{"id":1891,"date":"2011-08-07T17:27:00","date_gmt":"2011-08-07T15:27:00","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=1891"},"modified":"2011-08-07T17:27:02","modified_gmt":"2011-08-07T15:27:02","slug":"da-base","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=1891","title":{"rendered":"Da Base!"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Wochenende hat mich mein Schulfreund Andreas besucht, mit dem ich bei diesen seltenen Gelegenheiten normalerweise was essen und ein bisschen spazieren gehe, um aus meinem Ged\u00e4chtnis irgendwelche m\u00f6glichst neuen Informationen anderer Schulkameraden zu kramen, weil er sich darum rein gar nicht k\u00fcmmert und vielleicht auch nur deswegen fragt, weil ihm nichts besseres einf\u00e4llt.<br \/>\nWie dem auch sei &#8211; wie es der Zufall wollte, hatte die Spangdahlem Air Force Base dieses Wochenende Tag der offenen T\u00fcr, &#8220;Open House&#8221;, also haben wir uns in sein Auto gesetzt und sind dorthin gefahren.<\/p>\n<p>Mit der Sicherheit nahm man es dort nat\u00fcrlich sehr ernst, und der Besucherstrom war beachtlich. Vor dem Einlass eine 100 m lange Warteschlange. Zum Gl\u00fcck kam nach wenigen Minuten ein Soldat, der ansagte, dass Besucher ohne Taschen und Rucks\u00e4cke an der Schlange vorbeigehen und gleich zu den Abtastern gehen d\u00fcften. Die untersuchten jeden Besucher mit einem stangenf\u00f6rmigen Detektor auf metallene Gegenst\u00e4nde, dann durfte man weitergehen und sich in die Warteschlange f\u00fcr den Bus einreihen, denn man durfte sich nicht auf der gesamten Basis frei bewegen, sondern nur auf einem abgesperrten Teil des Flugfelds, wohin man eben mit dem Bus gefahren wurde.<\/p>\n<p>Aber erst mal musste man in den Bus kommen. Mehrere davon fuhren im Dauerbetrieb und dennoch entstanden nicht unerhebliche Wartezeiten &#8211; wegen der Sicherheit. Denn nach jeder Fahrt wurde der Bus untersucht, und als ein vergessenes Gep\u00e4ckst\u00fcck, eigentlich nur eine wei\u00dfe Plastikt\u00fcte, auftauchte, ging sofort nichts mehr. Niemand durfte die Busse besteigen oder verlassen, das Einlasstor wurde abgeriegelt, und so standen wir erst mal eine halbe Stunde, bis wieder gr\u00fcnes Licht gegeben wurde und der Betrieb weiterlief.<\/p>\n<p>Die Busfahrt zum Flugfeld dauerte ein paar Minuten, weil es sich um ein gro\u00dfr\u00e4umiges Areal handelt. Aus dem Fenster heraus konnte man erst den Wohnbereich, danach fast leere L\u00f6schwasserteiche am Rand des Flugfelds, und dann die Fressbuden auf dem Flugfeld selbst sehen. Da man zur Haltestelle an der R\u00fcckseite der Buden vorbeifuhr, konnte man gut sehen, was da angeboten wurde, und gro\u00dfe Grillsteaks erweckten meine Aufmerksamkeit.<br \/>\nAus dem Bus ausgestiegen, sahen wir uns kurz um und stellten sofort zwei Dinge fest. Erstens hielt sich die Ausstellung sehr in Grenzen und zweitens war die Schlange der Leute, die auf den Bus zur Ausfahrt warteten, um ein mehrfaches l\u00e4nger, als am Eingang. Wie wir sp\u00e4ter merkten, hing das damit zusammen, dass es zwei Eing\u00e4nge gab, einen am Haupttor und einen auf der gegen\u00fcberliegenden Seite Richtung Binsfeld.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?attachment_id=1892\" rel=\"attachment wp-att-1892\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1892\" title=\"Warteschlange\" src=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110731-Spang-Schlange-800x600.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110731-Spang-Schlange-800x600.jpg 800w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110731-Spang-Schlange-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Fahrzeuge wollte ich erst einmal ignorieren, denn schlie\u00dflich waren wir ja zu Gast bei der Luftwaffe, und ich machte ein paar Bilder von den geparkten Flugzeugen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?attachment_id=1893\" rel=\"attachment wp-att-1893\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1893\" title=\"JSF\" src=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110731-Spang-JSF-800x600.jpg\" alt=\"Joint Strike Fighter\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110731-Spang-JSF-800x600.jpg 800w, https:\/\/codealpha.bidan.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/20110731-Spang-JSF-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Oberfl\u00e4che des Joint Strike Fighters ist \u00fcbrigens ganz glatt und scheint aus Plastik zu bestehen, im Gegensatz zu den zumindest noch \u00fcblichen Metallkonstrukten mit ihren Nieten und Klappen und derlei Unf\u00f6rmigkeiten mehr.