{"id":3094,"date":"2018-12-26T14:08:22","date_gmt":"2018-12-26T13:08:22","guid":{"rendered":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3094"},"modified":"2018-12-26T14:08:25","modified_gmt":"2018-12-26T13:08:25","slug":"op-da-schael-seit-teil-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=3094","title":{"rendered":"Op da sch\u00e4l Seit (Teil 8)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Jahr 2015 kann man mehr oder minder in Form von Kurzmeldungen zusammenfassen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 8. April erfuhren wir, dass die europ\u00e4ischen Kartellbeh\u00f6rden dem Zusammenschluss von FedEx und TNT zugestimmt hatten. UPS war die Fusion zuvor verweigert worden, weil die Marktstellung von UPS in Europa bereits bedeutend war und ist. FedEx dagegen war zwar in den Vereinigten Staaten nahezu unschlagbar, aber in Europa eher unterentwickelt. Die fuhren mit kleinen Autos in der Gegend rum und lieferten kleine Paketchen und Umschl\u00e4ge aus, Paletten wurden bereits in vergangenen Jahren von Drittanbietern wie Transoflex zugestellt. FedEx w\u00fcrde in diese Ehe also das Kapital einbringen und TNT die Infrastruktur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein bisschen unglaublich, wenn ich bedenke, dass ich und auch sonst kaum jemand eine Art Markenbewusstsein zum Thema TNT besa\u00df. Die meisten Leute sind sich der TNT-Zusteller nicht bewusst. Die anderen Unternehmen mit den drei Buchstaben oder den G\u00f6tterboten kennt fast jeder, aber TNT? Das h\u00e4ngt wohl damit zusammen, dass TNT immer eine Gesch\u00e4ftskundenstrategie verfolgte und sich aus dem Privatkundengesch\u00e4ft heraushielt. Aber nun war TNT pleite und es war anzunehmen, dass FedEx den Laden entsprechend umkrempeln w\u00fcrde. Wir konnten gespannt sein, denn die Fusion w\u00fcrde sich nicht von einem Tag auf den anderen vollziehen. Die Verschmelzung sollte beginnend ab 2016 quasi von oben nach unten ablaufen und in vier Jahren mit dem Verschwinden des TNT-Logos auf den Zustellfahrzeugen abgeschlossen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie es der Zufall wollte, schaffte es der UPS am 15. April wieder in die Schlagzeilen, und zwar mit der Meldung, dass auch der UPS in Zukunft mit Subunternehmern arbeiten wolle, anstatt ausschlie\u00dflich auf eigene Fahrer zu setzen. War das bereits die erste Reaktion auf die zu erwartende Versch\u00e4rfung der Konkurrenzsituation durch das Urteil der vergangenen Woche? Sollte sich das bewahrheiten, dann w\u00e4re es in absehbarer Zeit vorbei mit den geradezu traumhaften Geh\u00e4ltern bei UPS.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 19. April teilte mir Felix mit, dass er &#8220;wahrscheinlich&#8221; bald bei ToF raus sei. Da konnte man ihn nur begl\u00fcckw\u00fcnschen. Da er die t\u00e4glichen Arbeitszeiten von 12 Stunden und mehr nicht mehr ertrug, war er in den letzten Tagen dazu \u00fcbergegangen, nachmittags um F\u00fcnf Schluss zu machen und nach Hause zu fahren &#8211; was dazu f\u00fchrte, dass der &#8220;Rest&#8221;, der t\u00e4glich im Auto verblieb, immer mehr wurde. <br>Das blieb dem Chefoberboss nat\u00fcrlich nicht verborgen und lud Felix zum Mitarbeitergespr\u00e4ch. Bei der Gelegenheit legte er ihm einen Wisch vor, den Felix unterschreiben solle und der sagte, dass er in Zukunft seine Tour ordentlich und vollst\u00e4ndig fahren werde. Der Chefoberboss f\u00fcgte m\u00fcndlich hinzu, dass er an M\u00f6glichkeiten der Entlastung arbeite, und dass die Tour sehr wohl zu schaffen sei, Felix arbeite lediglich nicht optimal. Wenn man meinen Eintrag zu meiner ersten Fahrt mit Felix vergleicht, k\u00f6nnte man da glatt zustimmen, was die Effizienz seiner Arbeit betraf, aber es war ja auch de facto so, dass die Arbeitsbelastung sp\u00e4testens seit 2013 deutlich zugelegt hatte. Felix unterschrieb das Papier nat\u00fcrlich nicht und wurde fristlos entlassen. Wie er nach Hause kommen w\u00fcrde, war dem Chefoberboss egal, und ich habe im Laufe