{"id":2711,"date":"2014-01-12T17:31:24","date_gmt":"2014-01-12T16:31:24","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=2711"},"modified":"2017-10-22T12:12:16","modified_gmt":"2017-10-22T10:12:16","slug":"die-fracht-am-rhein-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=2711","title":{"rendered":"Die Fracht am Rhein (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<p>Das Jahr 2013 war gekommen, das Depot Trier war gegangen, das Depot Koblenz war zur neuen Ausgangsbasis geworden. Und dort &#8211; man muss es gleich einleitend sagen &#8211; kam nichts so, wie es gesollt, gew\u00fcnscht, oder versprochen worden war. Die Idee, zur gewohnten Zeit zuhause aufzubrechen, kam mir erst gar nicht. F\u00fcr einen Mitarbeiter mit meinen Arbeitsstandards steht sternenklar fest, dass es nur Nachteile bringt, andere die eigene Arbeit machen zu lassen, und damit beziehe ich mich nur auf das im vergangenen Dezember angesprochene Abr\u00e4umen der Pakete vom Band. Verpasste Pakete bedeuten Zeitverlust und ich gedachte eigentlich, ebenso effizient weiterzuarbeiten &#8211; und da der Januar erfahrungsgem\u00e4\u00df ruhig war, sollte gen\u00fcgend Zeit sein, sich in die Gepflogenheiten des neuen Betriebs einzuarbeiten und dabei auch die neuen Aufgaben anzulernen.<br \/>\nIch stand also nicht mehr um halb Vier auf, sondern bereits um Viertel nach Zwei, brach um 0315 auf und war so zwischen 0430 und 0445 am Arbeitsplatz. Das Wetter war nach dem Wintereinbruch Ende des Jahres 2012 wieder recht mild und machte &#8211; zumindest vorerst &#8211; keine Probleme.<\/p>\n<p>Schon nach wenigen Arbeitstagen war eine gro\u00dfe Sache klar: Die Frachtzahlen unterschieden sich nicht wirklich von denen kurz vor Weihnachten.<br \/>\nWas war hier los? Ich habe damals nicht darauf geachtet, ob vielleicht gerade mit dem Jahreswechsel auch ein paar neue Transportauftr\u00e4ge des Konzerns griffen und deshalb nicht m\u00f6glicherweise ein paar neue Absender in den Auftragsb\u00fcchern zu finden gewesen sein k\u00f6nnten &#8211; schlie\u00dflich hat auch Transoflex eine Abteilung f\u00fcr Kundenakquise, und die schlafen ja nicht.<br \/>\nEs war jedenfalls eine schnell feststehende Tatsache, dass die Fahrzeiten sich nicht grunds\u00e4tzlich von denen unterschieden, die in der Vorweihnachtszeit \u00fcblich waren, und da war die Extrabelastung durch das Pendeln zum Arbeitsplatz noch gar nicht einberechnet. Schon allein dadurch zerbr\u00f6selte Peters Plan, den &#8220;ruhigen Januar&#8221; zur Einarbeitung in die neuen Aufgaben zu nutzen. Es wurde weiter bis zur Ersch\u00f6pfung geklotzt. Stranski sagte dazu nichts und auch Dhalsim zuckte auf Anfrage nur mit den Schultern.<\/p>\n<p>Aber auch andere Details trugen zur Verl\u00e4ngerung des Arbeitstags bei. In Trier kannte ich alle Kniffe und konnte bis um sp\u00e4testens 0830 abgefertigt werden und aus dem Depot fahren. An normalen Tagen war ich sogar bereits um 0800 unterwegs. Gute Zeiten! In Koblenz kam vorerst schnell eine Stunde hinzu, und das, obwohl der Bandstart hier grunds\u00e4tzlich bei 0500 lag, anstatt bei der gewohnten Marke von halb Sechs. Das hatte seinen Grund in der mangelnden Vorbereitung der Verantwortlichen auf die neuerliche Flut von Paletten und Paketen, die da ins Lager schwappte.