{"id":181,"date":"2008-08-12T14:56:09","date_gmt":"2008-08-12T12:56:09","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=181"},"modified":"2017-10-22T13:13:10","modified_gmt":"2017-10-22T11:13:10","slug":"ausnahmen-fur-examenskandidaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=181","title":{"rendered":"Ausnahmen f\u00fcr Examenskandidaten?"},"content":{"rendered":"<p>Aus gegebenem Anlass habe ich beim Studentensekretariat hinterfragt, ob man weniger oder m\u00f6glicherweise keine Studienbeitr\u00e4ge zahlen m\u00fcsse, wenn man nach der Anmeldung f\u00fcr die Examenspr\u00fcfung ins n\u00e4chste Semester rutscht.<\/p>\n<p>&#8220;Studienbeitr\u00e4ge&#8221; &#8211; nicht zu verwechseln mit Semesterbeitr\u00e4gen &#8211; ist ein Euphemismus, der mit dem Begriff &#8220;Studiengeb\u00fchren&#8221; viel besser umschrieben ist. Grob gesagt liegt jedem Fachbereich eine individuelle Regelstudienzeit zu Grunde, die irgendein Gremium auf Grund des erfahrungsgem\u00e4\u00df notwendigen Zeitaufwands ermittelt hat, das hei\u00dft, die Regelstudienzeit kann sich von Fach zu Fach unterscheiden. Wenn man diese Regelstudienzeit in Rheinland Pfalz um eine festgelegte Zahl von Semestern \u00fcberschreitet, muss man jene Geb\u00fchren zahlen, das hei\u00dft im Falle unserer Universit\u00e4t einen Semesterbeitrag in H\u00f6he von etwas mehr als 170 E und einen Studienbeitrag in H\u00f6he von 650 E.<\/p>\n<p>Die erste Mitteilung, die ich als Antwort erhielt, war dergestalt, dass ich im September noch nichts zahlen muss, weil meine Zahlungspflicht erst im kommenden Sommer beginnt. Das hei\u00dft, ein Japanologe im Magisterstudiengang hat 17 Semester Zeit, fertig zu werden, und muss erst ab dem 18. Semester zahlen. Wenn man also nicht hin und wieder an depressiver Lethargie leidet, ist das auch ganz bequem zu schaffen (leider ist der nur durchschnittliche deutsche Student \u00fcberdurchschnittlich anf\u00e4llig f\u00fcr Stressdepressionen). Vielleicht sollte man mittlerweile sagen, dass man im Magisterstudiengang 17 Semester Zeit <strong>hatte<\/strong>, denn nach Einf\u00fchrung der Bachelor und Master Studieng\u00e4nge werden Magister und Diplomanten scheinbar aussterben.<\/p>\n<p>So weit, so gut. Aber meine allgemein gestellte Frage war damit ja nicht beantwortet. Auf eine erneute Nachfrage erreichten mich also noch zwei Antworten, die ich hier zusammenfassend wiedergebe:<\/p>\n<p><em>\u00a714 der Landesverordnung \u00fcber die Einrichtung von Studienkonten vom 5. Juli 2007 besagt:<\/em><\/p>\n<p><strong><em>&#8221; &#8230;die Pflicht zur Entrichtung des Studienbeitrages entsteht mit der R\u00fcckmeldung, Studienbeitr\u00e4ge werden mit ihrer Entstehung f\u00e4llig. (&#8230;) eine Verrechung ist nicht m\u00f6glich&#8230;&#8221;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Die 650 Euro sind in voller H\u00f6he zu entrichten, unabh\u00e4ngig davon, ob die Abschlussarbeit schon angemeldet ist und unabh\u00e4ngig davon, ob man sich bereits 2 Monate sp\u00e4ter wieder exmatrikuliert.