{"id":2961,"date":"2017-08-13T18:00:03","date_gmt":"2017-08-13T16:00:03","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=2961"},"modified":"2017-10-22T12:04:33","modified_gmt":"2017-10-22T10:04:33","slug":"op-da-schael-seit-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=2961","title":{"rendered":"Op da sch\u00e4l Seit (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<p>Also merke: Zweidimensional denken. Gebiete, nicht Linien. Die geistige Umstellung nahm einige Tage in Anspruch, sparte aber langfristig nat\u00fcrlich Zeit. Zun\u00e4chst machte diesem Ideal jedoch noch die schiere Gr\u00f6\u00dfe des Tourgebiets und das Gebaren mancher Kunden einen Strich durch die Rechnung. Die Industriegebiete oben im Siebengebirge sind erstaunlich aktiv, und allein vom Rhein aus hoch bis zur Autobahn (wo das Tourgebiet ja keinesfalls bereits seine \u00f6stliche Grenze erreicht hat) und wieder runter zu fahren kostet eine gute Dreiviertelstunde Zeit, und da habe ich noch keinen Kunden gesehen, deren Abfertigung ja auch Zeit kostet.<br \/>\nUnd dann gibt es Kunden wie einen in Bad H\u00f6nningen, der in der Regel erst anmeldete, nachdem ich mit Solvay fertig und l\u00e4ngst woanders war, und gleichzeitig die Abholung erledigt haben will, bevor ich auf dem Weg nach Hause wieder durch den Ort fahren w\u00fcrde. Das f\u00fchrte dazu, dass ich von Linz aus nach Bad H\u00f6nningen zur\u00fcck musste, was insgesamt eine halbe Stunde meines Feierabends verschlang.<br \/>\nOder solche im Siebengebirge, die gern das Zeitlimit zur Anmeldung von Abholauftr\u00e4gen ausnutzten und mich so immer wieder dort oben festhielten, weil es nat\u00fcrlich mehr Zeit kostet, wieder hoch zu fahren, als unt\u00e4tig auf einem Parkplatz rumzusitzen. Ins B\u00fcro zu gehen und zu fragen, ob was abzuholen sei, erwies sich schnell als hinf\u00e4llig, da meine Kunden ja nicht vorhersehen k\u00f6nnen, ob nicht einem ihrer eigenen Kunden kurz vor Schluss noch einfallen w\u00fcrde, dass er ja noch was braucht. Nach Wochen und Monaten hatte ich aber den einen oder anderen, der es konnte, soweit, dass sie fr\u00fcher anmeldeten.<\/p>\n<p><em>\u201eIch geb Dir ne kleine, nahe Tour\u201c<\/em>, hatte mir der Tourenf\u00fcrst bei meinem Wechsel zu TNT angek\u00fcndigt. Aber das einzige, was an der Tour klein war, waren die Frachtzahlen. Wie ich bereits sagte, waren 40 bis 60 Colli weit unter dem Pensum, das ich von Transoflex gewohnt war. Die Gemeinde K\u00f6nigswinter hat einen Durchmesser von gut 20 Kilometern. Von einem Ende zum anderen fahren zu m\u00fcssen, macht bereits was aus. Aber bis ich nach der morgendlichen Abfahrt mein Tourgebiet \u00fcberhaupt erreichte, verging bereits etwa eine halbe Stunde, wobei diese Zeit in einem bedeutenden Ma\u00dfe dem Innenstadtverkehr von Neuwied geschuldet war. Wenn Ferien sind, ist dieser Stau wie weggeblasen, weil die Mamis und Papis ihren Nachwuchs scheinbar gern direkt ins Klassenzimmer fahren, anstatt sie den Bus nehmen zu lassen. Irgendwann gab ich entnervt auf und nahm die Bundesstra\u00dfe um Neuwied herum. Auch die f\u00fchrte zum Teil durch Stadtgebiet, wo es zu Ampelstaus kam, aber nicht in dem Ma\u00dfe wie in der Innenstadt. Trotz der zus\u00e4tzlichen Kilometer sparte ich dadurch f\u00fcnf bis zehn Minuten. <\/p>\n<p>Bis nach K\u00f6nigswinter waren es etwa 70 km, die sich auf der B42 