<br \/>\nIn Trier hatte man uns folgendes erz\u00e4hlt: <em>&#8220;In Koblenz l\u00e4uft das Band noch schneller, und wenn das Band mehr als dreimal am Morgen steht, machen sie Dir die H\u00f6lle hei\u00df!&#8221;<\/em><br \/>\nDie Wahrheit ist eher, dass das Paketband in Koblenz bereits Altersschw\u00e4che zeigt. Je weiter &#8220;flussabw\u00e4rts&#8221; man es betrachtet, desto langsamer l\u00e4uft es, ohne Unterschied, ob Innen- oder Au\u00dfenseite. Ja, in Koblenz laufen eigentlich zwei B\u00e4nder parallel: Die Innenseite f\u00fcr den Raum Koblenz, die Au\u00dfenseite f\u00fcr den Bereich Trier und Vordereifel. Die Labels sind entsprechend gekennzeichnet, damit die Aufleger wissen, welches Paket wohin aufgelegt werden muss. <\/p>\n<p>Ich stand mit Stranski etwa in der Mitte und die Pakete rollten an der Stelle bereits so langsam vorbei, dass ich manchmal w\u00e4hnte, ich m\u00fcsse bekloppt werden, denn von Trier her war ich eine z\u00fcgigere Frequenz gewohnt.<br \/>\nGanz vorn dagegen war die Geschwindigkeit &#8220;trierisch&#8221; flott &#8211; mit dem Unterschied, dass die Bandaufleger hier aus zeitlichen Gr\u00fcnden nicht so freundlich waren und darauf achteten, einen gewissen Abstand zwischen den Packst\u00fccken zu belassen. An den ersten Toren glitten die Pakete dicht an dicht, oft in zwei Reihen hintereinander und machmal auch \u00fcbereinander an den Fahrern vorbei, die streckenweise keine Chance mehr sahen, ihre Pakete schnell genug zu greifen und frustriert aufgaben. Was sie nicht kriegten, lief halt durch. <\/p>\n<p>Hinzu kam, dass zum Beispiel Bert und Felix die Versprechungen des Fuhrunternehmers w\u00f6rtlich nahmen: Sie kamen erst gegen halb Sieben, und da den vorhandenen Leuten keiner gesagt hatte, welche Pakete wohin kamen, liefen auch die durch, nach ganz hinten, wo der letzte Fahrer in der Reihe diese Durchl\u00e4ufer in die Ecke warf. Niemand sorgte auch nur f\u00fcr ein Minimum an Ordnung. Genau da wurde eine Menge Arbeitszeit verbrannt, denn der Chefoberboss hatte bei seiner offenbar keineswegs durchdachten Zusage, in Koblenz seien Leute, die f\u00fcr die Sp\u00e4tkommer abr\u00e4umten, wohl die bereits vorhandenen Koblenzer Kollegen gemeint &#8211; und die hatten doch mit ihrem eigenen Stall genug zu tun. <\/p>\n<p>Wenn das Band dann zwischen halb Acht und Acht endlich stand, lag hinten in der Ecke ein chaotischer Haufen Zeug, der immerhin vom Koblenzer Material getrennt war. Ansonsten alles durcheinander. Diesen Paketberg zu durchw\u00fchlen, kostete jeden von uns mindestens eine halbe Stunde. Da ich auch erst einmal herausfinden musste, wo man \u00fcberall vermisste Pakete finden k\u00f6nnen w\u00fcrde &#8211; nicht nur am Bandende, sondern auch bei anderen Fahrern, unter dem Band, zwischen Paletten- und Sperrgutzone, vor dem LKW-Tor 8, vor der Leitplanke am Verschlusslager&#8230; &#8211; erh\u00f6hte sich die Zeit, zu der ich endlich auf die Stra\u00dfe kam, auf nach Neun Uhr, und es dauerte bis Ende Januar, bis ich mal auf 0845 vorr\u00fcckte. Und dabei bedenke man: Bis zum ersten Kunden in Kordel vergingen im Schnitt weitere 75 Minuten auf der Autobahn. <\/p>\n<p>Der k\u00f6rperliche Druck baute sich also allm\u00e4hlich wieder auf, aber der psychische Druck kam schlagartig sofort und Elmo bekam bereits am 3. Januar zu sp\u00fcren, was von den im Dezember gemachten Versprechungen zu halten war:<br \/>\nEr erschien in Koblenz so gegen Acht zur Arbeit, also zu einem Zeitpunkt, wo man schon bald losfahren sollte, will man ausreichend Kunden erreichen, bevor diese ihre Warenannahme schlie\u00dfen. Da er in einem Nachbarort von Ehrang wohnte, fuhr er um 0615 zuhause weg und stand in Trier um 0630 p\u00fcnktlich auf der Matte. Nach Koblenz aber musste er erst mal knapp zwei Stunden fahren.