{"id":1290,"date":"2010-10-30T00:34:09","date_gmt":"2010-10-29T22:34:09","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=1290"},"modified":"2013-01-13T18:28:15","modified_gmt":"2013-01-13T17:28:15","slug":"in-gedenken-an-total-exxon-bp-und-shell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=1290","title":{"rendered":"In Gedenken an Total, Exxon, BP, und Shell"},"content":{"rendered":"<p>Konzessionen kaufen, F\u00f6rdergebiete ausloten, nach \u00d6l bohren, und den Konjunkturschwankungen widerstehen &#8211; das ist das Gesch\u00e4ft der vier \u00d6lkonzerne, nur, dass sie f\u00fcr meine Belange, sofern dieser Text betroffen ist, nicht Total, Exxon, BP, und Shell hei\u00dfen, sondern &#8220;Transoil Corporation&#8221;, &#8220;All American Oil&#8221;, &#8220;Interoil&#8221;, und &#8220;Explora Incorporated&#8221;. Eingeweihte werden es daran merken: Ich rede von der Wirtschaftssimulation <em>&#8220;Oil Imperium&#8221;<\/em>. Auch bekannt als <em>&#8220;Black Gold&#8221;<\/em>, hergestellt und vertrieben von reLINE Software ab anno 1989. Die Firma, die auch <em>&#8220;Legend of Faerghail&#8221;<\/em> herausbrachte, verschwand erst 2004, und man kann sich wegen des \u00e4u\u00dferst unenglischen Titels denken, dass es sich um eine deutsche Firma handelte &#8211; das Wort &#8220;Imperium&#8221; gibt es als englische Vokabel n\u00e4mlich nicht, man h\u00e4tte das Spiel also eigentlich entweder <em>&#8220;\u00d6limperium&#8221;<\/em> oder <em>&#8220;Oil Empire&#8221;<\/em> nennen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Aber vergessen wir die missgl\u00fcckte Bezeichnung. Das Spiel hat mir immer Spa\u00df gemacht, obwohl ich erst auf den Trichter gekommen bin, wie man erfolgreich spielt, nachdem mein Amiga 500 bereits in der Mottenkiste verschwunden war (er ist aber noch da).<\/p>\n<p>In dem Spiel messen vier fiktionale Konzerne ihre unternehmerischen F\u00e4higkeiten, von denen sich jeder menschliche Spieler einen aussucht, die \u00fcbrigen werden vom Computer gesteuert. Die verschiedenen Firmen bieten keine Vor- oder Nachteile, es geht nur darum, einen Namen und ein Logo zuzuordnen.<br \/>\nDer Spieler kann sich noch eines von vier B\u00fcrodesigns aussuchen und gibt den Namen an, mit dem er im Spiel angesprochen werden soll.<br \/>\nAuch das Spielziel kann man sich aussuchen, von denen es vier zur Auswahl gibt: Bester nach drei Jahren, 60 Millionen fl\u00fcssiges Kapital, alle anderen Spieler ruinieren, oder 80 % Marktanteil.<\/p>\n<p>Mit dem Startkapital von f\u00fcnf Millionen kauft man sich zuerst f\u00fcr zwei Millionen eine Konzession, das hei\u00dft eine generelle Bohrgenehmigung, auf einem der vorhandenen M\u00e4rkte: Alaska, USA, Mittelamerika, S\u00fcdamerika, Europa, UdSSR, Mittlerer Osten und Indochina. Die Karten sind quadratisch und in kleinere Planquadrate unterteilt, die die individuellen Bohrgebiete darstellen. Dann kauft man Tanks, von denen es drei verschiedene Qualit\u00e4tsstufen gibt: mies, mittel, und Hightech. Ob die sich in irgendwas anderem unterscheiden, als in ihrer Kapazit\u00e4t (die schlechten haben 500.000 Barrel Volumen, die Hightechs 2 Millionen), ist mir nicht klar.<br \/>\nAls n\u00e4chstes l\u00e4sst man entweder Expertisen erstellen, um den potentiellen Ertrag von Bohrgebieten abzusch\u00e4tzen, oder man kauft auf gut Gl\u00fcck ein Gebiet f\u00fcr etwa eine bis vier Millionen &#8211; je teurer der Kaufpreis, desto ertragreicher die Quelle. Zumindest nach meiner eigenen Spielerfahrung.