{"id":292,"date":"2008-11-29T00:07:16","date_gmt":"2008-11-28T23:07:16","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=292"},"modified":"2017-10-22T13:11:41","modified_gmt":"2017-10-22T11:11:41","slug":"die-saarbrucker-antiquitatenmesse-backstage-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=292","title":{"rendered":"Die Saarbr\u00fccker Antiquit\u00e4tenmesse &#8211; backstage (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<p>In Saarbr\u00fccken findet seit Jahrzehnten jedes Jahr eine Antiquit\u00e4tenmesse statt, kurz vor Winter scheint die \u00fcbliche Zeit zu sein. F\u00fcr die Trierer Teppichgalerie war ich zum ersten Mal als Aufbauhelfer bei diesem Ereignis unterwegs, das kaum weniger Vorbereitungszeit in Anspruch nahm, als sein Gegenst\u00fcck in Luxemburg.<\/p>\n<p>Lampen putzen, Leisten streichen, schadhafte Ausr\u00fcstung reparieren oder ersetzen, Ausstellungsst\u00fccke aussuchen und in einer Liste erfassen, zusammen mit Werkzeug, Leitern, Kabel, Staubsauger, Dekorationsartikeln, wie geschnitzte (Mini-) Fensterrahmen und Buddhafiguren, gr\u00fcnen Stoffbahnen (als Wandverkleidung), einer blauen Folie zum Verh\u00fcllen des Stands, Tisch und St\u00fchlen, einer schm\u00fcckenden, aber praktischen Holzkiste, und allerlei B\u00fcro- und Werbematerial in das Wohnmobil packen. Die ausgesuchten Teppiche werden in einem angemieteten Anh\u00e4nger verstaut, doppelt und dreifach abschlie\u00dfbar, Funktionen, \u00d6l, Benzin, und Scheibenwasser \u00fcberpr\u00fcfen. Das nahm zwei halbe Arbeitstage in Beschlag.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Einladens kam, eine Viertelstunde vor dem geplanten Feierabend, ein Mann in meinem Alter herein, dem man den Studenten noch sehr ansah. Er trug eine schwarze Umh\u00e4ngetasche mit dem roten Schriftzug <strong>&#8220;Mis en Place&#8221;<\/strong> &#8211; einem lokalen Cateringunternehmen der Mittelklasse. W\u00fcrde man Fachbereiche nach der \u00e4u\u00dferen Erscheinung zuordnen k\u00f6nnen, h\u00e4tte ich ihn f\u00fcr einen Romanisten oder Philosophen gehalten. Der interessierte sich allerdings nicht f\u00fcr Teppiche, sondern wollte nur um ein Taschentuch bitten. Ich gab ihm eins. Das muss diese Woche ein Hobby geworden sein: Eine junge Mutter mit Kleinkind, die die Toilette benutzen wollte, ein etwa 12j\u00e4hriger, der um einen Notizettel bat, ein Mann Mitte 20, der einen Flaschenhalter kaufen wollte.<\/p>\n<p>Als er das benutzte Tuch dann wegsteckte, wandte er den Kopf nach hier und da und meinte dann:<br \/>\n<em>&#8220;Die sind aber teuer&#8230; wer kann sich das denn leisten? Geht man da mangels Kundschaft nicht bankrott?&#8221;<\/em><br \/>\nIch l\u00e4chelte dar\u00fcber, sagte: <em>&#8220;Das Gesch\u00e4ft existiert schon seit knapp hundert Jahren, es gibt Leute, die haben Geld zum Verbrennen,&#8221;<\/em> und dachte mir, wenn Du im <strong>Robert-Schumann-Haus<\/strong> arbeiten w\u00fcrdest, und nicht bei <strong>Mis-en-Place<\/strong>, dann h\u00e4ttest Du schon solche Leute getroffen.<br \/>\nDie Chefin kam mit einem fragenden Gesichtsausdruck dazu und ich erkl\u00e4rte ihr die Situation. Die belustigte wohl auch sie, und sie sagte: <em>&#8220;Wenn sie ein Jahresgehalt von 150.000 Euro haben, dann sind 5000 Euro f\u00fcr einen sch\u00f6nen Teppich doch ein Klacks, die zahlen Sie aus der Portokasse.&#8221;<\/em> Einen 5000 Euro Teppich f\u00fcr unbezahlbar zu halten, kam sogar mir schon arg weltfremd vor. Bestimmt ein Geisteswissenschaftler, ich f\u00fcgte &#8220;Germanist&#8221; zu meinen Mutma\u00dfungen hinzu. Schlie\u00dflich wurde er mit Hinweis auf die laufenden Messevorbereitungen hinauskomplimentiert.