamoru erh\u00e4lt von SailorMoon ein Taschentuch als (reichlich nutzlos aussehenden, weil sehr locker sitzenden) Verband.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach gehe ich in die Bibliothek (diesmal rechtzeitig um 10:00 und nicht wieder eine Stunde zu fr\u00fch) und schreibe drei Mails am St\u00fcck, \u00fcber den 07., 08., und den 09.11. Au\u00dferdem stelle ich fest, dass man das Evangelion Artbook, das ich loswerden will, bei E-Bay f\u00fcr 20 E losbekommen kann, obwohl der Neupreis doch bei gerade mal 20 bis 25 E liegt. Aber das kann mir nat\u00fcrlich nur Recht sein. Ich nehme mir also f\u00fcr morgen vor, das Buch zum Verkauf anzubieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Abend dann gehe ich mit Melanie auf die angek\u00fcndigte \u201eInternational Party\u201c. Dort finden sich neben einer Handvoll \u201eWestler\u201c (nicht \u201eWrestler\u201c \u2013 das erw\u00e4hnte ich bereits) und mindestens einer Chinesin (Mei) etwa 50 bis 70 Japaner im Alter von 0,75 bis 70 Jahren ein. Aber die genannten Westler habe ich noch nie gesehen, und die haben auch mit der Uni nichts zu tun, oder nur wenig, weil sie als Englischlehrer arbeiten oder ein Praktikum absolvieren oder etwas \u00e4hnliches dieser Art. Von den Austauschstudenten befinden sich hier nur Mei, David, Melanie und ich. Das war dann auch schon alles. Ja, wo sind denn Tanja und Mareike? Ei, ei, ei&#8230; wollten die nicht Kontakte mit Japanern abseits des \u201eStudentenverkehrs\u201c kn\u00fcpfen? Gel\u00e4chter! Die sitzen wahrscheinlich zuhause, sehen fern und sind froh, dass sie sich mit ihrem schlechten Japanisch nicht blamieren, das wesentlich besser werden w\u00fcrde, wenn sie mal aktiv mit Leuten reden w\u00fcrden. Ich vermeide an dieser Stelle einfach mal Begriffe unh\u00f6flicher Natur, die mir hierbei ganz spontan einfallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Programm der Party folgt einem streng organisierten Plan, wie immer. Zuerst wird gemeinsam gesungen, unter Anleitung. Eine \u00e4ltere Dame am Klavier gibt eine Melodie vor und ein Herr um die Drei\u00dfig singt den Text, der auch auf einer gro\u00dfen Tafel geschrieben steht. Wenn ich das richtig interpretiere, schlie\u00dft das Lied Geb\u00e4rdensprache mit ein. Die Gestikulation von dem Mann sieht f\u00fcr mich als Laien zumindest danach aus, und dazu wird das Lied gesungen, aber ich kann mich auch irren und die Geb\u00e4rden sind reine ABM. Das Lied wird dreimal (!!! &#8211; ?!?) von den Anwesenden gesungen. Es sieht lustig aus, aber mir ist das ein wenig zu affig. Also nein, aus solchen Spielen halte ich mich raus. Es wird mir wohl niemand nachsagen k\u00f6nnen, dass ich Probleme mit \u00f6ffentlichem Auftreten h\u00e4tte, aber ich mag solche Spiele nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000400-800x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3351\" srcset=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000400-800x600.jpg 800w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000400-300x225.jpg 300w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000400-768x576.jpg 768w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000400-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000400.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Singen und Gestikulieren<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann wird erkl\u00e4rt, wie man Soba-Nudeln macht. Dazu ist ein Profi eingeladen worden, der seinen Reis damit verdient, dass er Sobanudeln zu Udon verarbeitet. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000404-800x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3352\" srcset=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000404-800x600.jpg 800w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000404-300x225.jpg 300w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000404-768x576.jpg 768w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000404-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000404.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Vormachen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und das scheint gar nicht schwer zu sein. 450 g Sobamehl und etwa 0,2 Liter Salzwasser (er verwendet eine kleine Tasse) in eine Sch\u00fcssel geben und durchkneten. Ei braucht man keines, offenbar hat dieses Mehl Eigenschaften, die Ei \u00fcberfl\u00fcssig machen. Wenn man den Teig geknetet hat, packt man ihn in eine Plastikt\u00fcte (!), legt die T\u00fcte auf den Boden und stampft den Teig mit den F\u00fc\u00dfen weiter (ohne Schuhe), etwa 10 oder 15 Minuten lang. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000406-800x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3353\" srcset=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000406-800x600.jpg 800w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000406-300x225.jpg 300w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000406-768x576.jpg 768w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000406-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000406.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Stampfen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann wird der Teig ausgerollt, bis er ganz d\u00fcnn ist, mit Mehl bestreut und ohne Druck zu einer langen Zigarre zusammengerollt, und in dieser Form wird er dann in etwa 5 mm breite Streifen geschnitten. Die Streifen werden im Anschluss gekocht und mit Pilzen, Fleisch und Gem\u00fcsebeilage als Nudelsuppe serviert. Aha? \u201eSoba + Pilze + Gem\u00fcse-\/Fleischsuppe = Udon\u201c?<sup><a id=\"sdfootnote1anc\" href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a><\/sup> Es schmeckt hervorragend.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000405-800x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3354\" srcset=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000405-800x600.jpg 800w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000405-300x225.jpg 300w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000405-768x576.jpg 768w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000405-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000405.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Nachmachen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend all dieser Vorg\u00e4nge wechsele ich ein paar Worte mit einer Familie, deren Namen alle mit \u201eY\u00fb\u201c anfangen. Y\u00fb, der Vater, Y\u00fbko, die Mutter, Y\u00fbtar\u00f4, der Sohn (3) und Y\u00fbmi, die Tochter (0,75). So ein Zufall \u2013 in meiner Gastfamilie hei\u00dft der Vater Y\u00fbta, der Sohn ebenfalls Y\u00fbtar\u00f4 und die Tochter Y\u00fbmiko. Entweder ein echter Zufall oder aber diese Namen, bzw. die Silben sind sehr beliebt. W\u00e4hrend ich mit dem jungen Vater rede, der scheinbar sehr gl\u00fccklich ist, dass er mit uns Englisch reden kann, sieht mich sein S\u00f6hnchen an, als k\u00e4me ich vom Mars. Wir kneten schlie\u00dflich den Teig zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viel interessanter (und das nicht nur von einem m\u00e4nnlichen Standpunkt aus betrachtet) sind die beiden Obersch\u00fclerinnen Saika (16) und Chitose (17). Von ihnen erfahre ich zum Beispiel, dass einer der K\u00e4mpfer beim diesj\u00e4hrigen Ky\u00fbsh\u00fb Sum\u00f4 Basho ein Absolvent ihrer Schule sei, und sie sind m\u00e4chtig stolz darauf. Ihre Schule liegt vielleicht 100 Meter von meiner Wohnung entfernt, ich fahre jeden Morgen daran vorbei. Dann erz\u00e4hlen sie munter ca. zehn Minuten lang etwas \u00fcber den Begriff \u201epichi-pichi\u201c und Haut, was ich erst nicht so recht verstehe. Erst gegen Schluss wird mir langsam klar, dass sie mir zu erkl\u00e4ren versuchen, dass \u201epichi-pichi\u201c etwa \u201ewie ein Pfirsich\u201c (von engl. \u201epeach\u201c) bedeutet und dass es in Japan wohl ein Sprichwort gibt, das da sagt <em>\u201e<\/em><em>eine Haut wie ein <\/em><em>Schulm\u00e4dchen<\/em><em> haben<\/em><em>\u201c<\/em>. Aha. Und aber oh ja! Die Haut, die da vor mir steht, w\u00fcrde jeden Mann interessieren, sofern er nicht scheintot, homosexuell oder sonst irgendwie gebunden ist. Die zwei sehen gut aus (meiner bescheidenen Meinung nach). Zur Erinnerung mache ich ein Foto von den beiden. Ohne \u201eV\u201c-Geste, die allen Ostasiaten zu eigen zu sein scheint. Das Bild sieht zwar ein wenig verr\u00fcckt aus (vor allem Chitose), aber es gef\u00e4llt mir. Wahrscheinlich gerade deshalb.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000407-800x600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3350\" srcset=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000407-800x600.jpg 800w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000407-300x225.jpg 300w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000407-768x576.jpg 768w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000407-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/IM000407.