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus besahen wir uns eine 20 mm Gatling und die Sammlung der \u00fcblichen US Infanteriewaffen wie zum Beispiel die Beretta, die 12mm Barrett, den M4 Carbine und die leichten Maschinengewehre. Der M4 ist \u00fcbrigens trotz seiner augenscheinlich geringen Gr\u00f6\u00dfe erstaunlich schwer und das optische Visier mit dem kleinen roten Punkt verf\u00fcgt \u00fcber keinerlei Vergr\u00f6\u00dferung oder Zielhilfen &#8211; ich bleibe bei H&amp;K, da wei\u00df man, was man hat.<\/p>\n<p>Dann gingen wir die Reihe der Imbissbuden ab, und die hatten von Marketing keine Ahnung. Bei gerade einmal zweien von knapp 20 konnte man auf den ersten Blick erkennen, was da angeboten wurde. Zu allen \u00fcbrigen musste man erst hingehen und einen Blick auf die klein gedruckte Preisliste werfen.<br \/>\nF\u00fcr Kinder gab es eine H\u00fcpfburg, und f\u00fcr alle, die mal wollten, gab es &#8220;Jousting&#8221;: Da stehen sich zwei Leute auf wackligem, aufgeblasenem Gummiuntergrund gegen\u00fcber, jeder einen Stock in den H\u00e4nden, dessen beide Enden dick wattiert sind, und das Ziel der \u00dcbung ist es, den Gegner von seinem Sockel zu sto\u00dfen. Das w\u00fcrde mir zwar Spa\u00df machen, aber ich wollte das jetzt nicht in aller \u00d6ffentlichkeit.<br \/>\nDann gab es noch ABC-Ausr\u00fcstung, und wenn man das wollte, konnte man den 35 kg schweren Panzeranzug eines Kampfmittelr\u00e4umers anziehen.<br \/>\nDas von einer lokalen Brauerei gesponserte Zelt mit der Livemusik drin fanden wir dann nicht so anziehend&#8230;<\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen muss man sagen: Hier war nicht viel los. Das hei\u00dft, gemessen an der Zahl der Zuschauer war eigentlich einiges los, aber geboten wurde f\u00fcr meine von Bundeswehrbesuchstagen mit Panzerfahrten verw\u00f6hnten Verh\u00e4ltnisse nicht viel.<\/p>\n<p>Einzig die Flugshow war im wahrsten Sinne des Wortes ein Kracher und ich muss erneut bedauern, dass meine Kamera eine so l\u00e4cherliche Aufl\u00f6sung hat. Das Formationsfliegen ist scheinbar seit der Katastrophe in Ramstein vor Jahren abgeschafft, aber eine F16 zeigte Flugman\u00f6ver bei Mach 2, bei einer Flugh\u00f6he von 50 bis 100 Metern &#8211; da flatterte das Trommelfell.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/O3cDV7Z_bBE?hl=en&amp;fs=1\" frameborder=\"0\" width=\"425\" height=\"349\"><\/iframe><\/p>\n<p>Ja&#8230; und dann war&#8217;s das eigentlich auch schon. Klar h\u00e4tten wir uns was zu essen g\u00f6nnen k\u00f6nnen, aber der eigentliche Plan war, zu dem Burgerladen in Herforst zu gehen, wo ich letztlich mit Melanie gewesen war, also reihten wir uns in die Schlange der Wartenden ein. Und wir standen \u00fcber eine Stunde lang, immer wieder ein paar wenige Meter gewinnend, um dann festzustellen, dass wir in der falschen Schlange standen. Die Hinweisschilder darauf, zu welchem Parkplatz die Busse fuhren, ich erw\u00e4hnte ja, dass es zwei gab, fanden sich erst auf den letzten paar Metern, anstatt an den Enden der jeweiligen Warteschlange. Die Einweiser waren aber flexibel genug, uns einfach direkt zum richtigen Fahrzeug gehen zu lassen, was noch dadurch erleichtert wurde, dass vor &#8220;unserem&#8221; eine Gruppe von 20 Leuten stand, die nicht getrennt werden wollte und daher die n\u00e4chste Gelegenheit abwartete.<\/p>\n<p>Wir genossen also zuletzt unsere Burger, fuhren dann zur\u00fcck nach Trier und verabschiedeten uns wieder von einander. Ich glaube, von einem simplen Spaziergang h\u00e4tten wir mehr gehabt, als von der Warterei mit kurzem Besichtigungsintermezzo in Spangdahlem. Drei Stunden waren wir da und zwei Stunden haben wir mit Warten verbracht. Eins ist daher sicher: Zu denen gehe ich am Tag der offenen T\u00fcr nie wieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Wochenende hat mich mein Schulfreund Andreas besucht, mit dem ich bei diesen seltenen Gelegenheiten normalerweise was essen und ein bisschen spazieren gehe, um aus meinem Ged\u00e4chtnis irgendwelche m\u00f6glichst neuen Informationen anderer Schulkameraden zu kramen, weil er sich darum rein gar nicht k\u00fcmmert und vielleicht auch nur deswegen fragt, weil ihm nichts besseres einf\u00e4llt. 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