{"id":235,"date":"2008-09-30T00:34:17","date_gmt":"2008-09-29T22:34:17","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=235"},"modified":"2013-01-06T00:11:02","modified_gmt":"2013-01-05T23:11:02","slug":"von-gestellten-weichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=235","title":{"rendered":"Von gestellten Weichen"},"content":{"rendered":"<p>Ich sollte auch was Positives berichten. Am vergangenen Samstag war ich zu Gast auf der Hochzeitsfeier eines guten Schulfreundes, mit dem ich einige Wanderungen und Touren hinter mich gebracht habe, deren Erinnerungswert ich keinesfalls missen m\u00f6chte, und dessen Initialen sich auf einer Tastatur wundersch\u00f6n direkt nebeneinander befinden: 001.<br \/>\n(Die Namen der Hauptbeteiligten werden aus Gr\u00fcnden der Anonymisierung digital verschl\u00fcsselt.)<\/p>\n<p>Wenn ich die Sache richtig sehe, dann ist seine amtliche Heirat bereits einige Monate her. Der Vorgang war so unauff\u00e4llig, dass ich ihn mir nicht dauerhaft gemerkt habe und erst bei eben jener Gelegenheit wieder daran erinnert wurde, und &#8220;jene Gelegenheit&#8221; ist die kirchliche Trauung der beiden gewesen, aus gegebenem Anlass in \u00f6kumenischer, also gemeinschaftlich katholischer und protestantischer Form abgehalten.<\/p>\n<p>Organisatorische Hinweise gab es bereits fr\u00fchzeitig, im Fr\u00fchjahr, und die offizielle Einladung erfolgte im Juli. Ich besitze keinen fahrbaren Untersatz und k\u00f6nnte mir auch keinen leisten, weswegen ich zu Beginn bereits fragte, wie ich denn an den Veranstaltungsort kommen w\u00fcrde, der immerhin im Gro\u00dfraum Heidelberg liegt.\u00a0 Wegen des Umstands, dass ich \u00fcber keinerlei Kontakte zu seiner Familie verf\u00fcge, \u00fcberlie\u00df ich die Angelegenheit seiner Planung, was aber wegen der Koordinierung von 80 G\u00e4sten dann aber erst im letzten Moment, in der Woche zuvor, angeleiert werden konnte.<br \/>\nSeine Eltern hatten die Karre voll, also bot er einen Onkel aus der Saarlouiser Gegend an. Nach einem kl\u00e4renden Telefonat kam ich mit diesem \u00fcberein, dass er uns am V\u00f6lklinger Bahnhof abholen w\u00fcrde. &#8220;Uns&#8221; hei\u00dft &#8211; unglaublich, aber wahr &#8211; dass Melanie an diesem Event teilnehmen w\u00fcrde. Ich wei\u00df nicht, ob ich etwas besonderes dazu beigetragen habe, ihre sonst zur\u00fcckhaltende Stimmung, was Kontakte mit meinen Freunden anbelangt, zu \u00e4ndern. Vielleicht h\u00e4ngt es auch damit zusammen, dass eine Trauung ein einzigartigerer Vorgang ist, als eine j\u00e4hrlich wiederkehrende Geburtstags- oder Silvesterfeier, von denen man wirklich sagen musste, dass sie immer gleich verliefen. F\u00fcr alte Freunde mag das angenehm sein, aber f\u00fcr neu dazu gesto\u00dfene Freundinnen muss eine derartige, unbeabsichtigt geschaffene, Tradition sehr eint\u00f6nig erscheinen.<br \/>\nAber zu diesem Anlass war sie dabei, und ich habe mich dar\u00fcber gefreut.<\/p>\n<p>Am Stichtag lief irgendwie alles eine Stunde zu fr\u00fch. Es war verabredet, dass wir um kurz nach Zehn morgens mit dem Herrn Onkel am Bahnhof zusammentreffen sollten. Allerdings bin ich bei der \u00dcberpr\u00fcfung der Bahnverbindungen wohl um eine Zeile verrutscht, und so kam es, dass wir um Sechs aufstanden, eine halbe Stunde im Bahnhof rumsa\u00dfen, um Acht in den Zug stiegen, um kurz nach Neun in V\u00f6lklingen ankamen, eine weitere Stunde im Zielbahnhof rumsa\u00dfen, und dann den Herrn bemerkten, der sich auff\u00e4llig in der Halle umsah. Es war der richtige.