hinziehen wie Kaugummi. Dass sich die Stra\u00dfe als Bundesstra\u00dfe bezeichnen darf, ist eigentlich in weiten Strecken ein Hohn. Erst in Nordrheinwestfalen bekommt sie vier Spuren mit baulicher Trennung in der Mitte. Bis dorthin handelt es sich um eine bessere Landstra\u00dfe, die nur eine einzige Stelle bietet, wo man genug freie Sicht hat, um mit einem Kleintransporter auch mal einen LKW zu \u00fcberholen. Verpasst man diese eine Gerade wegen Gegenverkehrs, verliert man wieder eine Menge Zeit. Und es rollt eine Menge LKW-Verkehr \u00fcber die B42. Ich w\u00fcrde mal sch\u00e4tzen, dass es sich bei mindestens jedem zehnten Fahrzeug um einen LKW handelt. In Leutesdorf (und nicht nur dort) gibt es eine B\u00fcrgerinitiative gegen Verkehrsl\u00e4rm, und man muss sich das mal vorstellen: Die B42 ist die rechtsrheinische Hauptverbindung in Richtung Bonn. Eigentlich d\u00fcrfen Laster nur bis Rheinbreitbach fahren, und das auch nur, falls sie eine Zustellung in einem der Orte auf der Strecke haben. Die Fahrer und Unternehmer werden dazu angehalten, bei weiter entfernten Zielen die Autobahn zu nehmen und Bad Honnef zum Beispiel \u00fcber Aegidienberg\/Landstra\u00dfe anzufahren. Das interessiert aber die wenigsten, weil es zus\u00e4tzliche Kilometer und zus\u00e4tzliche Fahrzeit mit sich bringt. DHL zum Beispiel f\u00e4hrt mit einem Zw\u00f6lftonner plus Anh\u00e4nger grunds\u00e4tzlich \u00fcber die B42 nach Bonn. Das Verbot wird in keiner Weise durchgesetzt. Das Problem im Mittelrheintal ist aber nicht nur der LKW-Verkehr, denn parallel zur Bundesstra\u00dfe verl\u00e4uft auch eine f\u00fcr den Frachtverkehr immens wichtige doppelgleisige Bahnlinie. Da f\u00e4hrt nicht ab und zu mal ein Zug, nein, da f\u00e4hrt alle paar Minuten ein Zug. <\/p>\n<p>Einmal, als ich die Erfahrung noch nicht gemacht hatte, stand ich in einer Schlange von Autos vor einem Bahn\u00fcbergang in K\u00f6nigswinter. Ein Zug fuhr durch. Aber die Schranke \u00f6ffnete sich nicht. F\u00fcnf Minuten darauf fuhr ein weiterer Zug durch, f\u00fcr den die Schranke erst gar nicht ge\u00f6ffnet worden war. Dann wurde die Stra\u00dfe wieder freigegeben, die sechs Autos vor mir rollten \u00fcber den \u00dcbergang \u2013 und als ich an der Reihe war, schaltete die Ampel wieder auf Rot und die Schranke senkte sich erneut, um einen weiteren, wenige Minuten sp\u00e4ter passierenden Frachtzug passieren zu lassen. So geht das die ganze Zeit, jeden Tag. Insgesamt stand ich eine Viertelstunde so rum und beschloss daher, lieber vier Kilometer Umweg zu fahren, die es aber erlauben, dass ich die Gleise mittels einer Br\u00fccke \u00fcberquere. <\/p>\n<p>Zuletzt darf man nicht untersch\u00e4tzen, wie laut diese Z\u00fcge sind. Oft genug bin ich bei sch\u00f6nem Wetter neben einem Zug hergefahren. Die Z\u00fcge fahren auf gerader Strecke ebenfalls um die 100 km\/h und der Abstand zur Stra\u00dfe betr\u00e4gt abschnittsweise nur wenige Meter. Diese Dinger sind so laut, dass ich bei offenem Fenster die Musik aus der Stereoanlage nicht mehr h\u00f6ren konnte, und ich h\u00f6re nicht leise Musik. Die Anwohner der D\u00f6rfer am Rhein sind also eingeklemmt zwischen hunderten LKWs und tausenden PKWs auf der einen Seite, und rauschendem Schienenverkehr auf der anderen. Das kann kein Vergn\u00fcgen sein. <\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst: Bevor ich am 01. Juli 2014 die Stelle als Fahrer offiziell antreten w\u00fcrde, war ich neugierig, ob es nicht m\u00f6glich w\u00e4re, die zwei Wochen, die ich de facto arbeitslos gewesen war, durch eine Art \u00dcbergangsgeld vom Jobcenter ein wenig auszugleichen. Ich nutze etwas freie Zeit, um mich an entsprechender Stelle einzufinden und erkannte sofort, warum ich in der Vergangenheit immer wieder froh gewesen war, aus dem Geb\u00e4ude wieder heraus zu kommen; es ist diese hoffnungslose Melancholie mit einem Schuss Aggressivit\u00e4t. Jetzt musste nat\u00fcrlich genau vor mir ein arg frustrierter junger Mann dran sein, der seinem Unmut Luft machte, wobei es in dem B\u00fcro zu einer lautstarken Diskussion kam. Es bestand kein Zweifel, mit welcher Art von Laune ich da drinnen empfangen werden w\u00fcrde. Die Sachbearbeiterin wischte mein Anliegen in einem forschen Tonfall vom Tisch.<\/p>\n<p>Dann kam der erste Arbeitstag, an dem ich allein fahren w\u00fcrde. Wegen f\u00e4lliger Reparaturen war ich die ersten Tage in einem Leihwagen unterwegs. Es war hei\u00df und es kam, wie es kommen musste. Ich brauchte eingangs bereits bedeutend mehr Zeit, um aus dem Depot zu kommen, als die erfahreneren Kollegen, weil es auch in einem kleinen Depot genug Raum gibt, in dem man noch ungefundene Pakete suchen kann. Die Dispo macht dabei leider oft nur die halbe Arbeit, weil sie einfach im Bildschirmfenster der jeweiligen Tournummer nachsieht, ob ein Paket noch nicht in Beladung gescannt wurde und schickt den Fahrer dann suchen. Durch eine Nachl\u00e4ssigkeit bei der Programmierung der Benutzeroberfl\u00e4che kann der Disponent aber nur sehen, DASS eine Paketnummer im Wareneingang gescannt wurde \u2013 er kann aber nicht auf den ersten Blick sehen, WO das geschehen ist. Deswegen kann es passieren, dass man eine halbe Stunde zun\u00e4chst ohne, dann mit Hilfe durch das kleine Lager irrt, nur um dann beim zweiten Nachfragen zu h\u00f6ren, dass das gesuchte Paket gar nicht in Koblenz, sondern ganz woanders als \u201eeingegangen\u201c gescannt worden war, also gar nicht gefunden werden konnte.<br \/>\nOder man bekommt zu h\u00f6ren: <em>\u201eDas hat der und der Fahrer in Beladung gescannt.\u201c<\/em> Auch das wird nicht auf den ersten Blick erkennbar gemacht. Man erkennt einen Vorteil der Transoflex-Software: Scannt jemand eines meiner Pakete, erhalte ich sofort Meldung auf meinem Handger\u00e4t, von wem ich es abholen muss; dabei werden die Sendungen bei TNT ebenso morgens auf die Touren verteilt, die Implementierung einer solchen automatisch generierten Mitteilung kann eigentlich keine so gro\u00dfe Herausforderung sein. Wenn einem das jeweils einmal passiert ist, legt man sich also gleich schon mal zwei oder drei R\u00fcckfragen zurecht, BEVOR man Ware sucht, die man nicht finden kann. <\/p>\n<p>An dieser Stelle muss ich hinzuf\u00fcgen, dass die Dispo die Fahrer bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag suchen l\u00e4sst, wenn das Paket eindeutig da sein muss, obwohl die Fahrer doch Expresspakete geladen haben, die p\u00fcnktlich zugestellt werden m\u00fcssen. Da den Fahrer nat\u00fcrlich niemand festbindet, kann der nat\u00fcrlich dennoch sagen: <em>\u201eIch lass das jetzt mit dem Suchen, sonst komme ich nicht mehr rechtzeitig an\u201c<\/em>, aber wenn das Paket dann doch noch gefunden wird, muss es auch