{"id":2935,"date":"2017-04-09T15:32:16","date_gmt":"2017-04-09T13:32:16","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=2935"},"modified":"2017-10-22T12:05:51","modified_gmt":"2017-10-22T10:05:51","slug":"die-fracht-am-rhein-teil-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=2935","title":{"rendered":"Die Fracht am Rhein (Teil 14)"},"content":{"rendered":"<p>Zeitsprung. Nach dem Oktober 2013 befinden wir uns mitten im Weihnachtsstress, der prinzipiell jedes Jahr gleich ist, nur, dass eben dieses Jahr die Frachtzahlen im Vergleich zum Jahresdurchschnitt nicht ganz so stark anstiegen, weil die verdammten Jahresdurchschnittszahlen schon deftig waren. Und ich sage auch gleich an dieser Stelle, dass der Januar erneut keine Linderung brachte. Es ging fast genauso weiter. Ich \u00fcberspringe kleinere Stichworte von Unf\u00e4llen und Staus und Hinweise auf Leute, wie zum Beispiel: <em>&#8220;Niehl: Nie bei Frau L. abgeben!&#8221;<\/em>, weil ich schlicht nicht mehr wei\u00df, was gemeint ist. In Niehl lebt ein IT-Fachmann, ich glaube, er baut Computer nach Kundenwunsch zusammen, und als ich zum ersten Mal dort war, war sein Haus gerade kein Rohbau mehr, aber die Einfahrt war bei feuchter Witterung ein Schlammacker. An eine Frau L. und Probleme mit einer solchen kann ich mich nicht erinnern.<\/p>\n<p>Niehl ist ein kleiner Flecken \u00f6stlich von Mettendorf, und jetzt, wo ich daran denke und das Stichwort \u00fcberpr\u00fcfe, f\u00e4llt mir auf, dass Niehl in meinem Blog scheinbar noch nie genannt worden ist &#8211; das sollte eigentlich nicht sein, denn ich kann mich an eine andere Anekdote, vermutlich aus dem Jahr 2012 noch, deutlich erinnern. Es gibt n\u00e4mlich einen gleichnamigen Ort bei K\u00f6ln, der wirtschaftlich scheinbar nicht unbedeutend ist, denn ein Anwohner erz\u00e4hlte mir, dass es in den vergangenen Jahren zweimal vorgekommen sei, dass jeweils ein gro\u00dfer Sattelschlepper in das kleine \u00d6rtchen eingefahren sei, und nicht wieder ohne weiteres herauskam. Die Fahrer wollten nach K\u00f6ln-Niehl und hatten sich bei der Zieleingabe auf dem Navi vertippt und &#8211; scheinbar in v\u00f6lliger Verkennung der geografischen Lage der Stadt K\u00f6ln &#8211; die Autobahn an einer v\u00f6llig unsinnigen Stelle verlassen, ohne den Navi in Frage zu stellen. Da mussten kleine Helfer kommen, die den Trailer entluden, damit das Gespann ohne Gefahr eines hohen Sachschadens wieder aus der Gasse kam. <\/p>\n<p>Locker auch die Anekdote vom Mettendorfer Warenannehmer der Firma Hubor &#038; Hubor: Die Warenannahme ist seine Werkstatt, wo er st\u00e4ndig damit besch\u00e4ftigt ist, Einzelteile irgendwie miteinander zu verbinden. An einem sch\u00f6nen Nachmittag kam ich rein, sah ihn bei der Arbeit und rief ihm zur Begr\u00fc\u00dfung zu:<br \/>\n<em>&#8220;Na, Herr X, wieder einen am L\u00f6ten?&#8221;<\/em><br \/>\n<em>&#8220;Mensch,&#8221;<\/em> gab er zur\u00fcck und richtete sich grinsend auf, <em>&#8220;das w\u00e4r jetzt mal was!&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Na ja, kleine Anekdoten. Dennoch ist es mir ein Bed\u00fcrfnis, in den M\u00e4rz 2014 zu springen.<\/p>\n<p>Ger\u00fcchte bewegen sich schneller durch die Halle, als es f\u00fcr einen Telefonanruf von einem Ende zum anderen ben\u00f6tigen w\u00fcrde. Am 10. M\u00e4rz erfuhren wir so nebenher, dass Magnus seinen Vertrag als selbst\u00e4ndiger Fahrer nicht mehr bei den P+R-Br\u00fcdern habe, sondern wie fr\u00fcher bei JP. Daf\u00fcr wurde keine Begr\u00fcndung geliefert, aber eben diese Abwesenheit einer Erkl\u00e4rung machte die Sache sehr verd\u00e4chtig.