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes kommt die Frage, ob man die Bohrung selbst durchf\u00fchren oder lieber einem Spezialisten \u00fcberlassen will (der selten weniger als 1,5 Millionen verlangt). Selber bohren kostet 20.000 pro Tag &#8211; bei einer Bohrinsel kommt man mit f\u00fcnf Tagen hin, an Land wird es sieben bis zehn Tage dauern. Aber im Unterschied zur teuren Spezialistenbohrung kann die eigene schiefgehen: Es handelt sich um einen der kleinen Geschicklichkeitstests im Spiel. Links sieht man dann die grafische Darstellung eines Bohrturms \u00fcber einer Reihe von Erdschichten und eine sich senkrecht verl\u00e4ngernde Linie stellt den Fortschritt dar. Unten links gibt es Anzeigen f\u00fcr Bohrkopfabweichung, Bohrdruck, und Gesteinsh\u00e4rte, rechts unten befindet sich eine &#8220;Gro\u00dfaufnahme&#8221; des sich bewegenden Bohrkopfs, und oben rechts erscheint eine Art Zielscheibe. Ziel des Unternehmens ist, das auswandernde Fadenkreuz im Verlauf der Bohrung mit dem Joystick in der Mitte der Scheibe zu halten. Weicht dieser Punkt zu sehr von der Mitte ab, bricht der Bohrer und die Sache ist fehlgeschlagen, bei vollen Kosten. Je h\u00f6her der (einstellbare) Druck und je weicher die Gesteinsschichten, desto erratischer bewegt sich der Bohrer. Ganz klare Parallele zur Realit\u00e4t: Je schneller man ans \u00d6l kommen will, desto leichter geht etwas schief.<\/p>\n<p>Und es kann so einiges schiefgehen, nachdem die Produktion mal angelaufen ist.<br \/>\nZum einen kann es sein, dass man erst mal eine Pipeline legen muss, ein weiteres Geschicklichkeitsspiel im Spiel: Dazu wird unabh\u00e4ngig vom Standort der Quelle eine zuf\u00e4llig generierte W\u00fcstenlandschaft eingeblendet, die man senkrecht von oben sieht. In dieser Landschaft gibt es H\u00fcgel, Pyramiden, Oasen, H\u00e4user, nicht n\u00e4her identifizierbare viereckige K\u00e4sten, zwei Startfelder und zwei Zielfelder. Der Spieler baut dabei von unten rechts nach oben links. Man hat ein paar Sekunden, um die Landschaft zu beurteilen, und dann muss man in Windeseile die Bauteile in der richtigen Reihenfolge klicken, um an allen Hindernissen vorbei vor dem nicht gerade tr\u00e4gen Konkurrenten am Ziel zu sein. Meistens ist es recht leicht, wenn man nur eine Rechts- und eine Linksbiegung neben den geraden St\u00fccken hat, aber wenn man im Zickzack um zwei Hindernisse kurven muss, wird die Sache t\u00fcckisch.<br \/>\nJeden Monat kann man nur einmal versuchen, sein \u00d6l zu verkaufen. Schl\u00e4gt der Pipelinebau fehl, muss man bis zum n\u00e4chsten Monat mit dem Verkauf warten.<\/p>\n<p>Zum anderen k\u00f6nnen Tanklager und \u00d6lquellen in Brand geraten. Tanks kann man einfach nachkaufen, aber mit den Quellen ist das komplizierter. Die F\u00f6rderanlagen an Land kann man selbst l\u00f6schen: Dazu springt ein kleines, rot gekleidetes Pixelm\u00e4nnchen aus einem Flugzeug und bringt Sprengladungen an den brennenden Quellen an. Ziel ist, das Feuer mittels einer Explosion auszublasen. In der Regel brennen drei T\u00fcrme, gro\u00dfe Feuers\u00e4ulen brauchen zwei, kleine brauchen eine Stange Dynamit. Das M\u00e4nnchen kann dabei nicht verbrennen, es muss nur zusehen, dass es schnell genug aus dem Explosionsradius herausgesteuert wird (der bei zwei Stangen gr\u00f6\u00dfer ist). K\u00f6nnen die Br\u00e4nde gel\u00f6scht werden, bevor sie von alleine ausbrennen, ist alles in Butter. Wenn nicht, ist die Quelle auf Monate unbrauchbar, und muss m\u00f6glicherweise neu gebohrt werden.