<\/p>\n<p>Die Fahrt ging technisch und geistig sehr schnell vonstatten. Technisch, weil die Autobahn frei war und es zu keinerlei Verz\u00f6gerungen kam. Geistig, weil wir die ganze Zeit mit japanologischen Darlegungen besch\u00e4ftigt waren, au\u00dferdem entpuppte sich unser fahrender Gastgeber als Frankreichkenner, der mit meiner Freundin Impressionen aus der Ardeche austauschen konnte. Gelangweilt hat sich also wohl keiner. Belustigt war ich, als er wegen der Beschreibung eines Ausflugs nach Vichy fragte, ob ich mit dieser Stadt irgendetwas assoziieren k\u00f6nne, nachdem sich das kulturelle Angebot der Stadt eher mager darstelle. Ich h\u00e4tte beinahe gefragt, wieviel Zeit er mir f\u00fcr den Vortrag \u00fcber das Regime des Marschall Petain geben w\u00fcrde, belie\u00df es aber bei dem Einleitungsabschnitt des improvisierten Vortrags, in dem ich andeutete, dass ich mit diesem Teil der frz. Geschichte sehr wohl vertraut bin. Er h\u00e4tte mich ebenso fragen k\u00f6nnen, ob ich das M\u00e4rchen von H\u00e4nsel und Gretel kenne. Ich empfand es als einen lustigen Moment.<\/p>\n<p>Wegen der mit wenigen Abweichungen haltbaren Durchschnittsgeschwindigkeit kam es dann dazu, dass wir eine Stunde fr\u00fcher als geplant in dem gesuchten Heidelberger Vorort ankamen. Wir suchten zwar zuerst einmal die Festhalle, in der die Festivit\u00e4t statfinden sollte, aber auch das ging flott von statten, und da wir, anders als der Onkel und seine Gattin, kein Hotelzimmer hatten, verbrachten wir diese Stunde zu zweit vor der Kirche, die so klein ist, dass wir zweimal daran vorbei fuhren, ohne sie zu entdecken, und unterhielten uns \u00fcber ausgefallene Kindernamen.<\/p>\n<p>Kann man zum Beispiel seine Tochter &#8220;Medea&#8221; nennen? Ich behaupte ja, weil ich der Meinung bin, dass die Konnotation des Namens dem Gro\u00dfteil der Leute nicht gel\u00e4ufig ist. Melanie traut der durchschnittlichen Bev\u00f6lkerung eine h\u00f6here Bildung zu, als ich, und behauptet das Gegenteil. Ebenso w\u00fcrde ich meinem hypothetischen Nachwuchs keinen Namen geben, der sich zu sehr nach Kirche und Bibel anh\u00f6rt, also keine Apostel oder Propheten und dergleichen, auch keine bekannteren P\u00e4pste. &#8220;Johannes Paul&#8221; k\u00e4me mir gar nicht in die T\u00fcte. &#8220;Urban&#8221; klingt v\u00f6llig verstaubt, und &#8220;Innozenz&#8221; erkennt man ja heute nicht mal mehr als Namen. &#8220;Romulus&#8221; hat theoretisch den gleichen Anklang wie &#8220;Medea&#8221;, aber wer wei\u00df heute schon, dass Romulus der klassische Bruderm\u00f6rder war, bis die Christen mit ihrem Kain aufwarteten?<br \/>\nDer Ausflug zu den Kaisern bringt auch nicht viel. W\u00fcrde ein &#8220;Augustus&#8221; \u00fcber kurz oder lang &#8220;dummer August!&#8221; gerufen? Klingt ein &#8220;Julius&#8221; nicht so elit\u00e4r und bourgeois, dass man ihm allein daf\u00fcr ein Bein stellen und ihn auf dem Schulhof herumschubsen m\u00fcsste? M\u00fcsste man beim &#8220;Markus Antonius&#8221; nicht \u00fcber den Anton, den aus Tirol, stolpern und vor lauter Schwindelgef\u00fchl einen Anfall von Brechreiz erleiden? Ich muss dagegen zugeben, dass mir der ostr\u00f6mische &#8220;Basileos&#8221; gar nicht schlecht gefallen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dieser Gedankeng\u00e4nge f\u00fcllte sich der kleine Kirchenvorplatz mit anderen Eingeladenen, und wir stellten mit Belustigung fest, dass man dem einen oder anderen die alternative Einstellung durchaus ansah, die Braut, 000, trug ein Kleid, dessen leicht gl\u00e4nzende, wei\u00dfe Oberfl\u00e4che den Eindruck vermittelte, es handele sich um einen umgeschneiderten Regenmantel, und der Br\u00e4utigam ist immer noch so schmal, dass ich im Stillen bei mir denken musste, dass er bestimmt in jede Parkl\u00fccke passt.