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn Ihnen so ein Fall bekannt ist, hat das Fach einen Fehler gemacht. Kann  aber nur bei Magisterstudieng\u00e4ngen passiert sein. Mittlerweile achten die  Dekanate jedoch darauf, weil in der Einschreibeordnung festgelegt ist,  dass Sie f\u00fcr jede Pr\u00fcfung eingeschrieben sein m\u00fcssen. Auch wenn die letzte  Pr\u00fcfung knapp in ein neues Semester f\u00e4llt, m\u00fcssen Sie die R\u00fcckmeldung  vornehmen.\u00a0 Da die Studienbeitr\u00e4ge bei R\u00fcckmeldung f\u00e4llig werden, sind auch diese zu  zahlen.<\/em><\/p>\n<p>Im gleichen Atemzug kann ich die Frage so manches Komilitonen beantworten, wie es denn um finanzielle Unterst\u00fctzung w\u00e4hrend der Zeit, w\u00e4hrend der man seine Abschlussarbeit schreibt, steht.<\/p>\n<p>Dazu bin ich beim Baf\u00f6G Amt vorstellig geworden, nachdem ich von denen seit f\u00fcnf Jahren nichts mehr wissen wollte. Ich bin direkt \u00fcberrascht, dass mit einigen neuen Mitarbeitern wohl auch der Umgangston wesentlich freundlicher geworden ist. Die beiden Sachbearbeiter, die ich zwischen Herbst 2000 und Sommer 2003 kennen lernen durfte, waren meist eher unwirsch, wenn man ihnen R\u00fcckfragen stellte.<\/p>\n<p>Man kann f\u00fcr die Dauer der Abschlussarbeit bis maximal zum 15. Fachsemester F\u00f6rderung beantragen, auch wenn diese \u00fcber die Bewilligungsfrist eines m\u00f6glicherweise vorher existierenden Baf\u00f6G Anspruchs hinausgeht. Dieses Examens-Baf\u00f6G (ich wei\u00df nicht, ob es offiziell so hei\u00dft) ist allerdings ein Volldarlehen, das bedeutet, man muss es in voller H\u00f6he (Baf\u00f6G normalerweise nur die H\u00e4lfte) zur\u00fcckzahlen, au\u00dferdem, ebenfalls anders, kommen 5 % Zinsen hinzu.<\/p>\n<p>In meinem Fall hei\u00dft das, dass ich mich bis sp\u00e4testens vergangenen M\u00e4rz h\u00e4tte anmelden m\u00fcssen, um noch Anspruch auf solche Unterst\u00fctzung zu haben. Die Dame vom Baf\u00f6G Amt verwies mich an das Studentenwerk.<\/p>\n<p>Auch beim Studentenwerk kann man ein Darlehen beantragen, und das wei\u00df scheinbar kaum einer, es hei\u00dft offiziell <strong>&#8220;Examensabschlussdarlehen&#8221;<\/strong>. Das Infoblatt z\u00e4hlt sieben Punkte auf, deren kurzgefasste Kerninhalte folgenderma\u00dfen aussehen:<\/p>\n<p>&#8211; Die H\u00f6chstsumme betr\u00e4gt 1800 E<br \/>\n&#8211; Man braucht einen deutschen B\u00fcrgen mit regelm\u00e4\u00dfigem Einkommen<br \/>\n&#8211; Zwei Professoren oder Dozenten m\u00fcssen die akademische Leistungsf\u00e4higkeit bescheinigen<br \/>\n&#8211; Das Darlehen wird mit 3 % verzinst, allerdings erst ab zwei Monate nach Ablegen des Examens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus gegebenem Anlass habe ich beim Studentensekretariat hinterfragt, ob man weniger oder m\u00f6glicherweise keine Studienbeitr\u00e4ge zahlen m\u00fcsse, wenn man nach der Anmeldung f\u00fcr die Examenspr\u00fcfung ins n\u00e4chste Semester rutscht. &#8220;Studienbeitr\u00e4ge&#8221; &#8211; nicht zu verwechseln mit Semesterbeitr\u00e4gen &#8211; ist ein Euphemismus, der mit dem Begriff &#8220;Studiengeb\u00fchren&#8221; viel besser umschrieben ist. 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