<br \/>\nAm 15. M\u00e4rz knallte die Bombe dann bei uns rein: P+R war pleite. Peter und Rama hielten eine kurze Versammlung ab, in der sie uns informierten. Und daf\u00fcr war ich von Trier nach Koblenz umgezogen und hatte mich durch die damit verbundenen Kosten beinahe ruiniert? Ich wei\u00df nicht, ob ich das in dem Blogeintrag \u00fcber den Umzug so festgehalten habe, aber nachdem die unvermeidlichen und die wichtigsten Ausgaben get\u00e4tigt waren, habe ich nach dem Besuch eines Baumarkts selbst \u00fcberrascht festgestellt, dass mein Kontostand auf unter 100 E gesunken war. <em>&#8220;Tut mir Leid,&#8221;<\/em> sagte Peter, <em>&#8220;ist nicht so gelaufen, wie wir uns das gedacht haben.&#8221;<\/em> Apropos, Blick aufs Konto: Das Februargehalt war nicht \u00fcberwiesen worden. Der weitere Weg wurde hinter den Kulissen besprochen.<br \/>\nAm 17. M\u00e4rz war klar, dass die Fahrer bei JP weiter besch\u00e4ftigt werden sollten, unter Beibehaltung der P+R-Arbeitsvertr\u00e4ge im gleichen Wortlaut. Da ich einen recht guten Vertrag hatte, konnte ich mich da nicht beschweren, aber was war mit meinem Februargehalt?<br \/>\nAm 19. M\u00e4rz wurde uns mitgeteilt, dass alle Gl\u00e4ubigerforderungen an JP abgetreten wurden und dass wir unsere ausstehenden Geh\u00e4lter von dort erhielten, was auch bald danach geschah.<br \/>\nIn jenen Tagen kam es jedoch obendrein zu einem heftigen Streit zwischen den Br\u00fcdern und dem Chefoberboss. Das w\u00fcrde keine Trennung im Guten werden. Es ging zumindest zum Teil um die scheinbar miese Tourenplanung, und die Sache eskalierte &#8211; die beiden Br\u00fcder machten sich aufgebracht aus dem Staub und lie\u00dfen zwei fast fertig geladene Trierer Touren stehen, f\u00fcr die nun auf die Schnelle je ein Fahrer gefunden werden musste. War mir eigentlich egal, ich hatte immer noch selbst gen\u00fcgend Probleme, und auch der kommende April wartete mit Arbeitszeiten von \u00fcber 70 Stunden pro Woche auf.<\/p>\n<p>Am 07. April zum Beispiel sollte ich Pakete bei RENO in Bitburg abholen. Vielleicht unverkaufte Ware, die ihr modisches Haltbarkeitsdatum \u00fcberschritten hat, was auch immer. Das kam \u00f6fter vor und das Problem dabei war, dass zu dem Zeitpunkt der Sprinter noch halbvoll war. Damit mich die Abholware also nicht st\u00f6rte, musste ich alles zuerst einen Schritt weit in Richtung Hintert\u00fcr r\u00e4umen, um das Zeug von RENO an die Kopfwand stellen zu k\u00f6nnen, und dann m\u00fcssen die L\u00fccken wieder geschlossen werden. Das kostet nat\u00fcrlich nicht wenig Zeit und ich mochte diese Stopps daher nicht besonders. An diesem Tag im fr\u00fchen April des Jahres 2014 jedoch waren es nicht nur deutlich mehr Kartons als \u00fcblich, sie waren dar\u00fcber hinaus auch weder verschlossen noch mit dem obligatorischen Abhollabel beklebt. Der Kunde muss auf den Labels unterschreiben und ich muss den Empfang quittieren, und all das musste noch ausgef\u00fcllt werden. Tolle Wurst.