{"id":277,"date":"2008-11-06T23:34:24","date_gmt":"2008-11-06T22:34:24","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=277"},"modified":"2012-12-11T19:37:51","modified_gmt":"2012-12-11T18:37:51","slug":"eine-weitere-ara-die-zu-ende-geht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=277","title":{"rendered":"Eine weitere \u00c4ra, die zu Ende geht"},"content":{"rendered":"<p>Nein, ich rede von nichts Gro\u00dfem&#8230; wie dem Ableben von Michael Crichton vielleicht, wenn man das zweifelsohne bedauerliche Ableben des gelernten Arztes mit Harvard-Diplom &#8220;was Gro\u00dfes&#8221; nennen will.<\/p>\n<p>Ich habe in den vergangenen Wochen Zeit mit der Lackierung von Paletten zugebracht, auf die dann Teppiche gelagert werden, damit sie nicht direkt auf dem Boden liegen. Die urspr\u00fcnglich verwendete Farbe war ein wasserl\u00f6sliches, geruchsfreies Produkt, das binnen weniger Stunden trocknete, ebenso die wei\u00dfe Grundierung. Leider reichte die Grundierung nicht f\u00fcr alle Paletten, und so wurden drei restliche mit Acrylfarbe gestrichen, die nicht nach L\u00f6sungsmittel, sondern nach vergammelten Socken roch.<\/p>\n<p>Die jedenfalls trocknete nicht so schnell. Leichtsinnig davon ausgehend, dass die Zeit von Mittwoch Abend bis Samstag Morgen da reiche, nahm ich die drei am n\u00e4chsten Arbeitstag von den B\u00f6cken und stellte sie an die Wand der Garage schr\u00e4g auf eine Pappe, damit andere Paletten, die dringender wieder gebraucht wurden, fertig gestrichen werden konnten. Und nachdem ich dann wieder zuhause war, durfte ich feststellen, dass der Acryllack wei\u00dfe Flecken auf meiner gr\u00fcnen Armeejacke hinterlassen hatte. Scheinbar war dem stinkenden Zeug die Witterung zu feucht.<\/p>\n<p>Kein greifbares L\u00f6sungsmittel half da, also versuchte ich es mit einer professionellen Reinigung, zahlte 6,40 E im Voraus und versicherte der Dame, dass es sich in erster Linie um eine Arbeitsjacke handele, die nachher nicht mehr genauso farbintensiv sein m\u00fcsse, wie vorher. Das nutzte aber auch nichts, die Flecken wollen nicht mehr raus, und das hei\u00dft, dass ich diese Jacke, die ich seit etwa 15 Jahren besitze, nicht mehr in meiner Freizeit tragen kann.<\/p>\n<p>Das ist zum M\u00e4usemelken. Von dem wasserl\u00f6slichen Lack, Grundierung und Anstrich, habe ich nicht den geringsten Spritzer abbekommen. Nat\u00fcrlich, wie k\u00f6nnte es ander sein, musste ausgerechnet der Acryllack sein Autogramm hinterlassen, zuz\u00fcglich einiger kleiner Tr\u00f6pfchen auf meinen Schuhen, die durch fettlastiges \u00dcberwienern bestenfalls ein bisschen abgetarnt werden, aber hartn\u00e4ckig dableiben.<\/p>\n<p>Ach, verdammt, ich brauch eh neue Schuhe, oder mal wieder ne General\u00fcberholung der alten, damit mal wieder ein Jahr Ruhe ist. Wenn die Reparaturkosten bei 15 E liegen, komm ich damit noch einige Jahre \u00fcber die Runden, bevor der Neupreis von gesch\u00e4tzt 80 E erreicht ist. Der Kampfschuh BW ist teuer, warum auch immer. Aber eine neue Armyjacke werde ich in absehbarer Zeit nicht kaufen. Ich hab so ein Gef\u00fchl, dass ich meinen Bekleidungsstil in den kommenden Jahren eh umkrempeln muss, und es ist eigentlich nicht nur ein Gef\u00fchl, als viel mehr eine Hoffnung, denn wenn ich in f\u00fcnf Jahren noch mit den gleichen Klamotten rumlaufe, wie heute, dann hei\u00dft das, dass ich nichts erreicht habe. Dann lass ich die Jacke im Rucksack f\u00fcr die Arbeitseins\u00e4tze der kommenden Zeit und geh bei Gelegenheit mal zum Schuhmacher. Diesmal zu einem anderen, vielleicht h\u00e4lt dem sein Kleber l\u00e4nger&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, ich rede von nichts Gro\u00dfem&#8230; wie dem Ableben von Michael Crichton vielleicht, wenn man das zweifelsohne bedauerliche Ableben des gelernten Arztes mit Harvard-Diplom &#8220;was Gro\u00dfes&#8221; nennen will. Ich habe in den vergangenen Wochen Zeit mit der Lackierung von Paletten zugebracht, auf die dann Teppiche gelagert werden, damit sie nicht direkt auf dem Boden liegen. 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