<br \/>\nAnders verh\u00e4lt es sich mit den \u00d6lplattformen auf offener See. Daf\u00fcr, dass sie beim Bohraufwand billiger sind, braucht man f\u00fcrs L\u00f6schen wiederum einen Spezialisten &#8211; und wen ruft man da, mit einer brennenden \u00d6lplattform? Die Feuerwehr? Nein! Ted Redhair, den gr\u00f6\u00dften!<br \/>\nWundersch\u00f6ne Anspielung Red Adair (1915 &#8211; 2004), wobei ich mich frage, ob den noch einer kennt?<br \/>\nDen jedenfalls braucht man, um ein Feuer auf See zu l\u00f6schen, und er verlangt daf\u00fcr bis zu 750.000 Dollar.<\/p>\n<p>Mit der Navigation im Spiel ist das so eine Sache. Mit jedem Klick vergeht ein Tag, und je mehr man expandiert, desto l\u00e4nger dauert es, \u00fcberhaupt nur sein Zeug zu verkaufen. Je mehr Zeit vergeht, bis man reagiert, desto schlechter ist nat\u00fcrlich der Zustand der \u00d6lquelle, wenn endlich Hilfe eintrifft. Von daher greift man nicht etwa zum H\u00f6rer, wenn das Telefon klingelt, sondern schickt sein M\u00e4nnchen sofort ins Flugzeug. Wenn nichts gel\u00f6scht werden muss, macht der verlorene Tag nichts aus, aber den Tag, den man am Telefon verliert, kann Millionen kosten.<\/p>\n<p>Br\u00e4nde sind m\u00f6glicherweise, aber nicht immer, Folge von Sabotageakten. Man kann diskrete Firmen beauftragen, den Konkurrenten zu sch\u00e4digen, entweder an Tanks, \u00d6lquellen, Bargeld, oder, besonders fies, am \u00d6lpreis; das hei\u00dft, die Anleitung des Spiels spricht vom &#8220;Bestechen von Handelsvertretern&#8221;. Ich gehe davon aus, dass man damit die Marktpreise manipulieren kann, indem man k\u00fcnstlich die Nachfrage des Konkurrenten senkt.<br \/>\nSchlie\u00dft man tats\u00e4chlich einen Handelsvertrag ab, kann man eigentlich Gift drauf nehmen, dass bald irgendwas in die Luft fliegt &#8211; es steht ja in der Zeitung, f\u00fcr jeden zum Nachlesen.<br \/>\nWerden Detektive eingeschaltet (auch prophylaktisch m\u00f6glich), k\u00f6nnen diese solche Machenschaften aufdecken. Ein Gericht spricht dem Opfer dann eine Entsch\u00e4digung zu, in der Regel eine bis vier \u00d6lquellen, f\u00fcr die der Empf\u00e4nger auch keine Konzession zu zahlen braucht.<\/p>\n<p>Ein relativ harmloser Fall ist das Versiegen einer Quelle. In dem Fall muss man im selben Gebiet einfach neu bohren. Allerdings gibt es scheinbar Gebiete, die daf\u00fcr anf\u00e4llig sind, und man muss alle zwei Monate wieder zum Bohrer greifen.<br \/>\nDie Qualit\u00e4t der F\u00f6rdergebiete wird \u00fcbrigens nicht bei jedem Spiel zuf\u00e4llig verteilt &#8211; der Spielanleitung ist zu entnehmen, dass alles unver\u00e4nderlich festgelegt ist. Unter &#8220;Tips&#8221; wird empfohlen, die Ergebnisse der Expertisen schriftlich festzuhalten. Investiert man also etwas M\u00fche in ein &#8220;Scheinspiel&#8221;, in dem man nur Expertisen erstellt und sich die guten Gebiete merkt, kann man sich so einiges an Zeit und Geld sparen. Leider wurde damit an der Wiederspielbarkeit gespart, denn man kann sich in k\u00fcrzester Zeit und mit wenig Aufwand die besten Gebiete und somit den Sieg \u00fcber weniger erfahrene Mitspieler sichern.