<br \/>\nEs erscheint mir heute nicht mehr voll nachvollziehbar, aber meine Notiz sagt eindeutig aus, dass mir der Gedanke sympathisch schien, alle im Laden umzubringen. Vielleicht gab es noch andere Komplikationen, die ich vergessen habe? Oder es war die Gelegenheit, wo mir solches Denken voll bewusst wurde? Ich ertappte mich dabei, wie es beim Einr\u00e4umen laut sagte: <em>&#8220;Irgendwann bring ich sie alle um&#8230;&#8221;<\/em>, und ich sagte das in jenen Tagen \u00f6fter, was mich doch irgendwo erschreckte. Nur wundern konnte ich mich nicht dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Irgendwie passend dazu eine Notiz \u00fcber einen Beitrag im Deutschlandfunk in der Rubrik <em>&#8220;Forschung Aktuell&#8221;<\/em> mit der Meldung <em>&#8220;Hunger macht aggressiv&#8221;<\/em>. Wer h\u00e4tte das gedacht? Da hatte tat\u00e4chlich jemand eine wissenschaftliche Arbeit zu geschrieben. Richtig fundiert und akademisch wasserdicht &#8211; aber ich fragte mich am\u00fcsiert, wo hier denn der Erkenntnisgewinn liege? Dass Hunger aggressiv macht, wei\u00df jeder. Wenn Du richtig Hunger hast, bist Du pl\u00f6tzlich bereit, einem Huhn den Kopf ab- und die Ged\u00e4rme rauszurei\u00dfen; ein Verhalten, das ich in normalem Zustand als extrem absto\u00dfend empfinden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Aber gut, immerhin hatte ich nur den halben April zu arbeiten, denn die zweite H\u00e4lfte hatte ich Urlaub, vom 17. April bis zum 02. Mai. Am 05. Mai unterschrieb ich einen neuen Vertrag bei JP-Transporte. Was irgendwo aberwitzig ist. Oder besser: Was sich als aberwitzig herausstellte, denn bereits am 07. Mai geschah folgendes&#8230;<\/p>\n<p>Das mir aufgetragene Arbeitspensum hatte ein irrsinniges Ma\u00df. Schon wieder und immer noch. Vom Depot aus fuhr ich durch Ehrang nach Kordel, wo meine Zustellungen begannen. Von dort aus bediente ich die Gegend von Newel bis nach Trierweiler und Udelfangen, und von dort aus ging es erst nach Wolsfeld und Alsdorf, also dorthin, wo meine eigentliche Eifeltour \u00fcberhaupt erst anfing. In den guten Zeiten im Sommer 2012 war ich um 10:30 Uhr in Irrel fertig und wusste so, dass ich zwischen halb drei und drei in Waxweiler fertig sein w\u00fcrde, aber nun, zwei Jahre sp\u00e4ter, hatte das alles keine G\u00fcltigkeit mehr. Mit Irrel war ich 2014 zwischen halb Eins und Ein Uhr fertig, neu hinzugewonnene Stammkunden verlangten kilometerweite Abstecher von der Hauptroute, und wenn ich dann am sp\u00e4ten Nachmittag in Waxweiler alle Kunden durch hatte, fuhr ich nicht etwa nach Hause, sondern oft noch Bickendorf, Flie\u00dfem, Badem und Kyllburg. <\/p>\n<p>Und es geschah am 07. Mai 2014 in Kyllburg, dass ich just vor der Apotheke hinter einem parkenden Auto stehenbleiben musste, um den Gegenverkehr vorbeizulassen. Als ich dann wieder ausscheren wollte, um wieder Fahrt aufzunehmen, rollte ich auf der absch\u00fcssigen Stra\u00dfe ein St\u00fcck zu weit zur\u00fcck und rammte mit dem Trittbrett das kleine Auto einer \u00e4lteren Dame. Motorhaube und K\u00fchlergrill waren eingedellt. Wir besprachen uns kurz, ich rief die Polizei an, die aus Bitburg anr\u00fccken musste, und dann warteten wir eine knappe Stunde. W\u00e4hrenddessen begann es in Str\u00f6men zu regnen, und ich tat, was ich in diesen Situationen immer tue: Schlafen. Als der Streifenwagen eintraf, schien wieder die Sonne, als k\u00f6nne nichts den Himmel tr\u00fcben.<br \/>\nDer Unfall wurde aufgenommen und einer der Polizisten machte die Bemerkung, dass er diesen Sprinter kenne. Ein Kollege von mir war wohl vor nicht allzu langer Zeit in einen Unfall damit verwickelt gewesen und hatte die Sache durch Nicht-Auskunft hinausgez\u00f6gert, weswegen besagter Polizist gewisse &#8220;Vorbehalte&#8221; gegen meinen Arbeitgeber hegte (der sich wohl ebenfalls nicht sehr konstruktiv bei der Aufkl\u00e4rung der Angelegenheit verhalten hatte). Immerhin schien er das nicht auf mich zu \u00fcbertragen und er zeigte Verst\u00e4ndnis f\u00fcr meine Situation, die durch \u00dcberarbeitung und Mangel an Ruhe gekennzeichnet war.