<br \/>\nDas Versprechen, seine Paletten seien bei seinem Erscheinen bereits gewickelt und bereit zum Einladen, war nichts als ein blo\u00dfes Daherreden ohne dahinterliegende Substanz gewesen: Es wurde nichts in dieser Richtung unternommen &#8211; rein gar nichts. Wer h\u00e4tte die Arbeit auch machen sollen? Minijobber kosten schlie\u00dflich Geld, die zus\u00e4tzliche Arbeitszeit von pauschal entlohnten Mitarbeitern dagegen kostet gar nichts.<br \/>\nElmo musste also die auch in Trier \u00fcblichen, zwei oder mehr Stunden mit Suchen, Sortieren, Scannen und Wickeln verbringen, bevor er an Abfertigung und Tourbeginn denken konnte, und das f\u00fchrte in direkter Folge dazu, dass er Ware wieder mitbrachte, deren Zustellung er vor Annahmeschluss nicht mehr schaffte. <\/p>\n<p>Um diesen Missstand abzustellen, wurde umgehend ein weiteres Versprechen gebrochen: Peter machte ihm unzweideutig klar, dass er ab sofort wieder zur auch in Trier \u00fcblichen Zeit von halb Sieben im Depot zu sein habe. Elmo war nat\u00fcrlich oberstinkesauer, nur Puck schien das mit der Gelassenheit eines Menschen hinzunehmen, der vom Leben eh nichts mehr erwartet.<br \/>\nBert lie\u00df sich von sowas nicht beeindrucken, er kam weiterhin sp\u00e4t, nur Felix lie\u00df sich mit einem F\u00fcnfziger mehr pro Monat dazu \u00fcberreden, bis um F\u00fcnf da zu sein.<\/p>\n<p>Ein gehaltenes Versprechen war der Wegfall von so genannten Nachladetouren. Aber es w\u00e4re auch Bl\u00f6dsinn gewesen, die LKWs von Trier nach Koblenz zur\u00fcckkommen zu lasen, um sie erneut zu beladen und nach Trier zu schicken, da eine Fahrt \u00fcber 90 Minuten in Anspruch nahm &#8211; stattdessen fuhr Elmo neuerdings mit einem Anh\u00e4nger. Ein 7,5t Laster mit Anh\u00e4nger bei weniger als 150 real existierenden PS auf einer Autobahn mit einigen Anstiegen? Man konnte die dunklen Gewitterwolken \u00fcber seiner Stirn f\u00f6rmlich sehen.<\/p>\n<p>Auch der Februar brachte keine Entspannung, es wurde weiter geklotzt. Hinzu kam aber, dass es pl\u00f6tzlich saukalt wurde und zu schneien anfing.<br \/>\nIn Koblenz stehen die Autos au\u00dferhalb der Halle und man f\u00fcllt sie durch ein kleines Rolltor. Der Nachteil wird einem schnell klar, wenn es einem durch die offenen Rolltore im R\u00fccken eiskalt in den Nacken zieht und die Hallentemperatur trotz Heizrohrs an der Decke kaum \u00fcber den Gefrierpunkt hinauskommt. Die Autos selbst waren dann nat\u00fcrlich ebenfalls eiskalt, wenn man sich hineinsetzte. Aber das war ja nur die K\u00e4lte.<br \/>\nSchnee ist einer der bedeutendsten Feinde des Kraftfahrers, und morgens um halb Vier ist noch kein R\u00e4umdienst unterwegs. Die Autobahn war wei\u00df in Wei\u00df, wenn auch bereits plattgewalzt von in der Nacht fahrenden LKWs, und das Fahren selbst wurde zur Arbeit. 