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Saika, Chitose 2003<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber sie sind eigentlich hergekommen, weil sie ihr Englisch verbessern wollen. Und damit scheint es ihnen recht ernst zu sein. Ihr Englisch ist schlecht, in Bezug auf Vokabular und Aussprache. Die Grammatik ist in Ordnung. Wir f\u00fchren das gemeinsam auf die einseitig auf grammatische Strukturen ausgelegte Lehrmethode an den Schulen zur\u00fcck, wo man kaum Kommunikationsschulung erh\u00e4lt. Sie sind sehr begierig, Phrasen zu lernen, vor allem in Bezug auf Begr\u00fc\u00dfungen (also f\u00f6rmliche, ritualisierte Angelegenheiten). Und sie werden nicht m\u00fcde, Englisch zu sprechen (so weit sie das k\u00f6nnen) und es berichtigen zu lassen. Ich bin beeindruckt. Vor allem, weil eben nicht jeder seine Fehler gerne zur Schau stellt, um sich auch noch belehren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich empfehle den beiden, mit dem Ry\u00fbgakusei Center der Universit\u00e4t in Verbindung zu setzen, da es da ja eine Menge Leute gibt (eben Austauschstudenten), die Englisch sprechen. Um einfach nur Kommunikation zu \u00fcben wird es schon ausreichen. Ich gebe den beiden die Namen von Sawada-sensei und Kuramata-sensei, damit sie sich erst mit denen in Verbindung setzen k\u00f6nnen. Ich m\u00f6chte nicht, dass die Verantwortlichen des Centers eines Tages davon \u00fcberrascht werden, dass (minderj\u00e4hrige) Obersch\u00fclerinnen auftauchen und die Studenten ansprechen \u2013 nicht, dass der Eindruck entsteht, dass hier unsaubere Gesch\u00e4fte get\u00e4tigt werden. Ich muss sobald wie m\u00f6glich mit Sawada-sensei dar\u00fcber sprechen, damit sie nicht von \u201eau\u00dfen\u201c erfahren muss, dass ich das Center als \u201eSprachschule\u201c weiterempfohlen habe. Saika und Chitose jedenfalls versprechen, meinem Rat zu folgen. Ich bin gespannt, was daraus wird \u2013 oder wie lange es dauert, bis sie sich trauen.<a href=\"#sdfootnote2sym\" id=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf jeden Fall habe ich den Eindruck, dass japanische M\u00e4dchen weitaus weniger Scheu haben, auch schlechte Sprachkenntnisse anzuwenden, als Jungs. Und sie haben mehr Mut, wildfremde Leute um Berichtigung zu bitten. Die Jungs halten m.E. lieber die Klappe, als sich mit Fehlern zu blamieren und nachher als \u201euncool\u201c zu gelten. Meine Achtung vor den M\u00e4dchen ist heute erheblich gestiegen (was nat\u00fcrlich nicht hei\u00dft, dass ich sie vorher geringgesch\u00e4tzt h\u00e4tte).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Melanie unterh\u00e4lt sich w\u00e4hrenddessen mit zwei anderen einheimischen Frauen und erz\u00e4hlt ihnen, dass sie mit ihrem Freund zusammenlebe. Die beiden Damen (ca. 30 Jahre alt) reagieren ungl\u00e4ubig: <em>\u201eWas bitte? Wirklich?\u201c<\/em> Da bei mir gerade eine Gespr\u00e4chspause eingetreten ist, gehe ich zu Melanie hin\u00fcber, um zu sehen, wie sie zurecht kommt. Ich n\u00e4here mich ihr von hinten und streiche ihr durch die Haare, was die beiden Damen begreifen l\u00e4sst, dass diese Person Melanies Freund ist. Sie wollen aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, als sie sehen, wie der Freund von Melanie aussieht. Sie machen bei meinem Anblick einen Laut, als h\u00e4tte Melanie gerade den Beweis gef\u00fchrt, dass man aus angeschimmeltem Reisstroh Gold machen kann. Vielleicht tut es Melanie mal ganz gut, wegen etwas beneidet zu werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch diese Party dauert zwei Stunden. Das scheint hier so Brauch zu sein. Melanie und ich fahren nach Hause, und das gerade rechtzeitig, bevor es in st\u00e4rkerem Ma\u00dfe zu regnen beginnt. Heute war ein Tag, einer der wenigen Tage eigentlich, von dem ich auf keinen Fall sagen w\u00fcrde, dass er verschwendete Zeit war. Eigentlich m\u00f6chte ich jeden bedauern, der nicht auf dieser kleinen Feier war. Trotz der beknackten Gesangs- und Gymnastikeinlage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"sdfootnote1sym\" href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a> \u201eUdon\u201c ist die Bezeichnung f\u00fcr dicke, helle Nudeln aus herk\u00f6mmlichem Weizenmehl, \u201eSoba\u201c sind d\u00fcnne, dunkle Nudeln aus Buchweizenmehl. Zum damaligen Zeitpunkt lag ein grundlegendes Missverst\u00e4ndnis meinerseits vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#sdfootnote2anc\" id=\"sdfootnote2sym\">2<\/a> Da wurde nat\u00fcrlich nie was draus. Es handelte sich um einen Erkenntnisschritt f\u00fcr mich, und am Ende des Weges, im Laufe des kommenden Jahres, hatte ich gelernt, dass Japaner einem alles m\u00f6gliche erz\u00e4hlen, wenn sie der Meinung sind, dass es dem Gegen\u00fcber ein gutes Gef\u00fchl gibt. Als Ausl\u00e4nder au\u00dferhalb des Gef\u00fcges gegenseitiger Beziehungen zu stehen, f\u00f6rdert dies zus\u00e4tzlich. Diese kleinen L\u00fcgen sind japanische Konvention und niemand denkt etwas B\u00f6ses dabei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>07:30 am Samstag, das hei\u00dft: SailorMoon Fan vor der Mattscheibe. Zuerst beobachtet Usagi Motoki, wie der die Jacke des Fracks von Tuxedo Kamen in die T\u00fcte einer Schneiderei stopft. Ihre Schlussfolgerung: Motoki ist Tuxedo Kamen! 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