<\/p>\n<p>Das war dann das Ereignis, das das sprichw\u00f6rtliche Fass zum \u00dcberlaufen brachte. Ich fuhr nach den Formalit\u00e4ten sofort nach Plaidt, um meinen Unfallbericht abzugeben. Der Chefoberboss war nicht da, von daher nahm ich mir ein weiteres Blatt Papier aus dem Drucker und verfasste in drei Zeilen meine K\u00fcndigung. Ich hatte die Schnauze endg\u00fcltig voll. Ich hatte keine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, wie ich so weit zur\u00fcckrollen konnte, um das Auto der Dame zu besch\u00e4digen, ich konnte auch nicht sagen, ob sie vielleicht zu nah aufgefahren war, und ich hatte m\u00f6glicherweise verpasst, in den Au\u00dfenspiegel zu schauen. Ich hatte und habe keinerlei Erinnerung an den Hergang des Unfalls. Dieses Mal war es das Auto &#8211; vielleicht w\u00fcrde ich demn\u00e4chst die Oma selbst anfahren? Nein, jetzt war Schluss. K\u00fcndigung, Name, Datum, Unterschrift, Ihr k\u00f6nnt mich alle mal.<\/p>\n<p>Der Chefoberboss war tags drauf in der Halle, um mich zu sehen. Versprach Verbesserungen, die ich in den vergangenen Monaten schon \u00f6fter von anderen Leuten geh\u00f6rt hatte, und meinte, ich k\u00f6nne doch nicht erwarten, dass binnen weniger Wochen alles gut reorganisiert werden k\u00f6nne. Er schob den Schwarzen Peter an Transoflex weiter, er sei ja bereit, mehr Touren zur Entlastung der Fahrer einzurichten, beharrte aber darauf, dass der Konzern dagegen nicht bereit sei, mehr Touren zu bezahlen, und aus eigener Tasche werde er das nicht machen. Ich entgegenete, dass ich schon seit Januar 2013 auf eine bessere Organisation des Zustellbetriebs warte, dass sich nichts verbessert habe, und dass ich schlicht nicht mehr k\u00f6nne. Allein bei dem Gedanken an den Unfall zitterte meine Hand. Ich war mit den Nerven am Ende, Punkt. Ich erkl\u00e4rte mich allerdings bereit, noch einen Nachfolger auszubilden. <\/p>\n<p>Eine Woche darauf, am 15. Mai, war allerdings irgendwas Gr\u00f6\u00dferes mit Felix passiert, weswegen ich mich bereit erkl\u00e4rte, noch zwei Monate weiter zu machen, aber ich wei\u00df nicht mehr, um was es ging. Es mag in jenen Tagen gewesen sein, dass ich vertretungsweise an der Mosel unterwegs war. Dabei fuhr ich nicht die ganze Tour, sondern nur einen Teil, und der war anspruchsvoll genug, also ganz anders als mein Eindruck, den ich vor zwei Jahren gewonnen hatte, als ich mit Felix einen Tag lang unterwegs gewesen bin. Ich habe dazu leider keine n\u00e4heren Notizen gemacht und erinnere mich nur bruchst\u00fcckhaft an einige Dinge, wie den Supermarkt, wo Felix Hausverbot hat, an eine verschachtelte Apotheke, an eine weitere, wo ich eine Angestellte im Kittel ihrer Kollegin erwischte, nachdem sie nicht verstand, warum ich sie mit dem falschen Namen angesprochen hatte (<em>&#8220;Das steht aber auf Ihrem Namensschild&#8230;&#8221;<\/em>), eine Stra\u00dfe mit mehreren Hundert Hausnummern, ein Industriegebiet <em>&#8220;Mont Royal&#8221;<\/em>, das Nest Gornhausen, das nun wirklich weit ab vom Schuss liegt, die Fahrradh\u00e4ndler, die einem schon mal das halbe Auto allein f\u00fcllen k\u00f6nnen, und eine Art Spa in einer Villa, wo mich ein Auftrag eine Weile aufhielt. Ich