<\/p>\n<p>Um kurz vor Zwei fehlten noch zwei Leute, von denen ich wusste, dass sie eine Einladung erhalten hatten, ebenfalls Schulkameraden. Andreas kam dann auf den letzten Dr\u00fccker, mit Anzug und Rucksack. Dieser Anzug schien im besser zu passen, als der letzte, in dem ich ihn gesehen habe, und ich erinnere mich nicht, bei welcher Gelegenheit das war. Jedenfalls hatte ich damals den Eindruck, dass ihm das Teil zu gro\u00df war. Wie dem auch sei&#8230; ich habe mich sehr dar\u00fcber gefreut, Andreas und 001 mal wieder zu sehen, und meine Freude w\u00e4re sicher noch gr\u00f6\u00dfer gewesen, w\u00e4re der Dritte per Sammelmail Eingeladene ebenfalls da gewesen. Der kam aber nicht, und noch heute wei\u00df keiner, warum eigentlich, hat er doch erst in dieser Woche eine feste Anstellung in Koblenz gefunden. Ich bin sicher, dass er gute Gr\u00fcnde hat, aber schade war&#8217;s trotzdem.<\/p>\n<p>Wir platzierten uns alle in der Kirche, in einer unauff\u00e4lligen, hinteren Reihe, und das Brautpaar flanierte etwas steif zum Altar. Zumindest war das mein Eindruck. Der traditionelle Hochzeitsmarsch, bzw. einer der beiden, wurde nicht georgelt, stattdessen etwas Nichtssagendes, was in jeden Sonntagsgottesdienst gepasst h\u00e4tte.<br \/>\nObwohl ich sagen muss, dass \u00f6kumenische Gottesdienste leichter zu ertragen sind, als die katholischen, die ich aus meiner Kindheit kenne, ist mir nur wenig von dem Gesagten in Erinnerung geblieben. Wenn \u00fcberm\u00e4\u00dfig von Gottes Gnade geredet wird, treten semantische Inhalte bei mir zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus, ohne im Zwischenraum auf Widerstand zu sto\u00dfen. Allein die Aussagen \u00fcber &#8220;ein Rudel Kinder&#8221; und den Hinweis auf die erotischen Inhalte der Bibel fand ich unterhaltsam.<br \/>\nIn deutlicher Erinnerung geblieben ist mir das Anstecken der Ringe, was man scheinbar <em>&#8220;im Namen des Vaters, des Sohnes, und des Heiligen Geistes&#8221;<\/em> macht: Ich h\u00e4tte Probleme, diese Formel \u00fcberhaupt \u00fcber die Lippen zu bekommen. Ernsthaft. Ein inneres Widerstreben l\u00e4sst mir diese und solche Worte im Hals stecken bleiben.<br \/>\nAndreas neben mir macht bei solch geballter Heiligkeit auch keinen allzu am\u00fcsierten Eindruck, aber ich habe davon abgesehen, ihn nach seinen Eindr\u00fccken und Meinungen zu fragen. Don&#8217;t ask, don&#8217;t tell, nur auf einem anderen Gebiet. (Nein, ich erkl\u00e4re das jetzt nicht extra.)<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht mehr, wie lange das religi\u00f6se Brimborium gedauert hat, dessen auff\u00e4lligstes optisches Element f\u00fcr mich wohl die Messdienerin war, wie ich unkeusch zugeben muss, die ich in f\u00fcnf Jahren gerne wiedersehen w\u00fcrde, um das Ergebnis ihrer zwischenzeitlichen Entwicklung zu begutachten, aber nach dem <em>&#8220;Schulsssegen&#8221; <\/em>(Originaltext des Beiblatts) war es dann vorbei und ich konnte endlich mal wieder richtig Luft holen. Ich f\u00fchlte mich irgendwie unruhig, und nachdem wir uns noch artig in das gro\u00dfe Gruppenfoto eingereiht und dem &#8220;neuen&#8221; Ehepaar beim Holzs\u00e4gen zugeschaut hatten, machte ich mich mit Andreas und Melanie zu Fu\u00df auf zur Festhalle, die etwa einen Kilometer entfernt von der Kirche steht.<\/p>\n<p>Als schlie\u00dflich auch alle anderen dort eingetroffen waren, begann der eher entspannende Teil, und der kam mir sehr japanisch vor. Ich habe in meinem Japantagebuch das eine oder andere \u00fcber die festgef\u00fcgte Gestaltung einer japanischen Party geschrieben. Nat\u00fcrlich waren wir hier nicht auf zwei Stunden festgelegt, aber die Art der Spielchen zum Auftakt kam mir verd\u00e4chtig bekannt vor.<br \/>\nJeder Tisch war auf acht Personen ausgelegt und war einem bestimmten grafischen Symbol zugeordnet, zum Beispiel &#8220;Berg&#8221;, &#8220;Buch&#8221;, &#8220;Blume&#8221;, usw. Gegenst\u00fccke dieser Symbole befanden sich in einer Schale, in Form von Losen, deren Anzahl der der geladenen G\u00e4ste entsprach. Jeder sollte eines ziehen und Ziel der \u00dcbung war es, dass man an einem zuf\u00e4llig zusammengestellten Tisch landen w\u00fcrde, um die kategorische Aufspaltung der Gesellschaft in Familien und Interessengruppen zu verhindern.