<\/p>\n<p>Am Freitag Morgen um 0900 ging es los mit Fahrtziel Saarbr\u00fccken, Kongresshalle neben dem Arbeitsamt. Das Wohnmobil erreichte mit der ihm aufgeb\u00fcrdeten Last seine Leistungsgrenze und wir tuckerten so manchen Berg mit 40 km\/h hinauf, der Bus vorneweg und ich in dem BMW zusammen mit der N\u00e4hmeisterin hinterher, \u00fcberholt von dicken Brummis. Unser Aufbau begann dann um etwa halb Elf.<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe der Ausstellungsfl\u00e4che entspricht in ihrer Gesamtheit etwa der einer Schulsporthalle. Ich sch\u00e4tze, dass etwa ein Dutzend Aussteller am Werkeln waren, vielleicht ein paar wenige mehr. Zwischendurch klirrte es aus einer Richtung, in der sich ein Stand mit antiken, gl\u00e4sernen Lampenschirmen befand.<\/p>\n<p>Der Veranstalter stellte uns Verl\u00e4ngerungskabel zur Verf\u00fcgung, und auf den Steckern befand sich die Aufschrift <strong>&#8220;CCS&#8221;<\/strong>. Den Werbeplakaten entnahm ich, dass dies f\u00fcr <em>&#8220;<strong>C<\/strong>ongress <strong>C<\/strong>entrum <strong>S<\/strong>aarbr\u00fccken&#8221;<\/em> steht. Soll das Ausdruck von Francophilie sein? Warum schreiben die das nicht deutsch, mit&#8230; Moment mal&#8230; !? Eine Minute nach dem Erscheinen des Gedankens ist mit klar, dass die Abk\u00fcrzung f\u00fcr die korrekte deutsche Schreibweise &#8211; <strong>K<\/strong>ongress<strong>z<\/strong>entrum <strong>S<\/strong>aarbr\u00fccken &#8211; sich als schlechte Publicity erweisen k\u00f6nnte&#8230;<\/p>\n<p>Die Anbringung der Lampen stellte uns vor ein erstes Problem: In Luxemburg sind die Trennw\u00e4nde zwischen den St\u00e4nden 3,50 m hoch, hier sind es nur 2,20 m. In der Regel verlegen wir Balken von einer Trennwand zur anderen, befestigen Stromleisten an der Unterseite, und klemmen daran unsere Lampen fest. In diesem Fall w\u00fcrde das dazu f\u00fchren, dass die Lampen auf Augenh\u00f6he von Leuten meiner Statur h\u00e4ngen. Nicht gut. Die Lampen sind nicht nur hell, sondern auch hei\u00df. Sie vernichten jede Frisur bei Ber\u00fchrung, und wenn sich der potentielle Kunde beim Verkaufsgespr\u00e4ch b\u00fccken muss, ist die H\u00e4lfte schon verloren.<br \/>\nZuerst bringen wir die Lampen an der Oberseite der Balken an, m\u00fcssen dann aber feststellen, dass sie sich nicht soweit verdrehen lassen, dass man mit ihnen die Teppiche anstrahlen kann, die nat\u00fcrlich unterhalb der Balkenebene h\u00e4ngen. Also: Leisten wieder abschrauben und an der R\u00fcckseite der Balken anbringen. Dann bekommt man erst Probleme, wenn man mindestens zwei Meter gro\u00df ist.<\/p>\n<p>Positiv \u00fcberrascht waren wir von der Absage zweier Aussteller, was uns insgesamt drei St\u00e4nde bescherte, und das ohne Aufpreis. Zum ersten Mal seit Jahren ergab sich die Gelegenheit, die alten und edlen Saroughs und Keshans im Bereich von drei mal vier Metern vorzuf\u00fchren, also hatten wir so viele mitgenommen, wie auf die zur Verf\u00fcgung stehende Fl\u00e4che passten.<\/p>\n<p>Schon w\u00e4hrend des Aufbaus war mir klar, dass dies der entspannendste Messeaufbau war, den ich je erlebt hatte, was sich darin bemerkbar machte, dass die Chefin nicht immer wieder sagte: <em>&#8220;Macht schneller, wir m\u00fcssen um Sieben fertig sein!&#8221;<\/em> Bis jetzt haben wir es jedesmal geschafft, vor der Er\u00f6ffnung fertig zu werden&#8230; die sollte um sieben Uhr stattfinden, mit einer Rede des Veranstalters, einem Glas Sekt oder Bier, je nach Wunsch, und der Gr\u00e4fin von Ottweiler und&#8230; irgendeinem anderen Kuhkaff.