k\u00f6nnte daraus keine zusammenh\u00e4ngende Geschichte machen. <\/p>\n<p>Ach ja, ich fasste den Plan, mir zwei leere Glasflaschen bei einem der Hersteller zu besorgen, um Dr. Pepper Cola einzuf\u00fcllen, weil ich das nostalgische Geschmackserlebnis einer Limonade aus der Glasflasche wiedererleben wollte. Ich kam w\u00e4hrend jener Tage allerdings nicht dazu, bat schlie\u00dflich Felix, mir Flaschen zu besorgen, und der dr\u00fcckte mir nach zweimaliger Wiederholung meiner Bitte schlie\u00dflich zwei Flaschen ohne Etiketten in die Hand, die ziemlich eindeutig von ihm selbst ausgetrunken und gerade mal ausgesp\u00fclt worden waren und noch nach Wei\u00dfwein rochen. Na ja, was soll&#8217;s. So isser halt.<br \/>\nAuff\u00e4llig war noch, dass mir der vor langem verschwundene fr\u00f6hliche Winzer eine SMS schickte, in der er mir mitteilte, dass ich in seinem Heimatort an ihm vorbeigefahren sei, ohne ihn zu erkennen. Wie konnte man ihn nicht erkennen? War er denn fett und h\u00e4sslich geworden? Die Frage blieb leider ungekl\u00e4rt. <\/p>\n<p>F\u00fcr den 19. Mai stehen dann aber mehrere Punkte in meinen Notizen.<br \/>\nDer bedeutendste Punkt war, dass der Tourenf\u00fcrst auf mich zutrat. Er habe geh\u00f6rt, dass ich bei JP unzufrieden sei, ob ich denn nicht f\u00fcr ihn bei TNT fahren wollte? Ich erinnerte mich nat\u00fcrlich gern an die Aussage des Alten Kroaten, dass Paketzustellung bei TNT bedeutend weniger anstrengend sei, als bei Transoflex. Ich bekundete also Interesse, ohne noch weiter dar\u00fcber nachzudenken &#8211; blo\u00df weg hier! Der Tourenf\u00fcrst bot an, mit dem Chefoberboss, der ja auch sein Vertragsgeber war, \u00fcber meine K\u00fcndigung zu sprechen, die zum 15. Juni wirksam werden sollte. <\/p>\n<p>Der zweite Punkt am 19. Mai ist, dass mir mein zweites Rollbrett geklaut wurde. Ich hatte ja eines irgendwo in Saarburg vergessen und niemand unter den Kunden dort hatte es je wieder gesehen. Danach hatte ich ein neues gekauft, nur halb so gro\u00df, aber besser als nichts. Ich verlieh es regelm\u00e4\u00dfig morgens an Kollegen, die damit ihre eigenen Zustellhindernisse oder Abholer zum Verschlusslager brachten, da Hubw\u00e4gen in dem Depot ja Mangelware sind. In der Regel stellte es der Ausleiher irgendwann wieder unauff\u00e4llig an meinen Platz, wo ich es dann zur eigenen Verwendung wieder vorfinden w\u00fcrde. Nicht so an jenem Morgen. Ich sah irgendwann auf die Uhr und stellte fest, dass ich meine eigenen Sachen mal nach vorn bringen musste, aber mein Rollbrett war nicht da. Ich fragte den heutigen Ausleiher, und der sagte mir, es tue ihm Leid, er habe das Rollbrett wohl versehentlich im Verschlusslager vergessen. Ich fragte den Rocker dann danach, aber dem war kein Rollbrett aufgefallen. Meine Umfrage unter weiteren Kollegen blieb ergebnislos. Super &#8211; Rollbrett weg, mehr M\u00fche und Frust f\u00fcr mich. <\/p>\n<p>Zum dritten Punkt am 19. Mai 2014 komme ich im nachfolgenden Teil dieser Serie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeitsprung. Nach dem Oktober 2013 befinden wir uns mitten im Weihnachtsstress, der prinzipiell jedes Jahr gleich ist, nur, dass eben dieses Jahr die Frachtzahlen im Vergleich zum Jahresdurchschnitt nicht ganz so stark anstiegen, weil die verdammten Jahresdurchschnittszahlen schon deftig waren. Und ich sage auch gleich an dieser Stelle, dass der Januar erneut keine Linderung brachte. 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