der Zeit vergessen, wie er es geschafft hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Felix war jedenfalls nicht todtraurig \u00fcber das, was geschehen war, und schlau genug, zu wissen, dass eine K\u00fcndigung auf schriftlichem Wege erfolgen musste, war er auch. Felix berichtete mir also, dass er nach dem Gespr\u00e4ch in Plaidt am kommenden Morgen sehr wohl in Metternich erschien, um seine Arbeitskraft zur Verf\u00fcgung zu stellen, auch wenn der Chefoberboss nicht am\u00fcsiert war, sein unerw\u00fcnschtes Gesicht zu sehen und mit ihm diskutierte. Felix erhielt also schnell seine K\u00fcndigung in Schriftform und au\u00dferdem auch noch das ihm zustehende Gehalt. Es war scheinbar allen klar, dass er das Zur\u00fcckhalten desselben nicht unangefochten hinnehmen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 26. April jedenfalls schrieb er mir eine Nachricht, in der er mir mitteilte, dass er ab sofort bei der Post arbeiten w\u00fcrde. Nicht bei DHL, nicht bei irgendeinem windigen Subunternehmer, nein: Bei der Post selbst. Das sei gar nicht so einfach, erz\u00e4hlte er, und f\u00fcgte hinzu, dass er seine Ausbildung vor knapp 20 Jahren bei der Post gemacht habe und auf diese Art und Weise hineingelangt sei. Felix genoss also ab sofort Tariflohn, \u00dcberstundenausgleich, Weihnachtsgeld, et cetera. Immer noch Pakete, aber, hey, die Post achtete darauf, dass ihre Angestellten in ordentlichen Verh\u00e4ltnissen besch\u00e4ftigt waren. Ganz im Unterschied zu den &#8220;Servicepartnern&#8221; der Deutschen Post (die wir anderen auch hin und wieder &#8220;die Servicegefickten der Deutschen Post&#8221; nennen), die unter den gleichen, widerlichen Sub-Sub-Subunternehmerbedingungen arbeiten m\u00fcssen, wie vermutlich 75 % aller Paketsklaven, um mal den Begriff Reinhard Sch\u00e4dlers zu verwenden. Na gut, Felix arbeitete auch einen Monat darauf noch 12 Stunden am Tag, aber das lag an der Gew\u00f6hnung an das neue Tourgebiet. Danach gingen die Arbeitszeiten zur\u00fcck und er konnte sich gewisserma\u00dfen zur\u00fccklehnen. <br><br>\u00dcbrigens genie\u00dfen Zusteller der Post einen bedeutend besseren Ruf als ihre Kollegen in anderen Unternehmen. Felix erz\u00e4hlte, dass es kaum zu glauben sei, wie oft man ihm neuerdings Trinkgeld gebe oder Snacks und Getr\u00e4nke anbiete, seit sein Hemd andere Farben hatte. Aber vielleicht sollte man auch anmerken, dass er auf Grund der geringeren Stressbelastung auch entspannter wurde und ein bedeutend ausgeglicheneres Wesen an den Tag legte, als das bis dato der Fall gewesen war. Ich gehe davon aus, dass auch dieser Umstand zu seinem Image bei Kunden beigetragen hat, denn er fuhr ja weiter an der Mosel, also quasi beim gleichen Menschenschlag wie zuvor, w\u00e4hrend ich die &#8220;Spendabilit\u00e4t&#8221; meiner neuen (TNT-) Kundschaft mutma\u00dfend auf die angenehmere Umg\u00e4nglichkeit der Rheinl\u00e4nder zur\u00fcckgef\u00fchrt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 8. Mai, einem Tag, der in der Geschichte Deutschlands mehrfach auftaucht, kam es &#8211; ohne meine Beteiligung &#8211; zu einem Unfall an der B42-Ausfahrt Rh\u00f6ndorf (wo \u00fcbrigens Konrad Adenauer und Peter Scholl-Latour bis zu ihrem Tod gelebt hatten). Die Fahrtrichtung K\u00f6nigwinter war komplett gesperrt und der Verkehr bahnte sich seinen langsamen Weg durch K\u00f6nigswinter. Das hat sicherlich niemandem Spa\u00df bereitet. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 1. Juli traf sich der Tourenf\u00fcrst mit seinen Fahrern im Konferenzraum der Niederlassung, um M\u00f6glichkeiten zur Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit zu er\u00f6rtern, ein freies Brainstorming, das nat\u00fcrlich niemand au\u00dfer mir im Raum so nennen w\u00fcrde. Burrito hatte ein paar interessante Ideen, die das st\u00e4rkere Ineinandergreifen von Touren beinhaltete, auf der Grundlage, dass die einen sich auf Zusteller konzentrierten und die anderen auf Abholer, sodass erstere fr\u00fcher nach Hause fahren und letztere sp\u00e4ter anfangen konnten. Ein interessanter Plan, der noch etwas Ausarbeitung brauchte, denn man sollte nichts unversucht lassen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Tage sp\u00e4ter schaffte ich es tats\u00e4chlich erstmals (!) meine gesetzlichen Lenkzeiten einzuhalten&#8230; na ja, fast. Ich konnte nach neun Stunden Feierabend machen, aber das Konzept der Pause nach 4,5 Stunden sollte immer noch (und weiterhin) ein sch\u00f6nes, aber unerreichbares Ideal bleiben. Ob der sch\u00f6ne Tag an einer organisatorischen Umstellung oder an anderen Umst\u00e4nden lag, konnte und kann ich nicht sagen, was man aber klar festhalten kann, ist, dass diese ganze Diskussion um legale Arbeitszeiten an der Stelle angefangen hatte, wo der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland eingef\u00fchrt worden war. Aus Angst vorm Zoll, der vielleicht gerade in der Zeit nach der Umstellung sicherlich mal genauer hinsehen w\u00fcrde, wurden bedeutende Teile des ausbeuterischen Systems \u00fcber den Haufen geworfen &#8211; auch, wenn es aus der Sicht des 3. Juli 2015 noch ein paar Monate dauern w\u00fcrde, bis es wirklich angenehm wurde. Aber: Auf einmal war es m\u00f6glich &#8211; ohne besonderen Aufwand, ohne Geburtswehen, ohne pl\u00f6tzlichen Konkurs. Man hatte uns jahrelang belogen und Schei\u00dfe erz\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 4. August schieden zwei unserer Fahrer aus, was die Personalsituation deutlich versch\u00e4rfte und wir fuhren weitgehend wieder im Rahmen der &#8220;alten&#8221; Arbeitszeiten, bis sich Ersatz fand. Es war auch der Tag, an dem meine Frau eine Stufe der Hierarchieleiter aufstieg und in deutscher Manier gleich ihr Bedauern wegen der gestiegenen Verantwortung gegen\u00fcber eigensinnigen und unwilligen Untergebenen zum Ausdruck brachte. Dass Ihr Gehalt sp\u00fcrbar steigen w\u00fcrde, wurde in ihrem Redefluss nur Nebens\u00e4chlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 7. August stellten wir fest, dass jemand die Schranke an der Einfahrt zum Depotgel\u00e4nde festgebunden und damit den Motor des Hebemechanismus gehimmelt hatte. Niemand gab die Tat zu. H\u00e4tte mich auch gewundert. Das eher paranoide Management glaubte an Sabotage, ich hegte im Stillen den Verdacht, dass der 25 Jahre alte Motor ohne Fremdeinwirkung mal wieder einen Durchh\u00e4nger gehabt hatte und &#8220;auf Halbmast&#8221; h\u00e4ngen geblieben war, worauf ein Mitarbeiter der Fr\u00fchschicht den Mast vermutlich aufgerichtet und fixiert hatte, um den LKWs die problemlose Durchfahrt zu erm\u00f6glichen. Der Mast wurde wieder entbunden, der Motor geflickt &#8211; und im Monat darauf war er wieder hin. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 10. August erreichten uns Neuigkeiten von Transoflex. Der Chefoberboss w\u00fcrde bei ToF aussteigen und in einer \u00dcbergangsphase seine rollenden Rostwannen an den Nachfolgeunternehmer vermieten, damit dessen Fahrer sich einarbeiten konnten. Das Angebot, die JP-Fahrer als Instruktoren noch ein paar Tage mit auf Tour zu nehmen, wurde abgelehnt; das neue Unternehmen hatte bereits alle notwendigen Stellen verplant und vertraute darauf, dass die eigenen Fahrer die Sache allein hinbekommen w\u00fcrden. Dass die JP-Fahrer daher ohne lange Vorwarnung erst mal ohne Besch\u00e4ftigung waren, war nat\u00fcrlich schade, aber, ganz ehrlich: Als Paketfahrer ist man nicht lange arbeitslos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Tage sp\u00e4ter war dann zu h\u00f6ren, dass ToF dem Chefoberboss gek\u00fcndigt hatte, weil der seine quasi marktbeherrschende Stellung (als Arbeitgeber fast aller ToF-Touren) dazu hatte ausnutzen wollen, einen neuen Vertrag mit mehr Gewinnmarge herauszuholen. Scheinbar hatte er sich dabei verkalkuliert, dass der Schnelllieferdienst davor zur\u00fcckschrecken w\u00fcrde, einen solchen derart gewagten Schritt zu gehen. JP als Monopolist und Erpresser lie\u00dfen sie sich aber nicht gefallen und lie\u00dfen den Vertrag auslaufen. Aus die Maus.