{"id":148,"date":"2008-05-02T13:42:11","date_gmt":"2008-05-02T11:42:11","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=148"},"modified":"2017-10-22T13:15:59","modified_gmt":"2017-10-22T11:15:59","slug":"rein-in-die-kartoffeln-raus-aus-die-kartoffeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=148","title":{"rendered":"Rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln"},"content":{"rendered":"<p>Mann, das war ja klasse vorbereitet am Mittwoch. Da komm ich in den Laden und kriege sofort gesagt:<br \/>\n<em>&#8220;Sie fahren bitte in den Garten und laden dort die M\u00fclls\u00e4cke mit dem Pflanzenabfall in den Bus. Sehen Sie bitte auch nach, ob sonstiger M\u00fcll herumliegt, den sammeln Sie bitte auch ein. Dann kommen Sie zur\u00fcck und wir lagern den M\u00fcll vorerst im Lagerraum, ich bestelle dann die Biom\u00fcllabholung n\u00e4chste Woche.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Das ist ja nichts Wildes, prinzipiell. Aber wohingegen gerne und oft im voraus geplant und somit einige M\u00fche verhindert wird, ist das diesmal unterblieben, in dem Sinne, dass ich in Erwartung eines normalen Mittwocharbeitstages mit normalen Klamotten da stehe, die nach M\u00f6glichkeit keine hartn\u00e4ckigen Flecken bekommen sollen, weil ich sie im Laden dann nicht mehr anziehen kann &#8211; und so viele Kleidungsst\u00fccke ohne Beanstandungen besitze ich nun mal nicht.<br \/>\nAber gut, die Auftragslage war ja, wie bereits gesagt, nicht wild. Ich wusste, dass nach vorangegangenen Arbeiten f\u00fcnf S\u00e4cke abholbereit neben dem Gartenh\u00e4uschen standen; je nachdem, wie gedankenlos eines der Familienmitglieder &#8211; oder alle zusammen &#8211; am Wochenende gefeiert hatten, w\u00fcrde vielleicht noch ein weiterer Sack dazukommen. Aber die k\u00f6nnte ich ohne gro\u00dfe Verschmutzungsgefahr einfach auf die Schubkarre heben und zum Transporter bringen.<\/p>\n<p>Aber es ist ja nichts best\u00e4ndiger als die Lage\u00e4nderung. Als ich gerade mit der letzten der beiden Fuhren beginne, erhalte ich die Mitteilung, dass im Laden die &#8220;Staubsituation&#8221; nicht bedenklich sei, und dass ich daher bitte im Garten bleiben und den Kompost umschichten m\u00f6ge, von seiner aktuellen Position zwei Meter weiter neben das B\u00e4umchen im Beet. \u00c4h, nein, werte Dame. Ich bitte mir etwas Zeit aus, um mich umzuziehen. Und das bedeutet in den Bus steigen, f\u00fcnf Kilometer zum Weidengraben hochfahren, Kleider wechseln, und dann noch einmal f\u00fcnf Kilometer zur\u00fcck zu den Schreberg\u00e4rten. Das dauerte dann im Endeffekt fast 45 Minuten, bis etwa 1645, und das bedeutet, dass ich wegen eines geplanten Grillens der j\u00fcngeren Tochter noch etwa eine Stunde und 15 Minuten Zeit habe, mit der Aufgabe fertig zu werden.<\/p>\n<p>Immerhin, die grillbegeisterte Tochter hilft mir dabei, und um kurz nach sechs ist der Platz wieder besenrein. Man sollte allerdings kaum vermuten, was man in einem solchen Komposthaufen (in <strong>diesem<\/strong> Komposthaufen) so alles findet. Da sind Tonscherben und faustgro\u00dfe Feldsteine, plastikumh\u00fcllte Drahtst\u00fccke, die wohl einmal B\u00fcndel von einzupflanzenden Gew\u00e4chsen umfassten, Teile von angekokelten Sperrholzplatten und noch klar lesbare Ausgaben der Hochglanzwerbung eines lokalen Baumarkts. Erfreulich war die gro\u00dfe Anzahl von Engerlingen, die ich unter gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Schonung ihrer Gesundheit ebenfalls umsiedelte. Nicht kompostierbare Einzelteile habe ich raussortiert.<\/p>\n<p>Besonders gest\u00f6rt hat mich dabei, dass ich wegen dieser Aktion meinen Rucksack und meine Sommerjacke im Laden lassen musste, der (wegen eines Krankenbesuchs allerdings) bei meiner R\u00fcckkehr, ebenso wie die Wohnung, verlassen und alarmgesichert war, das hei\u00dft, ich bekomme mein Zeug erst am Samstag wieder, obwohl ich es am Mittwoch zum Einkaufen sehr gut h\u00e4tte gebrauchen k\u00f6nnen. Gerettet wurde ich quasi durch die Zerst\u00f6rung eines weiteren Klappkorbes, wegen derer ich einen neuen W\u00e4schekorb kaufte, in dem ich die Waren dann nach Hause bringen konnte. Und nachdem ich unter strahlendem Sonnenschein in den Supermarkt gegangen war, h\u00e4tte ich meine Jacke wahrscheinlich mehr vermisst, wenn der pl\u00f6tzlich aufgetretene Regenschauer noch angehalten h\u00e4tte, w\u00e4hrend ich das Einkaufszentrum verlie\u00df. Aber es regnete nicht mehr stark und der Bus kam auch im selben Moment, von daher wurde das organisatorische Missgeschick von ein paar kleineren Zuf\u00e4llen wieder ausgeglichen.<\/p>\n<p>Was lernen wir daraus? Wenn ich n\u00e4chstens in der Sommersaison zur Arbeit gehe, werde ich die Arbeitskluft gleich mit in den Rucksack packen, um bei einem spontanen Ausnutzen sch\u00f6nen Wetters entsprechend reagieren und ohne gro\u00dfen Zeitverlust einsatzf\u00e4hig sein zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mann, das war ja klasse vorbereitet am Mittwoch. Da komm ich in den Laden und kriege sofort gesagt: &#8220;Sie fahren bitte in den Garten und laden dort die M\u00fclls\u00e4cke mit dem Pflanzenabfall in den Bus. Sehen Sie bitte auch nach, ob sonstiger M\u00fcll herumliegt, den sammeln Sie bitte auch ein. 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