<\/p>\n<p>Wenn also das Telefon klingelt, bef\u00fcrchtet man oft das Schlimmste, und oftmals zu Recht. Katastrophen im Tanklager, brennende oder versiegende \u00d6lquellen &#8211; aber manchmal bietet sich einem auch ein Liefervertrag an, dessen Inhalt man beachten muss. Es werden einem n\u00e4mlich oft Vertr\u00e4ge angeboten, die f\u00fcr Gebiete gelten, in denen man keine Kapazit\u00e4ten hat. Dann kann man den Vertrag nicht erf\u00fcllen und muss eine Konventionalstrafe zahlen, in H\u00f6he etwa eines im Vertrag festgelegten Monatsertrags. Abgesehen davon bekommt man gesagt, wie viel \u00d6l man pro Monat liefern muss und wie viel dabei herausspringt &#8211; die einfache Rechnung, die \u00d6lmenge durch den Geldbetrag zu teilen, muss der Spieler schon selbst hinbekommen, und alles unter zehn Dollar pro Barrel (Schlaraffenland oder was!?) bedeutet Verlust.<br \/>\nIch habe noch nie die Situation gehabt, dass sich ein Vertrag gelohnt h\u00e4tte, meist, weil ich nicht die notwendigen Kapazit\u00e4ten hatte. Mit 15 \u00d6lquellen weltweit kann man den Markt binnen weniger Jahre beherrschen, aber einen Liefervertrag kann man damit nicht erf\u00fcllen, wenn diese Zahl von Quellen sich gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber mehrere Gebiete verteilt &#8211; und das ist \u00fcberlebenswichtig.<\/p>\n<p>Der \u00d6lpreis schwankt nicht nur einfach &#8211; er kann auch in die Tiefe st\u00fcrzen. F\u00e4llt er unter die 10 Dollar Grenze, macht das Handelsgebiet mit aller Wahrscheinlichkeit Verlust, und das Kapitalvolumen sinkt. Diesen Verlust muss man ausgleichen k\u00f6nnen, und das erreicht man mit weiteren Absatzm\u00e4rkten, die von dem Preisverfall nicht betroffen sind &#8211; denn globalen Handel gibt es hier nicht. Nachfrage, Angebot, und Preis richten sich nach den einzelnen Absatzm\u00e4rkten, die untereinander in keiner Beziehung stehen, das hei\u00dft, man kann beispielsweise eine gro\u00dfe Nachfrage in Europa nicht dadurch decken, dass man zus\u00e4tzlich zum Nordsee\u00f6l noch welches aus Venezuela importiert, wenn in S\u00fcdamerika die Preise gerade im Keller sind. Streuung ist also wichtig.<\/p>\n<p>Eine weitere Option im B\u00fcro ist die Zeitung. Man kann daraus alles m\u00f6gliche erfahren, \u00fcber Katastrophen, Prozesse, Preisentwicklung, etc., aber wirklich notwendig ist sie nicht. Klar, wenn irgendwo die Preise purzeln, kann man vielleicht versuchen, die Tanklager zu vergr\u00f6\u00dfern, um mit dem Verkauf der F\u00f6rderung zu warten, bis sich die Konjunktur verbessert hat, aber ob einem der Preis gef\u00e4llt, sieht man ja eh, wenn man die &#8220;Verkaufen&#8221; Option w\u00e4hlt, und Tanks kaufen kann man dann meist immer noch, weil die Kapazit\u00e4t selten ausgelastet ist (sofern sie 750.000 Barrel nicht unterschreitet).<\/p>\n<p>Auch einen Cheat hat das Spiel zu bieten, obwohl ich glaube, dass er auf dem PC nicht greift: Zumindest von der C64 Version hei\u00dft es, man solle gleichzeitig &#8220;Pfeil Links&#8221;, &#8220;Steuerung&#8221;, und &#8220;RunStop&#8221; dr\u00fccken, dann klingele das Telefon und man bekomme von der reichen Tante in der DDR 100 Millionen Dollar geschenkt, jeden Monat aufs Neue, wenn man es will oder braucht. Ich habe aber keine Ahnung, ob &#8220;RunStop&#8221; auf einer PC Tastatur noch eine Entsprechung hat.