<br>Da sich so etwas herumsprach, waren nat\u00fcrlich andere Fuhrunternehmen sofort darum bem\u00fcht, die nun freien Arbeitnehmer abzugreifen. Der Tourenf\u00fcrst bat mich, bei zweien meiner Exkollegen anzufragen, aber Holterdipolter weigerte sich strikt: F\u00fcr DEN werde er niemals arbeiten (Hibbel f\u00fchrte gegen den Tourenf\u00fcrsten gerade einen Prozess vorm Arbeitsgericht wegen ausstehender Lohnzahlungen), und der K\u00f6nig, herzensgut und treudoof, wie er nun mal ist, wollte lieber bei JP bleiben und in diesem Rahmen zu GLS wechseln. Schade.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstmal. Denn im Laufe der kommenden zw\u00f6lf Monate fiel das Transportimperium komplett auseinander, bis der Chefoberboss, der mal allein mit ToF jeden Monat eine Viertelmillion Euro Umsatz gemacht hatte, mit seiner Tochter zu zweit in einer kleinen Wohnung \u00fcber der Plaidter Werkstatt lebte, die nun seine alleinige Einkommensquelle war. Ich h\u00f6rte etwa ein Jahr sp\u00e4ter, dass er sich darauf spezialisiert hatte, alte Autos vom Schrottplatz, also solche mit Oldtimer-Status, wieder aufzum\u00f6beln und zu verh\u00f6kern. Dass seine Familie auseinanderbrechen w\u00fcrde, h\u00e4tte ich ihm nicht gew\u00fcnscht, aber ich konnte ob seines Schicksals auch nicht sonderlich traurig sein. Auf den &#8220;K\u00f6nig&#8221; komme ich dann n\u00e4chstes Jahr wieder zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 13. August verga\u00df ich zwei Leisten der Firma Item im Depot. Langteile stellte ich innen neben das Rolltor, weil sie dort in der Nische nicht umfallen k\u00f6nnen. Prompt verga\u00df ich sie. Sie wurden dann bei der Lagerkontrolle nat\u00fcrlich gefunden und mussten noch vor 12 zugestellt werden, das hei\u00dft, ich musste am sp\u00e4ten Vormittag mit Bleifu\u00df zur\u00fcck nach Urmitz fahren, die Leisten aufnehmen und zum Kunden bringen. Das kostete mich etwas mehr als eine Stunde Zeit, aber bemerkenswert war halt, dass ich dennoch um kurz vor Sechs zuhause war. Denn die Umstellungen zeigten langsam Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manche Fahrer wurden zu &#8220;Sp\u00e4ttouren&#8221;. Deren Arbeitszeit begann erst um Acht und die Idee war, dass sie keine Expresse mitnehmen mussten, sofern nicht eine Zustellung f\u00fcr den fr\u00fchen Fahrer, der wie \u00fcblich um Sechs anfing, v\u00f6llig ung\u00fcnstig lag. Und das funktionierte.<br>Der Tourenf\u00fcrst hatte die Idee, dass auch ich sp\u00e4t fahren sollte, aber die Idee trieb ich ihm bald wieder aus, weil meine fr\u00fch anwesenden Kollegen entweder lernunwillig oder egoistisch waren, man kennt das ja. Erstere kannten die Feinheiten des Gebiets nicht (wie die bereits erw\u00e4hnte Trennung in Bad Honnef &#8220;oben&#8221; versus &#8220;unten&#8221;, deren jeweilige Stra\u00dfen man schlicht auswendig kennen oder zeitaufw\u00e4ndig nachschlagen musste) und letztere machten sich keine gro\u00dfe M\u00fche, die ihnen zugeteilten Pakete l\u00e4nger als f\u00fcnf Minuten zu suchen. Beiderlei Verhalten sorgte daf\u00fcr, dass Sp\u00e4ttouren jeden Tag Zustellungen zu leisten hatten, die nicht in ihr Tourgebiet geh\u00f6rten &#8211; und wegen eines P\u00e4ckchens vom Rhein hoch zur Vogelsbitze und wieder runter zu fahren kostete mal eben eine Dreiviertelstunde. So blieben irgendwelche Pausen weiterhin eher dem Zufall \u00fcberlassen. Ich protestierte und fuhr bald wieder fr\u00fch, wo ich exakt unter Kontrolle hatte, welche Pakete ich einladen w\u00fcrde und welche nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Jahr 2015 kann man mehr oder minder in Form von Kurzmeldungen zusammenfassen. Am 8. April erfuhren wir, dass die europ\u00e4ischen Kartellbeh\u00f6rden dem Zusammenschluss von FedEx und TNT zugestimmt hatten. UPS war die Fusion zuvor verweigert worden, weil die Marktstellung von UPS in Europa bereits bedeutend war und ist. 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