irgendwie zugestellt werden, und das hei\u00dft in der Regel, dass der betroffene Fahrer de facto seine Mittagspause daf\u00fcr aufwendet, die Ware im Depot abzuholen. Warum ist es nun wichtiger, die komplette Ladung dabei zu haben, als die Expresse zeitig zuzustellen? Daf\u00fcr gibt einem niemand eine Erkl\u00e4rung. Aber irgendwann versteht man irgendwann, dass beide Umst\u00e4nde \u2013 &#8220;Paket nicht zugestellt&#8221; und &#8220;Paket nicht rechtzeitig zugestellt&#8221; \u2013 gleichwertig negativ in die Leistungsstatistik des Depots eingehen, dass aber der Fuhrunternehmer allein finanziell daf\u00fcr haftet, wenn einer seiner Fahrer nicht rechtzeitig vor Ort ist.<\/p>\n<p>Bei solchen Dialogen mit der Dispo wiederum st\u00f6\u00dft man auf das Ph\u00e4nomen der \u201eTageslaune\u201c \u2013 die Disponenten stehen nicht alle und jeden Tag solchen R\u00fcckfragen offen gegen\u00fcber. Immerhin kann man den zweien, die das betrifft, nennen wir sie mal \u201eJim\u201c und \u201eKnopf\u201c, weil mir nichts besseres einf\u00e4llt, am Gesicht ablesen, was f\u00fcr eine Laune sie gerade haben. Jim ist an guten Tagen ein Quell guter Ideen (und sparte mir durch kreative Eingriffe in die Aufgabenverteilung zwischen mir und meinen Nachbarn im Laufe der kommenden Monate eine Menge Zeit), aber an schlechten Tagen kann man mit dem nicht reden, weil er gleich pampig wird. Und wenn Knopf seine Kinder ebenso erzieht, wie er das mit den Fahrern versucht, wenn er nicht gut drauf ist, dann m\u00fcsste ich die beiden Jungs bedauern. Das wichtigste, was man sich f\u00fcr ihn merken muss, ist: Er hat keinen Humor. Klar, auch der macht mal Witze, und ich sage nicht, dass die grunds\u00e4tzlich schlecht sind, aber wehe, man antwortet mit einer (wenn auch ebenso wenig ernst gemeinten) Bemerkung in seine Richtung, dann ist es mit dem Sonnenschein vorbei.<br \/>\nRein oberfl\u00e4chlich betrachtet hilft es auch nicht, dass Knopf aussieht wie&#8230; wie soll ich sagen? Wenn man in der Brockhaus-Ausgabe von 1938 nachschl\u00e4gt, findet man im Eintrag \u201eArier\u201c vermutlich ein Bild von ihm. Wenn ich jemals einen Film mit Handlung im Zweiten Weltkrieg mache, besetze ich die Rolle des b\u00f6sen SS-Offiziers mit ihm. Nicht, dass er von der Einstellung her ein Nazi w\u00e4re, aber das forsche Wesen und das rein \u00c4u\u00dfere sind schlagende Argumente f\u00fcr ein solches Casting. <\/p>\n<p>Ich schweife ab. Ich wollte was \u00fcber meinen Mangel an Effizienz sagen, der mich als erstes eher gegen acht Uhr als gegen sieben Uhr aus dem Depot l\u00e4sst, und mir dann auf der Tour Schwierigkeiten macht, weil ich nat\u00fcrlich immer noch fast jede Adresse im Navi eingeben muss und mich weniger gut organisieren kann, weil ich die r\u00e4umlichen Verh\u00e4ltnisse und die Abfolge verschiedener Orte und Adressen noch nicht auswendig kenne. Die ersten Tage waren dem entsprechend extrem stressig, und das bei starker Sommerhitze. <\/p>\n<p>In jenen Tagen wurde in Ittenbach ein neues Einkaufszentrum gebaut und gleichzeitig die davor verlaufende Hauptstra\u00dfe ausgebessert, inklusive neuem Kreisverkehr an der Abzweigung zur Baustelle. Ich hatte eine Zustellung f\u00fcr das Einkaufszentrum und sah mich vor ein Problem gestellt: Der entstehende Kreisel war, mit einer Ampel versehen, f\u00fcr den Durchgangsverkehr offen, aber die