60 km\/h waren stellenweise schon gef\u00e4hrlich schnell und ich habe mehrfach in der zweiten H\u00e4lfte der Strecke den R\u00e4umdienst fahrl\u00e4ssigerweise \u00fcberholt. Das Fahren unter solchen Stra\u00dfenbedingungen kostete mich eine Menge Konzentration, so dass ich schon mit einem gewissen Ersch\u00f6pfungsgef\u00fchl auf der Arbeit ankam und dann dick eingepackt in Jacke, M\u00fctze und Schal meine Arbeit verrichtete, die eigentlich Schwei\u00df treibend ist. <\/p>\n<p>Der Weg zu den Kunden war dann auf der Autobahn frei, aber in den D\u00f6rfern hatte sich noch nichts getan. In Butzweiler befindet sich in Fahrtrichtung Newel ein Anstieg von mindestens 15 % Steigungsgrad und an einem dieser verschneiten Tage kam ich von Newel herunter. Ich besah mir die Senke und beschloss, es zu versuchen. Vermutlich w\u00e4re der Versuch, zur\u00fcckzusto\u00dfen und eine alternative Route einzuschlagen, eh bereits zum Scheitern verurteilt gewesen.<br \/>\nIch schob den ersten Gang ein, blieb auf der Kupplung und gab zentimeterweise mit der Bremse nach. Ich wagte kaum zu atmen. Ein Tick zuviel Bewegungsenergie und das drei Tonnen schwere Fahrzeug w\u00e4re nicht mehr zu halten gewesen. Ich schaffte die Hundert Meter bis zur Einfahrt Remigiusstra\u00dfe dann binnen weniger Minuten mit klopfendem Herzen und pochenden Schl\u00e4fen und war bei der Kundin dann beinahe zu nerv\u00f6s, um den Scanner zu bedienen. <\/p>\n<p>Ob es an dem selben Tag war oder an einem anderen, wei\u00df ich nicht mehr, aber ich fuhr dann auch \u00fcber die verschneite Stra\u00dfe von Sinspelt nach Neuerburg und hatte mit 50 km\/h in einer Rechtskurve wohl \u00fcbertrieben: Das Heck brach nach links aus und verfehlte nur um Haaresbreite einen entgegenkommenden PKW. Als ich im Krankenhaus ankam, um meine Lieferung zuzustellen, musste ich mich erst mal einen Augenblick sammeln, bevor ich \u00fcberhaupt den Scannerstift festhalten konnte, so sehr zitterten meine H\u00e4nde. Herr T. vom Empfang zeigte sich verst\u00e4ndnisvoll und wartete geduldig.<\/p>\n<p>Allgemein zeigte die Arbeitsbelastung sowie das fr\u00fche Aufstehen Spuren bei mir: Ich zeigte mich zunehmends schlecht gelaunt und auch meine Freundin war zu Recht unzufrieden damit, dass ein gemeinsames Leben die Woche \u00fcber unm\u00f6glich geworden war. Ich ging zu Peter und sprach ihn auf den schleppend, wenn \u00fcberhaupt, vorangehenden \u00dcbergang zum im Dezember besprochenen Arbeitssystem an und dass ich nicht dauerhaft zw\u00f6lf bis 15 Stunden pro Tag arbeiten k\u00f6nne, und da hatte ich die Anfahrt noch nicht mit einbezogen. Er sagte, es gebe wegen der Umstellung auf Koblenz noch ein paar Probleme, vor allem personeller Art, er werde mich aber so bald wie m\u00f6glich auf ADR-Lehrgang schicken und einen Ersatzfahrer f\u00fcr die Eifel finden. <\/p>\n<p>Kurz darauf wurde mir ein Praktikant vorgestellt, einer von Berts Freunden, ebenfalls aus Nigeria, ein eher rundlich und durchweg sympathisch anmutender Typ Anfang Drei\u00dfig, den ich im Blog &#8220;Doc&#8221; nenne. Er erz\u00e4hlte mir, er habe fr\u00fcher immer Profifu\u00dfballer werden wollen, habe hart trainiert und sei auch in entsprechende Nachwuchskader aufgenommen worden &#8211; und dann habe eine Knieverletzung alles zunichte gemacht. Da er nach dem Prinzip verfahren sei, &#8220;Fu\u00dfball oder gar nichts!