<\/p>\n<p>An sich ist das eine gute Idee, aber ich kann Andreas gut verstehen, dass es ihm nicht schmeckte, mit wildfremden Leuten zusammengesteckt zu werden, die er danach nie wieder sehen w\u00fcrde, anstatt mit den Freunden, die zu sehen er eigentlich gekommen war. 001 lie\u00df sich von keinem Argument erweichen, und ich machte Witze, dass ihm das Dasein als h\u00f6herer Beamter nach seinem Zweiten Staatsexamen scheinbar bereits zu Kopf gestiegen sei. Aber uns kam ein Denkfehler der Organisatoren zu Gute. Die Anzahl der Lose entsprach zwar der der G\u00e4ste, aber es war auch festgelegt, dass man Paare nicht auseinanderrei\u00dfen w\u00fcrde, und so ergab es sich, dass, als wir als letzte noch standen, noch Lose \u00fcbrig waren. Lapidar ausgedr\u00fcckt besorgten wir uns auf diese Weise passende Lose und setzten uns dann an den Tisch, an dem noch drei Pl\u00e4tze frei waren.<\/p>\n<p>Es gab keine offizielle Hochzeitstorte. Auch die wurde ausgelost, indem jeder mitgebrachte Kuchen eine Nummer und ein entsprechendes Los in einer anderen Sch\u00fcssel erhielt. Das Los fiel auf die Nummer 10, und dabei handelte es sich um den wahrscheinlich schlichtesten Kuchen auf der gesamten Anrichte, ein rundes und niedriges braunes Etwas, das dann feierlich von den beiden angeschnitten wurde. Das \u00dcberangebot sorgte dann daf\u00fcr, dass ich mehr Kuchen a\u00df, als im gesamten vergangenen Jahr, und nach f\u00fcnf St\u00fccken hatte ich auch erst mal wieder genug (abgesehen davon, dass mir mein Vater am Tag darauf noch St\u00fccke eines Sandkuchens anbot, von denen ich auch etwas nahm). Kuchen ist so richtig langweilig geworden seit meiner Kindheit, wo die Oma jeden Sonntag mindestens einen auf den Tisch gestellt hatte. Heutzutage br\u00e4uchte es wohl einen echten Rahm- oder K\u00e4sekuchen (mit M\u00fcrbeteigboden und Rosinen), um mein echtes Interesse zu wecken. Man mag mir das krumm nehmen, aber alles andere esse ich nur aus H\u00f6flichkeit, und auch nur dann, falls es sich um ein selbstgemachtes Exemplar handelt.<\/p>\n<p>Zwischen Kuchen und Hauptmen\u00fc war etwas Zeit, um die Tischnachbarn kennen zu lernen. Wir hatten da eine P\u00e4dagogin, die sich mal an Japanologie versucht hatte und ein Bild von meinem Anzug machen wollte, und auf der anderen Seite einen 19 Jahre alten Bayern, der nach seinem Abitur Medizin studieren m\u00f6chte und sich nicht ganz sicher zu sein scheint, ob er lieber verweigern oder dienen soll. Nat\u00fcrlich rate ich ihm zum Wehrdienst, und zwar, weil es sich um eine charakterf\u00f6rdernde Erfahrung handelt, aus der man einige positive Lehren ziehen kann, unabh\u00e4ngig davon, was auch immer man von den negativen Seiten halten mag oder zu wissen glaubt. Nat\u00fcrlich lasse ich bei meinen Schilderungen die negativen Seiten nicht aus, und die meisten Zuh\u00f6rer sind mir in der Regel dankbar f\u00fcr meine Darstellungen, da man Informationen zum Thema Wehrdienst scheinbar nur von extremen Vertretern der Pro- oder Contra-Fraktion erh\u00e4lt. Ich lege ich ihm auch die M\u00f6glichkeit dar, sich freistellen zu lassen und <strong>nach<\/strong> seinem Studium zur Armee zu gehen. Ich bin sicher, dass Wehrdienst als Titularhauptmann was f\u00fcr sich hat.<\/p>\n<p>Dann gibt&#8217;s die Hauptmahlzeit. Ich wei\u00df nicht mehr im Einzelnen, was es war, obwohl ich mit dem Koch des B\u00fcffets eine ganze Weile dar\u00fcber geredet habe. Ich erinnere mich an Karottensalat in einer Zitronenvinaigrette, Maultaschen in gelber So\u00dfe (haupts\u00e4chlich p\u00fcrierte M\u00f6hren), Bandnudeln mit einer anderen So\u00dfe, Schweinefilets in einer hellen So\u00dfe, die aus Sahne besteht, in der man Petersilie mit etwas Salz gekocht hat, und gegartes Gem\u00fcse. Ich bin sehr zufrieden gewesen, und der Obstschnaps im Anschluss war n\u00f6tig. Aber wenn ich bedenke, was ich vor zehn Jahren noch alles in mich hineinstopfen