{"id":1057,"date":"2010-04-09T23:25:18","date_gmt":"2010-04-09T21:25:18","guid":{"rendered":"http:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=1057"},"modified":"2010-04-09T23:25:18","modified_gmt":"2010-04-09T21:25:18","slug":"freeorion-eine-runde-zeitverschwendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/codealpha.bidan.de\/?p=1057","title":{"rendered":"FreeOrion &#8211; eine Runde Zeitverschwendung"},"content":{"rendered":"<p>Vor langer langer Zeit kaufte ich <em>&#8220;Master of Orion 2&#8221;<\/em>. Leider stammt das Spiel aus einem Zeitalter, in dem es mit der Entwicklung einer internetgest\u00fctzten Multiplayeroption noch arg haperte: Da brauchte man einen Klienten f\u00fcr das &#8220;Total Entertainment Network&#8221; von Microprose, und das existiert heute nur noch in Sagen und Legenden, in denen es hei\u00dft, es gebe in den USA hier und da noch ein paar Knotenpunkte. <em>&#8220;Master of Orion 2&#8221;<\/em> l\u00e4sst sich daher nur \u00fcber Nullmodem zu zweit spielen, das bedeutet Rechnertransport mit allen damit verbundenen Unbequemlichkeiten und Gefahren.<\/p>\n<p>Jetzt ist es wiederum ein paar wenige Jahre her, dass mir ein Freund den Hinweis gab, dass eine kostenfreie Klonversion des Spiels existiere, das den Vorteil b\u00f6te, per Internet spielen zu k\u00f6nnen, und nun hatte ich endlich Gelegenheit: Was auf den ersten Blick sehr vielversprechend aussah, entpuppte sich schon sehr bald als unausgegorene Testversion, ein gerade so spielbares Skelett, dessen Weiterentwicklung scheinbar seit Jahren dahin d\u00fcmpelt, wenn man <a href=\"http:\/\/cia.vc\/stats\/project\/FreeOrion\/\" target=\"_blank\">die Seite der Anbieter<\/a> betrachtet.<br \/>\nDer Download wird angeboten von Chip.de, wo sagenhafte 89 % der Downloader das Werk als gut bezeichneten &#8211; sind die alle bescheuert?<\/p>\n<p>Rein optisch macht die Sache was her, mehr als das Original. Die grafische Darstellung ist sicherlich sehr gut. Mir geht es allerdings um brauchbare Spielinhalte, und nur am Rande um Grafik.<br \/>\nZum Beispiel kann man nicht die Sternensysteme, sondern nur einzelne Planeten umbenennen, und mir ist v\u00f6llig schleierhaft geblieben, warum ich in dem neu besiedelten System rein gar nicht bauen konnte, obwohl der Vorrat an daf\u00fcr ben\u00f6tigten Rohstoffen vorhanden war.<br \/>\nEs gibt keine statistischen Informationen. Man muss Ver\u00e4nderungen der Resourcenangaben einfach so hinnehmen, ohne eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr zu erhalten, warum zum Beispiel die Handelsbilanz auf einmal in den Keller geht. Eine Art Auflistung der Ausgaben und Einnahmen der Resourcen fehlt ebenso wie eine anschauliche \u00dcbersicht \u00fcber das Imperium allgemein.<br \/>\nDer Zusammenhang zwischen Nahrung und Bev\u00f6lkerungswachstum (oder  -r\u00fcckgang) wird einem nie so recht klar &#8211; wenn nicht genug zu essen da  ist, verschwinden von einem Zug zum n\u00e4chsten B\u00fcrger, obwohl unter der  Statusanzeige f\u00fcr Nahrung unter Umst\u00e4nden mehrere Tausend Einheiten  angezeigt werden. Es w\u00e4re wohl sinnvoll, die Bev\u00f6lkerung erst dann  verhungern zu lassen, wenn die Vorr\u00e4te aufgebraucht sind!?<br \/>\nWie bitte? Ich habe vielleicht vergessen, Frachter zum Transport der Nahrung bereitzustellen? Nein, die hab ich nicht vergessen, es gibt keine Frachter im Forschungs- oder Produktionsmen\u00fc.<br \/>\nDas Forschungsmen\u00fc ist, bei aller \u00fcberw\u00e4ltigenden Ideenf\u00fclle und gegenseitiger Abh\u00e4ngigkeit verschiedener Forschungszweige, ein Buch mit sieben Siegeln: Zwar gibt es zu jedem Punkt eine tolle Erkl\u00e4rung, um was es sich handelt, allerdings bieten nur die wenigsten dieser Beschreibungen einen Anhaltspunkt daf\u00fcr, was denn die Entwicklung dieser Technik bringt.<\/p>\n<p>\u00dcberspringen wir ein paar Unstimmigkeiten (wie zum Beispiel, dass Schwarze L\u00f6cher wie Sternsysteme funktionieren und Planeten haben) und kommen gleich zum Spielziel: Derzeit besteht es aus der Vernichtung aller Gegner. Davon gibt es drei auf der Galaxiekarte, die auch immer die gleiche ist, und die V\u00f6lker, die keine sich von einander unterscheidenden Merkmale aufweisen, befinden sich auch immer an der gleichen Stelle &#8211; die Spiele sind also recht vorhersehbar.<br \/>\nAm allertollsten: Die vom Computer &#8220;gesteuerten&#8221; Teilnehmer tun rein gar nichts. Die sitzen in ihren Systemen und warten auf den Feind. Sie entwickeln nichts, sie bauen nichts, sie schicken keine Sp\u00e4her und Kolonieschiffe aus. Wenn man dann mit eigenen Schiffen in ihr Heimatsystem eindringt, wird im Hintergrund das Ergebnis ausgew\u00fcrfelt und dann das Ergebnis pr\u00e4sentiert &#8211; der statistisch St\u00e4rkere gewinnt und verliert vielleicht ein Schiff dabei. Eine diplomatische Option gibt es nicht &#8211; alle Teilnehmer befinden sich automatisch mit allen anderen im Krieg!<br \/>\nHat man alle drei Gegner besiegt, wird einem das im Rundenbericht mitgeteilt, in etwa <em>&#8220;You achieved victory by being sole survivor&#8221;<\/em>. Was nicht hei\u00dft, dass das Spiel dann endet, nein, es geht weiter, endlos. Abschalten muss man selber, wenn nichts mehr zu tun ist.<br \/>\nIch empfehle, gleich im Anschluss zum deinstallieren \u00fcberzugehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor langer langer Zeit kaufte ich &#8220;Master of Orion 2&#8221;. 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