<\/p>\n<p>Mittagspause war dann um etwa zwei Uhr, und wie jedes Mal hatte ich nat\u00fcrlich mein Mittagessen zuhause vergessen. Ich erinnerte mich allerdings, dass sich ganz in der N\u00e4he ein chinesischer Imbiss befand, also ging ich dorthin. Ich nahm ein Nudelgericht f\u00fcr 2,70 E und gewann den Eindruck, dass die Dame, die den Laden mit ihrem Mann, dem Koch, f\u00fchrte, scheinbar gestresst oder eher gelangweilt war. Ja, wahrscheinlich gelangweilt, oder v\u00f6llig gleichg\u00fcltig, denn etwas anderes als Gleichg\u00fcltigkeit und roboterhafte Routine konnte ich aus ihrer Stimme (<em>&#8220;ZumMitnehmenoderhieressen?&#8221;<\/em>) nicht herauslesen.<br \/>\nF\u00fcr den gezahlten Preis bekam ich allerdings eine ordentliche Portion Nudeln mit Schweinefleisch und Gem\u00fcse, die gar nicht mal schlecht schmeckte. Ich bekam noch eine Mandarine von Nina geschenkt. Besten Dank. Satt f\u00fcr nicht mal drei Euro? Das klingt gut, und ich fasste den Beschluss, mich in Trier umzusehen. Halina empfiehlt mir die <strong>&#8220;Zimtbl\u00fcte&#8221;<\/strong>, ein St\u00fcck die Paulinstra\u00dfe runter. Allerdings ist meine Mittagspause wegen der mittlerweile ununterbrochenen Laden\u00f6ffnungszeiten auch in der Woche auf 30 Minuten gek\u00fcrzt worden &#8211; das ist zwar gut f\u00fcr&#8217;s Geld, weil eine Stunde mehr als fr\u00fcher, aber ich habe kaum mehr Zeit, als einen Getr\u00e4nkepack in Ruhe leer zu trinken. Aber f\u00fcr heute war ich erst mal gut bedient und zufrieden.<\/p>\n<p>Die Chefin schien einen guten Tag zu haben, sie plauderte viel mit den anderen Ausstellern, denn ich hatte nicht den Eindruck, dass wir effektiver arbeiteten, als an anderen Messeterminen. Ja, wir hatten oder nahmen uns sogar ungestraft die Zeit, Unsinn zu machen. Ein M\u00f6belh\u00e4ndler hatte einen Hund dabei, einen Berner Sennenhund, der fr\u00f6hlich in der Halle herumtrabte, und jedem seinen Tennisball zum Spielen vor die F\u00fc\u00dfe legte. Wir traten also, wannimmer wir gerade die H\u00e4nde frei hatten, den Ball immer wieder einmal durch die Gegend, worauf der Hund ihn verfolgte und zur\u00fcckbrachte. Der Ball hinterlie\u00df beim Rollen eine feuchte Spur auf dem Boden, er wurde scheinbar bereits eine ganze Weile in dem feuchten Hundemaul herumgetragen.<\/p>\n<p>Wir mussten uns auch bald die ungef\u00e4hrlichsten Bahnen f\u00fcr das Ballspiel aussuchen, denn wenn man dem Ball zu viel Pepp gab, konnte es passieren, dass er etwas wertvolles besch\u00e4digte, und schoss man ihn in die falsche Richtung, dann landete er m\u00f6glicherweise in einer Ansammlung von Ausstellungsst\u00fccken, auf die der spielbegeisterte Hund nat\u00fcrlich keine R\u00fccksicht nahm, au\u00dferdem unterst\u00fctzte der Parkettboden nicht unbedingt die Bremseigenschaften seiner Pfoten. Am meisten spielte wohl Nina, unsere N\u00e4hmeisterin, mit dem Hund, und man k\u00f6nnte glauben, dass sie, immerhin um die f\u00fcnfzig Jahre alt, gern Fu\u00dfball spielte, so wie sie mit dem Tennisball um den gespannt auf den Schuss wartenden Hund herumdribbelte. Gleichzeitig waren wir immer darum bem\u00fcht, den haarigen und sabbernden Hund von unseren wertvollsten Teppichen fernzuhalten. Nina, deren Aufgabe nach der Verh\u00fcllung der Trennw\u00e4nde eigentlich erledigt war, erhielt irgendwann den Auftrag, den Hund etwas abseits zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Auch ohne antreibende Kommentare waren wir um kurz nach Sechs mit dem Aufbau fertig, alle Lampen waren ausgerichtet und funktionierten, das Pult f\u00fcr die Er\u00f6ffnungsansprache wurde in Stellung gebracht. Mein Auftrag lautete, mit Nina im BMW zur\u00fcck nach Trier zu fahren, die Chefin w\u00fcrde mitsamt Tochter nat\u00fcrlich bleiben. Halina beschwerte sich, dass sie ihr Buch zuhause vergessen habe, da sie zu lesen pflegte, wenn sie auf einer Messe nichts besseres zu tun hatte. Ich bot ihr scherzhaft die Biografie von Ernst Bloch an (Zudeick, 1987), die ich derzeit w\u00e4hrend meiner Busfahrten lese.