konnte, muss ich heute ungl\u00e4ubig den Kopf sch\u00fctteln. Auch der Wein war nicht schlecht, und ich habe (vor dem Essen bereits) deutlich gesp\u00fcrt, wie zwei Gl\u00e4ser davon die ganze Sache viel lockerer erscheinen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Nicht gereicht hat das f\u00fcr ein Spielchen am Nachmittag. Unter dem Vorwand, die beiden sollten Blumen pfl\u00fccken und einen Kranz daraus flechten, wurde das Brautpaar weggeschickt, und die Initiatorin dieser Aktion weihte die verbliebenen G\u00e4ste in Ihre Absichten ein. Sie hatte eine CD dabei, von der ein hebr\u00e4ischer Hochzeits- und Segenstanz zu h\u00f6ren war, und die versammelte Runde sollte, wortw\u00f6rtlich, in zwei sich entgegenlaufenden Kreisen um das Brautpaar herumtanzen, sechs Schritte nach links, sechs Schritte nach rechts, einen Text mitsingen, der sich in <em>&#8220;A-ja-ja&#8221;<\/em> ersch\u00f6pfte, und dabei mit den F\u00fc\u00dfen auf den Boden stampfen. &#8220;Konsterniert&#8221; ist ein sch\u00f6ner Ausdruck f\u00fcr meine Begeisterung. Die P\u00e4dagogin an unserem Tisch hatte vermutlich gar nicht so unrecht, als sie mich fragte, ob es mir zu peinlich sei, mitzumachen. Ich erkl\u00e4rte ihr, dass ich ungern das mache, was alle machen, vor allem dann, wenn es als was Tolles gepriesen wird, ich bin bis an mein Lebensende tanzgesch\u00e4digt, und au\u00dferdem w\u00e4re ich nicht ich, wenn ich so ohne weiteres an einem solchen Ringelpiez mitmachen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Nach etwas Smalltalk gab es weitere Unterhaltungsprojekte. Nebenbei sei ein Spiel erw\u00e4hnt, bei dem man vergleichen konnte, wieviele Alltagsdinge das Ehepaar so \u00fcber den jeweils anderen wusste, und die seltsame Idee, den Br\u00e4utigam (Bauingenieur) einen Eimer mit Sand nach M\u00fcnzen durchsieben zu lassen, w\u00e4hrend seine Frau (\u00c4rztin) eine Pl\u00fcschratte sezierte, um irgendwelche Fremdk\u00f6rper aus den Innereien zu nehmen.<br \/>\nInteressanter fand ich das Wanderpaket, also einen Karton mit einem Geschenk drin, der mit mehreren Lagen Papier umwickelt war, und auf jeder Lage war eine Aufgabe zu finden, die der \u00d6ffner l\u00f6sen musste. Das hei\u00dft, der Br\u00e4utigam bekam als erster das Geschenk und darauf war zum Beispiel geschrieben, er solle es &#8220;dem Herrn mit der gr\u00f6\u00dften Nase&#8221; \u00fcberreichen, der musste dann eine Schicht entfernen und bekam die Aufgabe, das Paket der Dame mit der sch\u00f6nsten Frisur zu geben, die es an den \u00e4ltesten Gast weitergeben sollte und so weiter, bis die Sache dann, wie auf der vorletzten Schicht vermerkt, bei der Braut landete. Das Geschenk stammte wohl von einem argentinischen Freund, der heimische Spezialit\u00e4ten, Tee und Kochzutaten, glaube ich, hineingepackt hatte. Nette Idee, aber meine zu Geschlechterstudien neigende Ausbildung machte sich darin bemerkbar, dass ich am\u00fcsiert dar\u00fcber war, dass ein Geschenk, das mit dem Dasein einer Hausfrau in Verbindung zu bringen war, ausgerechnet f\u00fcr die junge Ehefrau bestimmt war. W\u00fcrde es sich hierbei um eine zu analysierende Geschichte handeln, w\u00e4re dies wohl ein eigener Abschnitt im Kapitel &#8220;Sexismus&#8221; geworden. Nat\u00fcrlich war ein solcher hier nicht beabsichtigt, aber vorhanden war er trotzdem.<\/p>\n<p>Aus einem \u00e4hnlichen Grund lustig fand ich die Tanzvorf\u00fchrungen des Brautvaters (obwohl ich mir nicht mehr sicher bin, ob er das war, vielleicht war&#8217;s auch ein Onkel). W\u00e4hrend mein freundlicher Fahrer ganz eindeutig zu den Frankophilen zu z\u00e4hlen ist, hatte der tanzende Herr einen Narren an Griechenland gefressen. In landschaftlichen Dingen muss ich ihm zustimmen, Griechenland hat sehr sch\u00f6ne Orte zu bieten, seien sie nun \u00e4sthetisch oder historisch interessant, die ich selbst leider nur aus B\u00fcchern und Filmen kenne. Man sollte es wohl gesehen haben, kann ich mir denken.