Abzweigung war gesperrt. Ich fuhr vor der Ampel an der Tankstelle raus und ging die 200 m zu Fu\u00df zum Kreisel, ging hinter die Absperrung zu den Bauwagen und traf dort sofort einen Verantwortlichen, der die Ware annehmen w\u00fcrde. Ich fragte, ob ich die Absperrung beiseite schieben d\u00fcrfe, damit ich nicht jedes Paket einzeln \u2013 leichter, aber sperriger D\u00e4mmstoff \u2013 von der Tankstelle aus hertragen m\u00fcsste. Er sagte, das sei kein Problem. Gesagt, getan: Ich fuhr in den Kreisel, schob geschwind die Absperrung beiseite, fuhr zu den Containern und stellte meine Ware zu. <\/p>\n<p>Zu meiner \u00dcberraschung stellte ich beim Rausfahren fest, dass die Absperrung wieder an Ort und Stelle stand. Ich wollte aussteigen, um sie erneut zu bewegen, da schnauzte mich der Polier vom Kreisel an, dass die Sperre gef\u00e4lligst stehen bleibe und ich gef\u00e4lligst so und so und so zu fahren habe, um sie zu umgehen. Wie gesagt: Meine Ortskenntnis auf Stufe 1, meine nervliche Ausdauer fast auf Null. Wo sollte das Problem sein, dass ich den g\u00fcnstigen Moment abwarte, wo beide Ampeln auf Rot stehen, um mich wieder auf die Hauptstra\u00dfe einzuf\u00e4deln?<br \/>\nIch machte an der Stelle einen entscheidenden Fehler: Ich begann, mit dem Polier in einem beiderseits gereizten Tonfall zu diskutieren, w\u00e4hrend ich mich gleichzeitig daran machte, zur Baustelle zur\u00fcck zu rollen, um zu wenden, damit ich die in knappen Worten beschriebene Umleitung fahren konnte. Da rumste es pl\u00f6tzlich von hinten. Ich sah in den Spiegel: Ich war gegen einen Materialcontainer gefahren. Der Polier war in dem kurzen Moment vergessen, ich rastete v\u00f6llig aus und h\u00e4mmerte aus Wut \u00fcber meine eigene Dummheit mit der Faust so heftig auf das Armaturenbrett, dass der Deckel der L\u00fcftung raussprang.<br \/>\nDer Polier musste das gesehen haben. Denn es stellte sich zun\u00e4chst heraus, dass diese Container nicht das Arbeitsger\u00e4t des Einkaufszentrums beinhalteten, sondern das f\u00fcr den Kreisel, das hei\u00dft, ich musste mich mit jemandem einigen, mit dem ich gerade noch heftig gestritten hatte. Zu meiner \u00dcberraschung lief das kurze Gespr\u00e4ch aber sehr sachlich ab, als habe der Streit nicht stattgefunden. Daf\u00fcr war ich wiederum dankbar. <\/p>\n<p>Der Tourenf\u00fcrst teilte mir eine Woche darauf mit, dass die Schadensbehebung an dem Mietwagen 1500 Euro gekostet habe, dass er aber nicht auf meiner Eigenbeteiligung in H\u00f6he von 500 Euro bestehe. Zur Erinnerung: Der Chefoberboss von JP hatte eine Eigenbeteiligung in der unsittlichen H\u00f6he von 1500 Euro in den Vertr\u00e4gen seiner Fahrer stehen. Daf\u00fcr war ich ebenfalls dankbar und f\u00fchlte mich in meiner Meinung best\u00e4rkt, dass ich im Umgang mit den Leuten meiner Umgebung scheinbar etwas richtig machte, denn ich bin sicher, dass die meisten anderen seiner Angestellten sehr wohl h\u00e4tten zahlen m\u00fcssen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Also merke: Zweidimensional denken. Gebiete, nicht Linien. Die geistige Umstellung nahm einige Tage in Anspruch, sparte aber langfristig nat\u00fcrlich Zeit. Zun\u00e4chst machte diesem Ideal jedoch noch die schiere Gr\u00f6\u00dfe des Tourgebiets und das Gebaren mancher Kunden einen Strich durch die Rechnung. 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