<br \/>\n<em>&#8220;Wer ist <strong>das<\/strong> denn?&#8221;<\/em> fragte die Tochter.<br \/>\n<em>&#8220;Ach Du gro\u00dfer Gott&#8230;&#8221; <\/em>sagte die Chefin.<br \/>\nEs war ja auch nur ein Scherz. Ich habe selbst Probleme, dem Buch konzentriert zu folgen, denn ein Philosoph hat es \u00fcber einen ber\u00fchmteren Philosophen geschrieben, und derlei zum Teil sehr spezielle Darlegungen, Philosophenjargon mit <em>a priori<\/em> und <em>eo ipso<\/em>, verlangen \u00dcbung und Konzentration. An ersterem mangelt es mir, also muss ich mit dem letzteren st\u00e4rker einsteigen. Kurz kann ich dar\u00fcber nur sagen, dass ich durchaus einsehe, dass f\u00fcr den Menschen nicht nur die Bew\u00e4ltigung der Vergangenheit ausschlaggebend ist, sondern auch &#8220;das noch nicht Bewusste&#8221;, das sich in abstrakten Hoffnungen ausdr\u00fcckt. Und ich muss mich sehr wundern, dass erst in den F\u00fcnfziger Jahren des 20. Jh. jemand &#8211; eben Bloch &#8211; formulierte, dass die fundamentalste Motivation des Menschen nicht der Sexualtrieb (Freud), nicht der Drang nach Macht (Adler), oder der &#8220;Antrieb aus archaischen Bewusstseinsresten&#8221; (Jung) ist, sondern der \u00dcberlebenstrieb. Ist darauf in 2500 Jahren europ\u00e4ischer Philosophie noch nie einer gekommen? Hat es nur keiner (\u00fcberliefert) gesagt? Ich w\u00fcrde vermuten, dass sogar ein Heranwachsender \u00fcber genug Weisheit und Einsicht verf\u00fcgt, um das zu erkennen.<\/p>\n<p>Aber egal, jetzt ist Heimreise angesagt. Der Wetterbericht der gesamten Woche hat immer wieder gesagt, dass es heute Schnee geben w\u00fcrde. Ich gebe zu, dass ich dem nicht recht Glauben schenken wollte &#8211; Schnee im November, ich kann mich nicht erinnern, sowas mal erlebt zu haben. Aber es schneite tats\u00e4chlich. Nicht stark, aber es schneite. Auf dem BMW waren noch die Sommerreifen. Tolle Wurst. Scheinbar hatte da jemand das angek\u00fcndigte Wetterproblem verdr\u00e4ngt und die Gelegenheit zum Reifenwechseln verschlafen. Da dies die einzige Arbeit an den Autos ist, die ich machen k\u00f6nnte, mir aber nicht aufgetragen wird, habe ich nichts gesagt und mich darauf verlassen, dass sie wie \u00fcblich rechtzeitig in ihre Werkstatt fahren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Jetzt war die Situation, wie sie war. Ich fuhr zur Autobahn und trat aufs Gaspedal, m\u00f6glichst viel Strecke bew\u00e4ltigen, bevor das Wetter zu schlecht wurde. Zwischen Weiskirchen und der Hochwald Rastst\u00e4tte schneite es recht stark, aber es blieb nicht liegen. Das Thermometer im Wagen machte mich darauf aufmerksam, dass die Au\u00dfentemperatur auf unter 4\u00b0 C gefallen war, zeitweise war sie bei 0,5\u00b0 C. Im Moseltal allerdings legte die Temperatur wieder auf 3,5\u00b0 C zu. Kein Schneefall, lediglich nasse Stra\u00dfen. Ich schickte nach meiner Ankunft einen entsprechenden Bericht an Halinas Telefon. Der Arbeitstag hatte \u00fcber neun Stunden gedauert. Am Samstag w\u00fcrde ich dann ganz normal unter Halinas Anleitung im Laden arbeiten und am Sonntag Nachmittag mit ihr zusammen zum Abbauen nach Saarbr\u00fccken fahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Saarbr\u00fccken findet seit Jahrzehnten jedes Jahr eine Antiquit\u00e4tenmesse statt, kurz vor Winter scheint die \u00fcbliche Zeit zu sein. 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