&#8221;, habe er da gestanden ohne h\u00f6heren Schulabschluss, ohne Ausbildung, ohne zukunftsf\u00e4higen Job. Dieses Muster, sein Leben komplett gegen die Wand zu fahren und die Reste das Klo runterzusp\u00fclen, kam mir sehr bekannt vor. Wir hatten aber insgesamt angenehme Gespr\u00e4che und wir erwiesen uns im Denken als ziemlich \u00e4hnlich. <\/p>\n<p>Und genau an diesem Tag blieben wir kurz vor Daleiden auf einem asphaltierten Feldweg im Schnee stecken. Das w\u00e4re zu vermeiden gewesen, wenn ich statt der offiziellen Umleitung (!) den Streckenabschnitt gew\u00e4hlt h\u00e4tte, den auch sonst jeder fuhr, aber ich dachte mir, wenn da schon eine offizielle Umleitung ausgeschildert ist, dann wird man da wohl durchkommen&#8230; aber damit war es nichts.<br \/>\nWir standen am Hang, mit der Senke im R\u00fccken, aber der Winkel reichte nicht aus, um den Wagen einfach wieder zur\u00fcckrollen zu lassen. Wir nahmen die einzig verf\u00fcgbaren Hilfsmittel zur Hand: Einer dieser schwarz-gelben Streckenpfosten, wie man sie im Winter zur Randmarkierung einsetzt, ein Winkeleisen, das f\u00fcr die Radmuttern gedacht war, und die Hands\u00e4ge, die ich immer dabei hatte. Wir schaufelten Schnee weg, hackten im Eis herum, unterf\u00fctterten die Fr\u00e4sspur der Hinterreifen mit Geh\u00f6lz, um vielleicht mit Vor und Zur\u00fcck aus der Kuhle am Fahrbahnrand herausschaukeln zu k\u00f6nnen, aber nichts half. Mit meinem Latein am Ende machte ich mich nach 45 Minuten auf den Weg ins Dorf, um einen Bauern mit Schlepper aufzutreiben.<br \/>\nIch fand auch schnell einen, der das Problem schnell l\u00f6ste. Wir zeigten uns dankbar.<br \/>\n<em>&#8220;Seid froh, dass es Euch nicht da unten in der Senke erwischt hat,&#8221;<\/em> sagte er und wies in den Gel\u00e4ndeeinschnitt zwischen Daleiden und Dahnen, <em>&#8220;da hab ich letzte Woche einen D\u00f6nerlieferanten rausgezogen, der meinte, es sei eine gute Idee, mit einem K\u00fchlwagen bei solchen Stra\u00dfenverh\u00e4ltnissen einen Feldweg zu nehmen.&#8221;<\/em><br \/>\nMit \u00fcber einer Stunde Zeitverlust ging es dann weiter und bis wir beim letzten Kunden fertig waren, war es verdammt sp\u00e4t. Ich setzte ihn in Trier ab, entschuldigte mich f\u00fcr meinen Leichtsinn bei Daleiden, und machte mich auf den Weg nach Hause. Unerwarteterweise tauchte er aber tags drauf wieder auf und erkl\u00e4rte sich bereit, die Eifel zu \u00fcbernehmen. <\/p>\n<p>Ich wurde daraufhin der so genannte Springer, also der, der \u00fcberall da f\u00e4hrt, wo einer krank oder im Urlaub ist, oder wo schlicht eine vor\u00fcbergehende Entlastung f\u00fcr den Fahrer der Hauptroute notwendig wird. Nach einigen Tagen wurde mir klar, warum der Kurde damals gesagt hatte, er wolle lieber seine Bitburger Stammtour zur\u00fcck&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Jahr 2013 war gekommen, das Depot Trier war gegangen, das Depot Koblenz war zur neuen Ausgangsbasis geworden. Und dort &#8211; man muss es gleich einleitend sagen &#8211; kam nichts so, wie es gesollt, gew\u00fcnscht, oder versprochen worden war. Die Idee, zur gewohnten Zeit zuhause aufzubrechen, kam mir erst gar nicht. 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