<br \/>\nAber was die Kultur betrifft&#8230; die Griechen folgten sp\u00e4testens nach dem Fall des Ostr\u00f6mischen Reiches dem Beispiel ihrer italienischen Nachbarn, lebten unter wechselnden Fremherrschern (Serben und T\u00fcrken) bis zu ihrer Selbst\u00e4ndigkeit 1830, und verblieben in einem Zustand v\u00f6lliger politischer und kultureller Bedeutungslosigkeit bis zur Vertreibung der Osmanen im Zuge der Balkankriege zu Beginn des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Wie gelangte die wie auch immer wiederentdeckte (oder neu erfundene?) griechische Kultur in das Bewusstsein der \u00fcbrigen Welt? Durch Anthony Quinn und <em>&#8220;Alexis Sorbas&#8221;<\/em>. Der Film beruht zweifelsfrei auf einer griechischen und teilbiografischen Vorlage (geschrieben von Nikos Kazantzakis), aber das macht keine Aussage dar\u00fcber, wie alt die derzeit zelebrierte griechische Kultur tats\u00e4chlich ist. Ein mir bekannter Rum\u00e4ne, den ich in Hirosaki getroffen habe, lachte \u00fcber den Begriff moderner griechischer Kultur, als wir von eben jenem Tanz redeten und sagte: <em>&#8220;Alle sagen, dies sei <strong>der<\/strong> griechische Tanz. Die Griechen hatten gar keinen Tanz, bevor ihnen dieser Film einen gegeben hat!&#8221;<\/em> Und in Erinnerung an dieses Zitat musste ich auch am Abend der Hochzeit lachen, denn mich beschleicht der Verdacht, dass der immens beliebte Film aus einer lokalen Eigenart ein nationales Merkmal gemacht hat.<\/p>\n<p>Ein bemerkenswertes Highlight waren die Diashows der beiden V\u00e4ter, die ein paar Bilder aus dem Leben ihrer Spr\u00f6sslinge kommentierten. Ich bekam ein Bild von 001 zu sehen, das ihn nach der Abiturzeugnis\u00fcbergabe zeigt. Damals hatte er lange Haare, was ihm einen &#8220;Grunge-Look&#8221; verpasste, dem er mit seinem Verhalten nicht gerecht wurde. Das war sehr nostalgisch und sah gleichzeitig so abgefahren aus, dass ich laut lachen musste. Der Herr Vater nahm das nat\u00fcrlich zur Kenntnis und sagte: <em>&#8220;Der Dominik muss gar nicht so lachen. Wenn ich gewusst h\u00e4tte, dass der heute kommt, h\u00e4tte ich noch ein paar andere Bilder mitgebracht, auf denen er ebenfalls zu sehen ist.&#8221;<\/em> Ich muss zugeben, dass ich drei Sekunden gebraucht habe, um darauf zu kommen, was er damit wohl gemeint hat. Dabei hatte ich es damals wegen meiner Erscheinung sogar als &#8220;Farbtupfer&#8221; in die Saarbr\u00fccker Zeitung geschafft. Ich habe jedenfalls gro\u00dfes Interesse an diesen Bildern, von denen er sprach, weil ich von keinen anderen wei\u00df, die von mir am 27. Juni 1997 gemacht wurden.<\/p>\n<p>Der restliche Abend lief vor sich hin, und zwar ohne, dass ich mich gelangweilt h\u00e4tte. Immerhin brachte 001 noch einen angemessenen Walzer zustande, den man am Nachmittag nochmal ge\u00fcbt hatte. Einen solchen w\u00fcrde ich wohl auch noch hinbekommen, aber nur mit einer kurzen Ein\u00fcbung wie er, und au\u00dferdem brauche ich auch jemanden, mit dem ich tanzen k\u00f6nnte. Melanie tanzt nicht, und ich tanze nicht mit irgendjemandem. Ich nutzte das allgemeine Tanzen, um meine H\u00e4lfte von der Flasche &#8220;Trollinger&#8221; Rotwein (2006) und alles andere, was ich so getrunken hatte, wieder rauszulassen.<\/p>\n<p>Ab halb Zw\u00f6lf war mit mir nichts mehr anzufangen, und Melanie schlief schon fast im Sitzen. Andreas hatte sich schon zu einem Gang um den Block aufgemacht, um der sich einstellenden M\u00fcdigkeit und verbrauchten Luft im Saal entgegenzuwirken. Etwa um Mitternacht habe ich aufgegeben, und es lief auch nichts mehr, was zu verfolgen sich lohnte, also packte ich den Schlafsack mit Isomatte, den man mir geliehen hatte, verabschiedete mich von Andreas, der in sein Hotel einkehrte, sagte meinen Gastgebern Gute Nacht und begab mich mit Melanie in den Keller des Geb\u00e4udes, wo sich ein Raum befindet, der von den Ger\u00e4uschen der Halle oben dr\u00fcber weitgehend abgeschirmt und dunkel ist. Ein Paar aus Schleswig Holstein, Ole und Nina, hatte sich ebenfalls dort eingenistet, aber die kamen erst runter, als ich schon nichts mehr davon merkte.