<br \/>\nUnd ob dies ein Cheat ist, sei dahin gestellt: Es hei\u00dft, man k\u00f6nne vor der Verkaufsaktion das Spiel speichern, und wenn einem der Preis nicht gefalle, k\u00f6nne man neu laden, worauf ein neuer Barrelpreis erscheine. Ich habe das allerdings nicht ausprobiert, und mit mehreren Spielern vorm Bildschirm ist das nicht nur zeitraubend, sondern auch unsozial.<br \/>\nIm \u00dcbrigen habe ich mich immer gefragt, warum die Symbole der F\u00f6rderanlagen blinken, wenn man, wie beim Tic-Tac-Toe, drei nebeneinander baut &#8211; ich dachte, es handele sich um eine Art Grafikfehler. Mitnichten: Liegen drei \u00d6lfelder nebeneinander, sinken die Instandhaltungs- und Produktionskosten.<\/p>\n<p>Das Spiel macht Spa\u00df, auch wenn es recht simpel ist, an heutigen Ma\u00dfst\u00e4ben gemessen, und das gilt nicht nur f\u00fcr die technischen Aspekte, sondern auch f\u00fcr die Komplexit\u00e4t. Der Arbeitsmarkt und Geh\u00e4lter spielen keine Rolle, dabei k\u00f6nnte die Qualit\u00e4t der Arbeiter Einfluss auf die F\u00f6rdermenge und die Wahrscheinlichkeit von Unf\u00e4llen nehmen; mit der Qualit\u00e4t steigt das Gehalt und damit die laufenden Kosten, die Verf\u00fcgbarkeit erfahrenerer Arbeitnehmer ist naturgem\u00e4\u00df und je nach Konjunturlage schwierig bis kritisch.<br \/>\nMan h\u00e4tte internationale Vertr\u00e4ge mit Nationalstaaten einbauen k\u00f6nnen, Naturkatastrophen, Umweltsch\u00e4den, Kriege, Forschung nach billigerem und besserem Arbeitsmaterial, Kartellrecht, Tochterfirmen, und so weiter, was wiederum neue Optionen f\u00fcr Bestechung und Wirtschaftsspionage b\u00f6te.<br \/>\nDer \u00d6ltransport, nicht erst seit kurzem eine bedeutende geostrategische Frage, bleibt v\u00f6llig au\u00dfen vor, denn in dem Spiel ist die Nachfrage unabh\u00e4ngig von der jeweiligen Region, dabei ist es nur realistisch, dass zum Beispiel die USA und Europa eine bedeutend h\u00f6here Nachfrage (und damit Preise) haben m\u00fcssten, als zum Beispiel Indochina. Das Fehlen eines Kontinente und Ozeane \u00fcberspannenden Transportnetzes nimmt dem Spiel leider viel von seinem Potential.<br \/>\nEs w\u00e4re auch sicherlich m\u00f6glich gewesen, Aktienhandel mit einzubeziehen &#8211; die fieseste Option vieler Handelsspiele, u.a. &#8220;Railroad Tycoon&#8221;. Da schied man pl\u00f6tzlich wegen einer feindlichen \u00dcbernahme aus dem Spiel aus, obwohl das eigene Unternehmen an sich Gewinn machte (nur halt nicht in dem Ma\u00dfe wie die gierige Konkurrenz).<\/p>\n<p>Aber man darf nicht vergessen, dass wir hier von 1989 reden. Da war die Welt zwar nicht weniger kompliziert als heute, aber die Disketten waren nur ein paar Kilobyte gro\u00df &#8211; zu klein f\u00fcr Detailfreude und Optionsvielfalt. In dem gegebenen Rahmen handelt es sich allerdings um kurzweilige Unterhaltung, und insbesondere mit mehreren Spielern kommt man auf seine Kosten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzessionen kaufen, F\u00f6rdergebiete ausloten, nach \u00d6l bohren, und den Konjunkturschwankungen widerstehen &#8211; das ist das Gesch\u00e4ft der vier \u00d6lkonzerne, nur, dass sie f\u00fcr meine Belange, sofern dieser Text betroffen ist, nicht Total, Exxon, BP, und Shell hei\u00dfen, sondern &#8220;Transoil Corporation&#8221;, &#8220;All American Oil&#8221;, &#8220;Interoil&#8221;, und &#8220;Explora Incorporated&#8221;. 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