<\/p>\n<p>Beachtlicherweise schlief ich bis um Neun Uhr, und das ist deswegen beachtlich, weil auch eine Isomatte den harten Linoleumboden nicht wirklich abschw\u00e4cht. Ich bin also immer wieder mal aufgewacht, weil meine H\u00fcfte schmerzte, und musste mich umdrehen, um wieder eine bis zwei Stunden Ruhe zu haben. Melanie scheint komplett durchgeschlafen zu haben, mit der Einschr\u00e4nkung, dass sie wegen Oles Schnarchen wohl Geh\u00f6rschutz verwendet hat.<\/p>\n<p>Am Morgen danach also ein feudales Fr\u00fchst\u00fcck, das aus den Br\u00f6tchenresten des vergangenen Tags plus einer Anzahl frischer Butterh\u00f6rnchen bestand. Danach war ich satt f\u00fcr den ganzen Tag und h\u00e4tte mir noch einen Schnaps gew\u00fcnscht, aber es ging auch so. Ich habe ein paar Bilder von der Fr\u00fchst\u00fccksversammlung gemacht, an der 001, seine Eltern, sein Bruder, 000, Ole, Nina, Melanie und meine Wenigkeit teilnahmen, aber nur eines ist was geworden, und gerade das wird Nina \u00fcberhaupt nicht gerecht, die durchaus besser aussieht, als das Foto vermuten l\u00e4sst. Vielleicht waren auch noch ein oder zwei Leute mehr da, aber ich kann mich nicht erinnern.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck wurde dann der Saal inklusive K\u00fcche aufger\u00e4umt und besenrein hinterlassen. Wieder einmal wurde alles zu fr\u00fch fertig. Ich hatte mit dem Onkel aus Saarlouis ausgemacht, dass er uns um 1430 vor der Halle abholen sollte. Da er noch nie in Heidelberg gewesen war, wollte er die Gelegenheit nutzen, die Stadt auch anzusehen. Nun war es Ein Uhr und die verbliebenen Leute abfahrbereit, 001 und 000 verabschiedeten sich und traten den Heimweg an.<\/p>\n<p>Wir hatten genug zu lesen dabei und au\u00dferdem ein paar Sitzkissen, die ich als Stopfmaterial aus Gr\u00fcnden der improvisierten Kopfkissenbequemlichkeit in meinen Rucksack gesteckt hatte, wir h\u00e4tten also auch auf der Treppe der Gemeinschaftshalle warten k\u00f6nnen. Stattdessen luden uns die Eltern ein, auf den Heiligenberg zu fahren, wo sich unter anderem eine so genannte Thingst\u00e4tte befindet. Dabei handelt es sich um einen Veranstaltungsort nach nationalsozialistischem Gepr\u00e4ge, also eine halbrunde B\u00fchne aus wuchtigen Steinquadern, deren Mauer man auch f\u00fcr den Aufmarsch von Fahnen- und Standartentr\u00e4gern verwenden konnte, und davor mehrere tausend Sitz- und Stehpl\u00e4tze. Stimmungsvoll ist die Atmosph\u00e4re dort bei abendlichen Gro\u00dfveranstaltungen bestimmt. Jetzt ist aber grade Mittag und der Berg hat noch was anderes zu bieten.<\/p>\n<p>Wie es scheint, handelt es sich um eine Kultst\u00e4tte altgermanischer Art, die bereits vor \u00fcber 2000 Jahren besiedelt war. Die R\u00f6mer bauten hier ebenfalls einen Tempel, und nach der Christianisierung der Gegend wurde im 9. Jh. der ehemals r\u00f6mische Tempel zu einem Kloster ausgebaut, der Tempelbereich selbst zur Kirche umfunktioniert. Heute sind davon nur noch Ruinen zu besichtigen. Aber immerhin sind es saubere und kommentierte Ruinen, denn an vielen Stellen des Baus kann man Tafeln sehen, auf denen zu lesen ist, in was f\u00fcr einer Art Raum man sich gerade befindet.<\/p>\n<p>Ich stieg mit dem Herrn K auf einen der verbliebenen T\u00fcrme und wir betrachteten die Rheinebene. Leider sind die B\u00e4ume im direkten Umfeld der Anlage zu hoch und verdecken den Ausblick auf etwa drei Viertel der weiteren Umgebung. Sehr schade. Aber mein &#8220;Fremdenf\u00fchrer&#8221; ist ein eloquenter Gespr\u00e4chspartner, der so einiges zu erz\u00e4hlen wei\u00df, und ich genie\u00dfe solche Gelegenheiten immer sehr. Allein seine Gattin \u00fcberraschte mich mit der Anfrage, ob man denn, da es ja bereits fr\u00fcher Nachmittag sei, nicht eine Brotzeit einlegen sollte. Ah, danke, ich sp\u00fcre mein Fr\u00fchst\u00fcck immer noch.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich f\u00fcr die Abfahrzeit machten wir uns auf den Weg zur\u00fcck zur Halle, wo wir denn in den Wagen des Onkels umsteigen sollten. Auf dem Weg dahin kamen wir nicht umhin, einen Umweg zu fahren, damit ich ein Foto vom Heidelberger Schloss und dem Stadttor machen konnte. Auch f\u00fcr diese Gelegenheit bin ich sehr dankbar. Wie es der Zufall will, mussten wir nicht die gesamte Strecke bis zum Treffpunkt fahren, weil der Onkel eben zu dieser Zeit aus der Stadt zur\u00fcckkehrte und an einer roten Ampel direkt hinter uns landete. Sein Hupen, mit dem er auf sich aufmerksam machte, h\u00e4tte den vor uns haltenden Ford beinahe dazu gebracht, bei Rot \u00fcber die Ampel zu fahren, aber der Fahrer bemerkte es nach f\u00fcnf Zentimetern (anders als ein anderer PKW, der wenige Minuten sp\u00e4ter die rote Ampel \u00fcberfuhr und dabei geblitzt wurde).<\/p>\n<p>Die Wagen wurden also ein paar Meter weiter am Stra\u00dfenrand geparkt und es wurde noch ein bisschen geplaudert &#8211; scheinbar redet die ganze Familie gern &#8211; und nach einer weiteren Viertelstunde r\u00e4umten wir unsere Sachen um und fuhren gen Heimat, wieder ungelangweilt durch Gespr\u00e4che, und nur kurz durch ein liegen gebliebenes Fahrzeug auf der Autobahn aufgehalten. Weil ich erw\u00e4hnte, dass mein Vater in Ludweiler wohnt, wurde Melanie in V\u00f6lklingen am Bahnhof abgesetzt, w\u00e4hrend ich nach Ludweiler gefahren wurde, weil meine derzeitigen Gastgeber \u00fcber den Warndt nach Hause fahren wollten, und weil ich morgen eh noch die Gro\u00dfeltern besuchen wollte, was eine R\u00fcckfahrt nach Trier \u00fcberfl\u00fcssig gemacht h\u00e4tte. Wir verabschiedeten uns und ich stapfte mit meinem weitgehend vollen Rucksack die Kopfsteinpflasterstra\u00dfe zu meinem Vater hoch, der zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wusste, dass ich kommen w\u00fcrde&#8230;<\/p>\n<p>Aber mein Vater ist flexibel. Wir redeten also den Nachmittag \u00fcber bis in die Nacht auf die uns eigene Art und Weise in flie\u00dfendem \u00dcbergang \u00fcber verschiedenste Themen, wobei ich etwa zwei Liter Schwarzen Tees trank. Ich schlief trotzdem wie ein Stein, was verwundert zur Kenntnis genommen wurde &#8211; aber der Zitronentee, den ich seit 25 Jahren t\u00e4glich literweise trinke, enth\u00e4lt Schwarzteeextrakt, von daher nehme ich an, dass ich gegen\u00fcber dem eigentlich anregenden Wirkstoff gegen\u00fcber bereits v\u00f6llig immun bin.<\/p>\n<p>Alles in allem&#8230; ein gelungenes Wochenende, das ich gern in Erinnerung behalten m\u00f6chte.<br \/>\nUnd deswegen steht es hier.<br \/>\nDabei m\u00f6chte ich erw\u00e4hnen, dass dieser Artikel knapp 4200 W\u00f6rter beinhaltet, das hei\u00dft, es handelt sich vom Umfang her um zwei komplette Proseminarsarbeiten, die ja auf 2000 W\u00f6rter (plus Literatrurliste) ausgelegt sind. Ich habe auch nur die letzten sieben Stunden gebraucht, den Text zu verfassen, zu lesen, und zu korrigieren. Wenn ich doch blo\u00df meine Arbeiten mit dieser schlafwandlerischen Sicherheit und Motivation schreiben k\u00f6nnte&#8230; mein Leben w\u00e4r vermutlich richtig toll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich sollte auch was Positives berichten. Am vergangenen Samstag war ich zu Gast auf der Hochzeitsfeier eines guten Schulfreundes, mit dem ich einige Wanderungen und Touren hinter mich gebracht habe, deren Erinnerungswert ich keinesfalls missen m\u00f6chte, und dessen Initialen sich auf einer Tastatur wundersch\u00f6n direkt nebeneinander befinden: 001. 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